Warum Kohle für Gaskraftwerke wenn wir Kohle haben aber kein Geld

Nach Quaschning: Nicht neue fossile Infrastruktur (Gaskraftwerke) schaffen, sondern schneller Speicher und erneuerbare Lösungen ausbauen und die vorhandenen Kohlekraftwerke nur noch als selten genutzte Übergangslösung einsetzen

https://klimareporter.de/strom/quaschning-erklaert-kohle-statt-erdgas

Auch Merz stellt den kohleausstieg in Frage

Kohle ist fürs Klima nicht unbedingt schlechter als Gas, wenn man die Methan Verluste berücksichtigt

Wir leben auf Pump;

Mal unabhängig von der Frage Kohle vs Gas in der Reserve stellt sich natürlich die Frage ob Merz den Kohleausstieg verschieben möchte, um tatsächlich die Versorgungssicherheitsreserve zu erhöhen oder um weniger Geld in den Wasserstoff- und Speichertechnologie Hochlauf zu investieren.

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Bei Wasserstoff braucht man einen langen Athem. Vorallem wenn Wendehälse wie Katharina Reiche (als Chefin des Nationalen Wasserstoffrats) zuerst Wasserstoff propagieren und eine große Einigkeit pro Wasserstoff darstellen

“..Die Diskussion über eine Energieversorgung mit einer geringeren Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat durch diesen furchtbaren Krieg enorm an Fahrt gewonnen. Das beflügelt auch die Pläne vieler hervorragender Unternehmen in Deutschland, die verstärkt in die Wasserstoffwirtschaft investieren wolle…..”

https://drupal-prod.automobilwoche.de/heftarchiv/interview-mit-katharina-reiche-der-vorsitzenden-des-nationalen-wasserstoffrats

Und als Ministerin ist dann alles Pustekuchen und sie scheint nichts mehr von Wasserstoff wissen zu wollen….

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Das Thema finde ich schwierig.

  1. Der Kohleausstieg war, wie der AKW Ausstieg ein dickes gesellschatliches und politisches Brett, was zu bohren war. Jetzt wieder aufweichen und verlängern, und am Ende merken, dass man sie doch nicht mehr braucht führt ggf. wieder zu neuen unnötigen Mrd. Zahlungen an die Betreiber und gesellschaftlicher Reibung
  2. Der Kohleausstiegspfad wird alle 3 Jahre wissenschaftlich bewertet und wenn ein Kraftwerk für die Netzstabilität und Versorgungsicherheit notwendig ist, wird es nicht abgeschaltet
  3. Kraftwerke können jetzt schon für eine Überganszeit in eine Reserve gehen, statt abgeschaltet zu werden, wenn systemrelevant.
  4. Wir brauchen sowieso ein Backup System für eine 100% EE Versorgung. Mit Kohle geht das nicht. Wichtig ist hier natürlich nicht jedes Kohlekraftwerk 1:1 durch ein Gaskraftwerk zu ersetzen und so schnell wie möglich auf Wasserstoff statt Methan zu wechseln.
  5. Kohlekraftwerke emittieren nicht nur CO2 sondern diverse andere Stoffe, die sich in der Umgebung ablagern
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Traue der CDU definitiv zu, das rückgängig zu machen. Nur damit es am Ende weitestgehend genau so kommt wie geplant, bloß teurer. Ausstieg vom Ausstieg 2.0.

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Ein Kohlekraftwerk allein sicher nicht. Überbaut man den Netzanschluss noch mit einem Akku, ändert sich das ganze. Schnell regelbar und der Wetterbericht schreibt den Fahrplan für die Kohle

Der Akku kann sogar Geld verdienen, da reißen sich private Investoren um so einen Anschluss. Zusammen wird das ganze nicht nur regelbar. Sondern auch schwarzstart fähig. Brennstoff kann Vorort gelagert werden und regional abgebaut werden.

Der Kohleausstieg ist der Grund warum wir Gaskraftwerke subventionieren müssen die dann nacher meist nur rumstehen

Für den Tausch Pest gegen Cholera müssen wir zahlen und machen uns von Energieimporten abhängig

Mit der Entwicklung der Akku Preise macht das keinen Sinn!

Gas Kathies Gaskraftwerksplan einspricht vielleicht den Vorgaben? von eon und co aber wohl nicht dem der EU.

Der Akku hält 1-2 Tage.

Ich denke, dass man mit dem bestehenden Kohleausstieg die Transformation schaffen könnte. Dazu muss man wie du sagst nicht nur Gas zubauen. Das muss eben Technologieoffen sein. Menge und Leistung und Bereitstellungszeitraum müssen vergütet werden. So ließe sich die Gaskraftwerkneubaumenge reduzieren. Ich denke das sollte der Kernkretikpunkt an Reiches Plan sein: Dass sie eben nicht alles offen ausschreibt und die Mengen nicht über die nächsten Jahre streckt, so dass immer am Bedarf gebaut wird. Da braucht man mit der Kohle eigentlich gar nicht argumentieren.

Ein sehr passender „Geladen“ Podcast vom Helmholtz-Institut Ulm (HIU) etc., der die These Kohlekraftwerke weiter laufen lassen. aufgreift. Musste mich auch erstmal auf die These einlassen, ist aber sehr nachdenkenswert.

