Update zu Erneuerbaren Energien / Negativer Strompreis

Hi,
es wäre vielleicht mal wieder Zeit, in der Lage das Thema Erneuerbare Energien zu besprechen. Dieses Jahr scheint ja ein Jahr zu werden, in dem der Rekord der Stunden mit negativem Strompreis aus 2025 wieder gebrochen wird. Gerade über Ostern und auch jetzt zeigt sich das Bild, dass wir so viel Strom tagsüber erzeugen, dass die Netze komplett überlastet sind (zum ersten Mal auch mit Aufforderungen an private PV Erzeuger wie mich, bitte die PV hart auszumachen).

Ich frage mich langsam, ob ich mit meiner PV (die seit 5 Jahren drauf ist) Teil der Lösung oder Teil des Problems bin. In den letzten 10 Tagen habe ich 50kwh/Tag erzeugt, und da hilft auch WP und BEV nix, so viel Strom kann ich nicht gebrauchen… Heute bspw. war das Auto randvoll, da lief fast 80% des erzeugten Stroms ins Netz, zur schlechtesten Zeit… und ich bekomme dafür auch noch 8,5cent/kwh (wobei ältere Anlagen ja noch viel mehr bekommen).

Offensichtlich braucht niemand so viel Strom (sonst wäre der Preis ja nicht negativ), und wir schaffen es einfach nicht, genug davon zu speichern.

Gleichzeitig sind die beschwerden groß, dass der Strompreis zu hoch ist..

Mich würde wirklich interessieren, gut und neutral recherchiert, in welche Richtung das geht. Wird das nun besser, oder schlimmer, wenn wir noch mehr PV und Wind zubauen? Was müsste man tun? Sind es die fehlenden Leitungen? Großsspeicher? Pumpkraftwerke mit Stauseen? Power2Wasserstoff und dann wieder andersrum? Wie können private Haushalte helfen? Muss der smart Meter Rollout gesetzlich beschleunigt werden? Würde das überhaupt helfen? oder ist der tatsächliche Impakt durch die negativen Preise und die Kosten für die EEG Umlage/Netzentgelte etc eher gering und gar nicht relevant?

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Kurz zur Einordnung:
Negative Strompreise gab es
in 2022: 69 Stunden
in 2023: 301 Stunden
in 2024: 457 Stunden
in 2025: ca. 460 Stunden
Quelle: Apex Spot, SMARD.de
Dabei ist der negative Strompreis so gewollt als Marktanreiz, die nächste Ausbaustufe zu fördern und Speicher aufzubauen.
Dabei bedeuten negative Strompreise noch nicht, dass man als Endverbraucher Geld bekommt. Denn zu den Strompreisen kommen noch die Steuern&Abgaben, Netzentgelte etc. hinzu, was in meiner Region ca. 16ct sind. Also erst ab -16ct Börsenstrompreis kostet einen der Strom „nichts“.
Reduziert man die o.a. Zeiten darauf, so sind es 2025 nur ca. 45h gewesen, an denen der Strompreis wirklich 0 war.
Momentan gibt es allerdings auch noch Fehlplanungen und Fehlanreize wie z.B. noch laufende Müll-/Biomasse-/KWK-Anlagen während solcher Phasen, die den Stromüberschuss verstärken.

Das eigentliche Problem aus meiner Sicht ist nicht der negative Preis oder der Stromüberschuss, sondern die zu starre Nachfrageseite. In Australien z.B. werden bei Stromüberschuss (Australien hat oft 100% Solarstrom im Netz) die negativen Strompreise direkt an die Endkunden weitergereicht.
In Deutschland fällt uns hier nun der zu langsame Smart-Meter Rollout auf die Füße.
Was aus meiner Sicht passieren muss:

  • schnellerer Rollout der Smart-Meter, damit mehr Menschen ihr Verhalten den Strompreisen anpassen können
  • starker Ausbau von privaten und industriellen Stromspeichern, um Energieüberschuss zu speichern
  • Aufbau von Elektrolyse- und Wasserstoffanlagen
  • Ausbau der Leitungsnetze, um die Energie dorthin zu transportieren, wo sie benötigt wird.

