Klimaschutzmaßnahmen, aber fehlender sozialer Ausgleich

Sehe ich auch so. Grundsteuer darf ja auf Mieter ungelegt werden. Vor kurzem kam ein Beitrag im Fernsehen zur Grundsteuer und ein 2000qm Grundstück mit einem von einem Ehepaar bewohntes EFH in einer Großstadt ist plötzlich höher besteuert. Wenn 25 Menschen in ähnlicher Lage auf 700qm Grund in einem MFH dann pro Kopf eben weniger zahlen, empfinde ich das nicht als ungerechte Entwicklung.

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Österreich macht’s vor:
https://www.klimabonus.gv.at/

Bald auch für Obdachlose
https://www.moment.at/story/beim-langen-kampf-obdachloser-um-den-klimabonus-ist-ein-ende-sicht

Es ist so schade, dass Deutschland so lang auf das Klimageld warten muss. Es wäre ein klares Zeichen.

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Marcel Fratzscher betont nochmal, dass es ohne sozialen Ausgleich durch Klimageld und gezieltere Förderungen massive soziale Verwerfungen geben wird und die Akzeptanz für Klimaschutz wird sinken.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-07/klimageld-einkommen-entlastung-inflation-energiekosten

Welcher Fond spuckt bei so einer Einlage genug für Modernisierungen aus?

Da kommen bei halbwegs sicherer Anlage ein paar Euros im Jahr bei dir an.

Und mit diesem Grund sollen weiterhin die fehlgeleitete Förderungen an Vermögende fließen (E-Auto)? Der Fond wird auch von denen gefüllt, die einen wesentlich geringeren CO2-Fußabdruck haben, aber die, die oft ihr Vermögen mit der Förderung des Klimawandels gemacht haben sollen daraus das meiste Geld kriegen? Da habe ich ein großes Problem mit.

Nein, das steht da so nicht.
Du meintest, dass du das avisierte Klimageld für 4 Personen in einen Fond steckst und damit die Grundlage für Modernisierungen an deinem EFH hättest.

Daher die Frage, welcher Fond bei so geringer Einlage so etwas möglich macht.

So wünschenswert das Konzept mit den Auszahlungen des Klimageldes ist. Mehr als Preissteigerungen für deinen Haushalt im Mittelfeld wirst du damit nicht auffangen können. Was am Ende bedeutet, dass deine gewünschte Staffelung von Förderungen nach sozialen Gesichtspunkten dadurch nicjt erreicht wird.

Die würde man nur erreichen, wenn bei jedem Förderantrag die komplette Offenlegung der Verhältnisse wie bei Hartz IV eingeführt und berücksichtigt wird.

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Was meiner Ansicht nach absolut notwendig wäre, besonders da immer wieder die unsägliche Schuldenbremse angeführt wird. Man muss sich eben auch mal etwas mehr Mühe geben, wenn man nicht diejenigen mit Geld zuschütten will, die keinerlei Förderung brauchen. Leider sind eben die meisten Förderung so ausgelegt, dass immer erstmal die beschenkt werden, die es wirklich nicht brauchen.

Wer soll das denn alles prüfen? Einerseits wird über Bürokratie gejammert und dann soll es bei jeder Förderung eine Prüfung der Einkommensverhältnisse geben, die lange dauert, für die das Personal nicht da ist und die dann auch wieder Ungerechtigkeiten erzeugt, eben nur andere.

Man kann Förderungen dem Progressionsvorbehalt bei der Steuer unterwerfen, wenn man einkommensabhängig fördern will. Das erfordert keine zusätzliche „Prüfbürokratie“ und ist etabliert.

Also… wo ist denn das Problem?

Wenn man sich an den unteren 50-60% Einkommen orientiert, erwischt man den größten Teil der Bevölkerung und erhält die Zahlungen gleichzeitig von allen, die im Schnitt wesentlich mehr emittieren.

Dabei können die Zahlungen aus dem Klimageld auch schon großzügiger ausfallen.

Das scheint doch mMn eine maximal gute Idee zu sein, im Sinne von Klimagerechtigkeit und sozialem Ausgleich.

Oder übersehe ich da etwas?

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Erklärung bitte.

Okay und wie rechnest du dann das Betonvermögen an?

War ja weiter oben (oder in einem anderen Thread) mal dargestellt:
EFH für 200k und „geringes“ Einkommen möchtest du ja gerne fördern
200k in einem Fond und „geringes“ Einkommen soll ja nach deiner Meinung scheinbar nicht gefördert werden.

