LdN 465: Feedback allgemein

Ich möchte eine Stelle ergänzen: An einer Stelle war Marco Scheel derart emotional dass hier der Journalist ( der hätte kritisch nachhaken sollen) hinter dem Mensch ( der beipflichtete und deeskalierte) zurückstand.

Das Argument, er verhelfe Menschen zu Arbeit ist halt keines. Wer dies ständig als Argument anführt lässt vermuten, dass er keine echten Argumente hat

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Ulf und Philip finden eine sehr gute Balance zwischen Nachhaken, Hinterfragen bis zu echter Kritik und Empathie und Bestätigung.
Sie werden die Details der Situation auch recherchiert und überprüft haben, um sich ein Urteil erlauben zu können.
Regeln sind wichtig, aber im Laufe der Jahrzehnte ist es vermutlich zu Überregulierung gekommen, da selten Vorschriften wegfallen, aber ständig welche dazukommen. Auch für Sachbearbeiter wird es dadurch schwieriger, die sich selbstverständlich keine Fehler vorwerfen lassen wollen.
Es gibt einfach Absurditäten, die gestrichen gehören (Ich erinnere mich an eine Lage-Folge mit Leiterbeauftragten oder so ähnlich), die es kleineren Unternehmen unnötig schwer machen, während sich große Unternehmen mit Einfluss, Betrug und/oder einer professionellen Rechtsabteilung von so mancher Regel selbst befreien (VW und andere).

Ich finde den Service-Gedanken schön. Bei Sozialleistungsempfängern und Unternehmen, im Interesse aller. Service im Sinne von wohlwollender Unterstützung, Hilfsbereitschaft, ohne Gesetze zu brechen. Allein schon die Tatsache, dass Entscheidungen ewig auf sich warten lassen, ist inakzeptabel. Kommunikation, kurze Dienstwege, genug Personal wären ideal.

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Ich höre nur gelegentlich die LdN, war aber seither immer begeistert.

Aber:
Ich bin Elektrofachplanerin und daher mit dem Thema Elektroinstallation vertraut. Es ist nicht richtig, dass Elektroinstallationen in notwendigen Treppenhäusern nicht zulässig sind. Die Treppenhäuser müssen beleuchtet werden, manchmal benötigen sie auch eine Sicherheitsbeleuchtung. RWA-Fenster werden immer über eine RWA-Zentrale angesteuert, wenn sie nicht einfach von Hand öffenbar sind. Natürlich dürfen die dafür notwendigen Leitungen in diesem Treppenhaus installiert werden. Was nicht zulässig ist, ist die Installation von Elektroleitungen, die nicht zur Versorgung der Komponenten im Treppenhaus notwendig sind. Das ist auch richtig, da das eine unnötige Brandlast darstellen würde. Das notwendige Treppenhaus ist ein Fluchtweg, der im Brandfall rauchfrei sein sollte. Daher auch die Sicherstellung der Öffenbarkeit des Rauch- und Wärmeabzugs über eine zugelassene elektrische Anlage mit Akkupufferung und meist orange gekennzeichneten Auslösetastern. Kostenpunkt inkl. Leitungsverlegung ca. 2.500 €.

Das ist die Standardlösung. Das weiß der Architekt, der Brandschutzgutacher und die Elektrofachplanerin. Es ist keine Erklärung der Baubehörde, wie die Anlage auszuführen ist notwendig. Ich kann nicht nachvollziehen, was hier schief gelaufen ist und warum daran die Behörde Schuld sein soll. Der Bauherr ist nur falsch informiert.

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Man kann wirklich sagen was man will, aber Herr Scheel hat mehrere Punkte. Ja er wirkt emotional und ja klar schafft er damit Reichweite und Marketing. Ist in meinen Augen aber auch legitim, denn warum funktioniert es so gut? Weil unsere Beamten und die Verwaltung wohl schon sehr vielen Menschen übel zugesetzt haben durch Paragrafenreiterei, menschliches Versagen, Unerreichbarkeit und schlichtes Ausleben der eigenen Macht. Ich habe oben schon beschrieben, wie uns die Verwaltung ungerechtfertigt 1000,-€ eingezogen hat und dann das Geld wegen Karneval! nicht zurücküberwiesen hat. Geld, dass damals ein Riesenloch in unsere Haushalskasse gerissen hat, weil wir vorher Elterngeld hatten und keiner von uns 5000 und mehr Brutto verdient (BTW, die haben uns Höchstsatz eingezogen).

