LdN 465 Feedback und ein Dankeschön

Hallo liebes Lage Team,

die letzte Folge mit dem Ortstermin fand ich spitze, es würde mich freuen wenn in Zukunft hier und da Folgen in diesem Format eingestreut werden. Situationen aus dem realen Leben zu lauschen hat mich selber nachdenken lassen, wie genau der Alltag von Verwanden im Bauamt aussieht aber auch wo sich genau diese `Strukturhürden` auch in meinem Alltag finden lassen bzw. verbessern lassen. Ich selber arbeite als Betriebsleiter in der Gastronomie und stehe immer wieder vor Vorgaben des Unternehmens, die sich durch eigene Regeln nicht oder nur sehr schwer umsetzen lassen.

Die Folge hat mir den Mut gegeben einige fragwürdige Prozesse direkter und lösungsorientiert anzusprechen, in der Hoffnung dass sich etwas in meinem kleinen Rahmen tut. Natürlich aber auch auf der großen Bühne wie in eurem Podcast so oft schon angesprochen wurde.

P.S. ihr habt nach Feedback gefragt: das hier ist mein erster Kommentar bei euch und die Seite ist tatsächlich nicht sehr intuitiv um sich hier einzubringen. Trotzdem habt ihr mich jetzt so weit, dass ich mich mal auf die Suche nach der Lage Mitgliedschaft mache.

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Herzlichen Dank für dein Feedback und die Unterstützung!

Der Beitrag war meiner Meinung nach sehr spannend, weil er der hohe Flughöhe auf der die Folgen sonst stattfinden etwas hinzufügt. :slight_smile:

Mich würden weitere Folgen von “die Lage vor Ort” oder “die Lage ermittelt” interessieren.

Ein Themenvorschlag wäre das “Stadtbild”: welche unangenehmen Erfahrungen machen Leute im öffentlichen Raum - und um wen geht es da?

Aber auch Berichte aus dem ÖPNV, der DB oder von großen Baustellen wäre super.

Jeweils vor-Ort-Bericht mit nachträglicher Einordnung.

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Vielen Dank für diese Folge. Nordwolle war mir vorher schon durch YT bekannt. Nun ist das ja mal ein ziemlicher “Rundumschlag” in den Beitrag gewesen. Was mir aufgefallen ist und das ist wohl kein Einzelfall, will niemand mehr wirklich eine Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Da wird sich lieber hinter Paragraphen und Verordnungen “versteckt”, was dann, wie auch in den Beitrag ausgeführt, zu logischen Widersprüchen führen kann.

Gerne weitere Ortstermine. Vielleicht sollte sich dann aber mehr auf ein Thema konzentriert werden. Ich weiß, daß das nicht einfach ist:)

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Das Grundproblem der deutschen Bürokratisierung ist ein Psychologisches, das irgendwo zwischen “German Angst” und dem Perfektionsanspruch “Made in Germany “ liegt und durch die Sensations-Berichterstattung der Medien sowie die Juristerei verstärkt wird: jeder Vorgang muss bis ins Detail geregelt sein, nur keine Präzedenzfälle produzieren, die dann justiziabel sind, nichts ist schlimmer als der öffentliche Pranger - woher soll da noch der Mut zur Ausnutzung eines (vielleicht auch nur vermuteten ) Interpretations-Spielraumes kommen ?

Für mich ist die Vorgehensweise von Herrn Scheel selbstzerstörerisch, betrachtet man die bereits entstandenen Kosten..Mit der Kritik wird die Ebene, die die rechtlichen Bedingungen konstruiert und erlassen hat, bei weitem nicht erreicht. Es bleibt die Weisheit : “ Gehe nie zum Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst!”

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Liebes Lageteam,

ich kann Herrn Scheel so so gut verstehen. Wir stehen derzeit an genau dem gleichen Punkt mit unserer Baugenehmigung. Auch wir versuchen eine Genehmigung im Außenbereich zur Umnutzung einer Scheune zum Wohnhaus zu bekommen. Nachdem wir den Antrag eingereicht haben, erhielten wir eine Vielzahl widersprüchlicher Aussagen und Entscheidungen. Beim anschließenden persönlichen Kontakt wurde uns vom zuständigen Sachbearbeiter wortwörtlich gesagt „Ich werde alles tun um die Baugenehmigung zu verhindern“. Dieses persönliche befinden zieht sich seitdem durch die gesamte Antragsphase. Es werden Unterlagen immer und immer wieder gefordert und Unterlagen die eigentlich nicht zwingend erforderlich sind. Ermessensentscheidungen sind in der Theorie gut und richtig, bergen aber auch erhebliches Missbrauchspotential.

