Solidarität bei Lockerungen für Geimpfte und Genesene

Zum letzten Solidaritätsaspekt den ihr nennt in der aktuellen LdN kann ich ein reales Beispiel beitragen. Ich war heute im Impfzentrum (AstraZeneca Nr.2).

Ich bin selbst unter 30, wollte aber freiwillig weiter diesen Impfstoff haben.

Im Impfzentrum war der Teufel los, viel mehr durcheinander als bei Termin 1.
Ich hatte dann das Aufklärungsgespräch bzgl. der Risiken.

Die vollkommen fertige Ärztin beim Impfen sagt mir dann, dass das Chaos durch die über 60 Jährigen kommt, die sich nicht mit AstraZeneca impfen lassen wollen und damit den Ablauf durcheinander bringen. Nach dem Aufklärungsgespräch weigern sich dann viele weiter zu gehen. Die Älteren halten sich teils wohl bis sie in der Impfkabine mit ihrer Meinung zurück um dann zu sagen (ich zitiere die Ärztin hier): „ich will mich mit dem Dreck nicht impfen lassen“. Quasi als Erpressungstour, ich bin ja jetzt bis hier her gekommen, ansonsten verfällt ja der Termin.

Ihre Erfahrung mit jungen Menschen war dagegen, dass diese zum überwiegenden Teil froh seien überhaupt geimpft zu werden.

Von einem Bekannten Hausarzt habe ich gehört, dass er in seiner Praxis einige wirklich alte Patienten hat, die sich ebenfalls weigern und er den Impfstoff daher weitestgehend an freiwillige Jüngere verimpft.

Von daher muss ich euch widersprechen, die BabyBoomer/GoldenAger verhalten sich in meiner Erfahrung in Teilen massiv unsolidarisch. Das deckt sich auch mit einigen Gesprächen in meinem direkten Umfeld (ältere Menschen-Tanten/Onkel etc- die sagen: ich will kein AstraZeneca). Wenn man ihnen das dann erklärt, dass das unsolidarisch ist (mit genau eurer Argumentation aus LdN) zeigen sie sich meist einsichtig. Für mich spricht das aber für das Gefühl des „Entitlement“, dass man den alten weißen Männern gerne nachsagt.

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