Psychologie als Hilfe zur Demokratie – oder nur zur Akzeptanz politischer Entscheidungen?

Brakemeiers Grundthese überzeugt: Politik sollte Psychologie ernster nehmen. Meine Kritik gilt nicht der Psychologie im politischen Raum, sondern der Art ihrer Anwendung. Im Interview werden politische Konflikte überwiegend als Kommunikations- und Emotionsprobleme behandelt; Interessen, Macht und Verteilungsfragen treten in den Hintergrund. Das Muster: Lehnen Menschen Maßnahmen ab, wird gefragt, wie man besser kommuniziert und nicht, ob die Lasten gerecht verteilt sind.

1. Kontrollierbarkeit zuerst

Ein Grundsatz der klinischen Psychologie: Die Bewältigungsstrategie richtet sich nach der Kontrollierbarkeit des Stressors. Ist er veränderbar, hat problemorientiertes Handeln Vorrang; Emotionsregulation kann unterstützen, nicht ersetzen. Politische Entscheidungen sind keine Naturereignisse, sie sind demokratisch veränderbar. Wer auf dem Bahngleis steht, während ein Zug naht, sollte nicht ausschließlich seine Angst regulieren: Die Angst signalisiert, den Stressor zu verlassen. Brakemeier setzt aber die Prämisse, man könne „systemisch erst mal nicht viel verändern“, an die Stelle der Prüfung, die den diagnostischen Kern ihrer eigenen Profession bildet.

2. „Aktiv werden“ bleibt unpolitisch

Sie benennt die Unterscheidung selbst (Was kann ich ändern? Wo werde ich aktiv?), füllt „aktiv werden“ dann aber fast nur mit Lebensstil: weniger Fleisch, Zug statt Flug, Wärmepumpe, Vorbild sein. Demonstrationen, Verbandsarbeit, Klagen kommen kaum vor. Fridays for Future erscheint als Mittel, mit der Angst „nicht mehr allein“ zu sein und nicht als Instrument, den Zug zu stoppen. So wird Aktivismus auf Emotionsregulation reduziert und der Austausch über Ängste therapeutisch stillgestellt, obwohl er historisch der Anfang kollektiver Veränderung ist.

3. Zuhören ersetzt keine Antwort

Der Zuspitzung „einfach mal die Fresse halten und zuhören“ stimmt sie zu („Absolut, ja“). Zuhören und Validieren sind wichtig, ersetzen aber keine Entscheidung. Containment stammt zudem aus einem asymmetrischen Verhältnis: Ein Therapeut hält Belastungen für jemanden aus, der die Rahmenbedingungen kaum beeinflussen kann. Politik ist anders positioniert: Sie hat den Stressor oft selbst geschaffen und könnte ihn ändern. Wer verursacht und dann als Anbieter emotionaler Bewältigung auftritt, wird zum Therapeuten seiner eigenen Betroffenen. Bezeichnend: Sie liefert die Diagnose selbst – bei tiefem Nachfragen gehe es meist um Grundbedürfnisse. Die Konsequenz wäre, Grundbedürfnisse zu sichern, nicht Ängste zu containen. Diesen Schritt geht sie nicht.

4. Akzeptanzsteuerung statt Debatte

Die Frage „Wie bewegt man Menschen, Opfer zu bringen?“ setzt voraus, dass die Maßnahmen richtig sind. Ob Opfer nötig, gerecht verteilt oder alternativlos sind, bleibt ausgeblendet. Wer die Chancen erhält und wer die Opfer trägt, wird nicht gefragt. Fallen beide auseinander, ist Widerstand keine kommunikative Fehlleistung, sondern eine nachvollziehbare Reaktion auf ungleiche Verteilung.

5. Interessen statt Missverständnisse

Widerstand wird als „objektiv irrational“ gerahmt (E-Autos seien billiger und angenehmer) – das übersieht, dass viele sich gar kein Auto leisten können. Wer in der Auto- oder Fleischindustrie arbeitet, dem droht durch die empfohlene Verhaltensänderung der Arbeitsplatz, während zugleich die Sicherungsnetze schrumpfen. Kommunikation kann Interessenkonflikte erklären oder überdecken, aber nicht auflösen. Auch die Beispiele tragen eine Klassenperspektive: Nachbar mit Wärmepumpe (setzt Eigentum voraus), Zugurlaub nach Skandinavien – laut Statistischem Bundesamt konnte sich 2025 jede fünfte Person keine Urlaubswoche leisten. Ein Gespräch, das vor Othering warnt, nutzt Beispiele, die nur für einen Teil der Angesprochenen erreichbar sind.

6. Gefahr der Depolitisierung

Ich unterstelle keine Absicht. Aber wenn gesellschaftliche Konflikte als individuelle Belastungen behandelt werden, verschiebt sich ihre Bearbeitung vom politischen in den therapeutischen Raum. Aus dem Bürger, der Veränderung anstrebt, wird ein Mensch, der lernen soll, seine Gefühle zu regulieren. Summiert über viele Behandlungen kann das genau die Koordination schwächen, die Veränderung erst ermöglicht.