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Vielen Dank für die Folge bei Nordwolle.
Der Inhalt ist eine Offenbarung der deutschen Bürokratie.
Da ich selber öfter bei Bau- und Umweltvorhaben (TA Luft, Wasser) mit den Behörden zu schaffen habe, kann ich den Frust auf beiden Seiten (Antragssteller und Behörde) nachvollziehen.
Für mich selber sehe ich drei Oberflächliche Probleme:

  1. Weder die Behörden Mitarbeiter, noch die Anstragssteller kennen die zu berücksichtigen Vorschriften ausreichend Umfänglich genug. Oft wissen beide Parteien nicht einmal welche Regelungen überhaupt gelten bzw. welche Ausnahmen. Die Folge ist, dass die Behörde Gutachten über Gutachten verlangt (Kostet Zeit und Geld), damit die Behörde rechtlich abgesichert ist. Folge daraus, die Behörde verliert immer mehr an eigener Kompetenz.
  2. Die Behörden haben unter sich ein merkwürdigens Eigenleben. Bei mir ist es schon so häufig vorgekommen, dass sich Vorschriften unterschiedlicher Behörden gegenseitig unlösbar widersprochen haben und dann langer Amtstreit über die Kompetenzen ausgebrochen ist. Dieser wird jedoch nicht an eine höhere Stelle eskaliert, weil es keine gemeinsame höhere Stelle gibt oder diese dann unter sich wieder um Kompetenzen rangeln. Beide Behörden haben mittlerweile Bußgeldbescheide gegen uns erlassen, die aber vom Vollzug ausgesetzt sind.
  3. Verzweifelte Behörden Mitarbeiter*innen, die, wie auch im Podcast beschrieben, sich immer wieder für die Verzögerungen und Verstrickungen entschuldigen und um Verständnis bitten. „Uns sind doch die Hände gebunden“… „Wir würden doch auch gerne die Akte schließen“… „Wir wissen ja, dass sie Recht haben“

Die drei grundlegenden Probleme sind jedoch

  1. Ein wirklicher undurchblickbarer Dschungel an Vorschriften, Regeln, Gesetzen. Wie oben beschrieben muss zu nächst einmal dieser Dschungel weg, kompletter Kahlschlag und neu aufbauen. Ich sehe nicht wie dieser Dschungel aufgeräumt werden kann, darum radikal.
  2. Es tut mir Leid, aber dieser Föderale Aufbau der Behörden muss weg. Man wird wahnsinnig wie viele unterschiedliche Ämter auf unterschiedlichen Ebenen des föderalen Struktur involviert sind.
  3. Fachliche Qualifizierung und Entscheidungsbefügnis der Behördenmitarbeiter muss dringend überprüft und angepasst werden. Warum dieses? Die Behördenmitarbeiter sind immer weniger fachlich Qualifiziert. Es kann nicht sein, dass ein Gutachter des Antragsstellers mit dem Gutachter der Behörde streitet (Beides bezahlt durch Antragssteller) und die Behörde diese Diskussion nicht nachvollziehen kann und darum nicht entscheidet.

Ich habe hier Digitalisierung ausgeklammert, weil das zu offensichtlich ist…

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Darf ich mich hier anschließen, da das allgemeine Thema hierzu schon zu ist? Ich hoffe, das ist in Ordnung.

Mit Interesse habe ich auch eure aktuelle Folge 465 gehört. Diese war – zugegeben – insbesondere dank des Protagonisten sehr unterhaltsam. Gleichwohl hat sie für mich an vielen Stellen einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Ich verkenne nicht, dass es gerade im Bereich der öffentlichen Verwaltung viele Probleme und Missstände gibt, unter denen Menschen leiden, die diese Dienste in Anspruch nehmen wollen oder müssen. Auch ist mir bewusst, dass diese mitunter strukturell bedingt sind. Und nicht zuletzt sollten solche Missstände keineswegs „einfach hingenommen“, sondern konsequent angesprochen werden – bestenfalls mit dem Ziel, einen Paradigmenwechsel herbeizuführen. Denn auch ich bin der Meinung, dass an den öffentlichen Dienst besondere – ja höhere – Ansprüche zu stellen sind.

