Narrativ der Kernkraftwerke als Retter

Der Streckbetrieb ist nicht möglich aus Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Renditeerwartung der Betreiber und aus Sicherheitserwägungen.
Das steht auch genau hier, welche Farce abläuft. Man möchte uns uns eine Laufzeitverlängerung von mindestens 5 Jahren unterschieben:

Danke für den Hinweis offensichtlich wird hier jedes Thema bewusst zerredet und man dreht sich gern im Kreis!

Danke für den Hinweis, auch meine Sichtweise, neue Uranbrennelemente fallen nicht regenerativ vom Himmel

Danke auch für diesen Hinweis. es geht um GAS. Atomkraft ist super gefährliche und hilft uns nicht bei einer GASKRISE.
Ein Stomausfall ist nichts gegen einen Störfall in einem AKW.

Absolutely Right!!!

Fokus in diesem Thread auf NARRATIV und KERNKRAFT

Jeder tut solidarisch was möglich ist!
Fokus auf EU nicht nur auf Deutschland!
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Videos/2022-habeck-vid/31-habeck-eu-rede/220726-habeck-rede-eu.html

Die ist ja auch s.o. wenn man genau liest gar nicht möglich!

Das ist genau der Punkt bei solchem Shit → „Traue keiner Studie, die du nicht selbst gefälscht hast“

und
Küppersbusch über die Propaganda vom Zentrum liberale Moderne

Soeder ist ein Populist und möchte nicht hinter Merz zurückstehen.

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Die Aufgabe der Politik ist es auch Entscheidungen unabhängig von Meinungsumfragen zu treffen. Momentan sind viele Leute pro Atomkraft, aber das dreht auch schnell wieder.

Atomkraft ist teuer, unsicher, der Müll kann nicht gelagert werden. Dagegen stehen dann Windräder und PV Anlagen, die günstiger und umweltfreundlicher sind. Sehe wenig Gründe warum wir wieder Richtung Atomkraft gehen sollten.

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Wurde viel bereits gesagt. Was (sofern ich es nicht überlesen habe) nicht betrachtet wurde: Es geht nicht nur um die Leistung des Kraftwerk-Parks, sondern auch um die geographische Verteilung. Es würde wenig bringen, ein Kernkraftwerk in Schleswig-Holstein laufen zu lassen wenn im Bayern Energiemangel herrscht zu einem bestimmten Zeitpunkt. Will sagen: Strom muss auch transportiert werden. In Bayern gibt es kaum Kohlekraftwerke, sprich deren Problem wird mit dem Hochfahren dieser nicht gelöst werden.
Wir rechnen gerade am Stresstest der Bundesregierung, das ist die Aufgabe der 4 TSOs in Deutschland. Hierzu: ob der „positiv“ oder „negativ“ ausgeht hängt extrem stark von den Eingangsparametern in die Netzmodelle ab. Und diese Modelle sind etwas komplexer als zu sagen „wir haben n GW Leistung zum Zeitpunkt t wo wir <n benötigen, also alles gut“. Es kommt Transport, Blindleistung, Regelenergie und vieles mehr hinzu, was man betrachten muss. Daher rechnet die Bundesregierung auch nicht selbst, sondern überlässt das den Experten, die dafür verantwortlich sind. Es gibt viele Professoren die Dinge sagen, viele auch richtig. Nur eines muss klar sein: keiner dieser Experten hat die Verantwortung, die sichere und stabile Stromversorgung aller zu gewährleisten…

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Zum eigentlichen: ich persönlich habe kein Vertrauen, dass die Frage der Sicherheit nicht der Frage der Versorgungssicherheit geopfert wird. Sowohl hier, als auch in Belgien und in Frankreich. Auf Grund dieses Zweifels, bin ich dagegen.

Das kurze „Schnellgutachten“ des TÜVs hat mein Misstrauen leider nicht abgebaut.

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Naja, wenn man dadurch weniger erpressbar durch Putin wird und die Wirtschaft weniger Einbußen hat, eventuell lohnt dann schon der Streckbetrieb.

