Was beachtet werden werden, wenn man Vermögensverteilung fair gestalten will

Ja, absolut!

Nur gibt es dafür hat keine simple Lösung! Denn man muss das mit Mitteln und Maßnahmen erreichen, die die Kapazität von Arbeit und Wirtschaft, „Wert zu schöpfen“, möglichst wenig beeinträchtigt. Denn es dieses „Volkseinkommen“ genannte Bruttoinlandsprodukt, das das tatsächliche das Einkommen von Arbeitern und Unternehmern ausmacht. Wenn wir den Kuchen kleiner machen, bevor wir ihn aufteilen, haben wir wenig gewonnen.

Die unteren Einkommensbeziehern zahlten bereits keine Steuern (was vielen nicht klar ist). Umverteilung durch eine Reform der Einkommensteuer mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes, der aber viel weiter nach oben verschoben werden muss, um den sog. „Mittelstandsbauch“ zu entlasten (Stichwort kalte Progression), wäre eine willkommene Entlastung für die große Masse der Menschen mit mittleren Einkommen, aber bringt den Armen gar nichts (es sei denn, wir führen eine negative Einkommensteuer ein, siehe unten). Lässt sich das so gestaltet, dass es kein Loch in den Bundeshaushalt reißt?

Weitere Erhöhungen des Mindestlohns? Vielleicht. Unser Dilemma ist: V.a. die Löhne im unqualifizierten Bereich sind, gemessen an unseren Lebenshaltungskosten, zu niedrig, gemessen am internationalen Wettbewerb jedoch nicht: Unternehmer, die unqualifiziertes Personal beschäftigen und im internationalen Wettbewerb stehen, können, wenn wir es mit dem Mindestlohn überziehen, nicht mehr mithalten. Es ist im Hinblick auf „gerechte Entlohnung für Arbeit“ wenig gewonnen, wenn diese Jobs „ins Ausland verschwinden“, wo die Menschen noch viel mehr ausgebeutet werden.

Ein Ansatz wären Unternehmer mit wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die durch Investitionen die Produktivität von Arbeit erhöhen. D.h., den Output pro Arbeiter erhöhen. Dann könnten sie auch die Entlohnung für Arbeit erhöhen. Was sie aber erst tun werden, wenn Arbeit so knapp ist, dass sie Arbeit nur über bessere Entlohnung „anlocken“ können. Solange unqualifizierte Arbeit nicht knapp ist, verdienen sie erstmal damit gutes Geld. Das werden sie, soweit sie Ideen für die Nutzung weiterer oder anderer Chancen haben (und dafür sind eben gute Rahmenbedingungen notwendig), hier weiter investiert. Damit entstehen weitere Arbeitsplätze. Wenn dadurch Arbeit knapp wird, steigen die Löhnung im unteren Segment und wir haben weiteren Spielraum, den Mindestlohn zu erhöhen.

Dies ist ein Aufruf an die Unternehmer und vor allem deren Lobbys, mit dem Gejammer über die schlechten Rahmenbedingungen aufzuhören, die Ärmel hochzukrempeln und das Beste draus zu machen. Der psychologische Effekt ist schlimme: Entmutigte Unternehmer sind Gift für die Wirtschaft. Mir scheint, aktuell wird die wirtschaftliche Situation sehr viel schlechter gemacht als sie ist. Nicht (nur) die GenZ macht auf Lifestyle und will nicht genug arbeiten - auch unsere Unternehmer haben kein Bock auf Schweiß und Anstrengung.

Für dem Hintergrund dessen, was wir in den letzten Jahren von China als dem dominierenden internationalen Wettbewerb erleben (Beispiel: Xiaomi bietet ein Auto in der Qualität eines Porsche Taycan zu einem Preis eines Tesla Model 3 an): Es ist alles andere als leicht, aktuell noch unternehmerischen Mut aufzubringen. Was können und was wollen wir tun, um uns von dieser wirtschaftlichen Bedrohung durch China abzuschirmen? Was spricht dagegen, mittels beherzter und smarter Industriepolitik zukunftsorientierte Branchen in Europa zu retten, zu stützen oder anzusiedeln? Warum soll das nicht funktionieren, was in den USA und in China gut funktioniert hat?

