Extreme Rechte in der CDU/CSU sind nichts Neues. Die ‚WerteUnion‘ ist nur ein Beispiel von vielen.
CDU/CSU könnten Unvereinbarkeitsbeschlüsse für ehemalige AgD-Mitglieder fassen.
Allerdings ist die CDU/CSU schon jetzt sehr weit nach rechts gerutscht.
Es gibt grundsätzlich zwei Szenarien, einmal mit der AgD als ständiger Bedrohung für Demokratie und Verfassung und einmal ohne die AgD, wenn sie verboten wäre.
Mir ist die zweite Variante sehr viel lieber.
Das bedeutet nicht, dass unsere Demokratie dann nicht mehr wehrhaft sein müsste.
Was mit den Wählern der AgD ist, ist erst mal unwichtig. Entweder wechseln die wieder auf die Seite des demokratischen Spektrums oder wählen nicht mehr oder wählen eine andere rechtsextreme Partei wie Die Heimat, die man dann bei gegebener Potenzialität ebenfalls verbieten kann. Direkte Nachfolgeorganisationen wären ohnehin automatisch verboten.
Für alles andere ist das Rechtssystem zuständig. Rechtsterrorismus und rechte Gewalt gibt es heute schon in ungeheurem Ausmaß. Die AgD-Propaganda verschärft die Lage eher. Daher wäre deren Wegfall eher vorteilhaft.
Richtig, deshalb ist ein AgD-Verbot auch keine Lösung für alles - aber eben doch unterm Strich, wie skizziert, vorteilhaft.
Was Natascha Strobl radikalisierten Konservatismus nennt oder Fabio Wolkenstein die dunkle Seite der Christdemokratie, gab und gibt es unabhängig von rechtsextremen Parteien.
Für solche Probleme wird man eigene, weitere Lösungen finden müssen.
Das ändert aber nichts an den Vorteilen eines AgD-Verbots. Und ich würde ziemlich viel darauf wetten, dass es nicht vom von CDU-Rechtsdraußen Rödder an die Wand gemalten „Bürgerkrieg“ kommt.