Ich finde das Problem ist, dass es keinerlei Folgen für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst gibt. Ihr sagt es ja selbst immer wieder. Diese Menschen leben extrem gerne ihre Macht aus und wissen genau, dass die Hebel für den Bürger am Ende nicht existieren. Wenn ich mich so beruflich verhalten würde wäre ich sehr schnell auf Jobsuche. Wir müssen uns mal Fragen, ob es nicht mehr Druck braucht auf die Menschen in der Verwaltung. Unabhängige Stellen, die dort den wirtschaftlichen Druck erzeugen. Denn welchen Druck haben die denn? Als Bürger kann ich ja nicht zwischen mehreren Verwaltungen oder Personen entscheiden wie in der freien Wirtschaft. Das ist eine Monopolstruktur mittlerweile der übelsten Art.

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Das stimmt doch nicht. Ich hatte eine Amtshaftpflichtversicherung für möglichen Regress, es gab die Möglichkeit der Dienstaufsichtsbeschwerde und es wurde auf vielerlei Wegen versucht, mich einzuschüchtern, um eine gewünschte Entscheidung zu bekommen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich schlaflose Nächte hatte. Hör bitte mit solch unzulässigen Verallgemeinerungen auf. „Diese Menschen“ sind Menschen wie du selbst. Es gibt überall Ausnahmefälle, die Funktionen ausnutzen oder sich daneben benehmen. Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes sind keine schlechteren Menschen als du selbst.

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Sehr erfrischende Folge! Ich hab viel gelacht - Marco Scheel is ein lustiger Typ und hat einfach eine sehr direkte Art die Dinge beim Namen zu Nennen. Das könnt ihr gerne häufiger einstreuen.

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Ich spreche aus meinen eigenen leider fast durchweg schlechten Erfahrungen. Und ja, ich versuche da immer noch positiv ranzugehen. Leider sind meine Erfahrungen fast nie gut, maximal akzeptabel. Wie soll ich denn über diese Gruppe sprechen, wenn nicht allgemein? Natürlich wird es da auch welche geben, die wirklich was ändern möchten. Ich sehe die nur sehr sehr selten. Und natürlich ist der Druck dort geringer, schon alleine wirtschaftlich. Ich sehe weiterhin, dass das Beamtentum und der öffentliche Dienst in der Verwaltung in dieser Form ein Problem sind. Ich bin Demokrat durch und durch, aber eben nicht wegen unserer Verwaltung, sondern Trotz.

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Das tut mir leid, wenn das missbraucht wurde. Magst du das ausführen, damit man es besser versteht. Musst du selbstverständlich nicht. Und ich rede hier wirklich explizit von der öffentlichen Verwaltung und nicht dem öffentlichen Dienst mit Lehramt und Polizei etc..

Es geht hier nicht darum, sondern um Feedback zur Lagefolge.
Ich denke nur, du machst es dir mit der Schublade zu einfach. Daran wollte ich erinnern.
Nicht zu vergessen, dass man sich immer nur an ärgerliche Dinge erinnert und nicht an die, die problemlos gingen.
Finde die Gehälter im Öffentlichen Dienst auf mittlerer Ebene auch nicht so hoch, ehrlich gesagt.
Merke: Verallgemeinern ist fast immer falsch.

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Auch wenn viele Punkte von Herrn Scheel seine Berechtigung hatten, hätte ich mir einen unaufgeregteren und vor allem selbstkritischeren Interviewpartner gewünscht.

Herr Scheel hat auch einige Dinge wissentlich ignoriert, und scheint vom Hören her auch nicht zwingend der Typ zu sein, der auch mal deeskalierend wirkt. Zum Beispiel hat er vom Wahlkampfversprechen des Landrats profitiert, um später dann doch wieder kein gutes Haar an ihm zu lassen. Rechtlich mag das irrelevant sein, aber zwischenmenschlich lässt das meiner Meinung nach tief blicken.

Der Landrat hat es angesprochen: “Die Verwaltung” sind auch Menschen. Und wenn ich mir anschaue, wo man im TVöD manchmal eingruppiert wird, kann ich es auch verstehen, dass man nicht immer proaktiv nach Lösungen sucht, wenn ein Mensch wie Herr Scheel um die Ecke kommt. Ich hab beruflich auch gelegentlich mit “der Verwaltung” zu tun, aber so Annekdoten kann ich gar nicht erzählen, weil ich anders mit den Menschen umgehe. Ich würde meine Kritikpunkte eher an der Gesetzgebung ansetzen, und nicht an den Mitarbeitern der Behörden.