Umverteilung über eine Reform der Erbschafts- und Vermögensteuer ist ein „No-Brainer“. Klar, die betroffenen wirklich Reichen werden sich mit Händen und Füßen dagegen wehren und malen ein Horrorszenario von Deindustrialisierung & Co. an die Wand, von dem sich Konservative nur zu gern beeindrucken lassen. Das halte ich für Humbug.

Viel wichtiger ist die Frage: Soll das von den wirklich Reichen eingesammelte Geld dann einfach an die Armen verteilt werden (z.B. im Sinne einer negativen Einkommensteuer)? Oder sollten wir es verwenden, um die strukturellen Ursachen für Armut zu beseitigen: Bildung, bezahlbares Wohnen, Förderung der Vermögensbildung und des Wohneigentums. Oder benötigen wir diese Mittel nicht eher für Klimaschutz?

3 „Gefällt mir“

Schaffen wir diese Umverteilung vielleicht mal, ohne dabei auf den„bösen Unternehmern“ herumzutrampeln? Können wir nicht bitte alle erst einmal anerkennen, dass es das Gewinnstreben von Unternehmern ist, das unsere Wirtschaft am Laufen hält und daher nicht „böse“ oder „schlecht“ ist? Auch und gerade in diesem Forum.

Klar, auch unter den Unternehmen gibt es Übertreibungen wie „Übergewinne“ oder „leistungsloses Einkommen“. Erstes Mittel der Wahl im Fall von „Übergewinnen“ wären ordnungspolitische Maßnahmen (Kartellrecht), die den in solchen Bereichen offenbar verloren gegangen Wettbewerb wiederherstellen, denn der Wettbewerb ist es, der solche Übergewinne automatisch abbaut. Gegen „leistungsloses Einkommen“ hilft vor allem eine Erbschaftssteuer, die ihren Namen wieder verdient.

Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht, die Sozialversicherungsbeiträge in den unteren Einkommen abzuschmelzen, also progressiv zu gestalten? Was natürlich dann über die oberen Einkommen ausgeglichen werden müsste, wenn wir nicht zusätzliche Probleme bei Renten-, Kranken- und Pflege- und Arbeitslosenversicherung erzeugen wollen.

Und in diesen rasanten Zeiten von Künstlicher Intelligenz und Robottik müssen wir immer wieder über das Thema „Maschinensteuer“ und bedingungsloses Grundeinkommen sprechen. Ich habe dazu noch keine Haltung, finde sie aber sehr interessant.

Also: Alles andere als trivial und sehr interkomplex. Und viel zu wichtig, um solche Diskussion ideologisch, statt auf sachlicher Ebene mit Sachverstand ganz gelassen zu führen (sage ich im Hinblick auf die von mir erwarteten Antworten zu diesen Beitrag).

7 „Gefällt mir“

Guter Beitrag, ich sehe die meisten Punkte genau wie du.

Ein paar Anmerkungen:

  1. Industriepolitik ist nicht gleich Industriepolitik. Wir sollten sehr genau schauen was funktioniert hat und was nicht, und nicht auf gescheiterte Modelle wie nationale Champions setzen. Der Staat soll Branchen fördern, keine Einzelunternehmen.
  2. Ich würde Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer nicht in einen Topf werfen: Zwar sind beide Steuern auf das Vermögen, aber eine wird kontinuierlich fällig und die andere als Batzen. Erbschaftssteuer ist aber klar vorzuziehen, einmal aus Gerechtigkeitsgründen (wer es aufgebaut hat kann es ausgeben), zum anderen weil es Startups weniger belastet: Du kannst schnell in deiner B oder C Finanzierungsrunde auf dem Papier eine Bewertung von etlichen Millionen, ohne bereits Gewinne zu machen. Wenn du dann das Investorenkapital zum Steuerzahlen aufwenden musst, ist das nicht gerade ein Standortsvorteil.
  3. Grundwertsteuer: Jede Steuer verzerrt einen Markt durch Preiseingriff: es wird zum Beispiel weniger gearbeitet, weil es Steuern auf Gehälter gibt. Das gleiche gilt auch für Waren und Dienstleistungen. Die einzige Ausnahme ist Grund und Boden: Weil die Menge an Boden fix ist, kannst du den besteuern ohne, dass das Angebot verzerrt wird. Daher: Grundwertsteuer erhöhen, andere Steuern runter!
  4. Strompreise: ein echter Standortsnachteil, der mit KI nur noch bedeutender werden wird. Da muss man viel investieren, wie in der Lagebereits ausgeführt: Erneuerbare, Speicher, Netze, Smarte Zähler, etc
3 „Gefällt mir“