Nun komme ich zu meinem „Aber“:

Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Schilderungen mitunter sehr einseitig waren. Natürlich habt ihr wiederholt darauf hingewiesen, eurer journalistischen Pflicht nachgekommen zu sein, indem ihr auch mit der Gegenseite gesprochen habt (Auszüge daraus waren ja in die Sendung eingebaut). Im Verlauf des Gesprächs wurden jedoch zahlreiche weitere Themen, Sachverhalte und Probleme angesprochen, die offenbar nicht Teil der vorherigen Recherche waren (exemplarisch sei hier das Problem der Definition eines Werkzeugs genannt).

Zwar habe ich keinen Grund, an den Schilderungen zu zweifeln. Dennoch wäre es aus meiner Sicht zumindest fair und interessant gewesen, auch zu diesen Punkten die Gegenseite zu Wort kommen zu lassen. Mir ist bewusst, dass dies in einem solchen Format schwierig oder sogar unmöglich sein kann – womöglich auch nicht gewollt ist. In diesem Fall hätte ich mir jedoch zumindest eine neutralere Einordnung gewünscht. Wiederholt hatte ich den Eindruck, dass die Vorwürfe weitgehend ungefiltert als objektive Tatsachen stehen gelassen wurden.

Gerade bei Themen, in denen Mitarbeitende der Bearbeiter- oder Sachbearbeiterebene von Behörden (und damit jenseits von Leitungsfunktionen) direkt und persönlich angesprochen werden, halte ich das für problematisch und potenziell gefährlich. Zwar wurden selbstverständlich keine Namen genannt. Gleichwohl erscheinen die betreffenden Personen aufgrund der beschriebenen Zuständigkeiten, der Behörde und der Funktionen für das private und berufliche Umfeld durchaus identifizierbar. Damit besteht die Gefahr, dass Einzelpersonen beruflich wie privat „vor den Bus geworfen“ werden.

Unabhängig davon, ob die geschilderten Sachverhalte zutreffen – ich habe keinen Anlass, die Äußerungen von Herrn Scheel grundsätzlich infrage zu stellen, kann dies als Außenstehender jedoch auch nicht abschließend beurteilen – empfinde ich die Darstellung zumindest als unglücklich.

Bitte versteht meine Nachricht als konstruktive Kritik. Ich bin sehr froh, regelmäßig auf eure differenzierten und gut recherchierten Inhalte zurückgreifen zu können. Gerade deshalb war es mir wichtig, euch in diesem Fall meine Gedanken dazu mitzuteilen.

Ich wünsche euch alles Gute!

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Fortsetzung der Diskussion von LdN 465: Feedback allgemein:

So oder so ähnlich geht es durch viele Kommentare. Wenn ich mir vorstelle, ich habe wenig finanzielle Ressourcen und keine reichen Eltern, dann stellen sich diese ganzen Fragen am Anfang einer Unternehmung nicht. Sein Unternehmen hätte auch ganz zu Beginn scheitern können und dann wäre der ganze Vorplanungsaufwand umsonst gewesen, den man ihm vorwirft unterlassen zu haben. Ich habe großen Respekt vor der enormen Leistung und dem schier unglaublichen Engagement von Herrn Scheel. Unfassbar stark! Dankeschön an das Team der LdN. Das was ihr da herausgefunden habt, das die Behörden oft nur den Fokus auf den Prozess und nicht mehr auf den Bürger bzw. Unternehmer legen ist, glaube ich, auch für die Wissenschaft wichtig. Toller Beitrag der LdN!

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Ergebnisorientierung in der Verwaltung

Hey,

da der andere Thread bereits zu ist, hoffe ich, dass es ok ist hier noch mein Feedback zur Folge 465 zu geben. Ich bin seit Jahren Hörer der Lage und habe nun extra ein Account hier eröffnet um diese, eventuell persönliche, aber wichtige Zeilen zu schreiben:

Danke. Einfach nur Danke für diese Folge. Ich kann es kaum in Worte fassen. So erfrischend, so real, so hoffnungsvoll.

Es gibt Phasen, in denen ich mir die Lage teilweise nicht anhören kann, da es gefühlt alles einfach nur den Bach runter geht (siehe… allgemeine Weltlage) und ich muss aufpassen nicht den Mut und Glauben daran zu verlieren, dass es Sinn macht meine Stimme fleißig bei den Wahlen an der richtigen Stelle zu setzen und im Freundeskreis gegen den Missmut und das Kopfhängen anzukämpfen. Gegen die Freunde, die auf einmal AFD-Reels teilen, stundenlange Diskussionen mit Eltern bitte nicht alles zu Glauben. Oder selbst den Frust zu schlucken, wenn es um vermeintlich “leichte” Sonderfälle mit dem Bürgerbüro geht, die dann Monate dauern.

