Schmerzgrenze beim Spritpreis

Ja, logische Konsequenz.

wenn nicht kurzfristig vermeidbare Kosten steigen, ob es Sprit, Strom, Gas oder sonstwas ist. Natürlich beeinflusst das mittelfristig Entscheidungen (welche Heizung, welches Auto, Umstieg auf Alternativen), aber kurzfristig muss man andere Sachen kürzen, weniger Urlaub, weniger Konsum etc.

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und die Pipeline…

Öl-Pipeline in Saudi-Arabien beschädigt: So lange dauert die Reparatur

Tatsächlich ist die Pipeline (saudischen Ost-West-Pipeline transportiert das aus dem Persischen Golf kommende Öl über das Hedschas-Gebirge) nach wie vor ein extrem wichtiges Ventil, das Öl aus der Golfregion in die Welt abfließen lässt, da die Straße von Hormus immer noch weitgehend geschlossen ist. Wurden am Zielhafen der Röhre, in Yanbu am Roten Meer, Ende Februar lediglich rund 0,8 Millionen Barrel Rohöl am Tag auf Tankschiffe verladen, waren es Ende März nach Angaben des Schiffsdatendienstes Vortexa gut 4,6 Millionen Barrel [bis zu 7 bei Volllast].

Aufgrund von Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen auf aus Saudi-Arabien kommende Schiffe in der südlich gelegenen Meerenge Bab al-Mandab hatte sich die verladene Menge Öl der Nachrichtenagentur Reuters zufolge aber im August reduziert. Wohl auch deshalb ist der Ölpreis in den vergangenen Tagen wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen.

Der Mechanismus ist jetzt im Gespräch, um Einmalzahlungen als Ausgleich für die Spritpreise zu tätigen :wink:

Das stimmt doch nur bedingt. Wenn der Sprit keine 1,80€ sondern 2,20€ kostet heißt das doch das der Staat durch die Mehrwertsteuer erhebliche Mehreinnahmen hat. Da die Einhaltung der Schuldenbremse berechnet werden sollte ohne diese zufälligen Mehreinnahmen, können diese ja im Haushalt hierfür gar nicht mit einfließen.

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Spritpreisbremse die Dritte incoming.

Absolute Katastrophe.
Das macht die Regierung nur, weil noch zwei Landtagswahlen anstehen.

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Naja. Ich kann mir ja kaum das Essen leisten, dass ich zuhause esse, was soll ich da im Restaurant?

Ums Sprit geht’s da zuletzt.

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Sehe ich auch so.

Ein Auto kann ich stehen lassen.

Aber ich muss essen.

Auch das Auto kann nicht jeder stehen lassen.

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Schöne Grüße an einen Finanzminister, der das Klimageld so lange sabotiert hat, bis die Koalition auseinandergeflogen ist. Bis heute meine beste Entscheidung, die FDP am Ende doch nicht gewählt zu haben. Ich war vor der Ampel mal kurz davor.

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Nicht jeder, nicht immer.

Aber fast jeder kann seine KFZ-Nutzung reduzieren. Zum Beispiel muss man wirklich nicht mit dem Auto einkaufen, mache ich aus Prinzip nicht, obwohl ich für einen Vier-Personen-Haushalt einkaufe. Aber dann muss man halt bereit sein, täglich einkaufen zu gehen (was nebenbei gesund ist). Aber dann kommt wieder „Dafür habe ich keine Zeit“, was absoluter Unsinn ist. Es ist eine Priorisierungsfrage.

Natürlich kann man auf das Auto in manchen Situationen nicht verzichten. Aber es gibt genug Situationen, in denen man darauf verzichten kann, es aber aus Gründen fragwürdiger Prioritätensetzung nicht tut. Ich sehe immer noch Leute, die hier in meinem Stadtteil die maximal 2000 Meter zum Fitnessstudio mit dem Auto fahren, statt zu laufen - um dann dort auf’s Laufband zu gehen… das ist leider die Realität im Autofahrerland Deutschland. Im Gegensatz zu den USA, wo man oft tatsächlich ein Auto für Alltagstätigkeiten wie das Einkaufen braucht, ist das in Deutschland in aller Regel nicht der Fall.