Ich bin überhaupt kein Freund der Atomkraft, die gehört spätestens im Sommer 2023 komplett abgestellt . Es gibt bessere Lösungen für die Energieproduktion in Deutschland und auf die sollte der Fokus liegen.

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Quod erat demonstrandum.

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Die Frage ist nur, ob es dafür Atomenergie benötigt, oder ob es auch anders geht. Ich nehme lieber die bittere Pille der Kohle als ein weiteres Aufmachen des Fass Kernenergieausstieg.

Das Argument der Netzstabilität wäre noch eines, wo ich am Ende mitgehen werden muss, wenn es gar nicht anders gehen würde, weil im Süden die Leistung fehlt. Dann sollen aber die Bayern bzw. Herr Söder beim Schließen des dafür notwendigen Kompromisses richtig in den für sie sauren Apfel beißen müssen und alle ihre Verhinderungsregeln gegen die Energiewende fallen lassen. Das Problem ist an der Stelle ja auch hausgemacht, weil sie die EE nicht wollen, die Netze aber auch nicht.

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Als ausgewogen verkleidete Propaganda für Kernenergie. Kernenergie ist unendlich teuer (im wahrsten Sinn des Wortes, denn niemand kann berechnen, welche Kosten auflaufen mit der Entsorgung und der mit höchster Wahrscheinlichkeit irgendwo und irgendwann auf der Welt passierenden Havarien). Das haben die Humanisten auch vergessen: kein Versicherer bietet eine Versicherung für AKWs - schon ein Unfall unterhalb eines GAUs würde jede Versicherung ruinieren. Alle Kosten trägt die Allgemeinheit, Wenige machen sich mit den Gewinnen davon.

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Und diese Frage jetzt in den Kontext:

Die deutschen Medien spielen „Energiekrise“ hoch und runter und „vergessen“ zu erwähnen, dass hauptsächlich Wärmeenergie fehlt und nicht elektrische Energie.

Dazu noch technisch wenig versierte Menschen die keine Ahnung von der Problematik haben und schon bekommst du bei der Frage die gewünschte Antwort: ja natürlich.

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Pauschalverurteilungen lehnen wir schon immer ab, hier sehr wohl eine sehr differenzierte Betrachtung. (deutsche Medien sogar ÖR) :sunny::sun_with_face::smiley::raising_hand_man:

Am Ende kann das nur von den Spezialisten der VNB annähernd exakt modelliert werden…

schrieb ja von roeder auch schon…

Fazit - Status: Es ist kompliziert

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Aber das kennen wir doch aus der Coronazeit: man schafft eine gesetzliche (Übergangs-) Lösung für ein paar Monate, die vermeintliche Erleichterung schafft (hier: mehr Strom im Netz). Erfahrungsgemäß wird die gewonnene Zeit leider nicht für die Vorbereitung nachhaltiger Lösungen genutzt (Ausbau Erneuerbarer, Stromtrassen nach Bayern / denn das will man ja gar nicht!), sondern entspannt ausgesessen. Dann endet die Übergangslösung im nächsten Sommer kurz bevor die nächste Herausforderung bevorsteht (Herbst/Winter) und man muss wieder eine ganz schnelle Lösung finden, weil man keinen Schritt weitergekommen ist. Also wird wieder verlängert. Daher denke ich: wenn die AKWs jetzt nicht vom Netz genommen werden, werden wir sie mit all ihren Risiken, Kosten und ungeklärten Problemen noch viele Jahre haben. Also muss jetzt der Focus auf dem schnellen Ausbau von Erneuerbaren, von Speichermöglichkeiten und von Stromtrassen in den Süden liegen. Eine Verlängerung der AKWs hilft selbst denen, die sie sich so sehr wünschen, höchstens psychologisch - für einen Augenblick.

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Jetzt Gasverstromung abschalten und langfristig raus aus der Importabhängigkeit für Gas , Öl und Brennstäbe

Solange wir nicht in der Lage sind, verstrahlte Abfälle sicher und ohne Gefährdung nachfolgender Generationen zu entsorgen, müssen wir da raus. Wer sich angeschaut hat, was in der Asse los ist und wie die Zwischenlagerung in vielen Teilen der Welt aussieht, der kann zu keinem anderen Schluss kommen. Dazu kommt eine unverhältnismäßige und nicht mehr ökonomisch vertretbar und nicht versicherbare Risiko durch Naturkatastrophen oder Konflikte.

