Ich finde es nur irritierend wie hier einige ohne zusätzliche Insights oder Indizien sofort versuchen die Einschätzung der Behörden in Zweifel zu ziehen
schreiben sollen. Ich glaube aber schon, dass meine Grundhaltung zu dem Thema bei genauem, unvoreingenommen Lesen wahrgenommen werden konnte.
Darin u.a. Die Aussage von Giffey und der Polizei, das man noch weiter untersuche wer dahinter steckt. Das auch Kräfte aus Russland involviert sein könnten schließt man ja nicht aus.
Warten wir mal die Ermittlungen ab.
Es gibt völlig zweifellos auch linke Gruppen, die Gewalt gegen Polizisten und rechts gelesene Menschen für eine gute Idee halten. Ich war selbst mal so jemand (ohne tatsächliche Gewaltausübung). Die interessiert kein bisschen, ob ihre Haltung mehrheitsfähig ist. Sie sehen ihre Tat als legitimen Kampf und Widerstand gegen ein Unrecht wahr und that’s it.
Also ich glaube nicht, dass deine Logik hier so korrekt ist. Extremisten glauben an ihren gerechten Kampf und denken alle anderen sind nur zu dumm sie zu verstehen.
Von „sicher sein“ würde ich auch hier nicht reden. Aber ich vermute, dass das Anschlagsziel kaum zufällig gewählt wurde. Und dass etwa die AfD mit Kleinen Anfragen Informationen über mögliche Angriffsziele sammelt, wurde ja in der Öffentlichkeit bereits problematisiert. Zudem gibt es Hinweise auf unzureichenden Katastrophenschutz in Berlin zuhauf, etwa in einer Pressemitteilung des Berliner Landesrechnungshofes vom November 2025 (Quelle):
Im Ernstfall Chaos?! – Der Katastrophenschutz in Berlin
Berlin ist organisatorisch und personell nicht gut auf den Krisenfall vorbereitet. Die Zuständigkeiten und Ressourcen sind weitgehend ungeklärt. So ist Berlin im Ernstfall nicht handlungsfähig.
Viele der 37 Katastrophenschutzbehörden haben auch drei Jahre nach der Reform des Katastrophenschutzgesetzes weder Gefährdungsanalysen noch Krisenstäbe oder funktionierende Katastrophenschutzpläne vorzuweisen. Einigen Behörden war nicht einmal bekannt, dass sie Katastrophenschutzbehörden sind, andere hielten sich für nicht zuständig. Von dem geplanten flächendeckenden Netz an Krisen-Anlaufstellen ist Berlin weit entfernt. Nur ca. 25 % der geplanten Stützpunkte dieses “Leuchtturm-Systems” sind einsatzbereit. Ursprünglich war auch ein neues Landesamt für Katastrophenschutz vorgesehen. Das Vorhaben scheiterte jedoch an ständig wechselnden Vorgaben und verschlang dennoch geschätzte 1,4 Mio. €.
Die Innenverwaltung muss Ihre Steuerungsverantwortung deutlich besser wahrnehmen. Sie muss für die Umsetzung des Gesetzes sorgen. Es braucht klare Zuständigkeiten, einheitliche Strukturen und mehr Ressourcen – bevor der Ernstfall eintritt.
Ich habe das nicht dich gefragt sondern als allgemein als Frage nach der Plausibilität einen linksterroristischen Tathintergrunds in den Raum gestellt. Die Frage nicht zu beantworten macht die These m. E. nicht plausibler.
Falsch. Ich habe nie behauptet, dass es Russland sein „muss“. Zudem beweist ein vermeintliches Bekennerschreiben in einem bestimmten linksradikalen Sprachstil weder die eine noch die andere Hypothese. Deshalb halte auch nichts von Versuchen, die Urheberschaft des Anschlags allein über sprachliche Exegesen eines Textes klären zu wollen, über dessen Kontext man nichts weiß - noch dazu wenn diese „Analysen“ vor allem darin bestehen, dass lingustische Laien ein LLM ihrer Wahl befragen, was - zumindest laut diverser Social-Media-Posts von heute - zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen führt.