Um es kurz zu sagen: Ja, auch private Haushalte können sich durch Hausspeicher und Verschieben von Großverbrauchern in die günstigen Zeiten netzdienlich verhalten, wenn man ihnen die Möglichkeiten dazu gibt.

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Wenn ich das System der Erneuerbaren Energien (EE), wie es sein sollte, richtig verstehe, brauchen wir Überkapazitäten an EE. Sie werden genutzt um Strom zu speichern (Batterien (große im Netz oder kleine bei Endverbraucher), Pumpspeicherkraftwerke, Elektrolyseure zur Erzeugung von Wasserstoff, und einige mehr). Diesen gespeicherten Strom benötigen wir in Zeiten, in denen die EE zu wenig Strom erzeugen, weil zu wenig Sonne scheint und zu wenig Wind weht.

Derzeit sind 921 Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene in Betrieb, die über eine Speicherkapazität von etwa 3,2 GWh verfügen. Die Gesamtkapazität aller stationären Batteriespeicher in Deutschland (einschließlich Heimspeicher) beträgt rund 22 bis 25 GWh (Stand Anfang 2026). Aktuell sind in Deutschland gewerbliche Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von rund 661 Gigawattstunden (GWh) beantragt. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 9.710 Anschlussanfragen für Batteriespeicher ab der Mittelspannungsebene gestellt, die zusammen eine geplante Leistung von etwa 400 Gigawatt aufweisen. Von diesen Anträgen erteilten die Netzbetreiber bereits rund 3.800 Anschlusszusagen mit einer Speicherkapazität von etwa 46 GWh. Für die nächsten zwei Jahren wird eine Verfünffachung der installierten Kapazität großer Batteriespeicher erwartet, bis 2030 57 GWh bei 15 GW Gesamtleistung. um die Energiewende effizient zu gestalten benötigen wir installierte Batteriespeicherkapazität von etwa 100 bis 125 GWh. Das aktuelle Ausbautempo ist also deutlich zu niedrig.

(edit:) Ah, noch ein Hinweis: Die o.g. Speicher allein reichen aber auf keinen Fall aus, um die europaweiten, längeren Dunkelflauten, die alle paar Jahre auftreten, abzupuffern. Dafür braucht es offenbar Gaskraftwerke, die früher oder später durch Wasserstoff betrieben werden und die, weil sie selten tatsächlich laufen, auf Basis der Kapazitätsbereitstellung zu vergüten sind.

Die Antworten auf diese Fragen hätte ich auch gern.

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Theoretisch brauchen wir über Kapazität, aber in der Praxis scheint diese ja nicht verwendet zu werden.. sonst wären die Preise ja nicht negativ, sondern die Nachfrage würde die Preise wieder anheben… mir scheint, als ob die über Erzeugung existiert, aber die ganzen nachgelagerten Prozesse fehlen…

Bzgl Smart Meter frage ich mich, wie das mein Verhalten verbessert. Wenn der Strom billig ist, hab mich meistens eh eigenen Strom vom Dach… da ist der Preis egal… sobald mein Dach nix mehr liefert, steigt der Preis… und im Sommer, was kann man da vom Verbrauch schon regeln? Die 2kwh für warmwasser der WP, ist ja nix… das E Auto ist eh randvoll wegen dem PV Strom… mir fällt da nix ein…

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Das liegt im Konsumentenbereich wohl vor allem an dem Mangel an installierten Smart Metern, ohne die man keinen variablen Strompreis abschließen kann.

Eigene Batterie?

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Die niedrigen Strompreise sind ein Anreizt dies Auszubauen.

Vielleicht hilft da MiSpel auch die BEV / Haus Akkus in beide Richtungen zu nutzen.

Neue kleine PV Anlegen ab 25.02.2025 gelten momentan: Sie sind bei 60%-Begrenzung für Anlagen ab 2 kWp ohne intelligentes Messsystem grundsätzlich abzuriegeln. Mit Imsys können sie zwar voll einspeisen dürfen dann bei negativen Strompreisen auch ganz abgeregelt werden.

Von daher werden da die kleinen EE sowieso geregelt.

