LdN 465: Feedback allgemein

Sehe ich ganz genauso. Ich bin selbst Unternehmer in einer ähnlichen Größenordnung wie Herr Scheel und ich hatte seine Problematik auf dessen Youtube Kanal damals schon etwas verfolgt, musste aber irgendwann damit aufhören, weil ich diese Einseitigkeit nicht mehr ausgehalten hab.

Wenn ich als Unternehmer ein Bauvorhaben plane, dann beginne ich mit der Ausführung eben erst, wenn ich auch alle Genehmigungen habe. Wenn ich zeitgleich aber Platz brauche, dann muss ich mir für diese Übergangszeit eben eine andere Lösung suchen.

Wenn ich dann einfach mit Bau anfange und im Nachgang Probleme mit den Behörden bekomme, dann brauche ich mich nicht wundern.

Ich finde Herr Scheel macht es sich hier an sehr vielen Stellen zu einfach und sieht überall nur die Schuld der Behörden.

Die sehr hohen Auflagen beim Brandschutz/ Bau im Außenbereich usw. gibt es nicht umsonst.

Ich befinde mich gerade selbst in der Durchführung eines Erweiterungsbaus in welchem Zuge der gesamte Brandschutz der Firma neu gedacht werden muss.

Ja das nervt. Aber dafür gibt es Büros und Fachleute, die wühlen sich durch die unzähligen Auflagen usw. Das muss man als Unternehmer nicht selbst machen und die Kosten für einen Sachverständigen sind tatsächlich sehr überschaubar.

Und ja diese Aussagen wie „auch mal Fünfe gerade sein lassen“, weil man Steuern bezahle suggerieren einfach ein ganz komisches Verständnis von Steuern. Das sind keine Bestechungsgelder für die Gemeinde.

Hätte mir in der Folge tatsächich auch gewünscht, dass man die Argumentationen von Herrn Scheel etwas mehr hinterfragt und vielleicht etwas in den Fokus rückt, das er ganz wissentlich gegen Auflagen verstoßen hat.

Ja behördliche Auflagen können einem als Unternehmer hier und da Steine in den Weg legen, aber wenn man sich gut beraten lässt und mit den Behörden normal kommuniziert findet sich in der Regel immer ein Weg der passt.

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Fand das Gespräch sehr interessant.
Zum Hören etwas anstrengend. Aber nicht unbedingt, weil Herr Scheel emotional wurde, sondern weil er einfach akustisch oft sehr laut war. Fast schreiend.
Falls es möglich sein sollte, diese Lautstärke durch Bearbeitung etwas zu dämpfen, fände ich das super beim nächsten Mal.

Inhaltlich ist die Balance zwischen Regeln als Schutz (ja, Bürokratie schützt) und als Zumutung schwer zu finden. Finde ich nicht so einfach, wie Herr Scheel das darstellt. Da ich selbst als Beamtin gearbeitet habe, kann ich in etwa einschätzen, wo das Problem liegt. Es braucht Entscheidungsmut und Pragmatismus. Gleichzeitig müssen Gesetze beachtet werden, weil sie einen Sinn haben und weil eben nicht die Exekutive (und Judikative) über sie entscheidet. Wenn diese für den „Kunden“ eine Einschränkung darstellen, hat dieser oft Probleme, Entscheidungen zu akzeptieren.
Finde die Idee von „Verantwortung in einer Hand“ überlegenswert. Und die Haftung einzelner Sachbearbeiter finde ich auch schwierig (zumal Politiker zeitgleich riesige Schäden verursachen, ohne Untersuchungsausschuss etc. siehe Jens Spahn). Die Haftungsangst dürfte oft vernünftige Entscheidungen verhindern.

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Ich finde Herrn Scheel immer schwierig, da seine Kritik an der Verwaltung auch eine Marketingstrategie ist. Man kann nur sehr schwer eine Einschätzung seiner Kritik machen, wenn man sie oberflächlich und einseitig betrachtet.

