Mit solchen Aussagen solltest du dich beim BSW bewerben. Die Realität zeigt uns, dass das bei asymetrischen Machtverhältnissen nicht funktioniert.
Das kann ich nicht bestätigen. In Hamburg gibt es den HVV und dort sind mehrere „Unternehmen“ vertreten wie die Hochbahn und die Deutsche Bahn. Beim Letzteren würde ich deine Aussage voll unterstützen, aber bei der Hochbahn sieht es ganz anders aus. Es ist ein modernes Unternehmen, was auf die Zukunft setzt. Beispielsweise investieren sie in autonomes Fahren, sowohl bei den Bussen als auch U-Bahnen. Und nein, das Argument mit dem Wetter, also von wegen, die haben es einfacher als DB, weil die Bahnen unter der Erde fahren. Zwei der bisherigen Linien fahren größtenteils oberirdisch und es gibt kaum Probleme. Und wenn etwas mal nicht läuft, dann wird zuverlässig über App, Telegram oder auch am Bahnsteig und in der Bahn rechtzeitig informiert. Bei Ausfällen können sie schnell auf Ersatzbusse umstellen oder notfalls (vorallem in Randbezirken) auf Taxen.
Als wir das „Schneechaos“ in Hamburg hatten, fuhren die Busse zwar schleppend und mit großer Verspätung, aber zumindest zuverlässig und in der App konnte ich auch sehen, wann der kommt. Bei der DB (an dem Tag bin ich mit beiden gefahren) hatte ich vergebens auf Infos gewartet und durfte frierend in der Kälte stehen ohne zu wissen, ob, wann oder überhaupt was kommt. Die Infos an der Anzeigetafel waren wie in einer der LdN Folge beschrieben beschrieben eher irre führend und am meisten hat mich frustriert, dass die Bahnen fahren sollten, aber nicht da waren und dann komplett von der Anzeige ohne Begründung verschwunden sind.
Mein Fazit daraus: die Hochbahn ist zuverlässiger und fährt immer, wenn sie nicht gerade selbst vom Streik betroffen ist. In dem Fall am Besten gar nicht die eigene Homezone verlassen
oder mit dem Rad fahren.
Wenn ein Streik nicht weh tut, dann ist er nicht gut gewählt. Meine Frage wäre, warum Ihre Wut sich auf die Streikenden richtet und nicht auf den Arbeitgeber, der es dazu kommen lässt? Zu Streiks wird ja nicht so nur zum Spaß aufgerufen, sondern wenn kein anderes Mittel mehr hilft.
Die Frage ist halt, WEM der Streik weh tut.
Es macht halt schon Sinn, wenn diejenigen, denen der Streik am meisten zusetzt, mit am Verhandlungstisch sitzen, oder zumindest über politisches Kapital verfügen, statt einfach wahllos irgendwem weh zu tun.
Bei diesem Streik war es nun so, dass die priviligierteren Teile unserer Gesellschaft kaum betroffen waren, weil: Auto, HomeOffice-Option, verschiebbare Termine, Geld für Taxi oder schlicht: gut zu Fuß und von Stürzen nicht unmittelbar gefährdet.
Weh tat dieser Streik denen, die aktuell eh bereits im öffentlichen Kreuzfeuer stehen: Migranten und Arme, da beide Gruppen disproportional prekär beschäftigt sind und somit keine Wahl haben, als bei -10°C und Eisesglätte eine Odysee anzutreten, und Menschen mit (Geh-)Behinderungen.
Ob das nun besonders solidarisch ist, musst Du für dich selbst beantworten.
Dieses Thema wurde nach 5 Tagen automatisch geschlossen. Es sind keine neuen Antworten mehr erlaubt.