LdN 465: Feedback allgemein

Eine super Folge! Das war ja fast ein Theaterstück! :grinning_face:Wir hatten just heute hier ein Gespräch mit einem Handwerker aus einem kleinen bayerischen Dorf, der erzählte, dass die Firmen vor Ort so frustriert über die Auftragsvergabe sind, dass sie sich nicht mehr um öffentliche Aufträge bewerben. Denn es liefe meist so: den Zuschlag bekommt das günstigste Angebot (meist externe Firmen), mit dem Ergebnis, dass die Bauten mangelhaft sind und im Nachhinein die ansässigen Firmen gebeten werden, diese Mängel zu beseitigen. Dort sind einfach alle wütend und frustriert und schimpfen aufs System.

Mir hat in Eurem Beispiel gefallen, wie engagiert und konstruktiv und trotzdem auch emotional eure Folge dieses wirklich kafkaeske Behördengebaren beleuchtet hat. Und obwohl ich hinterher ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln hatte, gehe ich motiviert und elektrisiert aus dieser Folge. Es hat mir nicht Kraft genommen, sondern Kraft und Mut gegeben, Dinge anzusprechen und verändern zu wollen, statt nur zu schimpfen! Super!

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Ich fand die Folge an sich informativ und es zeigt einen potenziellen Baustein der “Demokratierettung”, nämlich die notwendige Rollenveränderung der Kommunen. Gleichzeitig fehlt mir aber eure sonstige breite fundierte facettenreiche Einordnung, für die ich euch eigentlich höre. Die Folge war eher so ein Audioblog…

Inhaltlich hätte ich auch noch eine Anmerkung. Ich kann mit allen angesprochenen Kritikpunkten mitgehen. Aber es schwingt mir in der Folge etwas zu dolle mit, dass es doch nicht so wichtig ist, was Innen- und Außenbereich ist. In dem konkreten Fall wahrscheinlich tatsächlich Willkür. Aber generell hat sich D ja Flächensparziele gesetzt. Ursprünglich für <30ha/Tag! für 2020, das wurde dann nicht erreicht, dann aber einfach auf 2030 verschoben und wir werden das sehr wahrscheinlich wieder verfehlen (wie das Monitoring der Nachhaltigkeitsziele durch Destatis) zeigt, wir sind akutell noch >50ha/Tag. Fläche ist aber ein unvermehrbare Ware, die angesichts geopolitischer Krisen immer wichtiger wird - für Naherholung, für Lebensmittelanbau, für Klimaanpassung, für nachwachsende Rohstoffe. Deshalb finde ich es schon gut, dass anscheinend manche Kommunen/Landkreise ernsthaft versuchen die Zersiedlung und Donut-Effekten vorzubeugen.

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Hier gab es aber zusätzlich eine Einordnung am Ende…

Ja genau. Und gleichzeitig sieht man meiner Meinung nach an solchen Fällen auch deutlich, dass die Leerstelle bei der Ausbildung von Behördenmitarbeitenden in der Kommunikation und Selbstverständnis als beratungsfähige Fachperson für diesen komplexen Verfahrenssalat liegt. Und zwar von Klärung des Anliegens, über Aufklärung über das Verfahren und die Rechte/Pflichten der Bürger*in bis hin zu einem transparenten Erwartungsmanagement. Was Herrn Scheel in meiner Wahrnehmung so wütend macht, ist ja auch diese merkwürdige Nicht-Kommunikation… Natürlich kann eine Behörde nicht so tun als hätte sie Genehmigungen im Bauchladen und man pickt sich das Liebste raus. Es geht ja um die rechtmäßige Umsetzung unserer Gesetze. Aber die Fachkompetenz als Verwaltungspersonal anzubieten, um diese Umsetzung bestmöglich für alle Beteiligten zu machen…das ist im professionelles Selbstverständnis wie nicht angelegt. Unter dem Aspekt finde ich auch Gedanken eines Fallmanagers, vielleicht vergleichbar mit dem Casemanagement in manchen Bereichen der Sozialen Arbeit, wirklich gut.

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Was ist, wenn eine „solche“ Verwaltung in die falschen Hände fällt. Wie lang wird es dauern, dass dann Dönerspieße ein jährliches Statikgutachten brauchen. Wer jetzt gutmeinend reguliert, schafft die Fesseln, mit denen andere die Menschen knechten werden.

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Eine Verwaltung ohne Regeln in solchen Händen wäre noch schlimmer.

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Mein Partner und ich fanden die Folge großartig und mal eine interessante Abwechslung. Vielen Dank dafür! Sie liefert einen tollen Einblick in die Realität.

