Nichts für ungut, aber die Finanzpolitik der Regierung ist nun wirklich ein eigenes Thema. Daher nur kurz zu den Grundgesetzänderungen („Sondervermögen“ usw.): Merz & Co. wussten vor der Bundestagswahl, dass es ohne Mehrausgaben in großem Ausmaß nicht gehen wird. Wenn jetzt einige Leute angesichts dieser Wahlkampflüge, dass es doch gegangen wäre, enttäuscht sind, dann wohl auch deshalb, weil sie dieser Propaganda, alles ließe sich aus den laufenden Haushalten bezahlen und man müsste nur die Leistungsbezieher ordentlich schröpfen, auf den Leim gegangen sind.
Am Tag, als die Ampelkoalition quasi platzte, lag die CDU/CSU im Umfragendurchschnitt der Zeit bei 32,7 %, nun steht sie bei 26,8 %; die SPD stand seinerzeit bei 15,9 %, jetzt bei 14 %.
Die CDU/CSU verlor also in einem Dreivierteljahr 5,9 Prozentpunkte, die SPD 1,9 Prozentpunkte.
Oder in Prozenten ausgedrückt:
CDU/CSU: - 18 %
SPD: - 11,9 %
So oder so ist der Verlust bei der CDU/CSU deutlich (um ca. 50 %) größer.
Infratest dimap hat, vor dem Rückzug der Verfassungsgerichtskandidatin der SPD, ermittelt:
29 Prozent der Befragten – zehn Prozentpunkte weniger als vor der Bundestagswahl – sehen in Merz einen guten Krisenmanager, 56 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Nur 26 Prozent der Befragten gaben an, Merz zu vertrauen, und 66 Prozent trauen ihm nach eigenen Angaben nicht.
Das dürfte sich infolge dieses Debakels nicht verbessert haben.