Was die Steinkohle mit unserer Umwelt macht, führt mir die UN-Studie aus dem vergangenen Jahr vor Augen (siehe Grafik). Ein Heilsbringer sieht anders aus. Die Abhängigkeit der deutschen Industrie vom Gas ist eine weitere Seite der Medaille. In einigen Bereichen ist Gas dort auf Sicht unverzichtbar. Die Relevanz von Verpackung, Tabak oder billigen Kunststoffprodukten ist in Teilen dabei fraglich.

Mit Blick auf die Winter 2023 und 2024 ist für mich klar, wo meine Priorität ist. Menschen dürfen nicht frieren oder sich mit kaltem Wasser waschen müssen, weil für sie kein Gas da ist. Und es darf auch nicht sein, dass wir wichtige Industrien abschalten, weil wir heute unser Gas verstromen. Das ist nur sicher gestellt, wenn wir die Speicher jetzt maximal füllen und sofort auf die Gasverstromung versichten. Das muss auch für industrielle Eigenversorger gelten. Das geht für mich nur, wenn wir ausreichend Strom bereit stellen. Die Kohlekraftwerke sind da, die Kohle ist nicht ausreichend vor Ort und die Logistik noch nicht gelöst. Das spricht aus meiner Sicht dafür, dass wir kurzfristig die Atommeiler und die Kohle brauchen.

Dass deswegen Wind und Solar zeitweise vom Netz gehen ist bitter, aber wahrscheinlich unvermeidlich. Hauptsache die Gaskraftwerke sind aus. Richtig ist aber auch, dass wir hier Fehler der Vergangenheit ausbaden. Wir haben viel zu wenig Wind- und Solarernergie. An Biogas als Alternative glaube ich nicht. Die Gefahren durch das Methan und die Verseuchung der Umwelt durch Monokulturen und Nitrate klingen für mich nicht nach langfristig und tragfähig.

Bedauerlich, dass wir die Möglichkeiten der Zwischenlagerung in der Wasserkraft so wenig nutzen. Das Potenzial ist weit größer, als bisher genutzt. Unterirdische Pumpspeicher, großtechnische Fernwärmespeicher und Fernkältespeicher haben sich bewährt. Wir sollten die Abhängigkeiten von hier nicht verfügbaren Ressourcen massiv reduzieren.

Auf lange Sicht ist es auch eine existenzielle Frage, ob wir unsere Energie in Europa selbst erzeugen oder auf den Import von fossilen Brennstoffen und Brennstäben aus potenziellen Konfliktregionen abhängig sind. Die gute Nachricht: Hier ziehen Ökonomen und Ökologen an einem Strang. Endlich.

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Ja sollten, wir, das heisst aber nicht gleichzeitig das man jetzt Gas und Kohle abschalten kann. Das ist ein Prozess, den man leider die letzten Jahrzehnte verschlafen hat, der aber Zeit braucht. Stand heute gibt es keine echte Alternative für die Steuerung der Schwankungen der alternativen Energiequellen. Stand heute heizen mehr als 50% aller privaten Haushalte mit Gas. D.h. nächsten Winter wird das weiterhin so sein.

Ich finde Dein Plädoyer richtig und wichtig, nur muss man den technischen Realitäten schon ins Auge sehen.

Das fasst die Situation doch eigentlich ziemlich umfassend und sachlich zusammen.
Eine Aussage der beiden, die ich echt nochmal unterstreichen muss, ist, dass das Thema einfach keine sachliche Diskussion mehr zulässt. Nicht nur, weil bei vielen sofort Schnappatmung eintritt, sobald das Wort „Laufzeitverlängerung“ fällt, sondern auch, weil kaum eine Stelle noch offiziell Informationen zum Thema herausgeben möchte, um nicht Ziel des nächsten Shitstorms zu sein.