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Ich fand die Folge auch fantastisch! Hab so oft gestaunt über diese Behördenwillkür.

Es wäre toll wenn ihr so eine Folge mal mit der Josefine aus Folge 440 machen könntet :hugs:

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Das ist jetzt natürlich eine Sache der Abwägung:

Der Unternehmer sagt: Ich habe vor GENAU HIER meine Vision GENAU SO umzusetzen wie ich will. Liebe Verwaltung, bitte setze alle Hebel in Bewegung, um das zu ermöglichen.

Die Verwaltung fragt: muss ich wirklich einen ganzen Landstrich umwidmen, und meine knappen Mitarbeiter mit diesem Sonderfall beschäftigen, nur damit Bürger XY eine Nähfabrik in einem landwirtschaftlichen Gebäude betreiben kann? Statt diesem einen Sonderfall könnte die Verwaltung vielleicht fünf Regelfälle bearbeiten (Gewerbegebiet).

Ich sehe absolut, dass die Verwaltung in diesem konkreten Fall sich alles andere als konstruktiv verhalten hat. Herr Scheel aber auch nicht. In jedem Fall ist der Verwaltungsaufwand für diesen Fall viel zu hoch. Ob das jetzt eher an Herrn Scheels Vorstellungen, oder eher an einer querschießenden Verwaltung liegt, ist meiner Ansicht nicht objektiv zu bestimmen.

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Ich wollte auch nur kurz sagen, dass ich die Folge und das Format sehr gut fand. Inhaltlich spricht mir Herr Scheel aus der Seele und spiegelt auch meine Erfahrungen mit vielen unserer Behörden (nicht allen) wider. Bravo!

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Ich fand die Folge super. Da habt ihr aber auch einen Gesprächspartner erwischt, dem man lange zuhören kann.

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Was mich im Laufe des Interviews gestört hat, ist dass ihr als Lage zwischen den Folgen #460 und #461 zu dieser Folge #465 eure Position zu welche Rolle sollten Landschaftsschutz, Naturschutz etc. einnehmen gefühlt um 180 Grad dreht - also gegenüber Roda Verheyen wirkt es als würdet ihr es als sinvoll ansehen, dass Natur-, Umwelt- und Klimaschutz über Klagen und Gesetze stärker geschützt werden. In dieser Folge wird an einem Beispiel wo die Verwaltungsabläufe tatsächlich nicht so nachvollziehbar sind (was an der Einstellung der Sachbearbeiter:innen und an der DDR-Geschichte liegen dürfte) mal eben gegen die Grundeinstellung der Verwaltung gehalten und ein Service-Gedanke der Verwaltung gefordert… in der Abwägung neue Flächen als Bauland und Innenbereich zu verstehen stehen aber Flächenverbrauch, Artenschutz (siehe die von Marco monierten Gutachter:innen) und Naturschutz zur Diskussion (das selbe für das hydrologische Gutachten wenn man in einem bisher nicht beplanten Gebiet arbeitet usw)

In Summe können wir nicht wollen, das Verwaltungen mehr die Interessen von Natur usw. verteidigen und gleichzeitig empört sein, wenn sie nicht dem Willen eines Unternehmers nachkommen. Die Kritik an der Art des Umgangs, der Einschätzung ob das erhaltenswürdiger Bestand ist usw. wäre trotzdem angebracht und damit könnte Marco mit seinem Ziel trotzdem “Recht” haben, aber dann muss die Kritik auch genau genug sein

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Puh, das war ja mal ein besondere Folge. Das Format finde ich gut, aber der Protagonisten hat mich phasenweise überfordert. Das war mir zu viel YouTube/SocialMedia, auch wenn ich sein Anliegen verstehe…

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Hallo Lage, ich fand den Beitrag auch sehr unterhaltsam und spannend. Allerdings muss ich die Verwaltung hier etwas in Schutz nehmen. Marco Scheel beschließt aus welchen Gründen auch immer an einer Stelle zu bauen und sein Unternehmen zu gründen, wo die Politik beschlossen hat, dass das nicht sein soll. Es ist Aussenbereich, den Beschluss kann man blöd finden aber er wurde eben mal so gefasst. Dass es da äußerst schwierig wird, zu Bauen, ist also völlig klar. Ich finde hier hat der Unternehmer auch ein gehörigen Teil selber Schuld an den Problemen.