Klar, ist Herr Scheel ein polarisierender Typ Mensch, dennoch übertreibt er nicht mit seinen Ausführungen (und ich persönlich kann seine Frustration sehr gut nachvollziehen). Wie wir alle wissen, bekommen nun mal oft die polarisierenden Persönlichkeiten mehr Aufmerksamkeit. Das heißt nicht das die Thematik selbst keine Aufmerksamkeit verdient! In diesem Fall bin ich sehr dankbar, dass jemand die sehr realen Probleme mit Behörden so laut und deutlich anspricht. Denn Fakt ist, die meisten klein- bis mittelständischen Unternehmen haben einfach nicht die Ressourcen (Zeit, Energie, Wissen) um sich auf diese Kämpfe mit Behörden einzulassen (und das nutzen diese auch oft aus!), obwohl es doch so wichtig wäre.

Ich selbst bin Kleinunternehmer und es macht mich wirklich traurig zu lesen wie viele Leute sich in den Kommentaren nur darüber echauffieren, dass es Herr Scheel mit seiner medialen Reichweite und guten Geschäften scheinbar zu gut gehe, anstatt tatsächlich zu reflektieren wie viele Existenzen tatsächlich an solchen behördlichen Verfahren hängen. Eben nicht alle haben die Zeit, das Geld und das fachliche Wissen sich durch Massen an bürokratischen Unterlagen zu arbeiten.

In Diskussionen empfinde ich es zudem immer häufiger so, als ob Deutschland gar kein Unternehmertum mehr fördern will. Wir brauchen Leute wie Herr Scheel! Menschen mit Motivation, mit Mut & Willensstärke. Dass eben solche Unternehmen auch dem deutschen Staat und dessen Bürger dienen (Arbeitsplätze, Steuern, Wirtschaftswachstum, Qualität, Zwangsgeld :wink: ) wird häufig völlig außer Acht gelassen.

Die Realität ist: man muss als Unternehmer (teilweise auch als Privatperson, Bsp.Bauantrag) fast Angst haben bei der behördlichen Beantragung der nur kleinsten Pläne, Visionen und Änderungen, größere Steine loszutreten, die letztlich auf allen Seiten zu so viel Ressourcenverschwendung führen, dass man sich wirklich fragt, wem damit geholfen ist. Und wann soll man sich dann als Unternehmer noch um sein eigentliches Geschäft kümmern?

Eben diese im Podcast thematisierte behördliche Unflexibilität, ja fast das absichtliche Ausbremsen durch viele Beamte (sicher nicht alle!), fördert in meinen Augen letztlich die generelle Umgehung von Normen und Vorschriften, statt dass man das Vertrauen der Bürger bestärkt, indem man ihnen zeigt, dass sie Hilfe und Unterstützung von Behörden erhalten, statt nur Gegenwind.

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Vorneweg: Ich bin großer Fan, sowohl von der Lage als auch von Nordwolle. Ich glaube allerdings, dass die Person Marco Scheel für dieses Format außerhalb eines Studios grade nicht optimal geeignet war. Er ist es gewohnt, sich mit seinem Social Media Team in seinem “Königreich” eine eigene Bühne zu bereiten und dort auch ein Stück weit selbst zu produzieren. Die Fragen, die ihm bei YouTube gestellt werden, sind seiner Sache eher dienlich (was selbstverständlich okay und normal ist). Es wäre interessant gewesen, zu hören, wie er sich außerhalb seines sicheren Terrains zu Fragen äußert, die auch angemessene Kritik äußern. Meine Hypothese ist, dass die Nüchternheit eines Studios der Balance und Stimmung der Folge gut getan hätte.

Abgesehen davon war ich glücklich über die Auswahl des Interviewpartners, es ist super spannend, reale Beispiele aus der Praxis zu hören und zu erfahren, woran es wirklich “hakt”. Gerne wiederholen!

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Ich auch! Aber doch nicht, indem man ein bestehendes (!!) Dorf willkürlich zum Außenbereich erklärt. Da wird auch in 100 Jahren noch keine grüne Wiese sein, denn da stehen dutzende Häuser & Scheunen, und eine Reihe Familien haben da ihren Lebensmittelpunkt.

