Themenvorschlag: Björn Höcke bei „Unscripted“ – Bühne statt kritisches Interview?

Themenvorschlag: Björn Höcke bei „Unscripted“ – Bühne statt kritisches Interview?

Ich würde gerne ein Thema für eine kommende Folge der Lage der Nation vorschlagen: den kürzlich veröffentlichten, etwa viereinhalbstündigen Podcast-Auftritt von Björn Höcke bei Unscripted.

Aus meiner Sicht ist dieser Auftritt ein gutes Beispiel für ein grundsätzliches Problem: Rechtsextreme Akteure werden in vermeintlich „offenen Gesprächen“ eingeladen, bekommen stundenlang Raum für ihre Erzählungen, Halbwahrheiten und ideologischen Setzungen – ohne dass diese ernsthaft eingeordnet oder kritisch hinterfragt werden.

Bei Björn Höcke ist längst bekannt, wofür er politisch steht. Er ist nicht einfach ein „konservativer Provokateur“ oder ein missverstandener Oppositionspolitiker, sondern eine zentrale Figur des völkisch-nationalistischen Flügels der AfD. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Äußerungen, Reden und Auftritte, die sein autoritäres, völkisches und rechtsextremes Weltbild deutlich machen. Auch gerichtlich wurde bereits entschieden, dass man ihn als Faschisten bezeichnen darf, weil es dafür eine ausreichende Tatsachengrundlage gibt.

Umso problematischer finde ich, wenn er in einem solchen Format fast ungestört die Rolle des besorgten Familienvaters, ehemaligen Lehrers, Heimatfreundes und angeblichen Opfers einer „linken“ oder „woken“ Öffentlichkeit einnehmen kann. Dadurch entsteht für viele Zuhörerinnen und Zuhörer womöglich der Eindruck: Hier spricht jemand ruhig, bürgerlich, vernünftig – also kann es ja so extrem nicht sein. Genau diese Normalisierung halte ich für gefährlich.

Besonders irritierend finde ich dabei die Haltung des Hosts, sich offenbar aus journalistischer Verantwortung herauszuziehen: Man sei ja kein Journalist, sondern nur jemand, der zuhört. Aber sobald man ein solches Gespräch aufzeichnet, veröffentlicht und reichweitenstark verbreitet, schafft man Öffentlichkeit. Dann trägt man auch Verantwortung dafür, welche Aussagen unwidersprochen stehen bleiben, welche Narrative verstärkt werden und welche politischen Akteure dadurch an Legitimität gewinnen.

Natürlich kann und soll man auch mit problematischen politischen Akteuren sprechen. Aber dann braucht es Vorbereitung, Faktenkenntnis, kritische Nachfragen und Einordnung. Gerade bei jemandem wie Höcke reicht es nicht, ihn einfach reden zu lassen. Wenn er Begriffe wie „Altparteien“, „Eliten“, „Bevölkerungsaustausch“, „Meinungsfreiheit“ oder „Heimat“ verwendet, müsste man diese Begriffe einordnen und nachfragen, welche Ideologie dahintersteht. Ebenso müsste man seine Selbstdarstellung mit seinen früheren Aussagen und politischen Forderungen konfrontieren.

Ich fände es spannend, wenn die Lage der Nation dieses Beispiel einmal grundsätzlich einordnet:

  • Was unterscheidet ein kritisches Interview von bloßer Bühne?
  • Welche Verantwortung haben Podcaster, YouTuber und reichweitenstarke Gesprächsformate, auch wenn sie sich nicht als Journalisten verstehen?
  • Wie funktioniert die Normalisierung rechtsextremer Positionen über lange, scheinbar harmlose Gesprächsformate?
  • Und wie sollte man mit Akteuren umgehen, die gezielt versuchen, sich in solchen Formaten als bürgerlich, vernünftig und missverstanden zu inszenieren?

