Du spielst auf das Extremrisiko eines plötzlichen, sehr starken Börseneinbruchs an – also die Angst, dass ein großer Crash die kapitalgedeckten Rentenansprüche stark entwertet.
Im Oktober 1929 („Schwarzer Donnerstag / Freitag“) brachen die Aktienkurse an der New Yorker Börse massiv ein; innerhalb weniger Tage verlor der Dow-Jones-Index einen großen Teil seines Wertes. Dieser Börsenkrach gilt als Auftakt der Weltwirtschaftskrise, die in den folgenden Jahren weltweit zu Firmenpleiten, stark steigender Arbeitslosigkeit und einem Einbruch der Wirtschaftsleistung führte. Historisch ist 1929 daher ein Symbol für den schlimmsten Börsencrash der Moderne und wird deshalb in der politischen Debatte oft als warnendes Beispiel gegen eine starke Kapitalmarktabhängigkeit der Rente verwendet.
Dazu folgende Einordnung:
1929 war ein unregulierter, stark spekulativ aufgeheizter Markt mit Konzentrationsrisiken und fehlenden Sicherungsmechanismen. Heute haben wir vollkommen andere Rahmenbedingungen: globale Diversifikation über Tausende Titel, strengere Regulierung, Transparenz- und Berichtspflichten sowie Zentralbank‑Backstops.
Ein Crash wie 1929 würde den Fondswert kurzfristig stark drücken, aber ein langfristig und kontinuierlich besparter, breit gestreuter Fonds erholt sich historisch betrachtet mit hoher Wahrscheinlichkeit; selbst der AP7 hat in Krisenphasen (Dotcom‑Crash, Finanzkrise 2008, Corona‑Crash) zwischenzeitlich stark verloren, über die Jahrzehnte aber sehr hohe Renditen erzielt (im Schnitt 11% vor Kosten). Für Jüngere bedeutet ein Crash, dass künftige Beiträge zu niedrigen Kursen investieren, was langfristig die Rendite stärkt.
Ein „Super‑GAU“, der einen global gestreuten Staatsfonds dauerhaft vernichtet, wäre gleichzeitig ein Szenario, in dem auch das umlagefinanzierte System massiv leidet, weil Beschäftigung und Löhe und Steueraufkommen einbrechen würden.