Fazit

Brakemeier argumentiert psychologisch oft überzeugend. Problematisch ist der Anwendungsbereich: Modelle für unkontrollierbare Belastungen passen nicht ohne Weiteres auf veränderbare politische Konflikte. Die negative Emotion ist selten das Problem, sie ist die Warnleuchte. Wer sie abklebt, statt in die Werkstatt zu fahren, hat sich kurzfristig beruhigt; das Problem bleibt. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Psychologie in der Politik eine Rolle spielen soll, sondern wozu: um Bürger an Entscheidungen zu gewöhnen, oder um Politik an den Bedürfnissen und Einflussmöglichkeiten der Bürger auszurichten.

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Ein interessanter Aufschlag.

Einwenden möchte ich, dass es eben auch irrationale Ängste gibt. Dann hilft nur Konfrontationstherapie/systematische Desensibilisierung.

Was dein Beispiel Autoindustrie angeht, möchte ich noch anmerken, dass der Arbeitsplatzabbau transformationsbedingt weitergehen wird.

Daran lässt sich auch nichts ändern. Es wäre daher besser, es den dort Beschäftigten einfach zu sagen, sodass sie selbstwirksam handeln und sich nach Alternativen umtun können.

Dass Transformation verteilungsgerecht gestaltet werden muss, darin stimmen wir, denke ich, überein.

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Ich nehme an: Weder noch. Neben vielem anderem kann Psychologie dabei helfen, populistische Tricks zu erkennen. Wie hier, das erzeugen eines falschen Dilemmas. Es gibt nicht nur das obige „entweder oder“, das „für mich oder gegen Achselhaare“.

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Sehr guter Beitrag, danke!

Er macht eines sehr deutlich: Obwohl Frau Brakemeier formell (nicht qua Forschungsgebiet, aber) als Spitze der deutschen (forschenden) Psycholog:innen und Mitglied im Beratergremium der Bundesregierung extrem qualifiziert für die besprochenen Themen ist und auch genau so auftritt („Die Psychologie…“) und sicherlich viele Kolleg:innen sie bestätigen würden, vertritt sie eine mögliche Sicht der Dinge. Und nicht die einzig mögliche.

Im Endeffekt ist es eine Sicht, die, wie in deinem Beitrag klar wird, aus einem bestimmten Verständnis von Psychologie heraus letztlich unkritisch und unpolitisch ist. Damit will ich nicht sagen, dass sie selbst nicht persönlich engagiert ist - sie ist es nur auf eine spezifische Weise. Gleichzeitig gibt sie den Zuhörenden Denkfutter und die Illusion, etwas verstanden zu haben. Menschen werden in ein Denkmuster geführt und dort beschäftigt. Gelenkt auf individuelle Perspektiven, ihr eigenes Handeln, ihre unmittelbare Umgebung.

Insofern wirkt das Interview in doppelter Weise negativ im Hinblick auf nötige politische Veränderungen.

Ich halte die Psychologie - in einer erweiterten Perspektive - ebenfalls für extrem wichtig, insbesondere für die Klimakrise. Schließlich ist der Klimawandel „menschengemacht“ (die AfD-Problematik hängt u.a. damit zusammen). Dieser Podcast läuft aber Gefahr, aus den von dir u.a. angeführten und präzise formulierten Gründen - kontraproduktiv zu sein.

Psychologie in der Politik: Ja! Aber bitte nicht so.

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Ich habe mir das Interview mit Prof. Brakemeier ein zweites Mal angehört. Fazit beim ersten Mal: Endlich kommt Psychologie ins Spiel in Verbindung mit Politik! Alle äusseren Einflüsse gehen über den Filter der „Seele“ eines Menschen. Die Ableitungen aus dem Gefilterten ergeben die momentane Haltung bzw. feste Positionen. Die gehen von absurd bis schlau, aber niemals völlig rational – eben menschlich. Das wird in der politischen Ansprache wie in der intellektuellen Debatte viel zu wenig eingerechnet. Deshalb war ich allein schon über das Thema sehr erfreut. Und die Ausführung, im Zusammenspiel mit Philip und Ulf (in Hochform), war m.E. tadellos, anregend und gewinnbringend. So etwas muss unter die Leute! Bravo LdN!

Fazit nach dem zweiten Anhören, und nach den kritischen Kommentaren hier: WIE OBEN. Das war halt ein Interview über 1 Stunde und keine Vorlesungsreihe. Genau richtig, um auch von diesem Gesichtspunkt aus (dem wesentlichsten Menschen betreffend) zum Denken anzuregen.