Einen ähnlichen Vorschlag, nämlich Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen für geringe(re) Einkommen (gerne auch gestaffelt), habe ich in einem anderen Thread schon unterbreitet. Der Unterschied ist, dass man das über eine Korrektur des ESt-Tarifs besser aufkommensneutral hinbekommt, da du sonst Beamte und weitere Privatversicherte wie Selbstständige nicht ausreichend drin hast, wenn nur über die Staffelung gesetzlicher Kassenbeiträge umverteilt wird.

1 „Gefällt mir“

Könnte es sein, dass das, was wir momentan als ‚Gejammer‘ wahrnehmen, weniger ein Mangel an Einsatzbereitschaft ist, sondern eher eine tiefe Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit? Wenn wir uns die aktuellen Zahlen zu Insolvenzen und Standortverlagerungen ansehen, fällt es schon schwer, anzunehmen, dass hier plötzlich ein Defizit an unternehmerischem Schweiß und Anstrengung aufgetreten sein soll.

Ich frage mich schon, ob den Unternehmen von der Politik nicht manchmal eine Last aufgebürdet wird, die mit ein bisschen mehr Schweiß und Anstrengung geschuldet werden kann.

Von der Seitenlinie, den guten Rat zu erteilen, ihr schafft das schon, wenn ihr euch nur ein bisschen mehr anstrengt, halte ich in diesem Zusammenhang nur für bedingt zielführend.

3 „Gefällt mir“

Sorry, da habe ich einfach null Verständnis. Wer sich nun hinstellt und so tut, dass die Politik schuld hat, wenn Deutschland wirtschaftlich abgehängt ist und innovationslos ist, macht die Politik größer als sie ist und übersieht vor allem, dass niemand so viel Einfluss auf die Politik hat, wie die Wirtschaft.
Da muss jemand sich mal ehrlich machen und an die eigene Nase fassen.

1 „Gefällt mir“

Es ist schon ziemlich ironisch, dass du deinen Post mit dem ideologischen Fundament des Neoliberalismus eröffnest, um dann am Ende “weniger Ideologie” zu fordern. Aber die Ideologen, das sind natürlich immer nur die anderen.

1 „Gefällt mir“

Es ist noch ironischer, Gewinnstreben als „ideologisches Fundament des Neoliberalismus“ zu bezeichnen. Jegliche Strömungen in der Volkswirtschaftslehre, die auf dem Grundprinzip der Marktwirtschaft aufbaut, billigt dem Gewinnstreben der Unternehmen neben dem „Glücksstreben“ (Nutzenoptimierung) der Menschen die entscheidende Triebfeder für eine effektive und effiziente Verteilung knapper Ressourcen in ihre beste Verwendung zu, egal ob Neoklassik/Neue neoklassische Synthese (das ist meist mit „neoliberal“ gemeint und dazu gehört auch die irrige Idee des Trickle Down), (Neo‑)Keynesianismus, Ordoliberalismus/Soziale Marktwirtschaft, Österreichische Schule, Monetarismus, …

Der Begriff „Neoliberalismus“ ist wahrscheinlich der am meisten falsch gebraucht oder vielleicht sogar meist missbrauchte Begriff überhaupt. Er ist zu einem Schimpfwort für alle Befürworter von Marktwirschaft und damit für die große Mehrheit der Ökonomen verkommen.

