Bedingungsloses Grundeinkommen ist finanzierbar

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist finanzierbar!
So diverse Meldungen in Zeitungen heute.

Hier das Projekt und diverse Links:

Es ist finanzierbar | Mein Grundeinkommen (mein-grundeinkommen.de)

Eine Erklärung zur Berechnung:
Der Weg zum Grundeinkommen ist ein Rechenweg | Mein Grundeinkommen (mein-grundeinkommen.de)
Unterschiedliche Finanzierungsmodelle:
Wie wir das Grundeinkommen finanzieren, | Mein Grundeinkommen (mein-grundeinkommen.de)

Ein Konfigurator für das „eigene“ Grundeinkommen:
Konfigurator (mein-grundeinkommen.de)

Über eine Diskussion hier; aber vor allem in der nächste Folge, würde ich mich freuen!

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Aber politisch in den kommenden Jahren nicht umsetzbar.

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Wo kein Wille, da kein Weg.

Aber diese Erkenntnisse sollten genug Stoff bieten für eine Diskussion auf politischer Ebene:

  • 83 % aller Menschen haben mehr Geld als heute
  • Armut, wie wir sie kennen, ist nicht mehr möglich
  • Die Schere zwischen Arm und Reich wird kleiner
  • Eine effektive Steuersenkung für die große Mehrheit
  • Der Sozialstaat wird schlanker
  • Arbeit lohnt sich wieder – und zwar immer
  • Die Konjunktur wird angekurbelt
  • Finanzielle Abhängigkeiten sinken
  • Auch 92 % aller Rentner*innen profitieren
  • Die Mittelschicht wächst wieder

Da gibt es genug Punkte, die die aktuelle Diskussionen aufgreifen. So abwegig finde ich das also nicht.
Z.B. werden damit erschlagen:
Kindergrundsicherung, Elterngeld, Kindergeld, Rentenreform (Außer Zusammenlegung der verschiedenen Systeme), wachsende Ungleichheit, Bürokratieabbau im Sozialbereich, die (absurden) Diskussionen um das „Hochabgabeland“

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Ich denke der Konfigurator zeigt ganz gut, dass das System gerade eben nicht finanzierbar ist.

Ein BGE von 1000€ (Minderjährige erhalten die Hälfte) lässt sich (zumindest nicht laut deren Berechnungen) nicht dadurch finanzieren, dass man alle Haken mit Ausnahme der Einkommensteuer setzt, so dass ein Fehl von knapp 25% bleibt. Lässt man dann noch die Mehrwertsteuerhöhung weg (die ja vor allem dann wieder von den geringen Einkommen besonders gespürt wird), fehlt über 1/3 der Finanzierung.

Erhöht man jedoch die Einkommensteuer ist das BGE zwar gegenfinanziert, aber liefert mal wieder nur einen weiteren Anreiz auf gar keinen Fall einen gut bezahlten Job zu übernehmen, weil man danach deutlich weniger hat, also ohne BGE. Und dann eben noch höhere Mehrwertsteuer dazu…

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So richtig verstehe ich diese Diskussion nicht.
Gerade mussten wir feststellen, dass uns Kinder keine Grundsicherung wert sind, die den Namen verdient. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Grundeinkommen für alle, das eigentlich noch ambitionierter wäre, irgendeine Chance der Umsetzung hat.

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Warum sollte man die Einkommensteuer nicht erhöhen?
Diese wird ja auf alle Arten von Einkommen erhoben, sodass hier massiv mehr Geld eingespült wird durch Vermietungen und Kapitalerträgen.
Die Grenze bei der man weniger hat als zuvor liegt bei 3.xxx€ netto. das entspricht dem oberen dezentil.
Und die Mehrbelastung fällt moderat aus.
Vielleicht ist es an der Zeit, Politik für die Mehrheit zu machen. (83%)

Wenn man es politisch durchsetzen könnte, die Steuern für sehr Wohlhabende zu erhöhen, könnten wir so ziemlich alles finanzieren. Das vorauszusetzen und zu sagen, das BGE sei finanzierbar finde ich etwas fragwürdig.
Frage ist auch hier wieder, warum die Finanzierung über die Einkommenssteuer passieren soll und nicht über eine Vermögens- oder Erbschaftssteuer.