Selbstverständlich geht es um Gerechtigkeit, Welt-Gerechtigkeit sogar! Aber Predigen hilft nicht. Man muss die Worte nicht einmal in den Mund nehmen, aber man kann den Leuten (auch den AfD-nahen) durch eigenes Handeln, tatsächlich ZUHÖREN und zugewandt nachfragen einen Schubs geben, der eine zuerst unmerkliche Richtungsänderung beim Gegenüber auslösen kann, und dann vielleicht mehr.

Diese Geschichte ist jetzt keine Sensation, aber eine kleine schon: Ich war Co-Sprecher eines Grünen OV (gegen den Widerstand der Co-Sprecherin). Vor der Gemeinderatswahl kam der 2. Bürgermeister von den Freien Wählern auf mich zu: „Ich soll dich überreden, für den GR zu kandidieren. Wir haben schon gesagt, du würdest da gut hineinpassen…“. Er kennt meinen Umgang mit Menschen. Der Co-Sprecherin war ich zu „radikal“, dabei kamen wir nie wirklich in ein gutes Gespräch. Ich halte mir zugute, dass ich eine warmherzige, wohlmeinende Wirkung auf Leute habe. Da hat dieses Interview regelrecht Begeisterung bei mir ausgelöst, weil so passend zu meinen gelebten Überzeugungen.

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Mit großem Interesse habe ich diese Spezialausgabe wie auch den folgenden wie auch diesen Thread verfolgt:

Ein großer Teil der Diskussion hier dreht sich darum, ob und wie Psychologie politisch helfen kann. Zentral ist die Frage: Dient Psychologie dazu, Demokratie zu stärken – oder primär dazu, Akzeptanz für ohnehin gesetzte politische Entscheidungen zu erzeugen? Dabei wird wird kritisiert, dass Psychologie im Interview primär dazu dient, Bürger zu beruhigen und ihre Akzeptanz für bereits beschlossene Maßnahmen zu erhöhen. Nach klassischer psychologischer Logik solle man aber zuerst prüfen, ob nicht doch der Auslöser von Stress und Ängsten veränderbar ist; bei veränderbaren Stressoren (politische Entscheidungen, Gesetzgebung) sei Problemlösen wichtiger als Emotionsregulation.

Zuhören und Verstehen sind wichtig sind, weil viele Menschen angeblich tatsächlich keine antidemokratische Ordnung wollten, sondern ernst genommen werden möchten. Allerdings: Das „Wie“ beim Zuhören blieb leider offen.

Ich, und ich denke, viele andere, ganz sicher auch gerade Politiker, tun sich schwer, Menschen wirklich emphatisch zuzuhören und durch geduldiges konstruktives nachfragen herauszufinden, was denn hinter z.B. rassistischer oder rechtsextremistischer Haltung, Leugnung von Fakten und Tatsachen / alternativer Realität, Hass auf Politik und Politikern, auf Medien und Journalisten, usw. steckt.

Entweder weil ihnen die Geduld und Toleranz fehlt, durch abermaliges Nachhaken auf verborgene Ängste und Sorgen zu stoßen, die man dann tatsächlich für ein konstruktives Gespräch aufnehmen kann.

Vor allem wohl aber, weil sie die dafür notwendige Gesprächs-„Technik“ nicht beherrschen - „Zuhören“ im anspruchsvollen Sinn ist ein aktiver Prozess, der auch Motive und Emotionen des Gegenübers ernst nimmt, nicht nur den Textinhalt.

Gut finde ich, wie hier hier auch konzediert wird, dass die meisten von uns bei vielen Gesprächen im Alltag nicht wirklich zuhören, sondern nur auf eine Sprechpause warten, um die eigenen Gedanken zu platzieren.

Interessant fand ich den Aspekt, dass Psychologie im Fall der Politik, anders als in der individuellen Behandlung, ja den Patienten nicht von außerhalb mit Distanz betrachten und analysieren kann, sondern als Teil der Gesellschaft auch Teil des Problems sind.

Der Vorschlag, die mit den Multikriesen verbundenen Ängste zu bewältigen, in dem man selbst aktiv wird, klingt erst mal gut, wird aber fragwürdig, wenn das Aktiv-werden dann auf die Änderung von Konsumentscheidungen (Wärmepumpen, E-Autos, weniger Fleisch, Zug statt Flug, …) reduziert wird. Bedeutet wirklich „aktiv werden“ nicht, die kollektiven politischen Werkzeuge nutzen, wie Demonstationen, Verbände, Klagen, Parteiarbeit (abgesehen davon, dass ich bezüglich deren Wirksamkeit erhebliche Zweifel habe)? Mit der Reduktion auf Konsumentscheidgungen verlagert sich der Schwerpunkt von echter Politik hin zu individualpsychologischer „Akzeptanzarbeit“, was am Ende die Fähigkeit zur kollektiven Veränderung schwächt.

Ich wünsche mir von der Psychologie, dass sie nicht nur erklärt, wie Menschen mit belastenden Entscheidungen leben können, sondern auch, wieso belastende Entscheidungen überhaupt zustande kommen und wie sie demokratisch, gerecht und wirksam verändert werden können.