Nur um ein Missverständnis vorzubeugen: Die wenigsten, die dem Gewinnstreben eine wichtige Rolle in der Volkswirtschaft beimisst, sind Verfechter einer völlig frei drehenden Marktwirschaft. Marktwirschaft ist nach meinem Dafürhalte unverändert die Wirtschaftsform, die das Problem der Verteilung knapper Ressourcen am Besten löst. Es gibt aber unzweifelhaft sehr viele Marktversagensbereiche, so dass die „Reinform“ ganz sicher nicht erstrebenswert ist. Vielmehr liegt die Kunst darin, die Marktwirtschaft durch Staatseingriffe in die gewünschte Bahn zu lenken, um sie damit u.a. „sozial“ und „ökologisch“ zu machen. Daher sehe ich den Neoliberalsmus nicht als den richtigen Weg.

Über den richtigen Weg dieses „in die gewünschte Bahn lenken“ kann man ewig streiten. Dennoch bleibt Gewinnstreben die zentrale Triebfeder - deren Übertreibung (Gier, Ausbeutung, .) man selbstverständlich Einhalt bieten muss. Wer aber Gewinnstreben an sich kritisiert, versteht dessen fundamentale Bedeutung nicht oder will ein komplett anderes Wirtschaftssystem.

7 „Gefällt mir“

Wenn wir Unternehmer mit eigenen Unternehmen haben wollen, können wir keine nominell gerechte Verteilung haben, denn Unternehmen haben einen Wert.

Ich weiß nicht, was daran ironisch ist. Das Argument, das du aufführst, ist genau die “unsichtbare Hand” des Marktes, genau der quasi-religiöse Glauben, der von Adam Smith, dem Ausgangspunkt all der von dir genannten Denkschulen, ins Feld geführt wird. Ich weiß durchaus, was “neoliberal” nach der von dir zitierten Definition bedeutet und habe den Begriff entsprechend genutzt.

Ja, das wird als Mehrheitsmeinung im ökonomischen Kontext angesehen. Aber nur weil deine Ideologie die aktuell dominante ist, macht es sie nicht weniger ideologisch. Ich wünsche mir nur, dass die zugrunde liegenden Annahmen explizit als solche benannt werden, statt sie als unwiderlegbare Fakten darzustellen.

Und du hast durchaus recht, ich will ein komplett anderes Wirtschaftssystem.

1 „Gefällt mir“

Wie sähe das aus? So als Alternative?

Nun, im Gegensatz zu dem „komplett anderen Wirtschaftssystem“ gibt es zur in allen Facetten massenhaft praktizierten Marktwirtschaft nicht nur Theorien mit (oftmals sehr unrealistisch anmutenden) Annahmen, sondern auch massig Empirie. Und deren Ergebnis hat mit „Glauben“ und „Ideologie“ nichts zu tun, sondern mit Wissenschaft.

Empirie zu einem „komplett anderen Wirtschaftssystem“ gibt es nicht - weil das ja nirgends und niemals praktiziert wurde und wird (es sei denn, Du denkst in Richtung eigentumslose Planwirtschaft - da haben ja alle Versuche klatschend gezeigt, wie schlecht die funktioniert). Deshalb ist Deine Haltung dazu sehr viel mehr ideologisch als meine.

6 „Gefällt mir“

Wenn du mir empirische Nachweise dafür vorlegen kannst, dass “das Gewinnstreben von Unternehmern unsere Wirtschaft am Laufen hält”, schaue ich sie mir gerne an. Mir ist nichts dergleichen bekannt.

Dass ein anderes Wirstschaftssystem niemals praktiziert wurde, ist eine ziemlich absurde Beauptung, die nur getroffen werden kann, wenn man sich ausschließlich auf die letzten 300 Jahre in der westlichen Welt beschränkt. Viele indigene Völker haben deutlich anders gewirtschaftet und tun es teilweise auc heute noch.

1 „Gefällt mir“

Ich glaube das im Detail zu beantworten führt zu weit weg vom eigentlichen Thema des Threads. Grundsätzlich stelle ich mir ein Wirtschaftssystem vor, das Privateigentum und Hierarchien möglichst abbaut.