Mir geht es dabei nicht darum, dass man Menschen wie Höcke gar nicht zu Wort kommen lassen darf. Aber wer ihnen Öffentlichkeit gibt, muss auch die Verantwortung übernehmen, ihre Aussagen einzuordnen, ihnen zu widersprechen und ihre politische Vergangenheit sowie ihr ideologisches Fundament sichtbar zu machen. Sonst wird aus „Meinungsfreiheit“ am Ende nur eine unkritische Bühne für rechtsextreme Propaganda.

Als Ergänzung würde ich noch eine Sammlung von Zitaten und Auftritten Höckes verlinken, die zeigen, dass seine rechtsextreme Einordnung nicht aus dem Nichts kommt, sondern gut dokumentiert ist.

5 „Gefällt mir“

Das Problem ist doch eher, dass jemand wie Höcke gar keine Interviews mehr gibt, bei denen klar ist, dass kritisch hinterfragt wird. Höcke würde z.B. niemals einer Intervieanfrage von Lage der Nation folgen. Wozu auch, dort ist ja gar nicht sein Stammpublikum.

Die Tendenz sieht man leider im gesamten rechten Spektrum. Man geht nur zu den Interviewpartnern, bei denen man sich vorher schon ausrechnen kann, dass man dort größtenteils oder vollständig ohne kritische Einordnung seinen braunen Dunst von sich geben kann.

Wie sollte man nun mit einem solchen “Interview” umgehen (ich habe es nicht gehört)? Ich habe darauf keine wirkliche Antwort.

3 „Gefällt mir“

Selbst als kritisch geplante und entsprechend durchgeführte Interviews entzaubern Faschisten wie Höcke nicht.

Jedwede Bühne bietet die Gelegenheit zur Normalisierung.

Wer glaubt, man könnte Faschisten irgendwie öffentlich vorführen, irrt.

Alle Skandale, von denen es bei der rechtsradikalen AfD zahllose gibt, mindern den Zuspruch um exakt null.

Das sollten doch mittlerweile alle verstanden haben.

Ich erinnere in dem Zusammenhang auch noch mal an folgende Forschungsergebnisse:

6 „Gefällt mir“

Kann man thematisieren, insbesondere bei der Reichweite, welche dieses Interview erreicht hat.
Auch sehr bezeichnet, dafür dass es keine Meinungsfreiheit geben würde (auch Meinung des Hosts).

Ähnlich erinnere ich mich an tilo jungs Interview mit Maximilian Krah. Nur dass sich Krah dort nicht so ununterbrochen und unkritisch hinterfragt ausbreiten durfte, wie Höcke. Also ein gänzlich anderer Umgang.

Grundsätzlich finde ich solche Interview aber sehr viel wertvoller als überhastete 1h Talkshows. Selbst dieses - lässt dann doch tief blicken.

3 „Gefällt mir“

Eine unkritische Bühne war es auf jeden Fall.
Aber die Frage ist doch, wie willst du sowas konkret verhindern?
Und warum ist so ein Interview erfolgreicher als die meisten Formate der klassischen Medien?

Ich habe mir das Interview über die letzten Tage hinweg etappenweise angehört und im Endeffekt ähnelt es sehr stark der Joe Rogan Experience. Im Sinne von:

Setz dich hin und erklär mir wie du die Dinge siehst.

Den Inhalt würde ich definitiv nicht normalisierend oder harmlos nennen. Das Interview ist voll von nationalistischen und völkischen Narrativen, ständiger Markierung der politischen Feinde bis hin zu offensichtlich an den Haaren herbeigezogenen Geschichten. Etwa mehrere Menschen, die ihm nach Wahlkampfauftritten gesagt haben sollen: „Ich bete für Sie, Herr Höcke" → Ja ne, is klar.

Natürlich macht das Höcke nicht in Form einer 4,5 stündigen Kampfrede, sondern ruhig und kommunikativ mit angezogener Handbremse. In dieser Hinsicht hat es tatsächlich etwas normalisierendes bzw. bietet eine völlig andere Perspektive. Aber auch dies ändert nichts an der Absurdität seiner Aussagen. Es ist nur eine andere Form.


Wer nach diesem Interview ernsthaft glaubt, Höcke vertrete lediglich harmlose konservative oder „vernünftige bürgerliche“ Positionen, hat entweder nicht zugehört oder sollte sich ernsthafte Gedanken über sein eigenes Weltbild machen.