Das ist aber ein völlig anderes Kaliber, als völlig wahllos Zigtausende Bürger - vom Säugling bis zum Senioren im Pflegeheim - so einer Gefahr auszusetzen. Selbst die RAF hat sich bei aller Durchgeknalltheit bemüht, dass die Ziele ihres Terros grundsätzlich auch von Leuten verstanden werden können, die ihre Methoden schärfstens kritisieren. Natürlich ist es theoretisch auch möglich, dass ein Haufen Durchgenknallter diese Aktion durchgezogen hat, ohne damit ein erreichbares, rational erklärbares politisches Ziel zu verfolgen. Aber die Einschätzungen, wie plausibel das ist, sind offensichtlich sehr unterschiedlich.
Von mir und anderen wurden ja zahlreiche Indizien genannt.
Da hat niemand “nachgelegt”, weder irgendwelche Linksradikalen noch Russen.
Das ursprüngliche Bekennerschreiben ist so ellenlang, dass es auf die Möglichkeit, dass es doch zu Stromausfällen und Beeinträchtigungen für normale Bürger kommen könnte, schon präventiv eingeht und eben diese Aussage tätigt, dass man das für den Fall, dass es passiert, eigentlich nicht wollte.
Es gibt genau ein Schreiben und null weitere Kommunikation der Täter seither.
ich möchte den Diskurs nicht komplett in eine andere Richtung lenken, aber hier einmal eine mögliche Erklärung für den länger andauernden Stromausfall durch Beschädigung der Kabelbrücke, welche wir heute auf der Arbeit (Hochspannungsnetzplanung, anderer VNB) diskutiert haben. Ich schick hier mal einen Ausschnitt aus openinframap(öffentlich für jeden einsehbar):
Was man hier sehen kann, dass über die Kabelbrücke gleich drei 110-kV-Stromkreise geführt werden. Zwei davon sind in einem Ring geschlossen, der vermutlich offen betrieben wird. Dafür kann man sich mal den größerem Ausschnitt anschauen bei Openinframap. Fällt nun ein Stromkreis aus, könnte der Ring an der letzten UA geschlossen werden und eine Weiterversorgung erfolgt. Das bedeutet n-1-sicher. Fallen durch die Beschädigung zwei oder mehr Stromkreise aus, ist diese Betriebsweise nicht möglich. Die Rückfallebene wird quasi auch zerstört. Zur Vorstellung was ein 110-kV Stromkreis leisten kann: Die Übertragungsfähigkeit beträgt je nach Leiterquerschnitt bis zu 100 MVA und mehr. Mit 100 MVA könnte man locker 100.000 Einwohner oder auch einige 10.000 Haushalte versorgen.
Daraus folgt für die politische Diskussion:
Der Netzbetreiber hat bei seiner Netzplanung im Voraus nichts falsch gemacht und ist den Regel der Technik gefolgt. Das Handeln im Anschluss nach Ausfall der Betriebsmittel kann ich nicht beurteilen.
Mit ein wenig Vorwissen kann Jeder kritische Punkte in der Netzinfrastruktur identifizieren. Dafür benötigt man kein geheimes Vorwissen.
Vielleicht bringt das die politische Diskussion etwas weiter.
Grüße
Falsch. Ich habe es oben bereits auf indymedia verlinkt. Sie haben am 3.1. ein Schreiben versandt und am 4.1. dort ergänzt. Bereits in der Überschrift erkennbar: Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit. Nur Mut. Militante Neujahrsgrüße 2026. Erklärung und Ergänzung. 4.1.2026
Aus der Ergänzung vom 4.1.:
Wir haben heute Nacht das Gaskraftwerk in Berlin-Lichterfelde erfolgreich sabotiert. Es kam zu Stromausfällen in den wohlhabenderen Stadtteilen Wannsee, Zehlendorf und Nikolassee. Stromausfälle waren nicht Ziel der Aktion, sondern die fossile Energiewirtschaft. Bei den weniger wohlhabenden Menschen im Südwesten Berlins entschuldigen wir uns. Bei den vielen Besitzern von Villen in diesen Stadtteilen hält sich unser Mitleid in Grenzen. Wir erklären in unserem Beitrag unten warum.