Viele Regelungen haben halt ihren Sinn, auch wenn man ihn nicht einfach so erkennen kann oder gerne ignorieren will. Und wenn die Feuerwehr zu langsam zu seiner Fabrik kommt, weil sie halt nicht im Gewerbegebiet liegt sondern irgendwo die Landschaft zersiedelt und seine Arbeiter im Feuer sterben, weil ein Baugerüst einfach keine Rettungstreppe ist und ein Seil an einem Fenster keine Entrauchungsanlage, dann kommt als nächstes die Frage, wie die Behörden so versagen konnten.

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Ich kann mich dem nur anschließen.

Dass es frustrierend sein kann, wenn Projekte nicht so funktionieren wie man es sich vorstellt und die Koopereation mit den Behörden zu wünschen übriglässt - verständlich. Gleichzeitig legt Herr Scheel (nicht nur hier, sondern als Trademark in seinen ganzen Auftritten) eine Attitüde an den Tag, die es schwer macht, Sympathien zu entwickeln.

Die andauernd unterschwellig mitschwingende Anschuldigung, alle möglichen Behörden seien nur darauf aus, ihn zu drangsalieren, weil sie nicht nach seiner Pfeife tanzen bzw. nicht noch mal ein Auge zudrücken oder dergleichen, finde ich schon problematisch. Dass an einen Stall oder eine Scheune andere baurechtliche Anforderungen gelten als an eine Arbeitsstätte, ist nicht nur Paragrafenreiterei, sondern hat durchaus praktische Gründe.

Beispiel “das Scheunendach hält in dieser Ausführung nur, wenn hier Kühe drin sind, wenn Menschen sich hier aufhalten, hält das Dach nicht”:
Natürlich hält das Dach im Normalfall auch wenn sich Menschen in der Scheune aufhalten. Wenn aber in einem Unwetter oder Sturm das Dach beschädigt wird oder gar zusammenklappt, dann entsteht bei der Nutzung als Stall “nur” ein wirtschaftlicher Schaden (kaputtes Dach, natürlich ist es traurig um die Tiere, aber betriebswirtschaftlich betrachtet ist es eben nur ein “wirtschaftlicher Schaden”, die Tiere kaufe ich neu). Wenn aber 20 Näher*innen unter dem Dach begraben werden…

Dass ich ein altes Feldstein-Mauerwerk, dass zwar zweifelsfrei exisitert, aber für das keine statischen Nachweise mehr vorhanden sind (weil es sie nie gab), nicht einfach mit einem tonnenschweren neuen Dach versehen kann - oder dass ich dafür zumindest fachliche Gutachten (und bei alter Bausubstanz oft aufwendigere Test) durchführen muss, um die Tragfähigkeit von 200 Jahre altem Mörtel zu gewährleisten - klingt für mich schlicht plausibel.

Bei Herr Scheel klingt es leider immer ganz schnell so, als wären alle, die Dinge nicht so machen möchten wie er es für richtig hält engstirnig, hirnrissig oder bewusst schikanierend. Dass er seine eigene Rolle in diesen Prozessen nicht recht reflektiert zu haben scheint, zeigt sich als er auf die Frage, wie er sich die Interaktion mit den Behörden vorgestellt hätte, keine Antowrt parat hat und erst überlegen muss, wie es besser hätte laufen können.

Dabei geht die berechtigte Kritik, dass die Interaktion mit Behörden für Bürger*innen oft als Belastung empfunden wird und diese eher als Bremser und weniger als Kooperationspartner und Ermöglicher wahrgenommen werden etwas unter zugunsten einer anekdotischen Räuberpistole nach der nächsten. Erst im zweiten Teil der Folge wird wirklich inhaltlich und qualitativ fundiert auf diese Themen eingegangen.
So würde ich mir den Umgang mit solchen Themen wünschen. Sachlich differenziert und wissenschaftlich untermauert, nicht eine Stunde Rant von (Herrn Scheel edit Mod.) …und danach 20 Minuten Einordnung, gerne andersrum :wink:

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Hallo, ich fand die Folge interessant. Allerdings ziehe ich euer normales Format bei der aktuellen politischen Situation vor, da mir eure wöchentliche Einordung immer richtig gut tut.

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Da registriere ich mich doch direkt, um meine Meinung in die Waagschale zu werfen.