Von Herr Scheel kenne ich nur das damals viral gegangene Video und war erstmal überrascht ihn in der Folge zu hören. Ich mag seine Art und, ja, er regt sich auf und ihr musstet ihn ab und zu einfangen (sehr smooth übrigens, Hut ab), aber der Punkt ist: Er kämpft. Es macht weiter. Er gibt nicht auf. Er kotzt im Strahl ne Wand an, schüttelt sich, richtet sein Krönchen, nimmt die 6-stelligen Beträge in die Hand, und. Macht. Weiter.

Natürlich wäre es hach-so-viel-besser wenn er das Ganze in einem normalen Ton, abgebrüht, ruhig und bei ner Tasse Tee in einem Studio eloquent rüber bringen würden, aber das ist doch vollkommen egal. Er hat das Herz am rechten Fleck, seine Werte passen zu unserer Gesellschaft und er gibt sich eben nicht mit dem “haben wir schon immer so gemacht” zufrieden, vermeidlich widersprüchliche Auflagen oder schwierige Mitarbeitende in der Verwaltung. Er läuft 80% geradeaus, und ja, wir könnten über die letzten 20% kritisch vom Sofa diskutieren, aber er läuft wenigstens!

Ihr sprecht in der Lage über aktuelle Themen, wollt aber eben auch immer wieder pragmatische Lösungen und Ansätze liefern und zu einer positiven Haltung zu unserem “besten aller Kompromisse”, unserer geliebten Demokratie, beitragen. Oft ist der Tenor fachlich und das ist natürlich absolut richtig so, deswegen zieh ich sie mir ja jede Woche rein. Mit dieser Folge habt ihr allerdings aus meiner Sicht geschafft eine Emotion zu transportieren: Hoffnung.

Ihr habt einem leidenschaftlichen Typen, der für unsere Gesellschaft und sein Unternehmen mit allen Mitarbeitenden das Beste möchte, eine Plattform gegeben und seine Haltung, seine Motivation und seinen, ja, Kampf, amplifiziert. Das Ganze dann in einen für Euch typischen, sachlich-kritischen Rahmen gesetzt und mit Julia Borggräfe fachlich top abgerundet.

Selten habe ich nach eine Folge gedacht “ja gut, komm, packen wir’s an.” Dieses Mal aber schon. "Dum Spiro, Spero” kam mir im Anschluss in den Kopf.

“Solange ich atme, hoffe ich”

Diese Folge hat mich durchatmen lassen.

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Liebes Lage-Team, gerade habe ich die Folge aus MeckPom zu Ende gehört. Anfänglich hat mich Herr Scheel sehr genervt, weil er oft so etwas drüber (aufbrausend)war. Ich muss aber unterm Strich sagen ,wenn ich seinen ‚Leidensweg‘ betrachte, kann ich das nur verstehen. Das war wieder eine klasse Folge und das aufzeigen solcher Mängel in unserem schönen Land , an einem konkreten Beispiel, ist absolut super.

Dankeschön!

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: Ergebnisorientierung in der Verwaltung

Liebes Lage-Team,

Die letzte Folge, euer Besuch bei Marco Scheel, war wirklich klasse. Ich arbeite selber in einer Kommunalverwaltung und kann mich manchmal nur wundern über das, was man dort erlebt.

Ich bin aber auch ehrenamtlich in mehreren Bereichen (Politik, Verein/Hobby, Zivilschutz) ehrenamtlich engagiert und bekomme dort mit, mit welchen Problemen die (orrganisierte) Zivilgesellschaft zu kämpfen hat. Ihr habt bisher viel mit Vertretern der Wirtschaft, Unternehmer etc geredet, was ich auch super finde. Ich vermisse allerdings als ehrenamtlich engagierter Bürger den Blick für die Zivilgesellschaft, auch wenn ihr immer wieder das Ehrenamt lobt und Werbung dafür macht. Wie wäre es, wenn ihr mal einen Verein, eine freiwillige Feuerwehr, einen Ortsverband des THW besuchen würdet und dort mit den Ehrenamtler redet und zeigt, mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen haben? Das würde mich sehr freuen!