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Gängig ist nach wie vor das Transaktionale Stress-Modell nach Lazarus:

Sowie das Vulnerabilitäts-Stress-Modell (v.a. aus der Klinischen Psychologie):

Das erste genannte Stress-Modell akzentuiert die spezifische individuelle Wahrnehmung eines möglichen Stressors, das zweite genannte Modell die unterschiedliche Verletzlichkeit bzw. Anfälligkeit.

Verallgemeinernd kann man zunächst also sagen, dass es recht individuell ist, ob etwas zu einem (relevanten) Stressor wird.

Die KI fasst es ganz gut zusammen:

Zusammenfassend lässt sich sagen: Stressoren existieren nicht einfach objektiv. Sie sind immer das Resultat der individuellen Interaktion zwischen dem Menschen und seiner Umwelt, geformt durch persönliche Erfahrungen, Einstellungen und verfügbare Bewältigungsstrategien.

Ob also z.B. das ‚Heizungsgesetz‘ oder die Klimakrise als Stressor wahrgenommen/empfunden wird, hängt zunächst einmal von individuellen Gegebenheiten ab.

Und dann gibt es noch das, was Martin Seligman ursprünglich als erlernte Hilflosigkeit bezeichnet hat:

Wie Erweiterungen der Theorie aufzeigten, ist nicht der tatsächliche Kontrollverlust über Verstärker entscheidend, sondern dessen Wahrnehmung, die zur Ansicht führt, keinen Einfluß ausüben zu können. Aus der Erkenntnis, daß die Hilflosigkeit via dysfunktionale internale, globale und stabile Attributionen zu Selbstbeschuldigungen führt, erwuchs Ende der 70er Jahre eine attributionstheoretische Neufassung des Ansatzes: Die Selbstbeschuldigungen führen dazu, nicht nur in der momentanen Situation, sondern auch in Zukunft bei allen Gelegenheiten unfähig zur Kontrolle zu sein.

Veränderte Attributionen sollen dem entgegenwirken.

Um das alles adressieren zu können, behaupte ich mal, bedarf es letztlich einer Psychotherapie.

Um noch mal das Problem herauszuarbeiten:

Was jemand als belastende politische Entscheidung im Sinne eines Stressors ansieht, hängt wesentlich auch von individuellen biopsychosozialen Voraussetzungen, seiner psychischen Widerstandsfähigkeit, (dys-)funktionalen Copingstrategien u. dgl. m. ab. Verschiedene Menschen sehen unterschiedliche Politiken als bedrohlich an.

An der Klima- und Transformationspolitik lässt sich das m.E. ganz gut illustrieren. Vereinfacht gesagt: Was den einen stresst, weil es Verluste in der Freiheit der Gegenwartsgestaltung und eine ungewollte Veränderung bedeutet, lindert bei der anderen den Stress, weil dadurch die Zukunft weniger fatal erscheint.

Eine mehrheitlich als sozial gerecht empfundene Lastenverteilung wird m.E. nicht alle überzeugen, da die Wahrnehung einer großen Minderheit recht konträr zu der der Mehrheit ist.

Eine sozial klimagerechte Ausgestaltung der Transformation ist aber notwendig, um eine grundsätzlich aufgeschlossene Mehrheit ‚mitnehmen‘ zu können.

Verlustaversion und Gegenwartspräferenz sind hier natürlich auch noch bedeutsam:

Beide sind auch eine Hürde für die Wohlwollenden.

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Es geht m.E. gar nicht um einzelne politische Entscheidung.

Es geht m.E. um die eigene Wahrnehmung eines vermeintlichen oder tatsächlichen Musters, wie: „Die Politik ignoriert seit Jahrzehnten die großen drängenden Probleme weitgehend“ (tatsächlich Klima, Wohnen, Rente, Pflege, Gesundheitswesen, Verteilung, das Erstarken von Rechtsextremismus und Rassismus, etc., aber für nicht wenige vermeintlich auch: Sicherheit, Migration, …) > „Auf welches Basis kann ich noch hoffen, dass das nach Jahrzehnten des Nicht-Liefern in der Zukunft noch gelingen wird?“ > „Funktioniert unsere politisches und wirtschaftliches System strukturell einfach nicht mehr?“ > „Das macht mir Angst“ (um die wirtschaftliche Basis meiner Familie, um die Zukunft meiner Kinder und Enkel, vor der physischen Bedrohung durch die Klimakrise, …).

Wenn dann noch die eigene Regierung tatsächlich oder vermeintlich eine „Fehlentscheidung“ nach der anderen fällt …

Und das wird verstärkt durch den wahrgenommenen oder tatsächlichen Dauer-Multikrisen-Modus: Klimakrise, Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine, Angriffskrieg der USA gegen den Iran / Strasse von Hormuz, Energiekrise, Entwicklung der USA zu einer Autokratie, wirtschaftliche Dominanz Chinas, …

Ich weiß selbst nicht, wie man angesichts dessen nicht gestresst sein könnte?