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Die Folge hat mich dazu gebracht, mich hier anzumelden, um die Feedbacks zu lesen und jetzt auch selbst Stellung zu beziehen. Als regelmäßige Lagehörerin war ich bisher beeindruckt vom ausgewogenen, gut recherchierten Podcast. Diese Folge ist allerdings ganz und gar nicht ausgewogen. Hier wird Stimmung gegen Verwaltung, Behörden und einzelne Personen gemacht und einem extrem lauten, polternden Unternehmer eine große Plattform geboten. Ich arbeite nicht in der Verwaltung, sondern als Angestellte in einem Produktionsunternehmen. Ich bin ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv und kenne die Schwierigkeiten mit der Ausweisung des Flächennutzungsplanes, Aufstellung von Bebauungsplänen, usw. Genau hier kann und soll vor Ort demokratisch Einfluss genommen werden. Einen “kurzen Dienstweg” über den Bürgermeister gutheißen, da ist doch Korruption Tür und Tor geöffnet. Warum ordnet ihr den Fall nicht etwas ausgewogener ein? …

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Wenn die Einordnung so offensichtlich willkürlich und falsch ist, kann das nicht mit einer einfachen Klage vor Gericht geregelt werden? Meines Wissen nach sind Verwaltungsentscheidungen doch anfechtbar?

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Zur Folge:
Habe da sehr gemischte Gefühle. War mal etwas anderes vom Style… Aber sehr einseitig! Sehr viel Empörrung! Sehr viel Mimimi. Dafür wenig journalistisch! Wenig konstruktiv! Wenig ausgewogen.

Ein Unternehmer der sich zwei Stunden lang über die bösen Behörden auskotzt.

Ja, es werden ein paar wunde Punkte in der Verwaltung beschrieben. Aber das Ganze hätte man problemlos auf 30 Minuten zusammendampfen können. Teilweise war es schon recht schwer den ganzen Nebenquests zu folgen.

Es wurde einfach vieles nicht bewertet. Beispiel: Wenn jeder Bauer landwirtschaftliche Fläche mal eben so in Bauland umwidmen könnte, würden viele Höfe schließen und einfach auf Immobilien umsatteln, weil das lukrativer ist. Den grundsätzlichen Sinn hinter derartigen Regularien kann ich durchaus verstehen.

Allgemein:
Bin allgemein kein Fan von Sonderfolgen (wenn mir sowas auch lieber ist, als Interviews mit Politikern). Und ja, Kinder, Urlaub. Krankheit… Alles verständlich. Aber einerseits wächst die Marke so stark, dass Ihr immer wieder neue Stellen ausschreibt und die Kapazität für einen zweiten Podcast habt. Andererseits stellt sich mir da die Frage, warum es bei Engpässen nicht möglich ist, reguläre Folgen mit anderen Moderatoren zu realisieren. Die Folgen mit Gästen fand ich bisher echt okay.

Für mich seid Ihr einfach der primäre Nachrichten-Kanal - dafür zahle ich auch gern - finde es aber schon ärgerlich, wenn nach einem Monat Winterpause, fast zwei Monaten Sommerpause, einem Monat Babypause jetzt schon wieder die normalen Folgen ausfallen.

Ihr habt halt einfach irgendwo ein Level von Professionalität erreicht bei dem es möglich sein sollte, das abzudecken.

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Hallo Zusammen,

die letzte Folge war sicherlich unterhaltsam. Als Mitarbeiter einer Verwaltung komme ich mir im Ergebnis aber ziemlich dumm vor.

Ich glaube schon, dass bei den dargestellten Vorgängen von Herrn Scheel nicht alles einwandfrei gelaufen ist. Und wenn man der dargestellten Sichtweise glaubt ist die Verwaltung ihrer Beratungspflicht ($ 25 VwVfG) auch nicht richtig nachgekommen.

Die Verwaltung ist aber nicht verpflichtet, die Fehler der Bürger auszugleichen.

Herr Scheel hat die Scheune gesehen und sich überlegt „die kann ich gebrauchen“, gekauft und angefangen zu renovieren. Den Bauantrag hat er erst gestellt, als der Sachbearbeiter des Bauamtes vorbeikam und gesagt hat „wenn du da drin arbeitest hol ich Flatterband“. Das hätte man im Vorfeld klären können.

Wenn Herr Scheel dann von seiner Baugenehmigung abweicht frage ich mich auch wer hier der Schuldige ist. Und das das Thema Brandschutz ein durchaus heikles ist, haben wir an Silvester gesehen. Das Argument, dass ein Mitglied der Feuerwehr bei einem Privatgespräch gesagt hat „das ist alles kein Problem“ ist auch albern. Das ist in dem Fall eine Privatperson. Und die hält am Ende auch nicht den Kopf hin, wenn etwas schief geht. Dieser Punkt wird sowieso an keiner Stelle berücksichtigt. Wenn etwas schief geht heißt es immer: „Was hat denn die Verwaltung da gemacht?“ Für die Verwaltung gibt es also sowieso nichts zu gewinnen. Man könnte jetzt natürlich auch sagen, die Leute in der Verwaltung sind feige. Aber erfahrungsgemäß steht man am Ende alleine vor dem Richter.