3 „Gefällt mir“

Warum muss das der Interviewer machen? Warum kann er das nicht dem mündigen Zuhörer überlassen? Dieser hört die Thesen und Aussagen und kann sie selber in seinem eigenen Kontext und seinem eigenen Weltbild einordnen.

Warum der Themenvorschlag jetzt? Unscripted gibt es schon ewig? Wagenknecht, Gysi und Majas Vater durften ihr Weltbild dort auch unkritisch ausbreiten.

10 „Gefällt mir“

Ich halte auch nichts davon, das Thema aufzugreifen. Zu Interviews und anderen Live-Formaten mit Rechtsextremisten ist lange schon jedes Argunent ausgetauscht und mehrfach wiederholt worden. Sehe deswegen keinen Mehrwert. Deswegen würde ich auch ungern noch mal diskutieren müssen, warum es einen Unterschied macht, ob man Demokraten oder Rechtsextremisten die Möglichkeit gibt, unhinterfragt ihr Weltbild zu verbreiten.

Wieviel “mündige Zuhörer” gibt es denn?

3 „Gefällt mir“

Wer glaubt, völkisch-antidemokratische Vorstellungen würden nur von einer kleinen Minderheit geteilt, irrt.

In der Studie “Die angespannte Mitte: Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25” wird das sehr deutlich, wenn es heißt:

Jede vierte Person ist davon überzeugt, es brauche in Deutschland »eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert«. Weitere 23 % meinen dies »teils/teils«.

Dementsprechend unbefangen kann Höcke sich äußern, ohne dass es von diesen Leuten als anstößig empfunden wird.

5 „Gefällt mir“

Der Host, Benjamin Berndt ist auch kritisch zu betrachten und nicht neutral wie er gerne behauptet. Er stand erst letztens stark in der Kritik wegen seines Auftritts beim Format “13 Fragen” zum Thema “R.I.P. Meinungsvielfalt”, die er in den “klassischen Medien” nicht mehr sieht, aber bei Social Media.

2 „Gefällt mir“

Ich möchte mich hier nur kurz einreihen und auch betonen, wie unglaublich langweilig ich die meisten dieser Metadiskussionen über Medien finde. Ich schätze die Lage gerade weil sie nicht ständig um sich selbst und den Journalismus und die Medien kreist, sondern tatsächlich Probleme und mögliche Lösungen bespricht.

6 „Gefällt mir“

Falsche Frage. Wenn du dir nach Schiffbruch ein Rettungsboot mit 9 Dummen teilst gibt dir das nicht das Recht dich über sie zu stellen.

3 „Gefällt mir“

Ich kenne den Podcast gut und auch die Folge von 13 Fragen. Was gibt dir da nun Anlass zur “kritischen Betrachtung” von ihm und welche Implikation sollte das für das Höcke-Interview haben?

4 „Gefällt mir“

Beim ganzen Thema ist noch zu bedenken, dass es ein ganzes Netzwerk von AfD-eigenen Onlinemedien gibt, zu denen dann noch AfD-nahe Medien (z.B. Nius, Auf1, OAZ) dazukommen. Auch den Berndt-Podcast muss man dort verorten.

Diese mehr oder minder rechtsradikalen Alternativmedien strotzen nur so vor absonderlichen Weltdeutungen und Fake News.

Nachfrageseitig treffen diese Alternativmedien auf Leute, die seriösen Medien zutiefst misstrauen, weil das dort Gezeigte nicht ins eigene (verschwörungsideologische) Weltbild passt.

Etablierte Leitmedien mit journalistischem Ethos werden in diesen Kreisen oft gar nicht ernst genommen.

Es gibt zig Untersuchungen (auch internationale), die bestätigen, dass die Verschwörungsgläubigkeit deutlich rechts der Mitte besonders ausgeprägt ist.

Erschwerend kommt dann noch geringe Medienkompetenz dazu. Die kann man natürlich auch nicht einfach so aufbauen.