Eigener Einfluss? Null! Die individuellen Konsum- und Investitionsentscheidung sind ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein. Und der politische Einfluss ist angesichts des Zustands unseres politischen Systems null.

Hilflosigkeit? Total!

Das geht nicht nur AfD-Wählern so. Geht es nicht uns allen so? Wie seht Ihr das?

Nur, dass eben nicht alle für sich entscheiden, die Wahl von Rechtsextremen und Rassisten könnte eine Lösung sein …

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Klar entsteht bei vielen der Eindruck der Krisenhäufung und damit einhergehend eine Art emotionaler Belastung, die größer ist, als wenn das nicht der Fall wäre.

Auch veränderte Mediennutzung spielt da sicherlich eine Rolle, z.B.:

Da unterschiedliche Menschen aber unterschiedliche (konkrete) Trigger (und Bewältigungsstrategien) haben, wird sich auch hier nicht bei allen das gleiche Bild ergeben.

Um mal ein einfaches Beispiel zu nehmen: Im Kalten Krieg hatten einige die dräuende Vernichtung durch einen Atomkrieg oft vor Augen, während r andere wiederum in der Zeit eine relative Stabilität wahrnahmen, nach dem Motto: ‚Da war die Welt noch klar geordnet.‘

Heutzutage mögen viele das Grundgefühl, dass nichts vorangehe, teilen. Aber je nach präferierter Richtung, in die es vorangehen soll, sind sie doch recht unterschiedlich und mithin gegensätzlich.

Dass (fast) alle ‚genervt‘ sind, heißt ja noch lange nicht, dass alle den gleichen Fortschritt wollen.

Und das ist eben das Problem.

Noch ein Gedanke: Einige nerden sich in die komplexe Weltlage rein, um so eine Art von Kontrollierbarkeit der Situation zu finden. Die versuchen anhand ihrer Analysen dann auch Lösungsmöglichkeiten zu finden. Andere wiederum sind so überfordert, dass sie - um Kontrolle zu gewinnen - auf populistische Versprechen als Erfüllung ihres Wunsches nach Übersichtlichkeit hereinfallen und sich in eine Vorstellung von der ‚guten alten Zeit‘, die es bekanntermaßen ja so nie gab, flüchten.

Das sind völlig unterschiedliche Bewältigungsstrategien, die zumeist auch zu sehr unterschiedlichen politischen Wunschvorstellungen führen.

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Noch ein Nachtrag:

Man ist oft geneigt, und ich schließe mich da keineswegs aus, anzunehmen, dass andere Menschen (auch und besonders politisch anders tickende) ja eigentlich doch einem selbst und der eigenen Gruppe letztlich sehr ähnlich wären.

Das nennt man auch Generalisierung.

Das trifft auf Rechte, die ja oft einen angeblich einheitlichen Volkswillen herbeifabulieren, genauso zu wie auf Menschen aus anderen Gruppen.

Die eigene Brille ist dabei stets auch ein Stück weit durch die mehrheitlichen Erfahrungen im sozialen Umfeld getrübt. Und - auch ein typischer kognitiver Mechanismus - was nicht (ganz) passt, wird passend gemacht.

Das ist dann durchaus dem Mechanismus der Assimilation (n. d. Kognitionspsychologen Jean Piaget) vergleichbar (KI):

Neue Erfahrungen oder Informationen werden in bereits bestehende Denkmuster (Schemata) eingeordnet. Die Umwelt wird passend gemacht, ohne das vorhandene Wissen zu verändern.

Und natürlich wünscht man sich auch, dass alle anderen politisch in etwa so dächten, wie man selbst.

Aber in der Realität sind Menschen dann doch ganz unterschiedlich. Einige sind kognitiv flexibel, andere eher rigide, einige haben eine große Erfahrungsoffenheit, andere nicht, einige sind selbstbezogen im Sinne narzisstischer Rivalität, anderen ist das fremd, einige fühlen sich schnell bedroht, andere sehr selten, einige sind empathischer als andere, einige sind veränderungsaffin, andere lehnen Veränderungen eher ab usw. All das beeinflusst die politische Ausrichtung (s.o.).

Was die eine als Freiheitsraum erlebt, ist für den anderen Chaos. Und was der eine als notwendigen Fortschritt ansieht, ist für die andere eine Bedrohung des Sicherheit bietenden ‚Bewährten‘.

So muss man z.B. ganz anders vorgehen, wenn man Konservativen die Energiewende ‚schmackhaft‘ machen will („in unterschiedlichen politischen Lagern werden jeweils andere Argumente bevorzugt“).

Das Problem ist nur, dass alles ja gleichzeitig im öffentlichen Raum (z.B. Medien) koexistiert. Bestimmtes kann daher bestimmte gesellschaftliche Teilgruppen verschrecken.