Unsere gemeinwohlorientierte Aktion ist gesellschaftlich sinnvoll. Auch dazu haben wir uns in unserem Schreiben zu der Aktion ausführlicher Stellung bezogen.
Die eigentliche Erklärung findet sich dann weiter unten auf der Seite. Check your facts.
Was für die Russen spricht, ist, dass man den Tätern noch nicht habhaft geworden ist. Beim Anschlag in Johannisthal müssen sie doch Spuren hinterlassen haben, die man auswerten kann. Schon komisch, dass sich daraus nichts ergeben hat. Man hatte ja vier Monate Zeit, alles ohne Ergebnisse.
Der Terrorismusexperte der Konrad-Adenauer-Stiftung Felix Neumann geht davon aus, dass es sich um eine größere Gruppe handeln muss. Wie kann eine größere Gruppe ohne irgendwelche staatliche oder staatsnahe Hilfe oder Hilfe von Menschen im Staatsdienst so lange konspirativ zusammenzuarbeiten, ohne dass irgendwie was auffällt außer den Stromausfällen?
Als Ermittungsbehörde muss man eine Beteiligung von Russland durchaus in Betracht ziehen und offen ermitteln, ohne Vorfestlegungen.
Was passt zur Vermutung 1, linksterroristische Täter, was passt zur Vermutung 2, Täter im Auftrag von Russland?
Ich halte diese Textexegese für sehr aufschlussreich und schlüssig, ich würde das nicht vom Tisch wischen. Vielleicht ist das der Schlüssel, wie man diesen zynischen Täter habhaft werden kann.
Der Verdacht, dass Russland hinter dieser Gruppe steckt, stand von Anfang an, 2011, im Raum.
Tatsächlich nützt die Diskussion niemandem und lenkt von der Tat selbst ab. Viel wichtiger wäre sich nun Gedanken zu machen, was das für unsere Infrastruktur bedeutet.
So mancher der ins Auto gesprungen und zu Verwandten oder Freunden gefahren ist, wird sich gefragt haben, ob das mit einem halb vollen E-Auto auch gegangen wäre. Viele haben in Berlin gar kein Auto und waren dementsprechend auf Notunzerkünfte angewiesen, denn sie wären gar nicht mehr weg gekommen.
Der Katastrophenschutz hat wohl nen guten Job gemacht, Dank für deren Einsatz und Dank an die freiwiligen Helfer.
In einer Welt, wie wir sie kannten, soll so Infrastruktur ja gar nicht geheim sein, damit sie bunt aus Versehen angebaggert wird. Drum sind auch alle Unzerseekabel im Meer bekannt. In einer Welt voller Feinde wird das dann zum Problem. Und ein Geheimnis, das keines ist, wird auch keins mehr.
Wir reden immer noch von Berlin
Spaß beiseite. Die Aussage war: wir reparieren in fünf Tagen, was normalerweise fünf Wochen dauert.
Da ist also richtig großer Schaden entstanden.
Okay, die Ergänzung war mir in der Tat nicht bekannt. Allerdings enthält die Ursprungsfassung auch schon die “für den Fall dass es doch zu größeren Ausfällen kommt, sorry, war nicht unser Ziel, außer für die Villen, hähä” Passage, auf die ich mich bezog. Die Ergänzung wiederholt was das angeht einfach nur den Inhalt des ersten Schreibens in leicht anderen Worten.
Und warum das jemand unter False Flag tun sollte? Na damit es nochmal glaubwürdiger wirkt, und um nochmal klar zu stellen, welche Gruppierung bitteschön die Schuld abbekommen soll, wenn die Medien schon nicht hinreichend oft “Vulkangruppe” droppen! Kostet ja nix, außer noch nen Text zu verfassen, der hier inhaltlich auch nahezu nichts neues beiträgt.
