LdN 465: Feedback allgemein

Ich bin Mitarbeiter auf Kreis niveau in einem Skandinavischen Land und habe mich hier angemeldet um das, von einigen schon erwähnte, Störgefühl loszuwerden. Ich bin grundsätzlich einig, dass Bürokratie oft zu weit geht, aber Vieles was hier vorgeschlagen wird zählt bei uns ganz simpel als Korruption. Es ist ein hohes Gut die Politik(Landrat) von der Sachbearbeitung im konkreten Fall zu trennen. Wenn die Aussage: “ja das ist ein großer Unternehmer mit Steuern und medialer Reichweite” dazu führt, dass eine andere Entscheidung getroffen wird, als wenn jemand anderes den Antrag gestellt hätte, dann ist das Unrecht. Natürlich gibt es einen Spielraum und man muss auch mal pragmatisch sein und das Risiko einer Klage akzeptieren, aber Herr Scheel fordert, dass man einfach seine Ideen durchwinkt.

Bei uns ist es ein Grund zur Berufsgenossenschaft zu gehen, wenn man gebeten wird illegale Entscheidungen nach dem Gusto der Lokalpolitiker(oft ergo der Wirtschaft) zu treffen. Das wünsche ich mir auch für Deutschland, denn irgendwie hilft es auch der Demokratie zu wissen, dass wir ein Rechtsstaat sind.

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Fantastische Folge. Das Natuell des Gastgebers spielt da sicherlich eine tragende Rolle. Tontechnisch sicherlich herausfordernd, aber gerade das macht es authentisch und erlebbar. Sehr positiv auch die vorherige Recherche, um dem Termin und auch der “Gegenseite” gerecht zu werden und die passenden Einspieler zu liefern.
Hinterher die Nachbesprechung und persönliche Einordnung/Bewertung ein Muss bei solchen Folgen. Wann immer Ihr für sowas die Zeit findet und geeignete/interessante Personen auftreibt, gerne mehr davon.

Mir kam der Gedanke, warum es keine Auszeichnung für Solche Leuchtturmbetriebe gibt, die sich nicht mit der üblichen bürokratischen “Leistung” zufrieden geben und dem Staat aufzeigen, wofür der da sein sollte: gemeinsam Lösungen zu finden, ohne Willkühr und Restlosigkeit. Verknüpft mit der Auszeichnung natürlich eine besodndere Verpflichtung jeglicher Verwaltung, solche Betriebe bei Inanspruchname nach allen erlaubten Möglichkeiten bei Problemen zu helfen und zu unterstützen und diese Arbeit einer unabhängigen Service-Qulitätsstelle zu berichten :wink:

Mehr Service-Design in die Verwaltung!!!

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Ich persönlich fand die Folge extrem anstrengend zu hören.

Viel zu aufbrausend, wenig effizient, wenig neues Wissen

Eine Zusammenfassung von euch mit ggf ein paar wörtlichen Zitaten hätte mir sehr viel besser gefallen.

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Hallo Lage Team,

das war bisher die beste Lage und ich würde mich freuen, wenn ihr dieses Format öfters wählen würdet.

Viele Grüße

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Meiner Meinung nach eine sehr gute und aufschlussreiche Folge. Leider aber auch deprimierend, wieviele Steine man bei der Umsetzung einer tollen Idee in den Weg gelegt bekommen kann. Und etwas erschreckend, dass ein Großteil der Probleme wie vermutet weniger mit Verordnungen an sich als mit der Mentalität in vielen Behörden zu tun hat. Ich habe entsprechende Erfahrungen auch schon gemacht.

interessant wäre eine Diskussion darüber wie ein Mentalitätswechsel erreicht werden könnte. Vielleicht müsste der Anfang mit einer reformierten Ausbildung gemacht werden?