Es bleibt daher kompliziert, auch wenn sich alle auf je unterschiedliche Art und Weise substanzielle Veränderungen wünschen.

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Ihre Expertise liegt in einem völlig anderen Bereich, das ist hier keine Nebensache. Es gibt ja durchaus PsychologInnen, die ihre gesamte wissenschaftliche Karriere darauf aufbauen, politische Prozesse im Verhalten des Einzelnen zu erforschen. Frau Brakemeier ist eine Quereinsteigerin und das merkt man. Psychologie ist dort, wo sie als Wissenschaft am ernsteren zu nehmen ist, die Wissenschaft des Verhaltens einzelner, angewendet auf strukturelle Probleme erzeugt sie bei mir immer den Eindruck, dass gesellschaftliche Probleme individualisiert werden sollen. Dass das im kleinen Kreis (tend and befriend) passieren kann ändert daran wenig.

Was Brakemeier anscheinend gut kann, ist Netzwerke aufbauen und durch ihre Kontakte - sie ist die einzige Präsidentin des deutschen Psychotherapiekongresses jemals, die es geschafft hat, den Bundesgesundheitsminister persönlich einzuladen - sicher einflussreicher.

Das erzeugt leider aber auch den Eindruck der psychologischen Verbrämung eines politischen Programms (zur Erinnerung: sie ist SPD-Mitglied) und gleichzeitig sie Politisierung ihrer wissenschaftlichen Disziplin.

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Auf die Gefahr hin, Dich diesbezüglich misszuverstehen:

Ich glaube, die die deutliche Mehrheit der Konservativen, Liberalen und Progressiven (einschl. Grünen) sind sich in der Einschätzung unsere aktuellen gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Situation einigermaßen einig - für die meisten habe ich sogar Befunde dafür gefunden:

  • Mieten in Ballungsgebieten sind ein Problem! Zusammen mit Daten zu stark belasteten Miethaushalten und Berichten darüber, dass „eine Mehrheit keine bezahlbaren Wohnungen findet“, kann man hier von einer breiten Problemanerkennung sprechen.
  • Ebenso der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Bereich
  • Die Finanzierung unseres Rentensystem steht seit Jahrzehnten auf wackeligen Füßen. Umfragen zeigen immer wieder hohe Anteile, die sich „große Sorgen“ machen, die Politik „unzureichend“ finden oder „mehr Engagement“ fordern – die genaue Mehrheitsgröße hängt stark von der konkreten Frage und dem Zeitpunkt der Umfrage. (Ob das mit der aktuellen Reform sich zum Besseren wendet, werden viele Menschen noch nicht beurteilen wollen - bleiben vermutlich daher erst einmal bei ihrer bisherigen Einschätzung)
  • Ebenso die Pflege. Die Mehrheit der Bevölkerung hält die Finanzierung des Pflegesystems für instabil bzw. chronisch unterfinanziert und blickt mit wenig Vertrauen auf die nächsten Jahre
  • Ebenso unsere Kommunen (zur Wahrnehmung der Finanzierungssicherheit durch die Bevölkerung gibt es aber wesentlich weniger repräsentative Umfragen als bei Pflege oder Rente.)
  • Wir müssen mehr tun für den Schutz des Klimas und für die Vorsorge gegen die Auswirkung der nicht mehr anwendbaren Klimakatastrophe - eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland hält Klimaschutz für wichtig und spricht sich dafür aus, dass Politik mehr tut – zugleich wächst das Bewusstsein, dass Anpassung an unvermeidbare Folgen nötig ist.
  • Die Bildung, die unser Staat unseren Kindern anzubieten hat, ist allenfalls mittelmäßig und ungerecht (aktuelle NDR‑Umfrage: 65 % empfinden das deutsche Bildungssystem als (eher) ungerecht, 90 % sehen den Lehrkräftemangel, 84 % Lernrückstände der Schüler und 80 % den Zustand der Schulgebäude als große Probleme)
  • ebenso die Digitalisierung von Staat und Wirtschaft: Die Mehrheit der Bevölkerung sieht Deutschland als Nachzügler, insbesondere bei der digitalen Verwaltung; wirtschaftlich liegt Deutschland im internationalen Vergleich meist nur im Mittelfeld
  • unsere öffentlichen Infrastruktur ist erschreckend desolat
  • Die Verteilung, v.a. die des Vermögens, wird von einem großen Teil der Bevölkerung als sehr ungerecht empfunden. Eine aktuelle ARD‑Umfrage zeigt, dass 81 % der Menschen in Deutschland den Wohlstand im Land als ungerecht verteilt betrachten.
  • Lobbyinteressen haben zu viele Einfluss auf die Politik. Eine infratest‑dimap‑Umfrage für abgeordnetenwatch ergab, dass 82 % der Befragten den Einfluss von Lobbyisten als „zu hoch“ oder „viel zu hoch“ einschätzen, und ebenso viele sprechen sich für strengere Regulierung aus

(und das sind nur einige Themen, die mir spontan in den Kopf kommen).