Das trifft allerdings nicht auf beispielsweise die Französischen Kernkraftwerke zu, die haben bei -50 Cent noch Strom nach Deutschland importiert…

Wenn man EE weiter ausbauen werden diese den Großteil unsrer Energie liefern aber da sind wir noch nicht.

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Ist der langsame Smart Meter Rollout eigentlich ein logistisches oder ein politisches Problem?

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Wäre eine Dezentralisierung von Speichern nicht höchst ineffizient?

Bin selbst kein Techniker, aber den Einwand habe ich bislang nicht gehört. Ich höre eher, dass eine Dezentralisierung von Erzeugung eher gut fürs Netzt ist - dann sollte das doch auch für Speicher gelten.

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Gut, im Systemgedanken, ich frage mich eben nur ob das im Sinne der Gesamtkosten nicht ineffizient ist 35 Mio. kleine physische Speicher zu haben statt sagen wir 500 riesige (die 500 ist frei erfunden)

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Riesige Speicher jeweils an Netzknotenpunkten sind das richtige, da riesige Speicher einfacher regelbar sind für den Netzbetreiber. Da hat man den besseren Überblick und kann sich koordinieren mit den Speicherbetreibern. Eine bessere Koordination hätte man noch, wenn Netz- und Speicherbetreiber eine Einheit bilden, z.B. indem diese gemeinsam der öffentlichen Hand gehören. Aber das ist ein anderes Thema.

Bei mangelnder Koordination kann es durch die ultraflexiblen Speicher schnell zu Disbalancen im Netz kommen, weshalb die Netzbetreiber sehr zögerlich sind bei Anschlüssen und momentan sehr starke Vorgaben machen. Der gesetzliche Rahmen wurde deshalb auch laufend angepasst, wenn auch sehr schleppend.

Aber die Großspeicher kommen und mit ihnen wird auch das Thema der negativen Preise sich mittelfristig entspannen. Auch Wasserstoffproduktion wird in den nächsten Jahren sehr zögerlich erweitert. Hierzu sei gesagt, dass die Kosten der Hardware deutlich am Fallen sind. Hier ist also auch Bewegung!

Speicher in Privathaushalten sind momentan zumeist “dumme Speicher”. Soll heißen, sie Speichern einen Überschuss aus der eigenen Produktion ein, egal wie hoch der Marktpreis momentan ist. Mit einem besseren Smartmeter-Gebrauch würde sich das ändern, absehbar ist es aber nicht. Die Anreize fehlen. Eventuell kommt hier ab 2028 Bewegung, wo viele Dachanlagen der 2008-2012-Generation langsam aus der Förderung fallen!

Negative Großhandelsstrompreise sind etwas objektiv Schlechtes. Wenn jemand (mit Netzanschluss) während einer Phase mit negativen Strompreisen Strom produziert, dann schädigt er die Volkswirtschaft. Dieses ökonomische Grundgesetz gilt für jegliche Erzeugungsanlage (Atomkraftwerke, PV-Anlagen etc.), gilt für jede Zukunftsvision des Stromverbrauchens (Speicher, Smart Meter etc.) und gilt unabhängig von politischer Ideologie.

Wer bei negativen Strompreisen einspeist, muss bzw. müsste dafür zahlen, quasi als Sondermüllentsorgungsgebühr. Wer kann, vermeidet das natürlich und „zieht einfach den Stecker“. Atom- und Kohlekraftwerke können nicht so einfach hoch- und heruntergefahren werden, weswegen sie gelegentlich solche Phasen verursachen bzw. verursacht haben (also sie alleine speisen mehr ein, als die Volkswirtschaft verbrauchen oder exportieren kann), sofern es für die Betreiber in der Gesamtschau über den Tag monetäre attraktiv war, das Kraftwerk überhaupt hochzufahren.

