Update zu Erneuerbaren Energien / Negativer Strompreis

Mal ne ergänzende Frage: Es sollen ja mehr Speicher, Hydrolyseure und Verbraucher entstehen. Daher scheint mir, dass negative Preise in unseren Breitengraden und bei der dt. Wirtschaftsstruktur (es werden Überkapazitäten für das Abfedern von Perioden mit geringer Erzeugung benötigt und die verglichen mit anderen Staaten große Industrie benötigt Wasserstoff und Folgeprodukte) bei dynamischer und nicht rein formeller Betrachtung nicht nur volkswirtschaftlich schlecht sind, oder? Problematisch ist, dass sie bei den Verbrauchern nicht ankommen oder andere regulatorische Hürden für das Wirken der Preise bestehen, die auch nicht alle trivial abzubauen sind.

Also generell scheint es ja Sinn zu machen, beides zusammen einzubauen, um auch die Vorteile die hier im Thread erwähnt wurden von flexiblen Stromtarifen zu erhalten. Wäre ja blödsinnig erst digitale Stromzähler einzubauen, um die in ein paar Jahren wieder austauschen zu müssen gegen welche die auch kommunizieren können.

Liegt das daran, dass der Zertifizierungsprozess so teuer ist und es deswegen nicht alle Unternehmen machen oder ist das BSI einfach so unterbesetzt, um das schnell genug machen zu können?

Wenn die auch kommunizieren können. warum sind die dann in Deutschland nicht erlaubt?

Ja, das sollte man denken. Aus Ermangelung an SMGW (Smart Meter Gateways) wurden aber oft nur digitale Stromzähler verbaut. Die werden jetzt alle wieder ausgebaut, wenn ein imSYS eingebaut werden soll. Dazu kommt noch, dass je nach Energieversorger ein APZ-Feld im Zählerschrank gefordert wird, was die wenigsten etwas älteren Zählerschränke haben. Das kann dann dazu führen, dass der Zählerschrank auch erneuert werden muss.

Der Zertifizierungsprozess ist komplex und sehr teuer. Kurz zusammengefasst:

  1. Vorbereitung beim Hersteller: Entwicklung nach TR-03109
  2. Antrag beim BSI + Beauftragung eines vom BSI anerkannten Prüflabors
  3. Evaluierung der Entwicklung
  4. Zertifizierung durch das BSI, Audit der Fertigung sowie Entwicklungsprozesse
  5. Parallel TR-Prüfung (auch so ein deutscher Sonderfall, MID-Zertifizierung wie in Europa reicht da nicht)
  6. PTB-Baumusterprüfung durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt
  7. Nach erteilter Zertifizierung erfolgen jährliche Re-Zertifizierungen der Prozesse sowie der Produktion

Dauer einer solchen Zertifizierung liegt bei ca. 18-36 Monaten, die Kosten sind siebenstellig dafür.
Die Handvoll Anbieter und zertifizierter SMGWs kann man hier sehen:

Hierzu gab es einen Vorstoß vom Akkudoktor, der mittels Petition versucht hat, den Smart Meter Light (also die Version aus dem Rest der EU) zumindest für Haushalte mit geringerem Verbrauch (Mietwohnungen etc.) zugelassen zu bekommen, um den Ausbau zu beschleunigen. Das ist aber leider abgelehnt worden.

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Das stimmt so nicht, weshalb das Gerede von “objektiv” und “ökonomisches Grundgesetz” auch wirklich unseriös ist.

Wind- und PV-Anlagen haben für die Stromerzeugung wenig bis keine marginalen Kosten. Hat man sie einmal gebaut, dann ist die Erzeugung jeder weiteren kwh aus Sicht des Betreibers praktisch umsonst.

Nicht nur das, die Erzeugung einer kwh aus PV und Wind ist auch noch CO2-neutral, weil Emissionen nur bei der Herstellung der Anlagen anfällt.