Wenn ich z.B. mit meinen Schwager, einem notorischen CSU-Wähler und Nuhr-Fan, einzeln diese Punkte diskutiere, stellt wir schnell fest: Wir differieren nicht im Grundsatz, sondern in Nuancen. Ja, das ist nur narrative Evidenz und nichts wert. Aber ich wüsste nicht, wie ein einigermaßen informierter (s.u.) Mensch da zu einer abweichenden Einschätzung kommen könnte.

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Fortsetzung:

Worüber tatsächlich kein Konsens besteht ist in der Frage, mit welchen Maßnahmen diese Missstände zu beseitigen sind.

Das liegt aber v.a. an der Komplexität dieser Themen und v.a. daran, dass die gegenseitige Beeinflussung von möglichen Maßnahmen auf diese verschiedene Problemfelder die Sache noch beliebig komplexer machen. Niemand wäre in der Lage, ohne erheblichen interdisziplinären Aufwand ein „Programm der Nation“ zu schreiben mit einem Maßnahmen-Katalog, um die gesellschaftliche und wirtschaftliche „Karre wieder auf dem Dreck zu ziehen“. Partei- und Wahlprogramme sind das eher nicht.

Das gilt umso mehr, als dass die wenigsten sich so intensiv mit Politik und Wirtschaft beschäftigen wie die Autoren und Leser dieses Forums bzw. Hörer dieses Podcasts. Ich hatte das nie überprüft, was hier gelegentlich postuliert wird: Dass der durchschnittliche Wähler sich am Tag max. 5 Minuten mit Politik und Nachrichten beschäftigt. Vermutlich ist es eine rhetorische Zuspitzung für die offenbar doch robuste Evidenz eines verbreiteten geringen Interesse und „Low‑Information“-Wähler. Laut KI stützen „bekannten Studien und Umfragen“ die Aussage, dass ein „relevanter Teil“ der Wahlberechtigten Politik nur gelegentlich und oberflächlich verfolgt (Gelegenheitswähler, geringe politische Ressourcenausstattung, geringes Interesse usw.). Je nach Alter und Bildung liegt der Anteil der klar politisch Interessierten grob zwischen einem Drittel und gut der Hälfte der Bevölkerung. D.h. viele bis sehr viele Menschen treffen ihre Wahlentscheidung mit begrenzter Information und stark über Heuristiken, Mediennarrative und soziale Bezüge; sie sind damit anfällig für Vereinfachung und Desinformation.

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Eine persönliche Begebenheit wahrheitsgetreu wiederzugeben und damit ein Beispiel zu generieren, das den eigenen Standpunkt verständlicher machen soll, ist fern der narrativen Beweisführung. Und sehr wohl etwas wert. Es git ausreichend Hinweise, dass aus Studien gepickte Rosinen und Statistik-Hörigkeit weit weniger Wert haben. Beispiel: Propaganda - #35 von runzelzwo

Da vertaue lieber einer authentischen Geschichte, die ohne den Anspruch, alles erklären zu können, daher kommt.

Auch aufgrund ihrer Gefühle, die aus vielem entstehen und entstanden sein können als Emotionen wirken. Die Annahme, der Mensch sei ein rein rationales Wesen, ist irrig. Wie sonst wäre es zu erklären, dass man für eine Politik, die 80% der Menschen Vorteile bringt, keine Mehrheit bekommt in Deutschland?

Diese Faktoren wirken auch gerne als Trigger und Verstärker für ohnehin hin vorhandene Befindlichkeiten und Prägung.

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Aber genau da fängt’s ja an, interessant bzw. konfliktär zu werden.

Dass nahezu alle auf verschiedenen Gebieten mehr und Besseres haben wollen, ist ja klar.

Schwierig wird’s, wenn’s konkret wird.

Und da zeigen sich dann erst die divergierenden Einstellungen, emotionalen Zugänge, Wahrnehmungen und - wie du treffend angemerkt hast - Heuristiken.

Die Forscher Felix Hormig und Cyrill Otteni haben dies in der Auswertung eines verhaltensökonomischen Experiments mit über 33.000 Teilnehmern in acht europäischen Ländern im Rahmen des Dresdner Polarisierungsbarometers untersucht. Mittels eines „Diktatorspiels“ wurde gemessen, welche Summe fiktiven Geldes Probanden an Fremde vergeben, deren Profile sich in politischen und sozialen Merkmalen unterscheiden. Das Ergebnis ist eindeutig: Politische Überzeugungen – nicht Alter, Geschlecht oder Herkunft – sind der stärkste Treiber affektiver Polarisierung in Europa.

Menschen in stark polarisierten Gruppen empfinden besonders große emotionale Nähe zu Gleichgesinnten und deutliche Distanz zu Andersdenkenden. Diese wahrgenommene emotionale Übereinstimmung stärkt das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der eigenen Gruppe und vertieft zugleich gesellschaftliche Spaltung. Die Studie „Emotionally Aligned and Structurally Sorted: How Opinion Groups Divide on Climate and Asylum“ ist in der Fachzeitschrift PNAS Nexus erschienen.