Wind- und PV-Anlagen können hingegen sehr einfach und schnell ihre Einspeisung drosseln, d.h. es wäre volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Idiotie, wenn sie während Phasen negativer Strompreise einspeisen würden (geschweige denn, diese verursachen würden). Das EEG fördert allerdings diese Idiotie und schädigt damit die Volkswirtschaft. Dieser Teil des EEG gehört schon seit mindestens einem Jahrzehnt restlos abgeschafft. Immerhin wurde dieser objektiv schädliche Teil zunehmend durch Reformen gelindert, aber erst Frau Reiche macht damit nun vermutlich endlich Schluss.

Das sind eigentlich Binsenweisheiten, ähnlich wie ob es einen Klimawandel gibt. Leider findet die oft ideologisch geführte Debatte dazu oft jenseits dieser Grundlagen statt.

Anbindung an die sich zunehmend vom Titel entfernende Diskussion: Während in einem idealen EE-dominierten Strommarktdesign niemals negative Strompreise auftreten, so werden bei uns oft Strompreise von Null oder nahe Null entstehen (was prinzipiell etwas Gutes ist). Die Debatte zu Speichern, Elektrolyseuren und flexiblen Verbrauchern geht in die richtige Richtung, sollte aber darauf aufsetzen, wie man Null-Strompreise besser ausnutzen kann (und nicht wie damit das Problem der Negativstrompreise gelindert werden kann – da hilft nur die Abschaffung des EEG).

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Aktuell ist es so, dass alle, die PV + einen eigenen Speicher haben, morgens erstmal allen Überschuss in den eigenen Speicher packen. Dein Nachbar ohne PV muss gleichzeitig „teuren“ Netzstrom beziehen, der zu diesem Zeitpunkt ggf. noch einen höheren fossilen Anteil hat. Smart wäre es, wenn du zu diesem Zeitpunkt deinem Nachbarn den Überschuss für schmales Geld (aber deutlich mehr als die normale Einspeisevergütung) verkaufen könntest. Dir kann es ja egal sein, ob dein Speicher um 10 Uhr oder um 17 Uhr voll ist.

Dann geht es abends weiter: aufgrund der Wettervorhersage weißt du, dass du über Nacht deinen Speicher nur zur Hälfte verbrauchen wirst, bevor am nächsten Tag wieder die Sonne kommt. Du könntest also deinen halben Speicherinhalt über Nacht gewinnbringend an deinen Nachbarn verkaufen.

Jetzt geht es noch weiter: im Winter verbraucht du die zeitweise mehr als dir deine eigene PV Anlage liefert und dein Speicher ist leer. Jetzt wäre es praktisch, wenn du deiner Wärmepumpe sagen könntest, dass sie deinen Wassertank genau dann aufheizen soll, wenn grade von Großanlagen günstiger Windstrom zur Verfügung steht. Das muss aber auf Netzebene koordiniert werden, weil sonst alle Wärmepumpen gleichzeitig anspringen würden. Wenn sogar viel zu viel Energie im Netz ist (negative Preise) kann es sich für dich sogar lohnen, Energie aus dem Netz in deinem Speicher einzulagern.

Noch geiler wäre es, wenn es einen Großbatterie direkt in deiner Nachbarschaft gäbe, die du dir sozusagen mit ein paar hundert Haushalten in deinem Niederspannungsnetz teilst. In diesem Netz könnten sich dann alle Smart Meter koordinieren usw.

Ich habe hier stark vereinfacht, aber das ist das Prinzip, das hinter einer smarten Steuerung steht.

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Rage Bait :grin:?

Gas Kathie kommt zu spät, steht ja schon oben.

Habeck hat’s geschafft

Die Anlagen müssen sowieso mit Imsys ausgestattet werden

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Eher der Wunsch, dass die öffentliche Debatte allgemein faktenbasierter und differenzierter geführt wird. Man sollte Frau Reiche (und sonstige Politiker) für schlechte Politik kritisieren und für gute Politik loben.

Wir haben auch Stand heute immer noch negative Strompreise, die sich nicht (nur) auf die zwingenden technischen Ursachen bei Atom- und Kohlekraftwerke zurückführen lassen. Also nein, leider kommt Frau Reiche nicht zu spät. :frowning:

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Puh. Neue Solar- und Windparks erhalten schon seit einigen Jahren keine Förderunf mehr während Zeiten mit negativen Strompreisen. Zunächst war es bezogen auf Zeiten mit 6, dann 4 und jetzt 1 Stunde durchgehend negativer Preise. Das steht im EEG und wurde durch die Vorgängerregierung engeführt. Hier heißt es also “Durchatmen”.

