LdN 464 Streik

Streik ist ein Recht und eine gute Sache.

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vor allem, wenn der Streik einen selber nicht betrifft.

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Ha, wenn du wüsstest, wie das in Frankreich ist… :wink:

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Das ist in dieser Absolutheit mit Verlaub natürlich unzutreffend und inhaltlich offen gestanden nicht besonders gehaltvoll.
Auch und gerade bei Streiks, die eine Vielzahl an Personen betreffen muss man ehrlicherweise differenzieren, ob das Anliegen a) grundsätzlich gerechtfertigt und b) hinsichtlich der Proportionalität angemessen ist.

Wenn man sich diese Überlegungen nicht zumuten möchte, will man nicht debattieren, sondern ein Statement setzen - und das kann wohl nicht der Sinn eines Forenbeitrags sein.

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Ha, wenn du wüsstest, wie das in Frankreich ist… 

…das könnte eine der Ursachen sein, dass Frankreich finanzielle Situation vergleichsweise prekär ist.

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Grundsätzlich sind in Deutschland Streiks als Teil des Arbeitskampfes genauso gerechtfertigit, wie Arbeitgeber, die kein Angebot vorlegen wollen. Die Verhältnismäßigkeit ist dadurch, dass es sich lediglich um angekündigte Warnstreiks handelt, selbstverständlich gegeben, ansonsten gibt es ja auch die Möglichkeit, gerichtlich prüfen zu lassen, ob Streiks der Gewerkschaften ok sind. Von daher sehe ich wirklich nicht, was man da diskutieren sollte.

Die Gewerkschaften sind durch verschiedene ökonomische, soziale und politische Entwicklungen tendenziell eher zu schwach, als zu stark und auch von daher müsste jede Kritik an Streiks ziemlich gut begründet werden.

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Meine Kritik begründet sich darin, dass niemand die Gewerschaft gezwungen hat, ihren Streik in die kälteste Woche des Jahres zu legen, in der Klinikärzte vor vollen Notaufnahmen warnen.

Man hätte den Streik verschieben sollen. So hat er vor allem diejenigen hart getroffen, die deutlich schlechter dran sind, als die Streikenden.

Arbeitskampf in Ehren, dafür fehlt mir jedes Verständnis und es inspiriert keine Solidarität.

Der Streik mag geltendem Recht entsprechen, deswegen war er noch lange nicht richtig.

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Nach den Tarifverhandlungen macht so ein Streik aber auch nicht wirklich Sinn. Die Tarifverhandlungen laufen nunmal jetzt.

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Klar, aber bitte dann auch nicht wundern, dass die Menschen in diesem Fall ihre Autos nicht abgeben. Reicht ja schon, wenn der ÖPNV durch zu gutes oder zu schlechtes Wetter nicht funktioniert.

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Wie viele Menschen trennen sich denn vorrangig deswegen nicht vom Auto, weil alle Jubeljahre mal der ÖPNV bestreikt wird? Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Zustand des ÖPNV ist katastrohpal schlecht und die Arbeitsbedingungen nicht sonderlich interessant. Daher gibt es in dem Bereich auch massiven Personalmangel, was die Probleme verschärft. Wenn nun also das Personal für bessere Arbeitsbedingungen streikt, dann streiken die auch für einen attraktiveren und zuverlässigeren ÖPNV.

Ich war eine ganze Weile Bahn-Pendler. Die Streiks haben mich am allerwenigsten eingeschränkt. Die Probleme liegen woanders.

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Ja, kommt halt alles zusammen.

Nein, Frankreich hat den Staatshaushalt durch Steuersenkungen in die Katastrophe manövriert, was wir übrigens auch gerade tun, wenn wir nicht sehr schnell Steuern so erhöhen, dass wir die 600 Mrd. Extra-Schulden der beiden Sondervermögen zzgl. Bundeswehr-Ausnahme von der Schuldenbremse refinanzieren. In LdN 464 und schön öfter haben wir dazu eine Reform der Erbschaftssteuer ins Spiel gebracht, weil die praktisch keine Auswirkungen auf die Konjunktur hat.

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Es hat ja auch niemand die Arbeitgeber gezwungen, die Gewerkschaften so auflaufen zu lassen und einfach kein Angebot zu machen. Es hat auch niemand jemanden gezwungen, sich wetterunamgemessen zu verhalten, keine Vorsorge für den Winter zu treffen etc. Irgendeinen Grund, warum ausgerechnet jetzt grade so ein Streik aber wirklich zur Unzeit komme, findet sich jeden Tag.

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Wenn die Kommunen aufhören würden, (Anwohner)parken zum Spottpreis zu ermöglichen und andere Vergünstigungen und Vergesellschaftungen von Kosten des Autoverkehrs zu ermöglichen, wäre Geld für ÖPNV da. Aber das ist dann ja auch wieder nicht recht🤷

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Das mit dem Anwohnerparken, Fahrradstraßen, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, etc. bekomme ich gerade sehr gut hier in meiner Stadt mit.
Da hat die jetzige Regierung es sich doch wirklich erlaubt, das Anwohnerparken um den Faktor 3-5 (je nachdem wo man wohnt) zu verteuern.
Es ging ein unglaublicher Aufschrei durch die Stadt.
Nur zur Einordnung. Es kostet jetzt 110,-€ (nicht pro Monat, pro Jahr!). Vorher hat man für den Ausweis zwischen 21 und 30€ gezahlt…
Wenn man da als Politiker eher auf die Wählerstimmen schaut, sind solche Pläne ganz schnell wieder weg.

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Unser Tarifvertrag läuft bis Ende März. Da wird zwar kein Verkehr lahmgelgt (außer vor den Werkstoren), aber auch bei uns wird der Arbeitskampf nun bald beginnen (vieles deutet auf eine Nullrunde als Gegenangebot hin, mit Hinweis auf schwere Zeiten). Gut möglich, dass das Tarifende von den Arbeitgebern auch absichtlich so forciert wird. Denn auch den Arbeitnehmern ist ein Streik bei 20° und Sonne lieber als im Schneeregen, was das mobilisieren dann schwerer macht.

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Ein Beitrag wurde in ein existierendes Thema verschoben: LDN 464 Welche Mehreinnahmen sind bei der Erbschaftssteuer möglich?

8 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: LDN 464 Welche Mehreinnahmen sind bei der Erbschaftssteuer möglich?

Sicher. Immer zielführend. Und höhere Löhne. Für beides ist ein Streikrecht gut. Um die Kurve zum Thread zu bekommen.
Ansonsten
Zu

LdN288: 30.000 Startgeld für junge Erwachsene

Offen

Grunderbe für junge Erwachsene

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Streik ist Faustrecht mit bewußter Schädigung des Gegners und unbeteiligter Dritter. Es gibt bessere Mittel, Interessenkonflikte zu lösen. Wie brauchen endlich Friedensabkommen, die eine Zwangsschlichtung vorsehen, wenn beide Seiten sich nicht einigen können.