Jedenfalls lässt sich zum Anfangs-Statements dieses Posts auf Basis des o.g. Beitrags relativ klar sagen:

ist genau so falsch, wie

Mein persönliches Fazit ist, dass zumindest für Isar 2 eine Laufzeit über den 31.12.2022 Sinn machen würde, weil hier die Brennelemente tatsächlich noch zusätzlichen Strom liefern könnten. Der Gesamtnutzen dürfte sich für das Szenario des reinen Streckbetriebs allerdings in jedem Fall in Grenzen halten. Insofern wäre es auch kein dramatischer Verlust, wenn wir uns politisch dagegen entscheiden würden.

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heise.de streut inzwischen die Theorie, dass die deutschen Atomkraftwerke länger am Netz bleiben müssen, um die französischen Atomkraftwerke zu unterstützen, denen bei der aktuellen Trockenheit das Kühlwasser ausgeht. Nicht um hiesige Energieknappheit abzufedern.

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Nenne es dann doch lieber Mythos…

Auch bei heise sitzen ein paar schlecht bezahlte Gastautoren, die m.E. nicht die ausreichende Expertise mitbringen oder zu viel schreiben müssen, um zu überleben.

Ich lese für bestimmte Bereiche nur noch börsennews. Die müssen besser recherchieren und aufpassen, denn wenn die Mist bauen, verklagt sie ein Investor, das es kracht…:wink:

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Dann habe ich was für Dich: France's troubled nuclear fleet a bigger problem for Europe than Russia gas | RenewEconomy (von Vorgestern)
Der Author war lange Jahre stellvertretender Herausgeber der Australian Financial Review, sollte also genau Deine Kragenweite sein :wink:. Da steht zu großen Teilen das Gleiche drin.

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Dass die französischen AKWs ein Problem für die Versorgungssicherheit werden könnten, sagt ja sogar das Bundeswirtschaftsministerium (s.u.). Ist ja aber eher noch ein Argument, dass wir im Winter 22/23 vielleicht froh um jedes zusätzliche Kraftwerk am Netz sein werden.

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Haha, selten so gelacht! Sorry, aber der unfundierteste Quatsch, den ich in den „News“ so lese, lese ich auf Börsen-News-Seiten. Perfiderweise klingt das immer total gut recherchiert und total objektiv, aber das liegt daran, dass das Geschäftsmodell diesen Anschein verlangt. Deren Herausgeber bzw. die einzelnen Autoren haben nahezu immer auf irgendeine Weise „skin in the game“ und daher handfestes monetäres Interesse, bestimmte Narrative zu pushen und andere nach Kräften zu ignorieren oder zumindest in ihrem Sinne zu interpretieren. Diese Seiten sind alles, nur nicht neutral und objektiv.

Es gibt auch keine Möglichkeit, die zu verklagen, so lange sie nicht komplett offensichtlichen Blödsinn schreiben und gegebenenfalls irgendwo in kleiner grauer Schrift abdrucken, dass der Herausgeber oder Autor Aktien der betreffenden Firma hält.

Börsen-Seiten muss man grundsätzlich mit ganz spitzer Zange anfassen. Wenn man weiß, womit man es zu tun hat, mögen die durchaus ihren Wert haben, aber einfach naiv anzunehmen, die hätten irgendeinen Druck, besser zu recherchieren als der Rest, ist ein Fehlschluss.

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Hier nur mal ein, zwei, drei Links zur Debatte…
Vor allem der erste steht glaube ich nicht im Verdacht besonders „ideologisch“ zu argumentieren. (Wobei mir der Ideologieverdacht ein Totschlagargument zu sein scheint, mit dem immer dann die Keule aus der Tasche gezogen wird, wenn sich jemand aus wirklich 1000 guten Gründen gegen Atomenergie ausspricht, anstatt die ideologischen Anteile [Stichwort: Wahlen in Bayern!] von Söders und Merz’ Forderungen herauszuarbeiten):

Die wahren Risiken einer Laufzeitverlängerung - F.A.Z.
• (Neu hinzugefügt: 7.8.2022): Atomkraft: Abschalten, jetzt erst recht! - DER SPIEGEL
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