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Als Beispiel ein BGE von 1000€ pro Monat und alle Haken gesetzt. 46% aller Menschen haben (laut Konfigurator) nachher weniger als vorher. 44% haben mehr, für den Rest ändert grob sich nichts.

Wir sollten aufhören Menschen, die für ihr Geld arbeiten immer mehr und mehr Abgaben auf’s Auge zu drücken.

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Nun ja. Der Druck war einfach ewig nicht da. Jetzt nehmen die Ungleichheiten überall extreme Ausmaße an; es gibt endlich Bewegung in der Sache.

Taxmenow, fiscalfuture, Finanzwende, DIW und etliche mehr fordern seit Langem die Wiederbelebung von Vermögenssteuern und gerechte Erbschaftssteuern u.v.m… Und langsam werden diese Vereinigungen auch wahrgenommen. Und das ist gut so.

Politisch ist es eigentlich nur ein Kampf gegen Lobby, die halt das obere Dezentil unverhältnismäßig stärker vertritt als die übrigen 90%.
Saubere Kommunikation und Aufklärung helfen, über Mythen a la „Omas Haus wird mir weggenommen“ hinwegzukommen und die wahren Dimensionen und Chancen solcher Steuern zu erkennen.

Beispiele:

  • Elterngeldstreichung: Betrifft die allerwenigsten wurde aber von eben diesen so gewaltig aufgebauscht, dass sich jeder betroffen fühlte.
  • Dienstwagenprivilegien: Betrifft ebenfalls nur die wenigsten und dann auch noch in der absoluten Mehrheit Männer; trotzdem findet Aufgebausche so statt, dass das Privileg in der Breite Rückendeckung findet.
  • Tempolimit: Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Führerschein, kein Auto. Vor allem Frauen. Großteil der Menschen hat eh kein Geld, um es durch erhöhte Geschwindigkeiten zu verschwenden und fährt gemäßigt; wer lobbyiert für wen? …
  • Mehrwertsteuersenkung auf vegane Produkte/ Erhebung auf Konventionelle Tierische Erzeugnisse: Obwohl die Mehrheit in Deutschland kein Geld für gesunde Nahrungsmittel hat, die Krankheitszahlen der typischen Krankheitsbilder bei fleischlastiger und auch sonst ungesunder Ernährung seit Jahren undgehemmt steigen, wird lobbyiert ohne Ende. (Aiwanger stellte sich gegen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung) Dabei ist es im ureigenen Interesse, sich gesund zu ernähren, und den Kindern gesundes Essen auftischen zu können. Vegan muss nicht sein, aber hierzulande haben derzeit wissenschaftliche Richtwerte bzgl. des Fleischkonsums keine Chance am Stammtisch.

Kurzum: Lobby. Lobby, Lobby, Lobby.

Die Liste ließe sich beliebig fortführen.
Wenn der Lobby Einhalt geboten und die Anliegen vernünftig und verständlich erklärt würden, ließe sich all das durchsetzen.

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Hatte die Tage ein gutes Reel bei Ungleichheit.info gesehen.

Der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde. Das hat ganz deutlich gezeigt , was für absurde Mengen an Geld die Superreichen haben.

Es waren 2 Bildnisse , einmal 1 Million in Sekunden was knapp 11 Tage sind und 1 Milliarde Sekunden was 32 Jahre sind.

Dazu wenn man auf das Vermögen von Elon Musk kommen will (180Milliarden $) und dafür jeden einzelnen Tag 100.000 $ bekommt man fast 5000 Jahre braucht um auf diese 180 Milliarden zu kommen. Das ist einfach so absurd.

Aber das ist das was man gerne macht, die „Armen“ gegeneinander auszuspielen.

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Ich habe 0 Verständnis, warum das nicht mal ernsthaft diskutiert wird.
Die Bündelung etlicher Sozialleistung machen immense Arbeitskraft in der jetzigen Funktion überflüssig, die in vernünftigen Positionen eingesetzt werden könnten (Digitalisierung, EE-Genehmigungen, was weiß ich, 1000 Beispiele mehr, Steuerfahndung, Fachkräftemangel ist aber anscheinend doch kein Problem).

