Warum Kohle für Gaskraftwerke wenn wir Kohle haben aber kein Geld

Die These ist ja, dass es noch nicht entschieden ist, welche der Technologie (Gas gegen Batterie) sich stärker durchsetzt. Deswegen wird der massive Gaskraftwerksausbau in Frage gestellt.

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Braunkohle wird aufgrund des hohen Wassergehaltes neben die Grube gebaut…und dass im Süden was fehlt habe ich ja geschrieben. Mit dem Ausbau der EE, Netze, Speicher wäre eben zu klären, ob die Kraftwerke an den jetzigen Stellen in Dunkelflauten eben noch ausreichend Strom liefern, oder ob man aus anderen Gründen an anderen Stellen neue Kapazität braucht. Offene Frage, Studien zu dem Thema kann man gerne teilen.

Gerade durch die höhere Verfügbarkeit der Kernkraftwerke in Frankreich aber auch durch das Thema LNG sind wir jetzt so weit, dass wir sagen können: Diese Kernkraftwerke sind aus Systemgründen nicht mehr notwendig gewesen“, so Brick. Deshalb habe man sie ohne Beeinträchtigung der Systemstabilität abschalten können.

Ja. Aber die Diskussion wird in Teilen so geführt, als würden die Batteriespeicher alle unsere Probleme lösen, vor allem auch die Dunkelflaute. Und dazu gibt es keine mir bekannte Studie. Die kann ja gerne mal angebracht werden. Dass AKWs unnötig sind, Speicher sinnvoll, schwarzstartfähig, stark im Kommen sind und Gas verdrängen, man deshalb erstmal lieber Gaskraftwerke H2 ready auf Sicht ausbaut statt direkt 20 GW: alles nicht die Frage.

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Haben wir Stand jetzt Dunkelflautenprobleme? Nö, wir haben ein sehr zuverlässig funktionierendes System. Kraftwerke stehen jetzt an der richtigen Stelle und liefern ausreichend, weswegen sie nicht abgebaut werden sollten (These).

Nimm dir die Zeit und hör den verlinkten Podcast an.

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Akkus und EE machen Gas, Kohle, AKW… in Zukunft die meiste Zeit Überflüssig. Daher sind diese ohne Subventionen nicht mehr zu betreiben. Aber in 2-3 Wochen während einer ungünstigen Großwetterlage über großen Teilen Europas (kalte Dunkelflaute) braucht man noch was Anderes (Gas, Kohle, Wasserstoff…)

Die These hier ist, dass Kohle zwar auch nicht Ideal ist aber günstiger als neue Gaskraftwerke da vorhandene Kraftwerk genutzt werden kann und die Versorgungssicherheit sich durch den teilweise lokalen Brennstoff erhöht. Umweltschädlich ist Gas und Kohle

Das gesparte Geld kann in EE und Netzausbau, H2… fließen

Es ist ja gerade die These, dass es noch nicht entschieden ist. Deswegen gibt es keine verlässliche Studie, die es bis auf die letzte kWh voraussagt.
Hinzu kommt, dass der Energieträger Gas immer unzuverlässiger wird.

Auf das Gelände kommt aber auch ein neues Gaskraftwerk.

Stimmt. …Neben dem neuen Batteriespeicher werden noch ein riesiger Solarpark mit 55 Hektar und ein neues Gaskraftwerk entstehe…

Es macht aber auch komplett Sinn.
Das Gelände ist wirklich riesig, und v.a. sind die wichtigen Netzanschlüsse und Stromleitung vorhanden.
Die Kombination Solar + Gas + Batterie ist ideal.

Das Donautal ist zudem sowas wie eine Kornkammer durch die guten Böden. D.h. das Potential für Biogas ist ebenfalls gegeben.

  • Neue Gaskraftwerke werden besonders im Süden Deutschlands benötigt, um Netzengpässe zu reduzieren und den Kohleausstieg abzusichern.

“Die neuen Gaskraftwerke sollen vorwiegend an sogenannten systemdienlichen Standorten entstehen, also dort, wo aktuell viele Eingriffe zur Stabilisierung der Stromnetze für Mehrkosten im System sorgen.”

Quelle

Hört sich für mich so an, dass Akkus eventuell die Regelung (aufgrund fehlenden netzausbau und im Süden fehlenden Windräder) übernehmen können und wenn der Kohleausstieg verschoben wird bzw. die Kraftwerke in die Reserven kommen wir auf die neuen Gaskraftwerke verzichten können

=> wenn man den Kohleausstieg aussetzt das Geld in den ohnehin notwendigen netzausbau investiert ist das Problem gelöst!

Sind Batteriespeicher nicht einfach Kurzzeit- (Echtzeit bis wenige Stunden) und Gaskraftwerke Langzeitpuffer (Mehrere Stunden bis Tage)?

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Stimmt, und Kohle sind schlecht regelbare Grundlastkraftwerke.

Momentan stemmen die erneuerbaren schon 60% der Stromerzeugung, Gas schafft Flexibilität die sich daran anpasst. Dir paar Kohlekraftwerke laufen durch. Akku steht erst am Anfang

Zukunftsszenario:

Außerhalb Dunkelflaute: die erneuerbaren bringen ER 100% der Stromerzeugung, Akkus sorgen für Flexibilität.