Ich bin langjähriger, begeisterter Lage-Hörer und gerne Plus-Mitglied.

Dies ist das erste Mal, dass ich beim Hören ernsthafte Störgefühle hatte und mehrfach dachte: „Das können die doch jetzt nicht so stehen lassen.“
Bei manchen Themen (Gehalt) und rechtlichen Grauzonen hatte ich zudem den Eindruck, dass sich der Interviewpartner um eine konkrete Antwort windet. Man hat das Narrativ in so einer Situation natürlich nicht so im Griff wie im eigenen Format.

Auch habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet dieser Herr diese Bühne bekommt. Er hat doch bereits entsprechendes Publikum und Reichweite mit seiner besonderen und für viele offenbar unterhaltsamen Art. Mir persönlich hätte von diesem Charakter ein Einspieler und eine kurze Darstellung seines Falles als Beispiel wirklich genügt.

Ich wollte einfach neben den hier durchaus zu lesenden Lobpreisungen sichtbar machen, dass es auch Hörerinnen und Hörer gibt, für die diese Folge irritierend bis unangenehm war.

Vielen Dank für die regelmäßig tolle Arbeit!

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Ich fand’ dieses Format sehr gut. Im Speziellen auch ein bisschen anstrengend, deshalb hier etwas Detailkritik:

  • die Wortwahl war an einigen Stellen gewöhnungsbedürftig. ABER durch die zumeist bewusste Setzung und auch teilweise Einordnung wurde das gesagte authentisch und lebendig
  • der “Gast”(-geber) hat sich manchmal doch etwas sehr verrannt in seiner Motivation so viele Punkte machen zu wollen. Dabei ist er sehr von einem Punkt zum nächsten gesprungen, ohne den ersten Punkt fertig erzählt zu haben. Manchmal habt ihr das abfangen können, aber manchmal leider auch nicht.
  • euch fehlt bei Interviews ganz häufig die Bissigkeit gegenüber Politikern und Verwaltung konkrete Antworten einzufordern, wenn diese rumdrucksen. Im Konkreten wäre eine 2. Interviewrunde mit dem Landrat hilfreich gewesen:
    • Warum wird denn nicht bei der 2. Scheune der Weg der 1. Scheune gegangen und sich viel Ärger und Arbeitszeit gespart?
    • Warum dauert es viele Monate, bis Nachweise zu einer Änderung eines Bauantrages geprüft und beschieden werden?
  • die zeitliche Aufteilung war schon gut, aber auch hier fühlte es sich sehr gehetzt an. Allein durch die Themenmenge wären 2 Folgen (Bau / Sanierung / Vorstellung der Arbeitsstätte; Infrastruktur drum herum / Arbeiter / Betriebsführung) zu je 1-1,5 Std. - oder auch alles hintereinander in 3 Std. besser gewesen.
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Ich halte das für Innenbereich.

Und ja, Nachbarn könnten klagen, aber wer ist so irre, den Wert seines Hauses zu schreddern? Ein Haus im Innenbereich ist ein Vielfaches wert, weil man dann anbauen und umbauen kann, solange sich das einfügt. Im Außenbereich geht fast nichts.

Das war ja mein Punkt: Es wäre zumindest vertretbar, das für Innenbereich zu halten, daher ist es bereits reine Schikane des Landkreises, das nicht einfach so zu machen. Problem gelöst, alle sind happy.

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Das trifft den Fall nicht: Dass das Außenbereich sein soll ist rechtlich schwer nachvollziehbar. Und er hatte alle notwendigen Genehmigungen, ist nur bei der Ausführung in einem Detail von der Baugenehmigung abgewichen. Wird in der Folge ja im Detail diskutiert.

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Hamburg hat im Bau einige Brandschutzauflagen abgeschwächt, weil sie Möglichkeiten gefunden, haben, den Brandschutz mit anderen Maßnahmen sicher zu stellen. Dann kann man sich die Frage stellen: Muss der Brandschutz immer so sein?

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Liebes Forum,

ich höre schon sehr lange die Lage, und habe noch nie kommentiert. Bei Herrn Scheels komplett unselbstkritischer Meckerei auf Staat und Verwaltung ist mir nun aber die Hutschnur geplatzt. Gut dass Bahdemeister die Lage zu gut zusammengefasst hat, so muss ich ihm nur noch zustimmen!