Man könnte dort bei Anlagefonds und Immobilien durchaus mit Grenzen arbeiten, bis 400.000 fördern, darüber nicht in Kombination mit dem Einkommen. So schwer ist das nicht. Stand jetzt werden eben viele Förderungen nur für Gutverdiener gemacht um die eigene Klientel ordentlich zu bedienen. E-Autos für Familien sind schlicht nichts, was sich eben mal grad ein Normalverdiener leisten kann als Beispiel.

Ganz ehrlich, mir ziemlich egal. Ich habe aber keine Lust mehr das nächste E-Auto von Familien mitzufinanzieren, die 300.000 und mehr im Jahr zur Verfügung haben. Dieser Zustand ist absolut nicht mehr tragbar.

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Bei der Berechnung der Steuer wird die Förderung berücksichtigt. Wenn jemand 50.000 Euro zu versteuerndes Einkommen hat und erhält 20.000 Euro Förderung, dann muss er die Steuer für 70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen zahlen. Aufgrund der Progression erhalten hohe Einkommen dann weniger Förderung und geringe Einkommen mehr. Der Progressionsvorbehalt führt aber nicht zu einer Erhöhung des zu versteuernden Einkommens für andere Förderungen, z. B. Elterngeld.

Gibt es bereits für Ersatzleistungen wie Eltern-, Arbeitslosen- oder Krankengeld die alle mit dem Progressionsvorbehalt zu versteuern sind und wäre von der Finanzämtern daher relativ leicht zu berücksichtigen.

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Ganz ehrlich - mir nicht.
Wenn ich rekapituliere welche Beschwerden es hier gab bzgl. der jetzigen Elterngeldbeantragung verstehe ich nicht, warum man für eine andere Förderung es noch komplizierter - und damit teurer - machen will. Das Geld, das dann in den Prüfprozess fließen müsste, zahle ich doch besser als Förderung aus und finanziere Maßnahmen.

Damit bedienst Du doch auch wieder eine recht wohlhabende Schicht mit einer Förderung. Wer 400:000 Euro Vermögen hat, der braucht keine Förderung.

Es ging darum selbst bewohnte Immobilien zu berücksichtigen.

Zur Zeit greifen eben vor allem die Förderung ab, die die wirklich nicht brauchen. Bedeutet dass oft die, die am meisten CO2 verursachen auch noch jetzt ordentlich Geld mit einem E-Auto sparen. Dann lieber gar nicht fördern als so unfassbar sozial Unausgeglichen.

Förderung ist halt nicht gleich zu setzen mit Sozialprogramm. Fördermittel werden oft gezahlt um eine Technik in den Markt zu bekommen. Dann macht auch nur dafür die Ausschüttung Sinn. Wer nix investiert bekommt auch nix. Im GEG ist ja glaube ich eine Staffelung vorgesehen, weil es da nicht nur um Marktdurchdringung geht sondern man auch umstellen „muss“.

Was für Energie darauf verschwendet wird, über Einkommensgrenzen für das Klimageld zu diskutieren (falls ich den Verkauf richtig verstanden habe).

An einer gewissen Einkommensgrenze zahlt eine Person/Familie mehr an CO2 Abgabe als an Klimageld an diese ausgezahlt werden würde. Es hat inhärent bereits eine Gehaltsgrenze drin.

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Das stimmt, aber hier wird ja teilweise das Klimageld an sich in Frage gestellt, was bisher die einzige Auszahlung wäre, die tatsächlich mal bei jedem ankommen würde. Stattdessen werden hier ständig Subventionen aus dem entsprechenden Fond verteidigt, von denen fast nur Menschen mit sehr gutem Einkommen profitieren.

Wer entscheidet drin, der eine Förderung benötigt? … Ja, die Förderung für Elektofahrzeuge greifen neben anderen auch diejenigen ab, die über ein hohes Einkommen und ggf. auch hohe Vermögenswerte verfügen. Aber Ziel dieser Förderung ist es, die gesamte Bevölkerung dazu zu bringen, statt Verbrennerfahrzeugen Elektrofahrzeuge zu kaufen. Und das ungeachtet ihrer Einkommenssituation. Mit ihrer Einstellung und den auch weiter oben aufgeführten Ideen erreichen sie nur, dass sich diejenigen, die diese Förderungen mit ihrem Steueraufkommen finanzieren, noch weiter distanzieren. Überlegen Sie sich mal, wer das (in weiten Teilen) bezahlt.
(Löschung eines Absatzes wegen fehlenden Zusammenhangs)

Ich habe mir aus reiner Neugier als Zweitwagen statt eines Verbrenners ein Elektofahrzeug zugelegt. Ohne die 5000€ Förderung hätte ich das nie gemacht.

Diese Förderung wird über die CO2 Abgabe finanziert. Das bedeutet die größten Verschmutzer bekommen das meiste Geld aus dem Topf. Deine Aussage ist also völlig falsch.