Herzliche Grüße aus Köln

Fabien

Moin liebes Lage-Team,

auch von mir auf diesem Wege ein großes Dankeschön für diese mal etwas andere Folge!

Den Marco Scheel kann man mögen - muss man aber nicht. Ich könnte ihm Stunden zuhören, kann mir aber auch gut vorstellen, dass er mit seine Art auf dem ein oder anderen Amt aneckt. Nun ist er allerdings auch Norddeutscher, Insulaner und offensichtlich sehr eloquent sowie absolut mit der Materie vertraut. Da habe ich sehr viel Verständnis, dass er die Erwartungshaltung hat, als einer der wenigen die in der Region was bewegen wollen, nicht auch noch Steine oder gar Findlinge in den Weg gelegt zu bekommen!

Persönlich habe ich vor 2-3 Jahren eine super tolle Erfahrung auf dem Bürgeramt gemacht:

Wir hatten einen Auslandsurlaub gebucht und sind 2 Monate vor Abflug mit den Kindern zum Amt, um Kinderpässe zu bestellen. Voll ausgestattet, mit Fotos und allem drum und dran (tolle online-Services die PDFs zum ausdrucken bereitstellen gibt es ja…). Die Sachbearbeiterin fragte uns, wo es denn hinginge und wann wir die Pässe bräuchten. „Ägypten in 2 Monaten“

Ihre Antwort hat mich erstmal schockiert! „Da es den alten Kinderausweis nicht mehr gibt, müssen wir einen richtigen Reisepass bestellen. Soll so 6-8 Wochen dauern. Erfahrungsgemäß wird es eng mit den 2 Monaten!“ bäm - das sitzt erstmal. Urlaub ist gebucht, ich dachte wir wären früh dran. Zwei Monate für zwei Pässe - hört sich für einen Laien erstmal machbar an…

Aber jetzt kommt der der Service Teil, der einfach ein tolles Erlebnis (ja beim Amt…) ausmacht.

Sie sagt: „Wissen sie was, ich buche ihnen zwei Termine am Freitag bevor sie losfliegen. Einen Termin um halb 9 für vorläufige Reisepässe, sollten die richtigen nicht fertig werden. Die Kosten …(ich weiß es nicht mehr genau, ca. 15-20€ pro Stk.) und Sie müssen mit den Kindern kommen. Aber wenn wir den Termin früh machen, können sie das vor der Kita schaffen. Und eine zweiten Termin um 9 für die Abholung der richtigen Pässe. Wenn die fertig sind müssen die Kinder nicht dabei und sie können die zur Kita bringen und dann herkommen.“

Wären da nicht diese blöden Plexiglas-Wände gewesen, wäre ich ihr vermutlich um Hals gefallen! So komplex mitgedacht. Sich Gedanken über unserer Situation gemacht. Verschiedene Lösungswege eingeplant. Der Wahnsinn!

Für mich persönlich ein Moment, der das Vertrauen in die funktionstüchtig des Staates wiederhergestellt hat!

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Ich fand die Folge mit dem Ortstermin auch erfrischend und sehr interessant. Marco kannte ich vorher noch nicht, aber es hat Spaß gemacht ihm zuzuhören. Inhaltlich natürlich absolut erschreckend und die Folge hat mich kopfschüttelnd zurückgelassen. Gerne aber mehr solche Folgen „aus dem echten Leben“ :wink:

Moin!

Danke für die Spezialfolge, die mir wirklich gut gefallen hat. Ich bin froh dass ich euch bereits mit einer Plusmitgliedschaft unterstützte.

“Mehr davon” fällt mir auf der anderen Seite schwer zu sagen, denn ihr seid im Moment meine Hauptinformationsquelle, wenn es darum geht was in Deutschland und der Welt passiert. Aber im Zweifel muss ich mir dafür eine Alternative suchen, für den Zeitraum solcher Spezialfolgen und anderer Pausen.

Gruß

Marco

Bitte per PN, da das nicht in diesen Thread gehört.

Ich finde es allgemein super, wenn Gäste da sind und man dadurch eine anderer Perspektive vermittelt bekommt. Durch den Vor-Ort-Termin ist es dann noch leichter, sich in die beschriebene Lage hineinzuversetzen.
Wenn der Gast dann noch jemand ist wie Herr Scheel und so herrlich sperrig auftritt, sind das für mich alle Zutaten für eine perfekte Folge! Für mich war das sogar eine der besten bisher!

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