Sowohl ökonomisch, als auch ökologisch sollten PV und Wind entsprechend so viel Strom produzieren wie möglich. Der Sinn des EEG (mit garantierten Abnahmepreisen) war ja gerade, eine gut kalkulierbare Investition zu ermöglichen und den Ausbau der EE damit zu beschleunigen. Die Notwendigkeit hierfür besteht grundsätzlich immer noch, da wir viel zu langsam CO2-neutral werden.

Wenn der Strompreis mangels Netzkapazität ins Negative rutscht, dann ist das ein sinnvolles Marktsignal, dass diese Netzkapazität ausgebaut werden muss. Und die Speicherkapazität, weil sich deren Businesscase mit jeder Stunde negativer Strompreise verbessert.

Natürlich sollten deshalb keine Blackouts riskiert werden. Wenn ein Spanien-Szenario droht, dann sollte der Netzbetreiber die Möglichkeit haben, Anlagen (beginnend mit fossilen) vom Netz zu nehmen. Und Speicherbetreiber sollten vielleicht verpflichtet werden, einen Teil ihrer Kapazitäten tatsächlich netzdienlich (also unter Kontrolle der Netzbetreiber) einzustellen.

Aller Wahrscheinlichkeit haben wir das 1,5°C-Ziel beim Klimaschutz schon gerissen. Jedes weitere zehntel Grad wird zig Milliarden Euro volkswirtschaftliche Schäden allein in Deutschland verursachen und unzählige Menschenleben kosten. Entsprechend würde ich argumentieren, dass nicht das Drücken der Strompreise ins Negative das Problem ist, sondern die (politisch verschuldete) mangelhafte Investition in das Stromnetz und Speicherkapazitäten. Unser Stromnetz sollte längst in der Lage sein, die aktuelle Maximalproduktion an PV und Wind aufnehmen zu können.

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Mein Zähler Schrank ist 5 Jahre alt, hab damals auch 2 digitale Zähler bekommen. Intelligente Mess Einrichtung bekommt man von meinem Anbieter hier nicht, egal was man tut, trotz 14.000kwh, PV größer 7kwp, Wärmepumpe… man wird vertröstet…

Im Gesetz stehen ja erreichte Zwischenziele pro Jahr, als x% in 2025, y% in 2026 etc… kontrolliert das jemand?

Was stimmt Ihrer Ansicht nach so nicht? Dass Wind- und PV-Anlagen sehr einfach und schnell ihre Einspeisung drosseln können? Oder dass es idiotisch wäre, ohne Not ein „Ungut“ zu produzieren?

Der Rest Ihrer Ausführung hat diese objektiven Grundlagen nicht tangiert, sondern war eben gerade jener ideologische Strohmann, den ich weiter oben kritisiert habe.

Nein ist es nicht bzw. es unterschlägt wer das Opfer ist, das das bezahlen muss. Negative Strompreise verursachen einen realen Nettoschaden für die Volkswirtschaft. Speicher können diesen Schaden lindern, aber solange Speicher den Strompreis nicht auf Null oder höher treiben, bleibt es ein Nettoschaden. Für diesen Nettoschaden kommt der Steuerzahler via EEG-Umlage auf. Statt unser Geld mit negativen Strompreisen zu vernichten, könnten wir es auch in den Ausbau von Speichern und Netzen investieren, d. h. effektiven Klimaschutz betreiben.

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Negative Strompreise sind kein „Vernichten von Geld“, sondern ein notwendiges Signal in einem funktionierenden Markt. Sie zeigen: Es gibt zu viel Strom zur falschen Zeit am falschen Ort. Genau dieses Signal sorgt dafür, dass sich Flexibilität lohnt – also Speicher, flexible Industrie, E-Autos, Wärmepumpen usw. Ohne solche Preissignale würde niemand in diese Lösungen investieren.