Ich sehe da jetzt weder ein Indiz für noch gegen die Theorie, dass das ne False Flag war.
Das eine schließt ja das andere nicht aus. Die Diskussion zeigt aber aus meiner Sicht schon, dass - unabhängig davon wer nun hinter diesem konkreten Anschlag steht - Ausmaß und Tragweite hybrider Angriffe noch nicht von allen in dem Maße verstanden wurden wie ich es für notwendig halte. Neben dem Ziel, (kritische) Infrastruktur weniger vulnerabel zu machen bzw. flexibler auf Ausfälle reagieren zu können gehört zu „Verteidigungsfähigkeit“ m. E. auch eine Auseinandersetzung über mögliche Tathintergründe und -motive.
Eine Frage hierzu, da zwar Planungstechnisch alles korrekt war, der Schaden im Worst Case doch sehr groß. Habt ihr mal besprochen, ob eine bessere Vermaschung auf der 100kV Ebene zu benachbarten VNB in Brandenburg hier hätte helfen können. Das wäre ja etwas für sicherlich mehrere Regionen in Deutschland, um die Resilienz zu stärken. Zumindest auf den ersten Blick hatten wir (ebenfalls Energiewirtschaft, aber nicht Nah am Netzbetrieb und Planung) den Gedanken, dass zumindest so die Ausfallzeit deutlich reduziert werden könnte. Gerade die Anbindung (oder eben die Fehlende) nach z.B. Potsdam dürfte ja historisch besingt sein und ist nach der Wende nie wieder (wenn mal da gewesen) entsprechend aufgebaut worden.
Das ist eben ein Punkt, gerade weil die Offenheit der Daten auch hier kritisch gesehen wird.
Was bei Unterseekabeln vielleicht noch klappt oder eben nur mit hohem Aufwand identifiziert werden kann, ist auf dem Land viel einfacher auch ohne Datenverfügbarkeit identifizierbar. Aber auch da hat es ohne detailliere Trassenverläufe geklappt Pipelines in der Ostsee zu sprengen.
Allein mit Satellitenbildern (ich erinnere mich an Zeiten, wo Schattenwürde von Hochspannungsleitungen in der Forschung genutzt wurden, um Netzmodelle zu erstellen) ist verdammt viel möglich. Aber auch ohne, reicht es aus in Städten oder auf dem Land unterwegs zu sein. Dagegen können wir keine Infrastruktur absichern. Bei einer Einschränkung der Datenverfügbarkeit verlieren wir aber aus meiner Sicht viel mehr, weil z.B. Prozesse aufwendiger werden und z.B. freie Forschung für eine bessere Energiewende erheblich erschwert wird.
Viel wichtiger, aber eben nicht so einfach umzusetzen, ist die Resilienz zu erhöhen. Entweder, dass man Störungen schneller beheben kann oder durch einen besseren Schutz kritischer Elemente. Hier z.B. die räumliche Trennung der redundanten Leitungen, damit es nicht möglich ist sie an der gleichen Stelle zu attackieren.
Welches Interesse sollte Russland daran haben, die Tat einer kaum bekannten linksradikalen Gruppe unterzuschieben? Kann hier jemand eine einzige vergleichbare, belegte False-Flag-Aktion Russlands in Deutschland nennen?
Russland führt zweifellos Cyberangriffe, Sabotage und andere hybride Maßnahmen gegen Deutschland und Europa durch. Nach allem, was bekannt ist, setzt Russland dabei aber nicht auf False Flags. Im Gegenteil: Die Urheberschaft bleibt bewusst in einer Grauzone. Der Gegner soll ahnen, wer dahintersteckt, ohne dass es gerichtsfeste Beweise gibt.
Eine Aktion, die auf radikalisierte Einzelgruppen oder ideologische Randmilieus verweist, widerspricht dieser Logik vollständig. Sie erzielt weder Abschreckung noch strategische Wirkung.
