Ich denke auch, hier liegt der Hase im Pfeffer. Allerdings: 13% so geil können auch konservative RentnerInnen Merz’ Politik nicht finden.
Das ist richtig, aber wie gesagt: 13%
Hier wird es inhaltlich aus meiner Sicht spannend und ich bin ebenfalls der Überzeugung, dass die Nachrichtenlage über die wirtschaftlichen Probleme und natürlich ihre reale Existenz der Kern des schlechten Abschneidens der Regierung Merz ist. Nur: Wir sind uns alle einig, dass Merz Politik diese eher verschärft, als löst. Jede Maßnahme, die nicht darauf abzielt die Reichen stärker zu besteuern und mehr Geld in den Taschen der Ärmeren zu lassen verstärkt die Schwäche des Binnenmarktes, entzieht Wohlstand der Breite, lässt Asset- und damit Häuser- und Mietpreise steigen und nimmt der Breite somit mehr Kaufkraft. Weil aber der Konservative Teil der Bevölkerung 30 Jahre lang neoliberal gebrainwashed wurde und glaubt, dass mehr vom gleichen das offensichtliche Problem löst, werden wir halt eher Konzentrationslager und Arbeitsdienst für faule Alleinerziehende bekommen, als eine Vermögenssteuer die ihren Namen verdient.
Wir sollen also Axel Springer und Zerschlagen und die Milliardäre, denen die Medien und Platformen gehören auf unsere Seite ziehen? Das nenne ich mal Optimismus. Oder Größenwahn. Ich glaube nicht, dass es an den Kommunikationsstrategien liegt. Es liegt an der massiven Machtasymmetrie zwischen denen, denen die Mittel der Kommunikation gehören und dem Rest. Und ich sage es ganz deutlich: Ich glaube inzwischen nicht mehr, dass sich irgendwas ändert, bevor die Menschen verzweifelt und wütend genug sind, dass sich -um es mal als Meme auszudrücken- so etwas wie Luigi maximal intensiviert.