Für eine Erweiterung des Möglichkeitsraums dafür, wie wir wirtschaften könnten, empfehle ich das Buch “Schulden. Die ersten 5.000 Jahre” von David Graeber.

1 „Gefällt mir“

Ich glaubem dazu muss man sich das damalige Wirtschaftsystem im 18. Jahrhundert anschauen, um den Satz zu verstehen, vielerorts war die Wirtschaft noch von den Beschränkungen des Zunftwesen oder durch merkantilistischen Denken dominiert.

Der Begriff „unsichtbare Hand des Marktes“ scheint mir in der heutigen Diskussion etwas überdehnt zu sein. Viele verwechseln den freien Markt mit einem ananarchischen Markt, der keine Regelungen kennt, selbst wenn sie klug wären wie Klimaschutz oder Arbeitsschutz. Mir ist der Begriff Marktanarchisten lieber als Neoliberalen, weil der letztere Begriff unterschiedlich verstanden werden kann.

Korrekt, daher leben sie auch in kleinen Verbänden im Urwald und jagen mit Pfeil und Bogen, während du Antworten auf diesen Thread auf einer Terrasse sitzend in ein Smartphone tippen kannst, während du auf einen Kellner wartest der dir einen Espresso und ein Croque Monsieur serviert.

6 „Gefällt mir“

Ich glaube, ich kann Dir vorlegen, was ich will - wenn Du ein Stammesleben der indigenen Völker vorziehst, werde ich Dich nie überzeugen. Zeitverschwendung

8 „Gefällt mir“

Die Thesen zum Mindestlohn finde ich streitbar. Niedriglohn ist doch weit weniger ein Phänomen von Unternehmen im internationalen Wettbewerb, sondern eher im privaten Dienstleistungssektor, Einzelhandel, Gastro usw. für den Binnenmarkt. Unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit hängt also nicht - oder nur sehr mittelbar - am Mindestlohn.

Aber das ist die Perspektive. Komplexe und sehr komplexe Tätigkeiten UND einfache Tätigkeiten werden mehr, fachliche Tätigkeiten nehmen ab. Es gibt zunehmend mehr Jobs mit geringen und mit sehr hohen Qualifikationsansprüchen. Die fachliche Mitte fällt weg → ist automatisch „unqualifiziert“. Wer den Sprung nach oben nicht schafft rutscht nach unten.

Die Wahlergebnisse.

Ich finde tatsächlich, das Umverteilung und leistungsbezogenes Einkommen auch ein Selbstzweck im System hat. Eigentlich liegt der Ball bei Menschen mit leistungslosem oder leistungsentgrenztem (sagt man das so?) Einkommensbezug und Vermögensvermehrung uns zu erklären, warum die aktuelle Dimension von Ungleichheit sinnvoll und fair sein sollte.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, strukturell niedrige Einkommen von den strukturellen Ursachen von Armut auszuschließen.

Falls Ihre These vorher war, unten ist man zu arm, dann hat in Ihrem Gedankenspiel genau diese Gruppe direkt wieder auf den (ihr zustehenden ?) Anteil verzichtet. Fair wäre dann: erst Umverteilen, dann schauen was man wo abzwacken kann für den Klimaschutz.

Wenn Sie alle Einfamilienhäuser und Dienstwagen CO2-neutral umgerüstet haben, hat sich die Ungleichheit aus der Perspektive von niedriglohnbeziehenden Mietern (mit Gasheizung) nicht unbedingt verringert.

Widerspricht das nicht dem doch sehr von Egoismus geprägten menschlichem Naturell?
Also die Abkehr von „das gehört mir“ und „ich habe hier die Macht“?

1 „Gefällt mir“

Nagel → Kopf

Genau dieses menschliche Naturell ist die “unsichtbare Hand” und der Grund, warum sie funktioniert. Ideologie ist, zu meinen, man könnte 8 Mrd. Menschen dazu bringen in Linie dagegen zu arbeiten.

7 „Gefällt mir“