Der angebliche „Nettoschaden“ wird oft überzeichnet. Ja, es gibt Kosten durch Fördermechanismen. Aber gleichzeitig senken erneuerbare Energien insgesamt die Strompreise massiv. Wer nur die negativen Stunden herauspickt, blendet den viel größeren positiven Effekt aus.

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Tut der User ja nicht, also lass uns doch das diskutieren, was geschrieben wurde.

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?

Die EEG Umlage schafft hier zunächst einen Ineffizienten Markt, der bleibt in der Marktwirtschaft nicht lange bestehen. Speicher Betreiber… schlagen hier Kapital und verringern damit den spread und damit auch die ausschläge ins negative wie ins positive.

=> das EEG fördert damit EE Ausbau und in Folge den Speicherausbau… gleich mit. Mindestens 2 Fliegen mit einer Klappe

Blöd nur das Reiche zuvor die Zukuntstechnologie zumindest bei uns platt gemacht hat, die durch das eeg hier entstanden ist. Ohne Reiche Wären wir wahrscheinlich nich nur bei pv führend, sondern auch bei Akku, bev…

Mein „Ausbau von Speichern“ war hier kein zielführendes Beispiel, da das ja in beiden Szenarien passieren würde (also mit bzw. ohne negativen Strompreisen). Ich korrigiere: Wir könnten unser Geld in den Ausbau von Netzen, Erzeugungsanlagen, intelligenter Stromverbrauchsinfrastruktur etc. investieren, anstatt Fehlanreize für Stromsenken zu setzen.

Zur Erinnerung: Ein Strompreis von Null bedeutet meistens, dass bereits viele Windparks abgeregelt wurden, weil niemand inklusive der Speicherbetreiber deren kostenlosen Strom haben wollte. Es werden keine negativen Strompreise benötigt, um Speicher voll zu machen. Negative Strompreise bedeuten nicht, dass mehr EE-Strom gespeichert wird, sondern nur dass Speicherbetreiber auf Kosten des Staatshaushaltes subventioniert werden (oder volkswirtschaftlich noch schlimmer: zusätzliche Stromsenken gebaut werden, deren einziger Zweck darin besteht, unnützen Überschussstrom zu entsorgen – siehe beispielsweise die belgische Autobahnbeleuchtung). Diese Subventionsgelder können aber an anderer Stelle effektiver eingesetzt werden, ggf. auch für gezielte standortscharfe Speicherförderungen – aber eben nicht mit dem aktuellen Gießkannenprinzip. Das ist letztendlich der – in einer Welt ohne Atom- und Kohlekraftwerke vollständig vermeidbare – volkswirtschaftliche Schaden von negativen Strompreisen.

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schlechtes Beispiel. Die wurde aus Sicherheitsaspekten eingeführt und als es die Sicherheit nicht brachte, als Touristenattraktion gelassen. Ungefähr so effektiv, wie wenn Deutschland historische Gebäude anstrahlt.

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War doch ganz gut. Läuft ja momentan von alleine. Ein Speicher ist als gleichzeitige senke und Quelle sehr effizient in System. Ist sehr wichtig und Zielführend im System.

Anderes Beispiel sind flexible stromtarife, die so auch lukrativ sind, insbesondere mit großen Verbrauch wie bev.

Ineffiziente stromvernichtung wie nachtspeicher Heizungen die für den nachts überschüssigen Atomstrom gefördert werden nehmen heute eher ab. Ganze Neubausiedlungen schrieben in den 70gern so etwas vor. Teilweise hatten die Hausanschluss Sicherung 100A. Beeindruckend was die Leute damals für Netze hinbekommen haben, heute ist die Industrie dazu wohl nicht mehr gewollt :wink:?

Aber es stimmt, aufgrund der fehlenden nodalen Strompreise können Speicher an den falschen Orten entstehen. Ich hoffe dass AgNes das schafft was die Politik Parteienübergreifend nicht macht.

Willst du jetzt den Vertrauensschutz in Deutschland über Bord werfen und die EEG Verträge für nichtig erklären oder nicht?