Und auch wenn das ein eigenes Thema ist: Wieso hat sich Herr Scheel nicht einfach juristisch beraten lassen? Natürlich sollte das nicht erforderlich um mit einer Behörde in Kontakt zu treten. Aber anstatt diesen Wind zu machen, wäre er damit sicherlich schneller gewesen.

Zum Ende der Folge entstand mehrfach der Eindruck, Formalitäten sind der Kink der Verwaltung. Ich würde sagen, es ist Aufgabe der Verwaltung die geltenden Gesetze sauber umzusetzen. Das ist die gleiche Diskussion wie mit der Entbürokratisierung. Da sollte man lieber die Frage stellen, woher diese Gesetze kommen. Und das ist in den aller meisten keine Verwaltung. Bebauungspläne zu Beschließen ist in der Regel die Aufgabe der Politik. Herr Scheel sagt zwischendurch selber, dass ihm die Sachbearbeiter leid getan haben (Selbstverwirklichung) und auch von der Lage wird in Frage gestellt ob es sich um einen Außenbereich handelt. Aber diese Entscheidung trifft doch die Politik und nicht die Verwaltung.

Ich möchte auch nochmal in Frage stellen, ob es wirklich so sein soll, dass Politiker Genehmigungen versprechen. Daraus folgert nämlich, dass man Vorgänge vom Ergebnis her prüft. Ich bin mir nicht sicher, ob dann noch eine ordentliche Verhältnismäßigkeitsprüfung stattfinden kann. Es kann aber natürlich auch sein, dass sich der neue Landrat schon besser im BauGB auskannte.

Ich bin grundsätzlich kein Gegner der Entbürokratisierung. Etwas weniger Berichte, Dokumentation usw. würden glaube ich alle Mitarbeiter von Verwaltungen begrüßen. Wenn man aber Entbürokratisieren soll und dadurch gegen geltendes Recht verstößt halte ich das für falsch. Die Verwaltungsgerichte sind ausgelastet wie noch nie. Viele Klagen beruhen auf Formfehlern. Hier muss sich die Politik entscheiden, was sie möchte. Staatsdiener in Bürgerdiener umzubenennen hilft vermutlich eher nicht.

Ich möchte auch nochmal eine Lanze für Mitarbeiter von Bauämtern brechen. Bauämter leiden deutschlandweit unter Personalmangel, weil die Baubranche immernoch boomt und wenig Bauing. für das Gehalt in den öffentlichen Dienst gehen.

Zu guter Letzt halte ich auch den Ton in der Folge nicht für gelungen. Amtsträger erleben in den letzten Jahren immer mehr Gewalt. Sie jetzt, und insbesondere die Sachbearbeiter und damit die schwächsten in der Kette, pauschal als DAS Problem Deutschlands darzustellen halte ich für nicht zielführend. Da hat auch die positive Anekdote mit der Müllabfuhr nicht mehr geholfen.

Ich sehe die Bedeutung der Verwaltung sehr ähnlich wie die in der Lage-Folge geäußerte Ansicht. Eine funktionierende Verwaltung ist wichtig für den Glauben an die Demokratie. Und ich habe bisher in keiner Verwaltung das Gefühl gehabt, dass irgendeine Kollegin/ein Kollege aus Spaß ein paar Bürger gängelt.

VG

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Ich möchte ja eure juristische Kompetenz nicht anzweifeln, bin mir aber nicht scher, ob Ihr tief genug ins Bauplanungsrecht eingetaucht seit.

Der rechtlich unbestimmte Begriff “in Zusammenhang bebaute Ortsteile” ist seit Jahrzehnten in wahrscheinlich Tausenden von Fällen beklagt und durch Gerichte feiner definiert worden.
Die Beurteiling Innen-/Außenbereich ist wirklich nicht gerade trivial.

Habt Ihr euch lediglich auf den Gesetzestext bezogen, oder seid ihr auch in Kommentare oder sogar Urteile abgetaucht? Das ist bei der Beurteilung dieser Frage m.M.n. unerlässlich.