Kurze Dunkelflaute EE, Akku, Wasserstoff (bio)Gas, Kapazitätsmarkt…

Lange Dunkelflaute: (bio)Gas, Kohle,Wasserstoff, Akku sorgt für Flexibilität, Kapazitätsmarkt…

Die Akkus helfen die notwendige Spitzenlast des Kraftwerks Parks zu reduzieren solange die durchschnittliche Leistung passt.

Es gibt auch Situationen die nach allen gängigen Definitionen noch keine Dunkelflaute sind und dennoch ist die Stromerzeugung niedriger als der Bedarf. Das kann sogar deutlich längere Zeit der Fall sein als Dunkelflauten. Und es kann auch vor und nach einer Dunkelflaute der Fall sein, also so, dass man schon mit leeren Speicher in die Dunkelflaute geht und auch nach der Dunkelflaute noch weniger erzeugt als man benötigt.

Das habe ich in diversen Threads ja mehrfach angesprochen. Die Annahme, dass Dunkelflaute bedeutet es ist fast kein Strom aus EE da, keine Dunkelflaute aber gleich, dass genug vorhanden ist um z.B. Speicher zu füllen ist so nicht richtig. Außer man würde wirklich Erneuerbare mit einer Nennleistung von mehr als dem 10-fachen der benötigten Leistung installieren. Das wäre aber auch kaum wirtschaftlich.

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Schon jetzt ist das meiste Handelsvolumen in langfristigen Verträgen vereinbart. ( LDN454: Große Batteriespeicher - #30 von Helmut )

Kenne den Podcast und schau die Folge nochmal.

Auf die kWh genau will ja auch niemand. Aber eine Studie wie die vom ISE von 2024 mit von mir aus neuen Erkenntnissen. Sowas muss man eh alle x Jahre updaten.

In meinem wirtschaftlichen Verständnis wird auch kein Batteriebetreiber gesicherte Strommengen für lau für Engpässe bereitstellen und Netzdienlichkeit auch nicht.

Insgesamt geht es bei der Staatshilfe um 4,35 Milliarden Euro für zwei Betreiber.

So viel kommt dabei leider nicht rum. Vieles ist ja nicht Entschädigung sondern Geld, was in die Regionen fließen soll, um Alternativen zu schaffen was Arbeitsplätze und z.B. Wärmeversorgung anbelangt. Von den 4,35 Mrd. sind große Teile auch für die Rekultivierung. Auch witzig, dass hier der Staat die Rekultivierung finanziert, aber bei Windkraftrückbau sich das Märchen hält, dass Fundamente massenhaft im Boden bleiben, obwohl Betreiber hier vollständig für den Rückbau verantwortlich sind.

Also ich warte jetzt auf eine Studie, die das mit den Batteriespeichern, Kohlkraft und Dunkelflauten einmal untersucht, um die These dieses Threads zu stärken. Wenn das alles funktioniert und günstiger ist, fein. Rein vom Zeitplan und den politischen Folgekosten denke ich aber, dass man den Kohleausstieg an sich nicht anfassen sollte, sondern wenn so abwandelt, dass die Reserve länger bestehen bleiben kann sofern das wirtschaftlich abbildbar ist. Dafür braucht es standortbezogene Analysen. Und dabei kann man eben auch nicht von der Ist-Situation ausgehen, denn der Stromverbrauch soll ja stark ansteigen.

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So wie ich es verstehe soll Agnes anhand dynamischer und eventuell nodaler? Präzision die Netzentgelte regeln. Dadurch (negative? / positive Netzentgelte) soll netzdienliches verhalten gefördert werden. Ich hoffe dass die unabhängige Bundesnetzagentur so und der Folge für “nodale” Strombezugspreise sorgt auch wenn der Strompreis einheitlich in Deutschland ist

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Hab den Abschnitt jetzt gehört. Er weicht der Dunkelflaute aus meiner Sicht etwas aus. Ihm gehts hauptsächlich um die Reduzierung der Betriebszeiten fossiler Kraftwerke durch Speicher. Wenn das bei den Kohlekraftwerken dazu führt, dass der Betreiber sagt, ist mir zu wenig, ich schalte ab, dann braucht man da auch einen Kapazitätsmechanismus für die Bereitstellung von gesicherten Strommengen über x Stunden/Tage. Außerdem berücksichtigt er nicht den Nachfrageanstieg beim Stromverbrauch (“funktioniert ja jetzt auch. wenn man nix abschaltet, wird es in Zukunft auch funktionieren”)

Dafür bräuchte man dann ein System, was diese gesicherte Leistungen über Zeit technologieoffen ausschreibt und dann könnten Speicher/Kohlekraftwerke/Neue Gaskraftwerke um diese Mengen bieten und der günstigste gewinnt. Damit käme man weg von starren Neubauten und starren Abschaltungen. Wäre dann vermutlich über Netzentgelte zu finanzieren. Sowohl Speicher als auch Kraftwerke müssen in Zukunft fürs Rumstehen bezahlt werden, so wie beim Regelenergiemarkt jetzt schon.

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Die Kosten für die Gaskraftwerke werden auf den Strompreis umgelegt. Von daher freut sich die Gas Industrie gleich doppelt

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