Dieser In- und Out-Group-Bias ist sozusagen ein Klassiker der Sozialpsychologie, wobei die Prädispositionen wiederum persönlichkeitspsychologisch erklärbar sind.

In der FAZ wird noch auf Lux et al. 2026 Bezug genommen:

Der Ausgangspunkt ist eine bekannte, mit wechselnden Begriffen operierende Gegenwartsbeschreibung, die eine neue Konfliktachse zwischen „Kosmopoliten“ und „Kommunitaristen“ diagnostiziert. Den „Weltoffenen“ – mobil, gebildet, urban und veränderungsbereit – stehen demnach die „Bodenständigen“ gegenüber, die stärker an Herkunft und Traditionen gebunden sind. Wenn die Einstellungen dieser beiden Gruppen aufeinanderprallen, entstehen, so die These, politische Konflikte, die sich nicht mehr auf Interessenkonflikte beziehen, die sich durch Umverteilung befrieden ließen, sondern auf unvereinbare Wertmuster.

Das sieht dann so aus:

https://pure.mpg.de/rest/items/item_3704173_5/component/file_3704174/content

Bei Umverteilung gibt es nahezu keine Polarisierung und trotzdem wird sie sehr kontrovers diskutiert.

Beim Diversitätsthema spannen sich diese Einstellungsunterschiede vor allem entlang des Modernitätsgrads der Lebensführung auf und sind damit stärker kulturalistisch und wertemäßig zu interpretieren, während bei den Themen Migration und Klimaschutz neben dem Modernitätsgrad auch das Ausstattungsniveau eine Rolle spielt. Dabei bleiben signifikante Einstellungsunterschiede selbst dann bestehen, wenn wir für die klassischen Sozialstrukturvariablen wie Klasse, Bildung, Geschlecht und Alter kontrollieren.

Psycholog:innen würden sich jetzt fragen, ob denn die soziologischen Variablen überhaupt schon hinreichend geeignet sind, die Unterschiede herauszuschälen. Und ob nicht tiefgreifendere Faktoren die eigentlich entscheidenden sind.

Schon, aber es ist komplizierter:

Wir identifizieren in Deutschland fünf klar unterscheidbare Einstellungstypen zum Klimawandel und zur sozialökologischen Transformation, die Klimatypen. Es zeigt sich, dass ein Problembewusstsein für den Klimawandel und Klimaschutz nicht zwangsläufig mit einer Zustimmung zu klimapolitischen Maßnahmen und einem optimistischen Blick auf die sozial-ökologische Transformation einhergeht.

Liebe Hörer*innen der Lage,

ich bin Maja, selbst Hörerin der Lage, und schreibe aktuell an meiner Bachelorarbeit zu den psychologischen Einflussfaktoren auf das aktuelle politische Weltgeschehen. Für meine Studie suche ich Menschen, die ihre persönlichen Ansichten zu der deutschen Parteienlandschaft teilen möchten, ganz egal, welche Meinung du hast oder welche Partei du wählst. Die Teilnahme an der Studie nimmt nur 25 bis 30 Minuten in Anspruch und würde mir sehr weiterhelfen.

Um an der Studie teilzunehmen, musst du mindestens 16 Jahre alt sein. Eine deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich! :ballot_box_with_ballot:

Zur Teilnahme an der Studie folge bitte dem folgenden Link:

Vielen Dank für deine Teilnahme, ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag!

PS: Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du diese Nachricht an weitere Kontakte, ob alt oder jung, von dir weiterleiten möchtest, so kann ich einen tieferen Einblick in die politischen Ansichten verschiedener Menschen gewinnen. Ich danke dir sehr für deine Mithilfe! :smiling_face:

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Hallo Maja,

habt ihr die Items in Pretests auf Eindeutigkeit und Klarheit getestet?

Was ich mir noch gedacht habe, ist, dass das eine natürlich das Antworten im Sinne sozialer Erwünschtheit ist, etwas völlig anderes jedoch, wie die Betreffenden in einer realen Situation tatsächlich reagieren würden.

Wünsche euch noch viele Proband:innen.

LG
Simsalabeam

Guten Morgen Simsalabeam, ja, die Items der Pretests wurden auf Eindeutigkeit und Klarheit getestet. Soziale Erwünschtheit lässt sich bei einem Fragebogen leider nicht komplett ausschließen. Gleichzeitig finde ich es wichtig, im Hinterkopf zu behalten, dass es hier hauptsächlich um Anhänger*innnen einer Partei geht und nicht um Politiker*innen. Da können sich bestimmte Aspekte doch schon sehr unterscheiden. Natürlich können wir aber auch nicht wissen, wie bestimmte Menschen tatsächlich reagieren würden. Vielen Dank für deine Teilnahme!

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