Wenn man diese Faktoren berücksichtigt, kann man nur zum Schluss kommen, dass man an solche parallelgesellschaftlichen Echokammern gar nicht rankommen kann.

4 „Gefällt mir“

Woraus leitest du das ab? Ich sehe einen Menschen: „open-minded“ und vllt. ein Hauch naiv.

Wo hast du diese starke Kritik wahrgenommen? Kannst du Quellen verlinken?

Meine Meinung: Passiert hier nicht genau das, was inhaltlich bei 13 Fragen diskutiert wurde? Ben vertritt eine bestimmte Vorstellung von Diskurs und wird dafür von dir, von Teilen der Leitmedien (z. B. Spiegel) sowie von der Politik (z. B. Frau Esken) persönlich angegangen und diskreditiert. Besonders bedenklich finde ich, dass dabei sogar angedeutet oder verlangt wird, ihm wirtschaftlich zu schaden. Das überschreitet für mich eine klare Grenze. Genau solche Grenzüberschreitungen aus Berlin geben vielen Menschen das Gefühl, dass freie Meinungsäußerung unter Druck gerät. Man glaubt, damit die AfD zu bekämpfen – tatsächlich bewirkt man das Gegenteil und treibt Menschen aktiv in ihre Arme.

9 „Gefällt mir“

Ziemlich dadaistische Argumentationskette, nicht leicht zu interpretieren, aber interessant.

3 „Gefällt mir“

Alles daran ist wild. Erstmal die Annahme, ich hätte mich mit der Frage über andere gestellt. Dann bleibt völlig offen, was das Boot damit zu tun hat, ob ich ein Recht habe, mich über 9 Dumme zu stellen (wenn ich mit 9 Menschen in einem Boot lande, die ich für dumm halte, habe ich wohl vorher selber nicht nur kluge Entscheidungen getroffen und könnte deswegen leicht selbst einer von ihnen sein). Hätte ich das Recht, wenn ich nicht mit denen im Boot sitze, sondern im Restaurant? Und wenn ich der bessere Seeman wäre, oder einfach so wüsste, dass wir auf einen gefährlichen Wasserfall zuhalten, sollte ich dann lieber nicht darauf hinweisen, weil ja eine 9/10tel Mehrheit den aktuellen Kurs für die beste Idee hält?

Und überhaupt? Selbst wenn ich mich für was besseres halte: Die These war doch, dass man Rechtsextremisten soviel und sooft man wolle eine Platform und ein Megafon anreichen könne, weil der mündige Bürger schon selbst erkennen würde, was von denen zu halten sei. Angesichts von Brexit bis Trump2, angesichts der “Argumentationen” vieler AfD-Wähler, angesichts von alljährlich betrüblichen Umfragen zur politischen, ökonomischen, historischen Bildung, finde ich die Frage, ob es so sehr viele mündige Bürger geben wird, (in- und außerhalb von Booten) ziemlich wesentlich.

7 „Gefällt mir“

Du schließt aus seinem Handeln darauf, dass er naiv sei. Ist das wirklich naheliegender, als die Annahme, dass sich hier ein “mündiger Podcaster” ganz bewusst entschieden hat, monetäre und sozial-mediale Aufwertung zu bekommen, indem er sich “traut” Höcke 4 Stunden unwidersprochen Propaganda verbreiten zu lassen? Und beide Interpretationen schließen vom beobachtbaren Verhalten auf Persönlichkeitseigenschaften des Akteurs. Warum findest du nur die kritische problematisch?

Das wirft mehrere Fragen auf:

Wo genau wurde hier denn angedeutet, oder verlangt, ihm wirtschaftlich zu schaden?

Ist die Kritik nicht möglicherweise auch Teil des Geschäftsmodells? Und damit eingepreist? Wenn alle nur mit den Achseln zucken, kann sich der Podcaster nicht länger als mutiger Widerstandskämpfer gegen die böse,böse Meinungsdiktatur inszenieren.

