Im Falle von Vonovia sind es weniger schwedische Staatsfonds, als die der norwegische Staatsfonds (Norges Bank), der einen Anteil von rund 14,5 % am Unternehmen hält.
Das Problem ist, dass Vonovia sich gelinde gesagt sehr stark rendite- und gewinnorientiert ist und das regelmäßig zulasten der Mieter von Vonovia-Wohnungen geht. Dazu gehören
- Unzulässige Mieterhöhungen
- Intransparente Betriebs- und Heizkosten
- Mangelhafte Instandhaltung
- Verdrängung durch Modernisierung
Anders gesagt: Wenn Vonovia alle gesetzlichen Bestimmungen einhalten würde, wären die Renditen vermutlich sehr viel geringer. Wenn das Unternehmen darüber hinaus sogar bestrebt wäre, bezahlbaren Wohnraum anzubieten, wäre das Geschäftsmodell vermutlich im Eimer.
Würde ich auch sagen, aber das ist ja gerade das Prinzip am Investment in Immobilienfonds oder einzelne Immobilienunternehmen.
Ein sehr anschauliches Beispiel dafür gab es mal in Berlin: Mieter eines Hauses bekamen 200%ige Mieterhöhungen. An dem Geflecht aus Immobiliengesellschaften, denen das Haus gehörte, war u. a. das Versorgungswerk der Zahnärzte Schleswig-Holstein beteiligt. Sprich: Die Mieter in Berlin sollten durch horrende Mietsteigerungen die Rente von Zahnärzten in Norddeutschland mitfinanzieren.