Ich habe gerade keinen Zugang zu Kommentaren zum Bauplanungsrecht - und glaube auch nicht, dass ich überhaupt noch so tief einsteigen will.
Aber als Einstieg, wie komplex das Thema ist, habe ich diesen Beitrag gefunden, den ich als Überblicksartikel ganz brauchbar finde:
Kurzfassung: In oder out - DABonline | Deutsches Architektenblatt | Deutsches Architektenblatt
Langfassung: Langfassung "In oder Out" - DABonline | Deutsches Architektenblatt | Deutsches Architektenblatt

Kleine Einschränkung: Ich habe nicht geklärt, ob der sog. “Baubooster” die rechtliche Einschätzung nochmals ändert - ich glaube das aber nicht, weil die Gemeinden m. W. weiterhin entscheiden.

Ansonsten: Vielen Dank für die nahezu immer tollen Sendungen!

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Ich höre die Lage der Nation jede Woche an. Für mich war diese Folge die Beste. Am Puls des Geschehens und mit recherchiertem Hintergrund angereichert. Aus meiner Sicht gerne mehr davon. Mich haben auch die hörbaren Nebengeräusche in der Aufnahme überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil: Sie haben mich als Hörer noch näher zum Ort des Geschehens mitgenommen. Danke für diese Folge.

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Das hier zeigt ein Kernproblem von Deutschland. Es ist wichtiger rechtlich sauber zu sein, als Menschen in Arbeit zu bringen, echte Werte zu schaffen und das BIP zu erhöhen.

  • Wolljacken und Mäntel kann man exportieren und den Wohlstand mehren.
  • penibel darauf achten, dass alle Rechtsvorschriften 1a eingehalten werden schafft keinen Wohlstand.
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Es hat mich positiv überrascht, dass LdN „diesem Herr“ die Bühne bietet.
Klar ist es einfacher im Studio theoretische Lösungen akademisch zu diskutieren.
Aber so einfach ist es in der Praxis halt nicht - allein diese Diskrepanz aufzuzeigen - dafür vielen Dank an diese schöne Folge. Bitte solch ein Format gerne wiederholen.

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Ja, Zustimmung. Man hat förmlich gespürt, wie Theorie die Praxis trifft und die Interviewer auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
Diese geballte Zusammenfassung der Probleme in der Praxis sollte man jedem politischen Entscheidungs-Menschen alle 3 Monate zu Gehör bringen.

Bei den Einspielern des Landrats hat man auch diese Diskrepanz auch in der Wortwahl gehört - da waren die ganzen BullShitVokabeln wieder am Start („wir haben gelernt“, „gemeinsam eine Lösung finden“, „kurz vor dem Abschluss“, …)

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Ich habe den Eindruck ich bin aus der Folge mit dem gegenteiligen Eindruck hinaus gegangen, wie sie narrativ eigentlich konzipiert ist.

Der Betreiber des Unternehmens erschien mir als genau das Anschauungsbeispiel warum es eine differenzierte Bürokratie mit Spielraum braucht. (Hätte niemals gedacht diesen Satz mal unironisch zu formulieren!)

Wenn man Gemeinschftsgestaltende Arbeit leistet, kann man aus einem breiten Spektrum Perspektiven zwischen was-ist-das-beste-für-die-zukunft-der-Gemeinschaft und was-ist-das-beste-aktuell-für-mich kommen. Menschen die öffentliche Ämter als Gegenspieler begreifen und die moralische Fragen mit kapitalistischer Regeln beantworten (a la ein Unternehmer muss nunmal profit machen) sehe ich näher an letztgenannten Pol.

Unternehmerinnen die näher aus erstgenannter Perspektive kommen, bräuchte man hingegen vermutlich erheblich weniger Leitplanken/bürokratische Hindernisse antuen, um die Allgemeinen zu schützen.

Ich habe den Eindruck, dass die Handlungen von den einen zumindest mit-verantwortlich sind dafür, dass die bürokratischen Probleme für alle anderen so (über-)gewachsen sind.

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Danke für die interessante Folge. Ich stimme einigen Punkten der Behördenkritik zu und trotzdem stört mich dieses populistische und verallgemeinernde Gerede von Herr Scheel. Gerade in Bezug darauf, dass der Staat niemals gut mit Steuern umgehen könne, ist schon eine sehr neoliberale Einstellung. Herr Scheel zeigt sich auch nicht gerade kritikfähig. Wer austeilen kann, muss auch einstecken können. Auch als er auf den Lohn angesprochen wurde, ist er direkt in eine defensive Haltung gegangen. Wahrscheinlich ist ihm bewusst, dass es eigentlich keine faire Entlohnung ist.

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