Russlands Kalkül ist doch vielmehr, dass alle es im Zweifel wissen, aber eben nicht beweisen können. Genau deshalb bleiben Konsequenzen in/von Demokratien aus. Eine False-Flag-Operation, die auf „linke Spinner“ zeigt, passt dazu schlicht nicht.
Die Erzählung, dass das nun nur so aufgebaut wurde, damit die AfD in Sachsen vielleicht drei Prozent mehr Wähler erhält, ist schon ziemlich gewagt.
Die Linke (natürlich sage ich nicht, dass „Die Linke“ den Anschlag zu verantworten hat) hilft Russland doch eher, wenn sie Waffenlieferungen an die Ukraine ablehnt. Zwar sind sie weniger Putin-freundlich als die AfD, aber keine Waffenlieferungen sind absolut in Russlands Interesse. Warum sollte Russland die Linke auf diese Art mittelbar beschädigen?
Es geht nicht ums schädigen. Die Linke wird das aushalten. Es geht darum, einen weiteren Keil hinein zu treiben und weiter zu spalten. Und darum ist es auch so dumm von den Leuten, wenn tatsächlich Leute dahinterstecken, die sich als links verstehen. Sie machen das linke Spektrum noch ein bisschen weniger anschlussfähig in der Gesellschaft. Dabei brauchen wir gerade jetzt wo alles nach rechts driftet eine gemäßigte und anschlussfähige Linke, die auch in der Mitte als wählbar wahrgenommen wird.
Bei den Angriffen seien die Auspuffrohre mit Bauschaum verstopft worden. Zudem hätten die Saboteure Aufkleber mit dem Slogan „Sei grüner!“ und einem Foto von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hinterlassen. Der Verdacht fiel zunächst auf radikale Klimaaktivisten. Inzwischen gehen die Behörden laut Spiegel von einem anderen Hintergrund aus: […] Einer der Beschuldigten sagte dem Bericht zufolge inzwischen den Ermittlern, sie seien von einem Russen zu den Attacken angestiftet worden. Über den Messengerdienst „Viber“ habe er ihnen detaillierte Instruktionen für die Sabotageaktionen gegeben. Für jedes beschädigte Fahrzeug sei ihnen ein Honorar von 100 Euro versprochen worden. Als Arbeitsnachweis sollten sie Fotos der lahm gelegten Autos schicken. Einen Teil des Geldes - mehrere Tausend Euro - sollen die Verdächtigen bereits erhalten haben.
Jetzt kannst du natürlich immer einwenden, dass die beiden Aktionen nicht vergleichbar seien, aber das Muster ist klar und belegt: Von Russland beauftragte und bezahlte Sabotageaktionen, die unmittelbar dazu dienen, gezielt die politische Stimmung zu beeinflussen.
Weder die linksradikale Szene noch die Partei „Die Linke“ dürften für Russland in diesem Zusammenhang besonders interessant sein. Wähler, die aus Hass, Angst oder Unverständndis gegenüber „Linksterroristen“ eine stramme Law-and-Order-Politik wollen und/oder wegen der Anschläge und ihrer Folgen staatlichen Institutionen (noch mehr) misstrauen, passen jedoch genau zu Russlands Ziel einer Destabilisierung und Unterminierung der Demokratie. Und wenn die Ressentiments - in diesem Fall gegen Linke - stark genug sind, lassen diese sich wunderbar mobilisieren, egal wer tatsächlich hinter dem Anschlag steckt. Das ist schon bei den „Messerattacken“ im letzten Jahr so gewesen und aktuell ist der Regierende Bürgermeister von Berlin wohl das prominenteste Beispiel.
Das hier im Thread zur Schau getragene Auftreten hilft dabei jedenfalls nicht. Erst wird festgehalten, dass es ja praktisch keine Linksextremisten geben kann, weil so eine Tat nicht links sein kann und dann bastelt man sich nach dem Prinzip Hoffnung zusammen, dass es diese Gruppe, die regelmäßig Anschläge auf Infrastruktur ausübt, gar nicht gibt, sondern dass Russland dahintersteckt. Verfassungsschutz, der bei persönlich genehmen Einstufungen als unfehlbar gilt, wird nun völlig ignoriert.