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Dann arbeitet das doch bitte einmal sauber auf - geht in die FNPs und schaut nach was seit der Wende wie eingestuft wurde - so wie du es hier formulierst klingt es als hätte eine Mitarbeiterin sich aktiv entschieden “Der Marco nervt, ich kategorisiere Teplitz heute als Außenbereich” - das wäre wirklich Willkür

Im vorliegenden Fall haben wir eine starre Entscheidung (ich vermute noch ein Überbleibsel der Wende und Problemen im Systemwechsel, so hat Marco das ja auch angedeutet als er gesagt hat, dass das damals von Leuten entschieden wurde die keine Ahnung hatten) und auf Grundlage dieser starren Entscheidung agiert jetzt eine Verwaltung. Ich vermute also ein Verwaltungshandeln was formell richtig ist, aber auf Fehlern aufbaut die vor 30 Jahren in Pläne mit Gesetzes-Charakter gegossen wurden…
Daraus macht ihr jetzt plötzlich Behörden-Willkür, die Reaktion der Planer:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen lassen sich hier im Thread ja zu genüge finden

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Liebes LdN-Team,

vielen Dank für diese Folge! Nicht nur, weil Marco Scheel einfach sehr unterhaltsam ist – und ich finde, ihr solltet mehr Ortsbesuche machen! –, nein, vor allem deshalb, weil sich das für mich alles so vertraut anfühlt.

Ich wohne seit zwei Jahren in einer 600-Seelen-Ortschaft namens Rath in der Gemeinde Nörvenich im Kreis Düren. Wir haben am Ortseingang, direkt hinter dem Ortsschild, ein Flurstück, auf dem das Schützenheim steht. Seit letztem Jahr gibt es dort eine neue Feuerwehrwache und dahinter eine Fläche, die ein alter Bolzplatz ist. Dieses Areal wurde in der Vergangenheit als Sportplatz genutzt und ist im Flächennutzungsplan sogar noch als solcher ausgewiesen.

Ende letzten Jahres habe ich unseren Bürgermeister angeschrieben und gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, den Sportplatz wieder fit zu machen und um ein Basketballfeld zu erweitern. Es ist mir ein persönliches Anliegen, aber auch wichtig für die jungen Familien im Ort, um einen Ort der Gemeinschaft zu schaffen. Unser Bürgermeister hat mich daraufhin motiviert und meinte, es gäbe schöne Fördermöglichkeiten zur Dorferneuerung; die Gemeinde könne mit entsprechendem Ratsbeschluss das Gelände zur Verfügung stellen, sofern ich den Eigenanteil organisiere.

Also gesagt, getan: Mittlerweile gibt es den Verein „Rath in Bewegung e. V.“ und eine GoFundMe-Seite (Spendenaktion von Christian Lenze: Rath in Bewegung: Ein Sportpark für alle Generationen!). Wir haben alles auf den Weg gebracht, lediglich das Finanzamt benötigt noch eine kleine Änderung in der Satzung für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit – übrigens ein Prozess, der normalerweise Monate dauern kann. Unglaublich: Monate, um drei Seiten zu lesen!

Anyway, dann kam es zur Vorlage im Gemeinderat, da der Bebauungsplan hier eine landwirtschaftliche Fläche vorsieht. Spätestens jetzt erkennt man die Parallelen zu Herrn Scheel, oder? Außenbereich, Innenbereich, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan. Jedenfalls will uns die Gemeinde unterstützen, was ich sehr begrüße, muss aber nach ihrem Verständnis nun zunächst ein Bauleitverfahren einleiten. Dieses hat natürlich nachrangige Priorität und eine Dauer von mindestens zwölf Monaten. Damit ist diese Förderperiode definitiv vorbei und es ist fraglich, ob es im Folgejahr ein ähnliches Programm geben wird.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Gemeinden sich mehr als Bürgerservice denn als Staatsdienst verstehen und mit mehr Freiräumen ausgestattet würden, um diesen Service auch umzusetzen. Lieber schnell und effektiv helfen und im Nachhinein „schwarze Schafe“ oder Fehlschläge sortieren, als im Vorfeld jede Initiative durch Bürokratie im Keim zu ersticken.