Disclaimer: Ich bin Beamter, und habe vorher in einer Kanzlei für Baurecht gearbeitet.

Es ist mir absolut schleierhaft, wie jemand auf die Idee kommt, eine Immobilie zu kaufen, ohne vorher rechtlich prüfen zu lassen, ob die Immobilie zum geplanten Projekt passt! Herr Scheel hat eine landwirtschaftliche Immobilie am A… der Heide gekauft. Nun will er dort einen grundlegend anderen Betrieb eröffnen, und beschwert sich, dass es keinen ÖPNV für seine Mitarbeiter gibt! Warum ist er nicht gleich ins Gewerbegebiet?

Es drängt sich der Verdacht auf, dass Herr Scheel sparen wollte: 1) Immobilie gekauft, Marke “Haupsache billig”; 2) keinen sachkundigen Rat vor Kauf eingeholt; 3) ständig irgendwelche Extrawünsche an die Verwaltung

Er mag ein guter Betriebswirt sein, aber für die rechtssichere Umsetzung sollte er sich beim nächsten Projekt unbedingt vorher beraten lassen!

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Den Hinweis, dass es sich bei seiner stets überschwänglich geäußerten Kritik auch um eine Marketingstrategie und das Bedienen einer Medialen Persona handelt, finde ich in der ganzen Betrachtung nicht unwichtig. Auch in der Frage, ob es sinnvoll ist, solchen einseitigen Anekdoten in einem journalistischen Format so einen großen Raum einzuräumen…

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Finde es schon wichtig, nicht nur zu theoretisieren, sondern auch Beispiele aus der Praxis einzubeziehen.
Nur durch schlaues Reden ist es schwer, das konkrete Problem zu analysieren. Das geht mit konkreten Fällen besser.

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Vielen Dank für diese tolle Folge. Hier in Wedel stehen wir vor ähnlichen herausforderungen, da wir derzeit auch mit bürokratischen Hindernissen nach der Gründung einer privaten Schule kämpfen.

Gerade die nachträgliche Analyse zu Ursachen und lösungsvorschlägen von Julia Borggräfe waren sehr ermutigend.

Es bleibt abzuwarten, ob die Bereitschaft in der Verwaltung einen lösungsorientierten Ansatz.

Bitte mehr von solchen alltagssituationen.

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Der gute Mann kann vermutlich ein sehr unangenehmes Gegenüber sein. Insbesondere, da er sich bei bei den Themen meist im Recht sieht. Da kann ich mir schon vorstellen, dass er da auch gern mal etwas länger warten gelassen wird.

Er nagt sicher nicht am Hungertuch, wenn er sich die ganzen Strafzahlungen leisten kann und, wie er selbst sagt, Millionen an Steuern abführt. Ich glaube, dieser ganze Streit ist auch eine Art Sport für ihn.

Den ursprünglichen Fehler hat er ja zu Beginn schon selbst genannt. Er kauft eine billige Immobilie bei Ebay und fängt einfach an, ein Gewerbe zu eröffnen.

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Vielen Dank für die Einordnung. Offenbar habe ich dann etwas falsch verstanden, als bei der ersten Begehung durch das Gewerbeamt damit gedroht wurde, im Falle der Feststellung einer Produktion „Flatterband“ um den Stall zu ziehen. Für mich war das unmittelbar damit verknüpft, dass dort ausschließlich eine landwirtschaftliche / anderweitige Nutzung zulässig sei.

Dass es rechtlich schwer nachvollziehbar sein mag, den Bereich als Außenbereich einzuordnen, kann ich nachvollziehen – Sie sind der Jurist und waren vor Ort.

De jure handelte es sich jedoch um einen Außenbereich - das muss Herrn Scheel klar gewesen sein. In diesem Punkt bin ich daher bislang nicht überzeugt, bin aber offen für andere Einschätzungen.