Gibt es hier kein Spannungsverhältnis, wenn man einerseits verlangt, dass eine völkisch-nationalistische Politik möglichst störungsfrei Werbung für sich machen können sollte, die tatsächlich darauf abzielt, Meinungsfreiheit abzuschaffen und vielen Menschen massiv, existenziell zu schaden, aber andererseits beklagt, dass die Kritik daran doch bitte nicht übertreiben dürfe?

5 „Gefällt mir“

Bei Influencern ist Kritik an deren Methoden und Kritik an der Person immer schwer auseinanderzuhalten. Ben ist persönlich das Aushängeschild seines Podcasts, natürlich fällt Kritik am Podcast dann auch auf ihn zurück.

Die Kritik ist hier sehr ähnlich zu der an Joe Rogan:

  1. Es gibt offensichtliche Sympathien für (rechts-)populistische Argumente und eine Offenheit des Podcasts für Geschwurbel, während gleichzeitig zwanghaft versucht wird, sich als politisch neutral und „einfach nur neugierig“ darzustellen.
  2. Das Format und seine Struktur ist nicht darauf ausgelegt, die Gäste in irgendeiner Form zu challengen, was immer wieder dazu führt, dass Gäste unwidersprochen Falschinformationen verbreiten können.
  3. Punkt 2 wird durch Clickbait-Taktiken verstärkt, zum Beispiel die Titel „Pharma-Insider enthüllt: So werden Pandemien geplant. Sterben diesmal Kinder?“ von vor einem Monat oder „Ich impfte gegen COVID - dann starb mein Sohn: Wir wurden belogen“ vor drei Monaten

Durch den Auftritt bei 13 Fragen könnte man das gut sehen. Ben gibt dort als Learning aus seinem Gespräch mit dem (mittlerweile mutmaßlich ehemaligen) Rechtsextremisten Erik Ahrens an, dass es Bereiche der Wissenschaft gebe, in denen nicht geforscht werden dürfe (Rassentheorie/„Rassenkunde“). Dass diese unkritische Darstellung von Personen, die explizit an einer Rückkehr dieser „Rassenkunde“ arbeiteten, problematisch ist, bedarf hoffentlich keiner weiteren Erklärung.

7 „Gefällt mir“

Naja, es genießt eben doch eine unübliche Menge an Zuhörern. Ich würde recht geben, wenn es unter 500 Tsd. Menschen hören, aber irgendwann ist der Impact auf den öffentlichen Diskurs nun mal schon außergewöhnlich groß.

Und deshalb halte ich es auch für berichtenswert. Und das geht ja auf mehreren Ebenen.

Auch in Bezug auf den diskurs zur Meinungsfreiheit, die ich in der Tat auch in Deutschland nicht so gut finde. Ich bin da sehr nah an den Einstellungen von Ronen Steinke:
Wir haben mittlerweile viele Gesetze, welche die Meinungsfreiheit schon einschränken, insbesondere bei Beleidigungen (insbesondere gegen politische Personen) oder auch zum Beispiel bei politischen Konflikten (wie Israel - „from the river…“, was früher mal von beiden Parteien ganz üblich genutzt werden durfte, führt heute zum Auflösen einer Demo). Mmn müssen Politiker das aushalten können. Damit schließe ich nicht Drohung oder Gewaltdrohungen, sowie Missbrauch der sexuellen Selbstbestimmung ein. Auch zum Beispiel das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen, sollte man öffentlich äußern dürfen. Ein Existenzrecht gibt es ja juristisch gesehen nicht mal. Jemanden der des Mordes angeklagt ist, sollte man denjenigen Mörder nennen dürfen (wenn man nicht journalistisch tätig ist). Nicht dass all das gut zu heißen ist, aber die Freiheit das zu tun, sollte man haben.
Unsere Gerichte werden geflutet von solchen Fällen und ich weiß nicht, ob solche „Straftaten“ nicht lieber gesellschaftlich ausgehandelt werden sollten, statt vor Gerichten.

1 „Gefällt mir“

Könntest du das bitte näher erläutern, ich hätte es gerne genau bewusst bevor sich Narrative verselbstständigen bis irgendwann niemand mehr weiß, wo die genau herkommen.

1 „Gefällt mir“