Danke und weiter so!

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Hallo liebes Lage-Team

Ich lese hier überwiegend positives Feedback zur letzten Folge, was mich ehrlicherweise überrascht. Normalerweise höre ich die Lage sehr gerne, maximal schwirrt mir danach vielleicht mal der Kopf angesichts der ernsten Themen, die ihr besprecht - das war die erste Folge, nach der ich wirklich Kopfschmerzen hatte, und zwar nicht der Inhalte wegen sondern nur wegen dem teils zusammenhangslosen, aber dafür sehr lauten Gerede von Herrn Scheel. Mal im Ernst - ich glaube, die Frage ‘Was ist denn nun in diesem Stockwerk illegal?’ musstet ihr fünf oder sechs Mal stellen, bevor ihr anstelle einer ‘weiteren Begebenheit’ die der Kollege noch mal eben erwähnen wollte, mal eine Antwort auf eure Frage bekommen habt.

Ich kann ja verstehen, wenn ihr aus organisatorischen Gründen solche ‘Füller’-Episoden gern im Voraus aufnehmen und zwischendurch einschieben möchtet, wenn ihr in einer Woche mal nicht dazu kommt etwas zum aktuellen Weltgeschehen zu sagen - aber anstatt die Ressourcen für einen Besuch vor Ort in die Hand zu nehmen (was vielleicht für ein visuelles Format ja noch einen Mehrwert hätte), investiert nächstes Mal doch bitte in eine lose Agenda, auf die ihr euch mit eurem Gastredner im Voraus einigt und die ihr dann auch einhaltet. Für mich war diese Selbstdarstellung von Herrn Scheel und das Durcheinandererzählen von verschiedenen Geschichtchen jedenfalls zu wirr und vor allen Dingen viel zu einseitig - ich hätte mir mehr Struktur und mehr Redeanteil für euch gewünscht, um das alles etwas objektiver einzuordnen. So wie die Folge veröffentlicht wurde, ist sie aus meiner Sicht eher was für den Stammtisch in Züsow, oder vielleicht für Herr Scheels eigenen Podcast, aber genügt für mich nicht den Ansprüchen an die Lage.

PS: Das Thema an sich fand ich durchaus interessant, und anders aufgearbeitet und recherchiert hätte daraus sicher eine wirklich gute Folge werden können.

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So, ich habe die Folge endlich gehört, und möchte das erbetene Feedback liefern: Ganz große Klasse! Nicht nur das Thema (Verwaltungsbürokratie als wesentlicher Beitrag zur Wahrnehmung des Staates als nicht wirksam - „Bürokratie“ muss weniger über die Gesetze abgebaut werden und mehr über Change Management in den Behörden). Sondern auch, dass Ihr „Außeneinsätze“ macht. In der Praxis. Ja, das ist anekdotisch. Aber das ist das wahre Leben. Ganz wichtig daher die Einordnung am Schluss im Studio.

Ich wünsche mir, dass Ihr immer mal wieder in der klein- und mittelständischen Wirtschaft (KMU) unterwegs seit. Dort, wo der Löwenanteil der Arbeitsplätze sind (die meisten anderen Medien berichten überwiegend über Konzerne und über die in lautstarken Verbänden organisierten Mittelständler 200+ Mitarbeiter). Ich würde mir wünschen, dass gerade in unserer links-grünen Blase mehr Verständnis über die Realität der KMUs bekommen. Dass die meisten Unternehmer gar nicht „igitt“ sind, sondern Menschen wie Du und ich (wobei ich Marco Scheel als eher außergewöhnlichen Unternehmer empfunden habe)

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Vielen Dank für diese erfrischende Folge bei Herrn Scheel. Ihr habt die Brücke vom Emotionalen zum Sachlichen perfekt geschlagen. Diese eine Problemstellung unserer Demokratie wurde wunderbar ergründet.