Strom: Merit Order abschaffen, chinesischen Strommarkt kopieren - Dirk Specht | Geladen Podcast

Zusammenfassung u.a.:

In diesem Podcast-Interview diskutiert Dirk Specht (Unternehmer und Aufsichtsrat im Energiesektor) kritisch über die deutsche Energiepolitik und schlägt alternative Ansätze zur Energiewende vor. Hier sind die zentralen Themen zusammengefasst:

  • Der Primärenergie-Mythos: Specht räumt mit dem Missverständnis auf, dass der hohe Bedarf an fossiler Primärenergie eins zu eins durch erneuerbaren Strom ersetzt werden müsse. Da elektrische Systeme (wie E-Autos oder Wärmepumpen) deutlich effizienter sind, sinkt der tatsächliche Energiebedarf bei der Elektrifizierung massiv [01:34].

  • Verzicht auf neue Gaskraftwerke: Specht spricht sich gegen den Bau neuer Gaskraftwerke aus. Er schlägt vor, bestehende Kohle- und Gaskraftwerke als Reserve weiterzubetreiben, aber deren Betriebsstunden zugunsten von Speichern radikal zu reduzieren [12:24].

  • Reform des Strommarktes (Merit Order): Er kritisiert das Merit-Order-Prinzip, bei dem das teuerste Kraftwerk den Preis bestimmt. Stattdessen schlägt er ein Modell nach chinesischem Vorbild vor, bei dem Kapazitäten über langfristige Festpreise direkt ersteigert werden, was zu sinkenden Strompreisen führen würde [19:16].

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Was aus meiner Sicht noch gar nicht besprochen wurde bei dem Thema. Stehen die Kohlekraftwerke an der richtigen Stelle? Sprich, passen die aktuellen Netze und Bedarfe mit den Standorten überein? Geplant ist ja wohl sowas wie ein “Süddeutschland” Bonus, weil da AKWs weggefallen sind. Hab ich jetzt tatsächlich auch noch nichts zu gehört, aber wenn man sich mal drauf einlässt, wäre das ja eine notwendige Grundvoraussetzung, wenn “Kohle weiterlaufenlassen” ein Konzept sein soll.

Gehst du davon aus, dass in den letzten 50 Jahren die Kohlekraftwerke an die „falschen“ Stellen am Bedarf vorbei gebaut wurden?

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Sie wurden oft gebaut wo sie logistisch passend waren, also dort wo abgebaut wurde, wo Flüsse zur Versorgung liegen etc.

Durch Atomausstieg, Windzubau, etc. hat sich der Bedarf in den letzten 20 Jahren aber ja doch massiv gewandelt. Da ist die Frage ob die Kraftwerke auch für die heutigen Anforderungen noch strategisch richtig stehen oder ob durch andere Standorte nicht hohe Investitionen ins Netz entfallen könnten sicher eine Frage die es sich lohnt anzusehen.

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“Kernkraftwerke sind aus Systemgründen nicht mehr notwendig gewesen”

Quelle:

Aber süddeutschland könnte mehr erneuerbare Energien ausbauen um die heimischen Industrien wettbewerbsfähig zu halten.

Und was kommt nach dem akw…

Tata:

Dann ist ja super. Wenn es genügt in jedem ehemaligen AKW einen solchen Speicher zu bauen, der bis zu zwei Stunden Strom liefert, dann super. Dann sollte uns die Energiewende aber ja auch quasi gar nichts kosten und die “Fossile Lobby” wie Agora Energiewende verkauft uns ganz umsonst die Notwendigkeit von Gaskraftwerken als gegeben.

Edit:
400 MW für knapp zwei Stunden (Kapazität 700 MWh) als Ersatz für über 2000 MW dauerhaft zu framen in einem Kontext der suggeriert damit wäre lokal gleichwertige Netzstabilität gegeben (was den Bedarf des lokalen Stroms angeht) finde ich dann aber im Rahmen dieser Diskussion doch auch etwas fragwürdig.

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Du suggerierst nur dass ich das suggerieren wollte.

Mit Akku verdienen die Konzerne nun das Geld.

Für mich ist Akku anstatt AKW nur ein schönes Symbol wie sich das Stromnetz / die Technologie ändert😉

Nur leider spielen wir bei solchen Zukunftstechnologien nicht mehr mit.

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Muss man in dieser Diskussion auch falsch verstehen wollen.

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In dem Link steht doch sogar in der Überschrift, etwas von Ersatz und wenn du auf die Aussage eine neue Ausgangslage führe dazu eine Frage zu besprechen mit „Tata“ antwortest, wie sonst soll ich das auffassend, als als Antwort auf die Frage?

hier stellt ja zudem glaube ich niemand in Frage, dass auch solche Speicher eine Rolle spielen. Die Existenz solcher Speicher ist aber ja keine Antwort auf die Frage ob ws grundsätzlich noch andere Formen der Energieerzeugung benötigt.

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Das ist doch gar nicht die Frage dieses Threads, sondern ob man Kohlekraftwerke weiter nutzt, anstatt jetzt Gaskraftwerke auszubauen (eventuell nur, um Kohlekraftwerke abzuschalten). Grund ist der „neue“ Player Batteriespeicher im System, der in Konkurrenz zum Gaskraftwerk steht.

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Und meine Aussage war, dass das auch nur kurzfristig so ist und auch der Ort woeingespeist wird relevant ist.Und spätestens bei netto Null wird es bei der Kohle eh schwierig. Also muss man auch diese langfristige Planung sowie die Frage wo im Netz eingespeist wird auch heute diskutieren können.

Einfach einen beliebigen Speicher verlinken hilft bei dieser Frage doch überhaupt nicht.