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Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: LDN 465 Feedback

Ich höre die Lage regelmäßig…. Aber diesmal habt ihr voll getroffen👍 wow genauso läuft es im wirklichen Leben….

Als Stadtplanerin und Architektin, ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin und Kommunalpolitikerin kann ich fast alle Aussagen bestätigen: ständig unnötige Erschwernis und regelmäßige Steigerung, z.B. Schallgutachten für Bauvoranfrage…. das macht doch erst bei Antragstellung Sinn. Da könnte auch gesagt werden: grundsätzlich könnte es gehen, aber denkt bei Antragstellung an ein Schallschutzgutachten. Diese Hürden werden auch untereinander aufgebaut: Gemeinde fragt bei Samtgemeinde, fragt beim Landkreis, fragt beim Land usw….Häufigste Antwort: wir sind nicht zuständig oder wir würden ja gern…. Das macht Bürger:innen und auch Politiker:innen im Umgang mit Verwaltung mürbe und unzufrieden. Manchmal versteht es der Kopf der Behörde aber nicht die Sachbearbeiter:in. Jeder Vorgesetzte möchte seine Berechtigung beweisen und gibt seinen Senf dazu. Nur wenige „Führungskräfte“ können AKV-Prinzip (Aufgabe-Kompetenz-Verantwortung). Daneben und deshalb haben Sachbearbeiter:innen oft keinen Entscheidungsmut. Und das Ganze wird immer schlimmer!

Ziel sollte immer das Möglichmachen, nicht das Verhindern sein.

Allerdings muss auch gesehen werden, dass Vieles durch allgemeines gegenseitiges Misstrauen und Neid gefördert wird. Dieses darf mein Nachbar? Das begründet immer mehr und immer umfangreicheres Baurecht.

Anmerkung: die Frage Außenbereich/Innenbereich sehe ich als Stadtplanerin etwas differenzierter und das löst auch der sogenannte Bauturbo nicht

Bytheway wäre Bauturbo übrigens mal ein Thema, da beschließt der Bund, Länder und Genehmigungsbehörden sollen dann (sehr unterschiedlich) umsetzen. Versprochen wir Beschleunigung, verabredet/entwickelt werden aber erst einmal (ganz unterschiedliche) Verfahrensregeln

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Weil es dort auch keinen ÖPNV gibt, jedenfalls keinen der den Mitarbeitern wirklich eine zumutbare Anreise ermöglicht.

Ist das nicht für jeden der eine Firma gründet eine Notwendigkeit, solange man keine großen Investoren hinter sich hat oder selbst als größere Vermögen geerbt hat.

Ich kenne viele, die in der Scheune der Eltern gegründet haben. Meist sind das noch heute kleine Betriebe, teils auch nur Nebengewerbe, teils auch Betriebe in der Größenordnung von Nordwolle. Gemeinsam haben diese Betriebe fast alle, dass sie nie gegründet worden wären, hätte der Gründer erstmal eine Halle in ein Gewerbegebiet stellen müssen.

Aber er liefert dadurch natürlich auch viele Beispiele für die Schwierigkeiten, die Verwaltung so erzeugen kann. Durch Bekannte mit Firmen im Baugewerbe habe ich selbst einige Beispiele zu hören bekommen an die mich die Folge sofort erinnert hat. Demnach finde ich das durchaus nicht verkehrt so ein bisschen einen Einblick zu bekommen wo Probleme lauern. Auch wenn ich Herrn Scheel in der Art wie er manches rübergebracht hat auch nicht gerade sofort als sympathisch wahrgenommen habe, so kann ich doch vieles nachvollziehen. Und so wie auch nachgefragt wurde konnte man sich durchaus auch ein Bild davon machen, dass wohl am Ende mit Scheel und der Verwaltung zwei Parteien aufeinanderprallen die nicht wirklich kompatibel sind.

Am Ende der Folge bin ich daher keineswegs auf dem Punkt gewesen, dass ich glaube hier macht einer alles Richtig und die anderen alles Falsch, sondern ich erkenne einen stur agierenden Unternehmer auf der einen Seite und eine wenig lösungsorientierte Verwaltung auf der anderen Seite. Vielleicht hätte Herr Scheel mit etwas mehr Willen zur Kooperation mehr Erfolg gehabt, auf der anderen Seite sollte gerade in einer Strukturschwachen Gegend eine Gemeinde ja auch den Willen zeigen dort wo es möglich ist Lösungen zu finden. Und da ist er ja keineswegs der Einzige der kritisert, dass das oft nicht klappt.

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