Stromnetze sind redundant aufgebaut. Für Mittelspannungsnetze häufig in der form geöffneter Ringnetze die beim Ausfall geschlossen werden können. Bei Hochspannungsnetzen in der Form von Doppelstichen, sodass der Ausfall eines Stromkreises kompensiert werden kann. Meine Vermutung ist, dass bei Ausfall einer ganzen Kabelbrücke mehr als ein Stromkreis betroffen war. Also ein Doppelfehler. Folgerichtig kommt es nun zu einem Versorgungsausfall. Ein Teil wird durch Umschaltungen kompensiert werden können.
Ein Beispiel aus der Praxis: eine mittelgroße Stadt mit 50.000 Einwohner wird über eine Hochspannungsumspannanlage versorgt, welche über zwei 110-kV Stromkreise an eine Stammstrecke im Doppelstich angebunden ist. die Anbindung erfolgt somit in der Art, dass bei Ausfall eines Stromkreises der zweite Stromkreis die Versorgung übernehmen kann. Nun sind beide Stromkreise aber auf dem selben Gestänge (Masten) geführt. Fällt der ganze Mast um, so werden beide Stromkreise außer Betrieb gesetzt. Die Stadt erfährt somit eine Versorgungsunterbrechung. siehe auch Münsterländer Schneechaos 2005
In der Regel wird hier schnell abhilfe geschaffen durch Baueinsatzkabel, welche im dem Sinne auf Vorrat gelagert sind und schnell transportiert werden können.
Das heißt Redundanz ist eine Grundsatz der Stromnetzplanung (n-1-sicher). Aber auch redundante Systeme können versagen die Wahrscheinlichkeit ist nur geringer.
Eine linksextremistische Gruppe hat sich offenbar bekannt.
Leider ist dies nicht der erste Brandanschlag von Linksextremisten auf wichtige Infrastruktur, wie Stromleitungen oder Bahnstrecken.
Ich frage mich auch, inwieweit Russland dabei unterstützt oder sogar dahintersteht. Erinnert sei hier an die angeblich „grün motivierten“ Anschläge auf PKWs.
Laut Bekennerschreiben will die Terrorgruppe es als Gemeinwohlorientierte Aktion verkaufen, Überschrift im Tagesspiegel. Zynischer geht es nicht oder es ist extrem verblendet. Und dem Klimaschutz hilft diese Aktion auch nicht, weil die Leute dem Stromnetz vertrauen müssen, wenn alles elektrisiert werden soll, mit solchen Aktionen sinkt das Vertrauen. .
Zynisch könnte man aber auch festhalten, dass dem ein oder anderen Diesel Diester vor Augen geführt wurde, dass er bei Stromausfall auch nicht tanken kann
Die als linksextremistisch eingestufte Gruppierung bekannte sich bereits zu früheren Anschlägen auf Infrastruktur in der Region. So verübten unbekannte Täter im März 2024 einen Brandanschlag auf einen Strommast in Brandenburg, der die Tesla-Fabrik in Grünheide (Oder-Spree) vollständig lahmlegte.
Ja, die wollten wohl ein Gaskraftwerk außer Betrieb setzen und haben dabei den Stromausfall in einem großen Teil Berlins - teilweise noch bis Donnersteg - billigend in Kauf genommen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das “Gemeinwohl” nicht so gut auf diese Gruppe zu sprechen ist und das jetzt auch auf alles was links ist, projezieren wird. Gut gemacht, Bärendienst!
Angesichts der Tatsache, dass Russland seit Jahren Anschläge auf kritische Infrastruktur verübt und auf die politische Meinungsbildung hierzulande Einfluss nimmt, verwundert mich sehr, wie wenig das Bekenntnis der mysteriösen Vulkangruppe hinterfragt wird. Das Bekennerschreiben hat sofort den Kulturkampf “Linke gegen Konservative” wieder angefacht.
Interessant ist doch zu fragen:
Wem nützt das?
Wer steckt hinter dieser Gruppe?
Könnte es eine False-Flag-Aktion sein?
Die ganze Argumentation erinnert mich stark an die verstopften SUV-Auspuffrohre, die sich auch als False-Flag-Aktion im Auftrag Russlands herausgestellt haben.
Ja, und im vergangenen Jahr haben sie einen Anschlag auf die Stromversorgung in Adlershof verübt. Würden Buermeyer und Banse nur ein paar Kilometer weiter südlicher produzieren, wären sie auch von diesem Stromausfall betroffen gewesen.
Die Liste ist noch länger, sie kann man sich auf wikipedia.de anschauen
Ich hoffe, dass Buermeyer und Banse dieses Thema in einer der nächsten Sendung aufnehmen und erklären, warum solche Terroraktionen nicht dem Gemeinwohl nutzen, vielleicht hören die Vulkangruppe ja Lage der Nation, stellen sich freiwillig oder lassen es wenigstens.
Tagesschau berichtet gerade, dass die Polizei das Bekennerschreiben der Linksterroristen für echt hält. Sie sind auch nicht zum ersten Mal mit Anschlägen auf Infrastruktur aufgefallen
… halten sich tatsächlich für Helden und rechtfertigen ihren Anschlag:
Edit: Das ewiglange Bekennerschreiben liest sich absolut nicht nach russischem Geheimdienst, sondern nach purem linksradikalen Wahnsinn.
Das eine schließt ja das andere nicht aus. Letztendlich wissen wir weder welche Personen in dieser Gruppe sind, noch was sie antreibt.
Insofern ist es völlig unnötig, da einen Klassenkampf hineinzuinterpretieren. Alle demokratischen Kräfte müssen ein Interesse haben, dass denen bald das Handwerk gelegt wird.
Solange wir in einem hybriden Krieg mit Russland sind, ist jeder Angriff auf Infrastruktur erst mal dahingehend zu beleuchten, ob es ein Angriff von außen ist. Alles andere ist grob fahrlässig.
Wie ich oben schrieb, gut möglich das Russland dahinter steckt. Aber aktuell spricht wenig dafür, solang die Sicherheitsbehörden das Schreiben als authentisch einschätzen.
Die Informationen wo Stromleitung verlaufen und Trafohäuser stehen sind in Deutschland ansonsten weitgehend öffentlich einsehbar. Dafür benötigt man meines Wissens keine Spionage.
Man kann aber auch nicht bei jedem Anschlag einer Gruppe, die den eigenen Idealen „näher“ steht, behaupten, das wäre dann bestimmt eine russische False Flag Aktion. (nicht explizit auf Margarete bezogen)
Aber man sollte auch nicht einfach das Gegenteil behaupten, denn die Chancen sind bestenfalls 50:50
Das Anschreiben sagt gar nichts aus, weil keiner weiß, wer hinter der Gruppe steht und mit wem sie im Kontakt ist. Wäre nicht das erste mal, dass ausländische Geheimdienste Inländer über SocialMedia zu Anschlägen anstacheln.