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Ich fand die Folge sehr interessant und unterhaltsam. Das Format des Ortsbesuchs fand ich dem Thema sehr angemessen, zwischenzeitlich hätte ich mir etwas mehr rechtliche Einordnung von eurer Seite gewünscht, damit mir ich mir der Richtigkeit der Informationen sicherer sein kann.

Macht weiter so!

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Hallo. Eine sehr unterhaltsame und belebte Folge war das. Sogar Schafe kamen zu Wort. Danke dafür.

Ich bin Architekt und arbeite in einen namenhaften Architekturbüro. Unsere Aufgaben sind meist öffentliche Gebäude. Ich war oft erstaunt wie hilfsbereit die Bauämter mit uns umgehen… bis ich selbst für meine Familie einen Anbau von 36m2 in Potsdam genehmigen lassen wollte. Genehmigungszeitraum 4 Jahre. Das komplizierteste Verfahren meiner 20 jährigen Berufserfahrung. Warum? Die menschliche Komponente auf Seiten des Bauamtes haben Baurecht und dessen Auslegung ad absurdum geführt. War es Neid? Überforderung? Ich weiß es bis heute nicht. In vielen Punkten von Herrn Scheel fühle ich mich stark erinnert.

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Ich habe ebenfalls ein extrem ablehnendes Verhältnis zum öffentlichen Dienst, der Verwaltung und Beamten. Das sind mir zu oft Menschen die ihr kleines bisschen macht gerne ausnutzen, wie auch im Podcast. Wenn ich dran denke dass und ohne Warnung 1000! Euro abgebucht wurden für die Kita ohne Berechnungsgrundlage kriege ich heute noch Puls. Und dann als wir der Verwaltung selbst ausgerechnet haben was wir für 2 Monate zahlen mussten (ca 150€) kam das Geld nicht wieder. Begründung: an Karneval arbeiten wir nicht! Also ich kann jede negative Emotion nachvollziehen.

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Eine erfrischend unterhaltsame Lage-Folge die bei mir allerdings hier und da gemischte Gefühle hervorgerufen hat.

Auf der einen Seite bin ich mit der ganzen Thematik ab und zu auch aus dem Bekanntenkreis konfrontiert und kann mitfühlen. Wie hier schon oft erwähnt, ist man als “Normalbürger” dem ganzen nahezu ungeschützt ausgeliefert. Die Zeit zu nehmen, sich damit so auseinandersetzen zu können wie der Herr Scheel ist müßig und kann nicht jeder auf Dauer. Von daher also großen Respekt und auch Verständnis für seine “Wut”.

Allerdings bin auch ich der Meinung, dass die ganze Geschichte mittlerweile für Eigenmarketing genutzt wird und das offenbar auch sehr erfolgreich wenn ich mir den YouTube-Kanal bzw die Abonnentenzahl anschaue. Man könnte somit fast der Meinung sein, wenn es plötzlich glatt laufen würde wäre das vielleicht gar nicht mehr so richtig im Sinne des Betreibers. Mit langweiligem “es läuft alles super” wäre der Kanal jedenfalls niemals so groß geworden und vielleicht auch die ein oder andere Jacke weniger verkauft worden.

Außerdem habe ich generell das Gefühl, läuft es für den Herrn eigentlich wirtschaftlich extrem gut, trotz der vielen Steine die er ja ganz offensichtlich in den Weg gelegt bekommt. In jedem zweiten Satz betont er was er alles selber bezahlt hat - von irgendwelchen Gutachten, Reisekosten, Umbauten, Beratungen etc. oder einfach mal die Belegschaft eines insolventen Matratzenherstellers übernehmen wollen. Sowas muss man sich leisten können und für ein “Nischenprodukt” wie er es anbietet, kann er ja offenbar sehr zufrieden mit dem Erfolg sein. Es fühlt sich für den Außenstehenden jedenfalls nicht so an, als ob es seinem Geschäft geschadet hat was er durchmacht und durchgemacht hat. Ich glaube jedenfalls, es gibt Leute deren Existenz ist wirklich gefährdet wenn Sie derartiger Bürokratie ausgesetzt werden.

Trotzdem wichtig auf all das aufmerksam zu machen. Eine erfrischende Folge wie gesagt :slightly_smiling_face:

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