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Mir hat das Live-Format sehr gut gefallen. Marco Scheel ist ja auch eine Marke, liegt sicher nicht jedem, aber live ist live und authentisch war es allemal.
Als ehemaliger Mitarbeiter der Kommunalverwaltung weiß ich, dass es ein langer Weg ist, die Serviceorientierung dort zu fördern. Und selbst wenn Recruiting und Leistungsorientierte Bezahlung Richtung Problemlösungskompentenz entwickelt wurde, bleibt die Tatsache, dass ein auch für Experten fast unüberschaubarer Regelungsberg jede mutige Entscheidung behindert. Ein Lösungsverantwortlicher hat doch immer das Problem, dass alle Experten seitenweise Vorschriften mitbringen.
Und Anwälte und Bürger, die gegen mutige und schnelle Entscheidungen klagen, sind in Deutschland auch keine Mangelware.
Verbesserungsansätze: Verfahrensdauervorgaben (bei Überschreitung ist der Antrag zu genehmigen), Verfahrensverantwortung in eine Hand legen, Experimentierklauseln, Verbindlichkeit und Vorläufigkeit: (z.B. amtlich verlässlich bescheidet, wenn innerhalb xx Wochen kein Widerspruch kommt).

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Auf die Gefahr, dass das schon von anderen angemerkt wurde. Also zwei Punkte:

  • wenn der Bürgermeister der Gemeinde das Gewerbe halten möchte, wieso um alles in der Welt, stellt die Kommune dann für den Bereich keinen B-Plan auf? Da kann sie alles legalisieren und auch langfristig sichern. Viel beständiger als eine Baugenehmigung. Kann man auch so gestalten, dass der Antragsteller die Kosten trägt. Also falls die Kommune kein Geld hat. Was sagte denn überhaupt die (Bau-)Verwaltung der Kommune?
  • Dann zweitens wieso wird denn keine Tektur beantragt ? Dann hätte es (von mir aus vom Landrat) eine zweite Genehmigung gegeben.

Ich arbeite selber bei einer Bauverwaltung in einer Kommune (allerdings in Bayern).

Und ganz allgemein, Augen auf beim Grundstückskauf. Es ist als auch nicht so, dass der Außenbereich willkürlich festgesetzt wird. Dazu gibt’s viele viele Gerichtsurteile.

Mich freut es natürlich, dass es insgesamt am Ende gut auszugehen scheint.

Ich hab aber grundsätzlich einen anderen Blick auf die Situation. Ich denke, man sollte schon im Vorfeld prüfen, was kaufe ich denn da und was darf ich da machen.

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Liebes Lage-Team, ich fand die Abwechslung eines Draußen unterwegs-Formats super. An und an eine schöne Geschichte. Zum Ende der Folge geht es ja auch - mal wieder - um Systemvertrauen. In diesem Kontext möchte ich gerne auf folgendes Open Access-Buch: Trust Issues!? – Vertrauen in modernen Gesellschaften bei transcript Verlag und folgenden Podcast TRUST ISSUES? Podcast Download ~ Podcast von Leuphana Universität Lüneburg ~ podcast 3147495 hinweisen, da beides an die breite Öffentlichkeit gerichtet ist:

Vielen Dank für Euren stets niveauvollen und gleichzeitig engagierten Qualitätspodcast!

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Danke für deinen m.E. ausgewogenen Kommentar @Dominic. Entbürokratisierung halte ich auch für hilfreich für beide Seiten. Dennoch habe ich persönlich meinen Verwaltungsjob aufgegeben, weil sich aus meiner Sicht zu viele Mitarbeitende ihren Elfenbeinturm aus komplexer Fachlichkeit und -Formularen gebaut haben. Nicht jeder ist auch in der Lage, mit Überforderung aus komplexer Sachlage umzugehen. Da wird einfach ewig verwaltet und hin- und hergeschoben. Ja, letztlich sind viele Mitarbeitende auch nur Opfer unnötig komplexer, verteilter / föderaler Strukturen, an die ranzugehen sich kaum jemand traut. Aus bösem Willen macht keiner schlechte Arbeit für die Bürger.

