Kannst du es auch begründen oder ist das so ein Bauchgefühl?
Anhand Groks neuer uneingeschränkter Funktionen finden dort missbräuchliche Darstellungen statt.
Ich empfehle so ganz allgemein den Podcast
Heute auch mal wieder zu X
Das kannst du doch hoffentlich belegen. Ein paar künstlich erzeugte Bikini-Fotos von Keir Starmer sind keine Aufregung. So ziemlich jedes KI-Tool kann das auch und illegale Inhalte werden nach und nach weggefixt. Du bist eindeutig keine Nutzerin und erzählst irgendwas aus zweiter oder dritter Hand.
Ich nutze fast alle KI-Tools für verschiedene Zwecke und Grok ist ein extrem starkes Modell.
Elon Musks Statement zu den Vorwürfen:
I am not aware of any naked underage images generated by Grok. Literally zero.
Obviously, Grok does not spontaneously generate images, it does so only according to user requests.
When asked to generate images, it will refuse to produce anything illegal, as the operating principle for Grok is to obey the laws of any given country or state.
There may be times when adversarial hacking of Grok prompts does something unexpected. If that happens, we fix the bug immediately.
Ich bestätige, dass das stimmt. Du kannst dir doch selbst Grok laden und mal versuchen, ob du damit besonders verwerfliches Material erzeugen kannst und an der image moderation vorbei kommst. Falls du es wider Erwarten schaffst und es publizierst, wird es nicht lange so bleiben.
Generative AI ist eben auch in der Moderation komplex, wenn sie leistungsfähig bleiben soll. Nature of the beast.
Edit: die Moderation von Grok Imagine ist deutlich angezogen worden. Die Umgehung der guardrails, wie zu Jahresbeginn möglich, erfordert ziemlichen Einsatz.
Für mich endet die Unterhaltung hier.
Ich lege euch wirklich Haken dran ans Herz.
Zum Thema:
Ja, wir brauchen öffentlich-rechtliche Plattformen
Dass Musk sein Produkt verteidigt, dürfte niemanden überraschen. Tatsache ist, dass Grok ein Problem hat, das weit über die üblichen KI-Probleme hinausgeht:
Der KI-Chatbot Grok wurde zuletzt dafür benutzt, öffentlich auf X jede Stunde tausende sexualisierte Deepfakes, primär von Frauen, zu erstellen – fast 100 Mal so viele solcher Bilder wie auf fünf anderen dafür genutzten Plattformen zusammen. […] Damit gibt es für das seit Tagen diskutierte Problem jetzt auch konkrete Zahlen. [Noch viel problematischer sind] Inhalte, die der Chatbot […] auf einer eigenen Website generiert […]. Eigentlich sind diese nicht öffentlich. (Quelle)
Musk verwechselt Freiheit mit Wildem Westen. Auch wenn es hier vor allem um soziale Medien geht, zeigt das Beispiel, dass wir erstens klare Spielregeln brauchen, die auch durchgesetzt werden, und zweitens dezentrale Alternativen, die unsere Abhängigkeit von Unternehmen reduzieren.
Habeck hatte mal vorgeschlagen, dass sich die öffentlich-Rechtlichen in Europa zusammenschließen und eine Plattform erstellen die die erstellten Inhalte streamt und wo sich die Nutzer aus snippets eigene Sachen erstellen können. Also ich nehme mal an so ne Mischung aus Netflix und TikTok. Ob das Erfolg hat keine Ahnung. Fand die idee trotzdem interessant und finde man sollte das einfach mal machen. Auch wenn am ende nur eine Mediathek rauskommt die besser ist als die von ZDF und ARD wäre finde ich schonmal viel gewonnen.
Naja, selbst ohne die ganzen legalen amerikanischen Plattformen gibt es ja bereits Mattermost, Threema Work, Matrix, XMPP etc. Wo ist da jetzt der Bedarf nach noch einer Alternative?
Das vermischt mehrere verschiedene Dinge:
- digitale Behördenkommunikation (intern)
- digitale Behördenkommunikation (nach außen)
- Social Media
- Messenger für Privatpersonen
- Messenger bzw Kommunikationsplattformen (wie Teams) für Unternehmen
Ich glaube nicht, dass es sinnvoll oder realistisch ist, das alles mit einer Mega-App erschlagen zu wollen.
Das ist tatsächlich recht nah an WeChat, das noch mehr beinhaltet. Eine spannende Lösung mit hohem Nutzwert und extremer Marktdurchdringung, aber leider auch ein Traum für totalitäre Regime
Ich würde da nicht so vorschnell urteilen. Wenn das gut gemacht ist, dann kann so eine Plattform schnell wachsen in der heutigen Zeit. Ich denke, dass ist ein zu dynamischer Prozess, als dass man das vorab so sicher beurteilen kann.
