Die gibt es, das wird auch niemand ernsthaft bestreiten. Auch keine demokratische Partei würde zig Millionen Menschen hier aufnehmen wollen. Muss man aber auch nicht. Das Problem gab es nämlich in Wahrheit nicht. Und wenn man meint, das habe es gegeben, kann man ja mal überlegen, ob Deutschland sich wirklich so richtig angestrengt hat. diese Menschen aufzunehmen und zu integrieren, aber es hat einfach nicht gereicht? Oder ob man in Wahrheit von Anfang an reichlich Integrationshindernisse hatte, an denen man ganz bewusst festhalten wollte, grade nicht, weil es objektiv messbare Grenzen gab, sondern weil man einfach die Ausländer loswerden wollte. Genau diese Wahrheit über die angeblich so ernstzunehmenden Probleme hat Andi Scheuer mal so unvergesslich auf den Punkt gebracht: Andreas Scheuer: CSU-Generalsekretär über Flüchtlinge "Das Schlimmste ist ein ministrierender Senegalese" - DER SPIEGEL „Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Sengalese, der über drei Jahre da ist - weil den wirst Du nie wieder abschieben. Aber für den ist das Asylrecht nicht gemacht, sondern der ist Wirtschaftsflüchtling.“
Es geht den Rechten nicht um reale Probleme mit Straftätern oder sonstwas, sondern darum, die realen Probleme als Rechtfertigung für den eigenen Rassismus aufzublasen zur „Mutter aller Probleme“. Deswegen kann einem auch kein AfDling erklären, wo genau diese Obergrenze aus welchen messbaren Gründen liegen sollte. Wenn sie bspw. geglaubt hätten, die Grenze liege bei 280.000/Jahr, wie die CSU es früher mal vertreten hatte, müsste das Problem bei zuletzt unter 250.000/Jahr doch längst gelöst sein. Aber wetten, dass die wenigstens AfDlinge überhaupt wissen, wie groß die Zuwanderung letztes Jahr genau gewesen ist? Weil sie zwar große Angst vor Überfremdung haben, in ihrem 500 Einwohner-Dorf, in dem seit 20 Jahren niemand dazu gekommen ist, weil unter denen keiner bleiben mag, aber nicht so große Angst, dass sie sich ernstlich damit befasst hätten. Nur wenns für ein bisschen „darf man ja wohl noch sagen“-Rassismus herhalten muss, dann ist es wieder eine große Angst.
Und weil diese bösartigen Menschen in Wirklichkeit einfach keine Ausländer hier haben wollen, passt es dann auch gut zusammen, dass man zwar immer krokodiltränenreich beklagt, wie furchtbar schlimm diese oder jene Straftat wäre (zufällig stets nur, wenn ein Migrant der Täter ist) und nur solche arg schlimmen Straftäter müsste man endlich mal abschieben, aber auf der anderen Seite auf die Barrikaden geht, wenn für bestintegrierte Menschen, die genau das tun, sogar übererfüllen, was wir (angeblich nur) wollen, genau die Jobs machen, die wir dringenst brauchen, ein beschleunigtes Einbürgerungsverfahren ermöglicht wird. Da wird dann die deutsche Staatsbürgerschaft „verramscht“. An die „fußballspielenden, ministrierenden Senegalesen“ womöglich! Aber selbst wenn man also rassistische Politik will, gibts dafür ja ein demokratisches Angebot einer Partei, die sich bei Migration halt soweit rechts raus lehnt, wie es vielleicht mit ein par Tricks und Kniffen zumindest nicht gerichtsfest widerlegbar rechtstreu sein mag. Wenn einem das dann immer noch nicht rechts genug ist, ist nicht die Demokratie oder die demokratischen Parteien gescheitert, sondern man selbst am eigenen Charakter.