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Ich höre euch jetzt schon seit ein paar Jahren zu, aber jetzt musste ich mir doch endlich hier einen Account anlegen. Ich habe schon viele Interviews von euch gehört, aber dieser Mensch hat mich beim Zuhören so unglaublich sauer gemacht. Ich fand es schade, dass ihr das Interview nicht irgendwann einfach abgebrochen habt und gegangen seid. Selten habe ich einen so unsympathischen Menschen erlebt. Wenn man bei Ämtern und anderen Stellen mit so einem Ton auftritt, wundert es mich nicht, wie diese darauf reagieren. Er kann froh sein, dass sie ihm den Laden noch nicht dichtgemacht haben.

Eins weiß ich auf jeden Fall: Ich werde mir niemals was von Nordwolle kaufen, jetzt wo ich weiß, was für ein Mensch dafür verantwortlich ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, zahlt er lieber immer wieder Strafen, anstatt etwas zu ändern? Müssen die Ämter da nicht irgendwann eingreifen? Wenn man etwas falsch gemacht hat und dafür eine Strafe zahlen muss, sollte man doch dasselbe Fehlverhalten nicht noch einmal wiederholen. Man hat sich damit doch nicht freigekauft. Wenn ich mit meinem Auto zu schnell fahre und eine Strafe zahle, fahre ich danach ja auch nicht weiter zu schnell, sonst hätte ich aus der Strafe nichts gelernt.

Er kann wirklich froh sein, dass sie ihm den Laden noch nicht dichtgemacht haben. Echt schade auch für die Mitarbeitenden – so einen Chef hat niemand verdient.

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Ich fand die Folge sehr gut.

Einer meiner liebsten Podcasts ist “The Daily”, den ihr ja auch schon häufiger genannt habt und selbst hört. Ich mag an ihm sehr anhand eines Fallbeispiels so in die Tiefe eines Themas zu tauchen, und mit auf eine auditive Reise genommen zu werden. Also mehr die Richtung von Story-Telling auf einer persönlichen und greifbaren Ebene. Die normalen Lage-Folgen sind tendenziell eher auf einer rationalen und theoretischen Ebene und somit für mein Kopf manchmal “Schwarzbrot”. Eine gute Geschichte geht allerdings immer runter, und kann dennoch sehr viel Inhalt und Wissen mitbringen.

Vor dem Hintergrund: Sehr schöne Folge, trifft meinen Geschmack sehr und gerne viel mehr davon!

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Eine tolle Folge, die ich in meiner Nordwolle-Jacke im Auto sitzend gerne gehört habe. Mein Haupt-Denkanstoß war aber die Unterscheidung der Wortwahl “civil service” und “Staatsdiener”. Ja, wir, die einer Behörde arbeiten, brauchen ein anderes Denken. Ich als Familienrichterin arbeite sehr lösungsorientiert (im Rahmen des Rechts natürlich). Und ich grusele mich immer wieder, welche Denkweisen bei vielen anderen vorherrschen.

Leider ist genau das Thema Vertrauen der Punkt. Vertrauen der Leitung ins Personal! Nicht Kreativität behindern. Andererseits erwartet man immer mehr Regulierung, weil das Vertrauen in das vernünftige Handeln von Behörden etc. fehlt und unkonventionell Handelnde schnell das Risiko von Klagen heraufbeschwören könnten…Zu dem Them sehr empfehlenswert “Misstrauensgemeinschaften” von A..El Mafalaani. Und ne Folge zu dem Thema wäre klasse.