Die Idee kommt auch nicht zum ersten Mal hier und ich finde sie nach wie vor gut. Es darf halt keine stumpfe Faktenkorrektur zu dem ganzen unsozialen populistischem Quatsch auf bekannten Plattformen sein. Vielmehr muss es eine Mischung aus ausgewählten unterhaltsamen Inhalten sein und die Ministerien vom Bund bis in die Kommune irgendwie verpflichtet werden, ihre Politik dort bürgernah zu erklären. Was sie machen, warum sie es machen, was die Probleme dabei sind und wer das eventuell in welcher Art und Weise versuchen wird, schlecht zu reden. Den Shitstorm vorab anfangen.
Wenn heute jemand beispielsweise eine Art GEG neu in den BT einbringen möchte, müsste er vorab der Springer Presse all den populistischen Quatsch aus dem Mund nehmen.
Aber vllt denke ich da auch zu naiv…
Aus den hier genannten Gründen
- mangelnde Internationalität
- Zweifel an der Fähigkeit von ÖRR und Staat, eine wettbewerbsfähige Plattform aufzubauen
- Trägheit der Nutzer in Bezug auf das Verlassen etablierter Plattform
halte ich ebenfalls den Erfolg einer ÖRR-Social-Media-Plattform für unrealistisch.
Aber, mal ganz grundsätzlich: Es kann doch nicht sein, dass der Staat immer dann einen „Wettbewerber“ etablieren muss, wenn Unternehmen die Normen einer Gesellschaft verletzen. Geht es nicht mehr darum, Unternehmen dazu zu zwingen, unsere gesellschaftlichen Normen einzuhalten?
Erfolgversprechende erscheint mir die konsequente Regulierung der existierenden Plattformen.
Ich habe dazu schon mehrmals geschrieben daher nur als Verweis
Es ist das alte Problem: Die Anbieter werden wie Telefongesellschaften behandelt, die nicht für die Inhalte verantwortlich sind. Das Geschäftsmodell gleicht aber Zeitungen, die Inhalte zu Geld machen. Was geschieht, wenn Zeitungen Inhalte mit der Freiheit von Telefongesellschaften veröffentlichen? Genau das, was wir tagtäglich bestaunen dürfen. Ich staune auch immer wieder, wie wenig Gesetze an die neue Lage angepasst und durchgesetzt werden.
In welcher Zeitung kann jeder der will Inhalte veröffentlichen?
Social Media ist einfach ein komplett neuer anwendungsfall für den die Regeln aus der analogen Welt weder in die eine noch in die andere Richtung passen.
In der Huffington Post war das früher möglich.
Entscheidend ist, dass Inhalte vermarktet werden. Ob sie von Profis oder Laien erstellt werden, spielt keine Rolle. Abgesehen davon können Zeitungen auch Inhalte von Laien enthalten, beispielsweise Briefe von Lesenden.
Aber auch da wird nicht automatisch der Leserbrief abgedruckt sondern die Leserbriefe werden durch die Redaktion ausgewählt.
Für mich ist das was ganz anderes als Social Media wo quasi jeder für jeden posten kann.
Vom Prinzip her kann aber jeder eine eigene Zeitschrift gründen, über die er volle redaktionelle Kontrolle hat, und darin alles veröffentlichen, was er mag (bis es etwas strafrechtlich relevantes ist, und sich Staatsanwalt + Gerichte damit beschäftigen)
So ist es. Dieselben Inhalte genießen auf sozialen Medien mehr Narrenfreiheit als in einer Zeitung. Grund ist, dass das Gesetz sich auf die Argumentation der sozialen Medien eingelassen hat, dass es sich um Kommunikationsdienste statt Medien handelt. Das ist ein Webfehler, der korrigiert werden sollte.
Also ich kommuniziere sehr wohl auf sozialen Medien. In einer Zeitung dagegen habe ich noch nie kommuniziert.
Es gibt ja nei FB zahlreiche Gruppen denen man nur beitreten darf/ kann wenn man vorab die Gruppenregeln gelesen hat und akzeptiert und im Idealfall werden diese Gruppen auch so gut administriert,das jeder der dagegen verstösst, entfernt wird. Unter so einer Voraussetzung könnte auch ein ORR Social Media Portal vlt funktionieren,bzw betrieben werden. Tatsächlich ist es ja sogar bei FB so,das Seiten und Gruppen jenseits von politisch verwertbaren Themen auch bei FB scheinbar sehr gut funktinonieren oder auch sehr konsequent administriert werden, aber auch nicht entfernt so viel Angriffsfläche bieten wie Seiten mit politischen Inhalten jeglicher Coleur.
Niemand bestreitet das. Nur ist das kein Grund, öffentliche Inhalte auf sozialen Medien weniger zu regulieren als öffentliche Inhalte in Zeitungen.