Oder lieber warten bis die Marktwirtschaft das von alleine löst?

Die Roll-out-Problematik wird hier recht gut erklärt:

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Du schreibst oben wörtlich:

Und das stimmt nicht.

Warum machen wir das mit der Energiewende denn? Ist ja nicht zum Spaß und niemand hat je behauptet, dass die Umstellung des gesamten Stromerzeugungssystems (für sich betrachtet und kurzfristig) billiger ist, als einfach eine Reihe von Kohlekraftwerke und die sonstige existierende Infrastruktur weiterlaufen zu lassen.

Die Energiewende ist Teil eines politisches Projekts, um die globalen CO2-Emissionen aus der Energieerzeugung auf 0 zu reduzieren. Notwendig wäre vermutlich das Erreichen dieses Ziels bis 2020 gewesen, um dramatische negative Konsequenzen durch den Klimawandel abzuwenden. Die Zielmarke ist gerissen worden, jetzt geht es um “so schnell wie irgendwie möglich”, weil jedes Zehntel Grad Erderwärmung deutlich teurer als jeder negative Strompreis werden wird.

Es war eine politische Entscheidung, dass bei der Umstellung des Stromnetz auf Erneuerbare Energien vor allem Marktmechanismen genutzt werden sollen. Einerseits hat man den Zubau von EE-Kapazität durch garantierte und subventionierte Abnahmepreise (EEG) gefördert, andererseits bestraft man einen mangelnden Ausbau der Netze durch negative Strompreise.

Die Politik hätte sich auch für andere Regulierungsmechanismen entscheiden können, z.B. hätte die statt EEG-Garantien für Häuslebauer auch einfach selbst massenhaft PV-Anlagen in die Landschaft setzen und die Netze auf eigene Kosten bedarfsgerecht ausbauen können. Und sicher hätte man auch im bestehenden System durch frühere und konsequentere Investition in die Netze oder eine besser angepasste Regulierung des EEG der aktuellen Situation besser vorbeugen können.

Aber die Existenz negativer Strompreise ist mit Blick auf das Ziel der ganzen Aktion (keine CO2-Emissionen mehr) und des gewählten Regulierungsmodells (im Wesentlichen Marktsignale) erstmal weder “objektiv schädlich” noch widerspricht es einem “ökonomischen Grundgesetz”. Mal davon abgesehen das Ökonomie keine Naturwissenschaft ist, sondern versucht, bestimmte gesellschaftliche Dynamiken zu beschreiben und zu deuten und damit über keinerlei “Grundgesetze” verfügt.

Wer die Kosten für negative Strompreise innerhalb einer Volkswirtschaft tragen muss, ist zu 100% eine politische Entscheidung.

Hier wird kein Geld vernichtet, sondern verschoben. Und wer daran verdient und welche Investitionen dadurch ermöglicht werden ist ebenfalls zu 100% eine politische Entscheidung.

Buchstäblich niemand und nichts hindert die Bundesregierung daran, in den Ausbau von Netzen und Speichern zu investieren. Ich erinnere mich da auch dunkel an ein Sondervermögen in der Höhe von 100 Milliarden Euro, dass genau für sowas gedacht war, aber scheinbar gerade weitgehend zweckentfremdet wird.

Und bei all dem EEG-Bashing fehlt mir mal eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Kosten und Nutzen des Gesetzes. Ist ja nicht so, dass es nur was kostet, z.B. hier: Erneuerbare Energien senken Strompreise unabhängig von der Nachfrage

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Ihre Kritik richtet sich vermutlich an mein „einziger Zweck“. Wir könnten nun spekulieren (oder belastbare historische Beweise suchen), ob die Sicherheit und der Tourismus nur vorgeschobene Gründe waren, um die Atomkraftwerke zu subventionieren. So hat der Staat ihnen das Problem mit dem sonst unnützen Überschussstrom abgenommen, statt dass sie sich kostenintensiv selber darüber kümmern mussten (und somit die Kosten-Nutzen-Statistik von Atomstrom geschönt).