Tut mir leid, aber merken manche selbst nicht mehr, wie absurd das Verhalten und der sofortige Wagenburgreflex auf die Mitte wirkt?
Ist es immer das Ziel, dass alle ahnen, wer dahinter steckt? Bei Nawalny bin ich mir sicher, dass es im Flugzeug wie ein Unfall aussehen sollte, der irgendwie passiert ist. Dass alles auffliegt und Nawalny nach Berlin in die Charite gebracht wurde, war bestimmt nicht so geplant.
Generell geht um die Zersetzung der Länder, die vermehrte Zustimmung zur AfD nimmt man gern in Kauf, aber am Ende kann auch das BSW profitieren. Hauptsache, der Westen wird geschwächt.
Die Behörden sollten in Betracht ziehen, dass auch Russland hinter der Vulkangruppe steckt, und nicht voreilig ausschließen. Am Ende können es auch Linksterroristen gewesen sein, das will ich nicht ausschließen. Am schlimmsten wäre es, wenn man die Täter nicht findet, weil man sich zu sehr auf eine Möglichkeit verengt hat.
Ich halte die Textexegese sehr aufschlussreich. Vielleicht wurde aus einem Bericht, der nach Moskau gesandt wurde, dieses Bekennerschreiben verfasst. .
Zumindest für meinen Teil kann ich sagen, dass ich hier nichts zu den Tätern gepostet hätte, wenn nicht derart überzeugt das linke Spektrum als Täter geäußert worden wäre. Das geht zu schnell den offensichtlichen Weg und schafft Wahrheiten, bevor es Wahrheiten sind. Von Wegner wird auch nicht das Zurückrudern in Erinnerung bleiben.
Hier eine, zugegeben eher amüsante, Geschichte über von Marsalek gesteuerte Graffiti-Anschläge, um die Ukraine zu diskreditieren.
Unterhaltsam, weil dilettantisch. In einem anderen Bericht war zu lesen, dass in der Nacht zum 1.Mai ein öffentliches Gebäude (weiß nicht mehr welches) besprüht werden sollte, aber man dann überrascht war, dass so viele Passanten und Polizisten unterwegs waren.
grundsätzlich hilft eine höhere Vermaschungsgrad die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Die Netze müssen dabei nicht zwangsläufig vermascht betrieben werden. Das erschwert nämlich etwas die Fehlererkennung und Netzführung.
Von außen zu beurteilen, ob ein höhere Vermaschungsgrad in diesen Fall geholfen hat finde ich schwierig. möglicherweise hätte ein zusätzlicher Stromkreis von der UA Teltow zu UA Claszeile geholfen.
Aber hier sind es vorallem die Kosten die dagegen sprechen. Wir reden hier von mehreren Millionen Euro allein für diese Verbindungsstrecke.
Höhere Versorgungssicherheit geht mit höheren Kosten einher. Wir befinden uns hier also in einem Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Dabei muss aber wirklich nochmal gesagt werden, das wie in Deutschland ein sehr zuverlässiges Stromnetz haben, was auch am SAIDI wert abzulesen ist. System Average Interruption Duration Index – Wikipedia
Hier kommt hinzu, dass dort zwei Kabeltypen eingesetzt sind. Eines mit Öl und eines ohne. Die kann man nicht einfach verbinden, so dass es bei zwei gleichartigen Kabeln vermutlich “nur” zu einem kürzeren Stromausfall gekommen wäre.
Für die Verbindung zweierungleicher Kabelarten braucht man eine spezielle Muffe (Verbindungsteil), die erstmal gefertigt und dann von Spezialisten, die wenig verfügbar sind, angebracht werden muss. Zudem muss ein 14m langer Schacht ausgehoben werden.
Das dort unterschiedliche Kabel verwendet wurden sieht man aus den Karten nicht. War also gut recherchiert oder einfach nur “Glück”.