Die Gefährdung von Armut wird massiv reduziert.

Dieses ewige politische Herumgehacke auf den Ärmsten der Armen könnte endlich aufhören. Das Bewusstsein für Ungleichheit bzgl. Vermögen, Teilhabe und Solidarität wird gestärkt. Integration gelingt viel einfacher.

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Sofern das Grundeinkommen nicht aus Schulden finanziert werden würde (Nachfrage steigt → Konjunktur wird angekurbelt → BIP wächst → Schuldenquote bleibt stabil oder sinkt sogar), wäre es eine Umverteilung von oben nach unten.
Denke, dass sind die zentralen Gründe, warum es momentan keine Chance hat. Staatsschulden oder Umverteilung sind momentan nicht gewollt, obwohl wir alle hier vermutlich nur davon profitieren würden. Paradox.

Sind die Prozentangaben nicht die Werte, die die
entsprechenden Personen mehr (oder eben weniger) hätten?

Sie vergessen, dass sie dadurch aber zusätzlich a) das Grundeinkommen bekommen und b) die Freiheit hätten einen Job nicht nur des Geldes wegen zu machen, sondern der ihnen auch Spaß macht und mit Sinn erfüllt.

Ich fände vor allem eine Grundsteuer a la Henry George zur Finanzierung interessant (siehe Georgismus – Wikipedia oder Progress and poverty - Book Review)

Zugegeben, ich habe nicht mehr alle Beiträge des Threads nachgelesen.
Bedeutet ihre Aussaage aber, dass jeder Lohn + BGE bekäme? Beispielsweise Bruttolohn 4800 € + 1000 € BGE?

Und wäre das nicht tatsächlich ein reiner Inflationstreiber? Ich verstehe ohnehin schon nicht, warum es keine Lohn-Preis Spirale gibt. Bzw. meiner Meinung nach lässt sich die Lohn Preis Spirale nur vermeiden, indem nicht alle Gehälter gleichermaßen ansteigen, sondern die unteren überproportional.
Wenn jeder Bürger auf einmal 1000€ mehr hätte würden doch tatsächlich die Kosten im gleichen Maße steigen?

Das Grundeinkommen soll in den meisten Entwürfen versteuert werden.
Wer wenig verdient, profitiert mehr vom Grundeinkommen, als jemand, der gut verdient.
In manchen Modellen würde jemand, der sehr gut verdient mit einem Minus rausgehen.

Ausserdem würde auf lange Sicht das Einkommen nicht so sehr steigen, weil gerade höhere Einkommen die 1000€ in Reduzierung der Stunden und CareArbeit stecken.
1000€ sind in unteren Einkommen erheblich mehr Wert als in höheren Einkommen, da sie hier komplett in die Befriedigung der Grundbedürfnisse fließt.

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Unter dem Link sieht man, wie viel Geld man bei welchem Nettoeinkommen mehr oder weniger hätte.

Bei einem Nettoeinkommen von 3350€ würde man tatsächlich durch das Grundeinkommen nicht mehr Geld haben. Das betrifft jedoch nur einen Bruchteil der Bevölkerung:


Quelle: Einkommensvergleich: Wie wohlhabend bin ich im Vergleich?


Schon heute kann übrigens jede:r mitmachen

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Gute Frage, ich frage mich auch, was denn eigentlich passieren würde, wenn beispielsweise ein Grundeinkommen komplett aus Staatsschulden finanziert werden würde (natürlich nicht realistisch aber mal rein theoretisch). Bei einer Zielinflation von 2% wird schon jetzt mit der Zeit alles teurer, was dazu führt, dass das Geld lieber heute als morgen ausgegeben wird. Geld hat mE also an sich keinen eigenen Wert. Vielmehr wird der Wert tagtäglich neu ausgehandelt. Würde nicht auch bei einem Grundeinkommen sich dieser Wert irgendwann einpendeln? Wäre der unterschied zu heute nicht lediglich, dass man nicht bei 0€ landet sondern die Untergrenze eben die Höhe des Grundeinkommens wäre?

Edit: Ich denke letzlich geht es beim Grundeinkommen und dessen Finanzierung nicht um den nominalen Wert, sondern lediglich um die Verteilung innerhalb der Gesellschaft.