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Ich wäre dafür, armen (Korrektur: bedürftigen) Menschen einen festen Betrag zu überweisen und die Spritpreise steigen zu lassen, wie es der Markt regelt.

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Damit das nicht in Bürokratie ausartet, wäre ja auch eine Auszahlung als „Kopfpauschale Mobilität“ ne Option: Jetzt, wo man endlich Geld an Bürger überweisen kann, einfach die Kosten der Preisbremse von Anfang des Jahres auf jeden Bürger umlegen und auszahlen. Dann braucht niemand einen Nachweis zu erbringen und zu prüfen, es gibt keinen Streit, wo genau die Grenze liegen sollte und ob man mit dem Geld Spritkosten ausgleicht, höhere Lebensmittelpreise, oder sich für autoarmes Leben belohnt, kann dann jeder selbst entscheiden.

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Zweitbeste Lösung. Meinetwegen, wenn der Betrag versteuert wird.

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Das gilt für die Butter allerdings auch. Ich finde, der Staat sollte eine Kopfpauschale Butter verteilen.

Die Händler sind allerdings auch nicht doof. Rabatte werden jetzt stark zurückgehen, E-Autos werden also mit steigender Nachfrage teurer, gebrauchte Diesel günstiger. Da wird das Elektroauto nicht in jedem Fall die objektiv beste Wahl.

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Merz kündigt Entlastungen an. Noch ist unklar, wie es umgesetzt werden soll. (Ups, sorry, war bereits weiter oben verlinkt)

Besonders perfide ist der Plan, die CO2 Steuer abzuschaffen (und nicht etwa über eine Auszahlung die sparend fahrenden Menschen zu entlasten). Natürlich ist das auch der Plan der AFD, für die der menschengemachte Klimawandel ja ein Mythos ist. Und genügend Unioner sehen das ja ähnlich.

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Ganz genau so! Vorschlag: ersetze arm durch bedürftig

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Immerhin funktioniert Stimmenkauf kurzfristig nicht. Stimmen bekommt man über Stimmung, nicht durch Geld aus dem Fenster werfen. Herr Merz kann sich vermutlich schon freuen, demnächst wieder mehr Zeit für die Hobby-Fliegerei zu haben.

Surprise surprise!

Vielleicht erinnert sich wer an diese Diskussion:

Und nun das:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-09/friedrich-merz-kuendigt-entlastungen-bei-spritpreisen-an

Die Tage davor wurde schon eifrig darüber diskutiert. Der Tenor meist: zu teuer, zu viel Gießkanne. Aber nun kommt sie (wahrscheinlich) doch.

wie zu erwarten ist die Spritpreisbremse reine politische Symbolik. Merz / die CDU brauch irgendein Thema um die CDU davor zu bewahren am kommenden Sonntag an der 5% Hürde zu scheitern bzw. Aus dem Umfrageergebnis heraus zu ziehen. Und man zaubert surprise die Spritpreisbremse aus dem Hut, weil sich die Spritpreise ja so wunderbar dafür eignen einen schnellen politischen, symbolischen Erfolg zu erzielen. Die Entlastung kann der Bürger direkt an der Anzeigetafel der nächsten Tankstelle ablesen.

Und ich Verweise nochmal auf den Thread oben: politische Debatten verlaufen wirklich nur noch an solchen Linien. Einfach nur noch traurig und vor allem vorhersehbar.

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Sehen wir es mal positiv, vor Sonntag wird nichts mehr beschlossen. Danach ist bis zur NRW-Wahl erstmal Ruhe, dazwischen liegt noch Weihnachten. Und eins kann Merz ja sehr gut: ankündigen und dann nicht liefern. So ein klitzekleines bisschen erinnert mich das an das Vorgehen einer orangefarbenen Ente :laughing:

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