Hey,
da der andere Thread bereits zu ist, hoffe ich, dass es ok ist hier noch mein Feedback zur Folge 465 zu geben. Ich bin seit Jahren Hörer der Lage und habe nun extra ein Account hier eröffnet um diese, eventuell persönliche, aber wichtige Zeilen zu schreiben:
Danke. Einfach nur Danke für diese Folge. Ich kann es kaum in Worte fassen. So erfrischend, so real, so hoffnungsvoll.
Es gibt Phasen, in denen ich mir die Lage teilweise nicht anhören kann, da es gefühlt alles einfach nur den Bach runter geht (siehe… allgemeine Weltlage) und ich muss aufpassen nicht den Mut und Glauben daran zu verlieren, dass es Sinn macht meine Stimme fleißig bei den Wahlen an der richtigen Stelle zu setzen und im Freundeskreis gegen den Missmut und das Kopfhängen anzukämpfen. Gegen die Freunde, die auf einmal AFD-Reels teilen, stundenlange Diskussionen mit Eltern bitte nicht alles zu Glauben. Oder selbst den Frust zu schlucken, wenn es um vermeintlich “leichte” Sonderfälle mit dem Bürgerbüro geht, die dann Monate dauern.
Von Herr Scheel kenne ich nur das damals viral gegangene Video und war erstmal überrascht ihn in der Folge zu hören. Ich mag seine Art und, ja, er regt sich auf und ihr musstet ihn ab und zu einfangen (sehr smooth übrigens, Hut ab), aber der Punkt ist: Er kämpft. Es macht weiter. Er gibt nicht auf. Er kotzt im Strahl ne Wand an, schüttelt sich, richtet sein Krönchen, nimmt die 6-stelligen Beträge in die Hand, und. Macht. Weiter.
Natürlich wäre es hach-so-viel-besser wenn er das Ganze in einem normalen Ton, abgebrüht, ruhig und bei ner Tasse Tee in einem Studio eloquent rüber bringen würden, aber das ist doch vollkommen egal. Er hat das Herz am rechten Fleck, seine Werte passen zu unserer Gesellschaft und er gibt sich eben nicht mit dem “haben wir schon immer so gemacht” zufrieden, vermeidlich widersprüchliche Auflagen oder schwierige Mitarbeitende in der Verwaltung. Er läuft 80% geradeaus, und ja, wir könnten über die letzten 20% kritisch vom Sofa diskutieren, aber er läuft wenigstens!
Ihr sprecht in der Lage über aktuelle Themen, wollt aber eben auch immer wieder pragmatische Lösungen und Ansätze liefern und zu einer positiven Haltung zu unserem “besten aller Kompromisse”, unserer geliebten Demokratie, beitragen. Oft ist der Tenor fachlich und das ist natürlich absolut richtig so, deswegen zieh ich sie mir ja jede Woche rein. Mit dieser Folge habt ihr allerdings aus meiner Sicht geschafft eine Emotion zu transportieren: Hoffnung.
Ihr habt einem leidenschaftlichen Typen, der für unsere Gesellschaft und sein Unternehmen mit allen Mitarbeitenden das Beste möchte, eine Plattform gegeben und seine Haltung, seine Motivation und seinen, ja, Kampf, amplifiziert. Das Ganze dann in einen für Euch typischen, sachlich-kritischen Rahmen gesetzt und mit Julia Borggräfe fachlich top abgerundet.
Selten habe ich nach eine Folge gedacht “ja gut, komm, packen wir’s an.” Dieses Mal aber schon. "Dum Spiro, Spero” kam mir im Anschluss in den Kopf.
“Solange ich atme, hoffe ich”
Diese Folge hat mich durchatmen lassen.