Der erste Schritt wäre, keine neuen Anlagen mehr zu fördern. Im zweiten Schritt gilt es einen Mechanismus zu finden, wie alte Anlagen beanreizt werden, nicht zu negativen Strompreisen einzuspeisen. Beim Rest (d. h. alle Förderung die nicht zu negativen Strompreisen führt) sollte man in der Tat vorsichtig mit dem Vertrauensschutz umgehen.

Da durch AgNes vermutlich sowohl Einspeisernetzentgelte wie auch dynamischen Netzentgelte kommen werden, könnte das Ganze auch von dieser Seite aus gelöst/gelindert werden (wenn die Netzentgelte in einer krassen Überschussregion zu Zeiten von negativen Strompreisen so hoch werden, dass sie die EEG-Förderung überschatten). Aber das ist dann nur ein Kolletaralnutzen von AgNes, ohne die wahre Ursache von negativen Strompreisen auszumerzen. Und außerdem kommt AgNes erst 2029 und für Kleinanlagen wird es wohl noch länger dauern.

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Diese Grundlagen hatten Sie explizit kritisiert. Wollen Sie die Fragen noch beantworten oder Ihre Kritik an den Grundlagen restlos zurückziehen?

Neue Kritik, es werden andere Aussagen kritisiert, statt sich mit den obigen Fragen zu beschäftigen. Um darüber konstruktiv zu diskutieren, wäre es aber in der Tat hilfreich, wenn sie erstmal zu den obigen Grundlage Stellung beziehen.

Im weiteren Verlauf haben Sie leider wieder nur wortreiche aber hier irrelevante Ideologie reproduziert.

Sie müssen mir nicht die Gefahren des Klimawandels erklären. Wir beide haben hierzu vermutlich recht ähnliche politische und technoökonomische Ziele. Meine Kritik ist nicht das Ziel, sondern die Maßnahme. Ich bin überzeugt, dass wir den Klimawandel effektiver bekämpfen, wenn wir keine negativen Strompreise zulassen. Ich bin überzeugt, dass je mehr wir die wissenschaftlichen Grundlagen der (Umwelt-)Ökonomie nutzen, desto besser. Leider verstehen, das zu wenige Menschen (was sich beispielsweise auch daran gezeigt hat, wie abfällig hier im Forum vor einiger Zeit über die Nobel Prize Lecture von William Nordhaus geschrieben wurde).

Auf die beiden Ihrer Punkte, die das Thema negative Strompreise tangieren, gehe ich ein:

Netzausbau soll zu hohe Strompreise verhindern. Es soll niemals bis zum letzten kW ausgebaut werden. Es wird auch im optimal ausgebauten Netz Zeiten geben, in denen Überschussstrom abgeregelt werden muss. Und auch in dieser Zukunft sollten wir negative Strompreise verhindern. Es ist schlichtweg (quasi unendlich) viel günstiger bei Wind- und PV-Anlagen zeitweise „den Stecker zu ziehen“, als das Netz überzudimensionieren.

Wenn ich einen Sack Saatgut nicht auf meinem Feld ausbringe, sondern in den Fluss kippe, dann habe ich das Saatgut auch nicht physisch „vernichtet“, sondern nur „verschoben“. Aber im nächsten Jahr habe ich nur in dem ersten Fall eine reiche Ernte. Aus ökonomischer Sicht ist „in den Fluss kippen“ gleichzusetzen mit „vernichten“.

Oder um es weniger drastisch und dafür näher am Thema zu halten: Wenn ich die Wahl habe, das Saatgut auf fruchtbarem Land (z. B. gezielte standortscharfe Speicherförderung) oder kargem Land (negative Strompreise) auszubringen, dann bringt mir das karge Land weniger Ernte ein. Die Differenz zwischen der Ernte bei fruchtbarem Land minus der Ernte bei kargem Land ist der ökonomische Schaden (bzw. entgangener Gewinn), falls ich mich für das karge Land entscheide.