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Innen- und Außenbereich, B-Plan und FNP haben ja ihre Berechtigung - die Parallele sehe ich eigentlich nur darin, dass in beiden Geschichten ein Konflikt mit geltendem Planungsrecht besteht. Für euch kann ein Jahr sicherlich lange wirken und ich verstehe die Frustration damit, gleichzeitig ist es (zumindest meiner Meinung nach) gut und richtig dass es Möglichkeiten Freiräume zu schützen und wenn der Sportplatz aktuell im B-Plan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen wurde dann liegt in dieser Fehlausweisung das Problem, dass das zu ändern etwas Aufwand bedeutet ist klar, sonst wäre der Schutz landwirtschaftlicher Flächen nicht wirklich ein Schutz - interessant wäre jetzt wieso euer Sportplatz als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen wurde (also entweder wurde das damals als zulässig in der landwirtschaftlichen Fläche erachtet, dann die Frage warum jetzt nicht mehr oder irgendwann wurde die Fläche umgewidmet, dann wäre die Frage warum)

@vieuxrenard Für mich ist genau sowas das Beispiel, wie aus der sehr simplen und unterkomplexen Darstellung der Situation bei Marco Scheel ein “B-Plan und Baurecht sind immer nur Gängelung der Menschen und Spielzeug der bösen Verwaltung” wird - also bitte holt euch eine Gegenstimme, die hier nochmal ein Gegengewicht reinbringen kann

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Hallo zusammen,

Ich möchte mich hier bereits angegeben Kommentaren anschließen. Es ist wirklich schade, dass kein Experte für Baurecht und Bauleitplanung zur Einordnung und als Gegenstimme zu Wort kommt.

Ich persönlich möchte auch daraufhin weisen, dass die ganzen Gutachten und Prüfungen im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens Sinn machen, da nur so die Intressen der Allgemeinheit (z.B. Umwelt-,Wasser-,Bodenschutz) geprüft und auch gewahrt bleiben. Gerade von der Lahe der Nation, denen sonst öffentliche Güter am Herzen liegen, hätte ich mir hier eine Einordnung und Widerspruch gewünscht. (Zum Bespiel Artenschutz. Schwalben oder Fledermäuse leben gerade gerne in alten zerfallenen Scheunen, bei „umfassender Renovierung“ müssen dann entsprechende Auflagen erfüllt werden, dass die Tiere auch danach noch im Gebäude unterkommen können).

Im Detail ist es nicht richtig, dass wäre es Innenbereich nach Paragraph 34 BauGB, automatisch ein Gewerbe zulässig wäre, dass wäre nur der Fall, wenn auch ansonsten andere Gewerbebetriebe im unmittelbaren Umfeld lägen.

Der Fall von Herr Scheel ist in den einschlägigen Kreisen auch bekannt und wird durch die öffentliche Präsenz auch gerne in Fachseminaren als Beispiel herangezogen.

Ich höre die Lage eigentlich sehr gerne, aber die einseitige Darstellung des Investors lässt ganz viele Punkte außer Betracht und führt an einigen Stellen zu falschen Aussagen.

Vielleicht erfolgt ja noch eine Einordnung in der nächsten Lage.

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Nur um das etwas einzuordnen, Nordwolle zahlt Näher/innen nach eigenen Angaben 16€/h.
Laut Recherche liegen sie damit an der oberen Grenze was man so findet für diesen Beruf.

Indeed gibt duechschnittlich 15,60€ an, andere Quellen 13,50€.
Laut Gehalt-Info liegen Gehälter für diesen Beruf zwischen 2.300 und 3.200€, was einem Stundenlohn von 13,50 -16€ entspricht.

Man kann das wenig finden, Nordwolle zahlt aber damit am oberen Bereich der zu findenden Daten zu diesem Beruf.

Noch mein Feedback: Gern mehr von solchen Live-Sendungen, ich habe sie sehr gern gehört.

Man merkt aber an den vielen Kommentaren, warum wir uns in Deutschland bei vielem so schwer tun. Ja, Herr Scheel polarisiert und überzeichnet. Und bestimmt hätte er vieles anders machen können bzw. würde es mit dem Wissen von heute anders tun. Ich schlage aber allen vor, die stark auf die Richtigkeit und Einhaltung der Vorschriften pochen, einmal selbst ein solches Unterfangen aufzuziehen. Wer einmal selbst in die Mühlen der Behörden geraten ist, wird vielleicht seine Meinung dazu ändern.

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