Bezüglich der Speicher gilt es aber auch regulatorisch deutlich nachzuarbeiten. Ein Speicher, der direkt in einem Solarpark steht, darf zB den Strom nicht laden, wenn eine Redispatch-Maßnahme kommt. Das heißt, dieser Strom wird im wahrsten Sinne des Wortes weggeschmissen anstatt, dass der Speicher laden kann und zu Zeiten mit hoher Nachfrage eingespeist wird. Das kommt daher, dass Solarpark und Speicher regulatorisch als eine Einheit gelten.

Deshalb: Es gibt vieles nachzubessern und wir brauchen viel mehr Elektrifizierung, viel mehr Erneuerbare und viel mehr Speicher aller Art von Batterie bis zur Elektrolyse.

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Ein aus meiner Sicht eher politisches Problem, da man in Deutschland entgegen dem Rest der EU eine zwar sehr sichere aber auch sehr teure und im Ausbau langsame Art der Smart-Meter zulässt.
Dazu muss man erklären:
Der allgemein genutzte Begriff Smart Meter heißt eigentlich IMsys und umfasst den digitalen Stromzähler plus die Kommunikationseinheit (SMGW=Smart Meter Gateway). In Deutschland sind diese im Messtellenbetriebsgesetz geregelt und vorgeschrieben ab 6.000 kWh/Jahr Verbrauch bzw. Anlagen über 7kW.
Problematisch hieran ist das teure Zusammenspiel aus digitalem Zähler und SMGW. Das SMGW muss seitens des BSI zertifiziert sein, was zu einer Verknappung an Anbietern führt. Das ist mit ein Grund dafür, dass wir in Deutschland erst so wenige „Smart Meter“ ausgerollt haben. Zusätzlich fehlte in den letzten Jahren der Anreiz, sich einen Smart Meter einbauen zu lassen, da es in Deutschland nahezu keinen Vorteil für die Endkunden gab.
Im Rest der EU ist man da erheblich weiter, auch weil man eine einfachere Abstufung des Smart Meters zulässt, den Smart Meter light.
Spanien z.B. hat eine Ausbaurate von 99%. Die dort eingesetzten Geräte kommunizieren über Powerline mit dem Datenkonzentrator in der Trafostation. Kunden können Tarife selbst schnell online wählen, umschalten, Fernablesen etc.
Die Zähler sind in nahezu allen anderen EU-Ländern verbaut, ein Großteil der EU-Länder hat den Rollout nahezu abgeschlossen.
Deutschland liegt mit Tschechien, Bulgarien, Slowakei, Ungarn, Litauen und Lettland bei unter 20% am Ende.

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D. h. in gültige bestehende Verträge von Staatlicher Seite eingreifen und so der Welt zeigen, dass es in Deutschland kein Vertrauensschutz gibt?

Katharina Reiche war zwar schon zu ihrer Zeit als Staatssekretärin eine verheerende Vernichterin von ganzen Branchen aber das würde alles in den Schatten stellen.

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Ja, für Häuser ohne PV ist das mit dem dynamischen Strom bestimmt spannend. Wenn ich mir aber diverse YouTube Videos anschaue, kann das für WP Betreiber wie mich im Winter preislich unschön werden… meine 19cent/kwh heute könnte das massiv überschreiten… ich kann im Winter der WP ja nicht sagen, dass sie nur paar Stunden arbeiten darf. Wir haben teilweise 20kwh Verbrauch pro Tag im Winter, wenn hier mal wieder eiskalt ist und Schnee liegt…
Geschweigeden kann meine WP überhaupt nicht dynamisch agieren, sie ist leider ziemlich doof obwohl damals vom Marktführer. Und ständig an den Controller rennen ist auch unschön :grinning_face:

In vielen Ländern geht es voran:

(Analysen in der Videobeschreibung verlinkt)

Deutschland fällt derweil weiter zurück.

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