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Hoffe dass ich die richtigen Werte für den 01.05.26 ausgelesen habe

Dort kratzte der Strompreis bei -50 Cent.

Extremwerte

Quelle Minimum Tag Maximum Tag
Pumpspeicher Verbrauch -6,04 GWh 01.05.2026 -6,04 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Laufwasser 13,69 GWh 01.05.2026 13,69 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Biomasse 41,17 GWh 01.05.2026 41,17 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Braunkohle 39,97 GWh 01.05.2026 39,97 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Steinkohle 13,24 GWh 01.05.2026 13,24 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Öl 3,57 GWh 01.05.2026 3,57 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Kohlegas 5,15 GWh 01.05.2026 5,15 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Erdgas 32,41 GWh 01.05.2026 32,41 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Geothermie 0,14 GWh 01.05.2026 0,14 GWh 01.05.2026
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Speicherwasser 0,63 GWh 01.05.2026 0,63 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Pumpspeicher 11,81 GWh 01.05.2026 11,81 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Andere 1,84 GWh 01.05.2026 1,84 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Erneuerbarer Müll 4,89 GWh 01.05.2026 4,89 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Nicht-erneuerbarer Müll 5,43 GWh 01.05.2026 5,43 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Wind Offshore 33,13 GWh 01.05.2026 33,13 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Wind Onshore 111,4 GWh 01.05.2026 111,4 GWh 01.05.2026
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Solar 53,02 GWh 01.05.2026 53,02 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—
Last 367,5 GWh 01.05.2026 367,5 GWh 01.05.2026
undefined -— -— -— -—

Biogas und Gas könnte eventuell noch flexibler werden. In 2030 wird mit 57 gwh Akku Kapazität gerechnet. Dann könnten wir die Kohle in die Sonnerferien schicken und zur kalten Jahreszeit wieder anwerfen,

Hatte ich schon 2 x erwähnt dass bei neuen Anlagen und neg. Strompreis und insys kein Geld fließt :wink:?

Hier das gleiche von der Öko Bude enbw:

PS: ich habe enbw nicht gesagt welche Argumente ich mir wünsche, das macht wohl nur das Ministerium für Lobbyarbeit von Katharina Reiche:grin: :face_vomiting:

Mein Vorschlag ist allgemeiner, d.h. gar keine neuen EEG-Anlagen mehr (um auch die sonstige Marktverzerrung zu verhindern). Aber zum konkreten Thema „negative Strompreise verhindern“ ist dieser erste Schritt in der Tat gut voran gekommen. Anlagen unter 7 kWp (kleine Dach-PV und Balkonkraftwerke) sind allerdings immer noch ausgenommen. Aber definitiv Lob für die (Teil-)Reform an Herrn Habeck (nicht nur an Frau Reiche :wink: ).

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Wow, 2 Fliegen mit einer Klappe – EEG treibt PV-Weltmeistertitel und Speicherboom! Speicherbetreiber kassieren Arbitrage-Gewinne, dämpfen Preisspreads, und bald fließt billiger Strom zu Industrie & Haushalten. Brillant!“

Und jetzt mit Blick auf die Entwicklung der Redispatchkosten zum Realitätscheck: Von 2013 mit Mini-Mini-Kosten bis 2022 auf 2,69 Mrd. € (+2.345%), 2024 sogar 2,78 Mrd. € fürs Engpassmanagement und 2025 Q1 satte 154,9 €/MWh – Speicher? Wo?

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Speicher sind viele beantragt, nur lassen die Netzbetreiber viele nicht zu. (Verständlich aufgrund fehlender nodaler steueranreize / regeln).

Der redispatch ist auch durch langsamen netzausbau und den mangelnden EE Ausbau im Süden zu begründen. Schreibt zumindest so ein Öko Blatt :wink::

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