Mit BTG meinst du Bauträgergemeinschaft? Heißt das, dass Ihr erst noch bauen werdet? Ein Gebäude mit 250 Wohnungen?
Der Netzbetreiber, der das “organisiert”, verkauft nicht zufällig Gas? Dann hättest du den Frosch gefragt, ob du seinen Teich trockenlegen darfst.
BTG = Bruchteilgemeinschaft. Ist so ähnlich wie eine WEG. Esgibt aber kein Sondereigentum, weil jeder sein Grundstück mit Haus hat. Gemeinsames Eigentum gibt es aber: die Zufahrtstraße, Fußwege und eben ein gemeinsames Wärmenetz. Wir haben aber auch eine gemeinsame Verwaltung.
Nein, ich habe mit unserem Klempner gesprochen, der am Ende auch die Anlage mit Wärmepumpe gewartet hätte.
Meine Wohnung gehört zu einer Wohnanlage mit über 150 Wohnungen. Wir sind hier in Heidelberg an die Fernwärme angeschlossen: die wird leider mit Gas betrieben.
Die Kosten steigen, und nach ihrer Darstellung wohl demnächst noch mehr.
Als Wohnanlage sind wir ausgeliefert.
Was tun?
Diese Zahlen veröffentlicht regelmäßig die dena in ihrem Gebäudereport. Demnach gehören 21% der 43 Mio Wohneinheiten in Deutschland WEGs. Davon sind 45% selbst genutzt und 51% vermietet.
Es ist nicht korrekt, dass eine Fassadendämmung dann überhaupt nicht möglich ist. Es gibt z.B. Dämmputze, die “denkmalverträglich” angewendet werden können (natürlich nicht immer). Auch straßenabgewandte Fassaden können ggf. gedämmt werden. Es gibt da kein pauschales Verbot - man muss in Abstimmung mit der Behörde gehen und da findet sich vielleicht eine Lösung.
Low Hanging Fruits sehen natürlich anders aus ![]()
Moin liebe Lage-Hörerinnen und -Hörer,
das Thema finde ich super spannend und ist für die Erreichung unserer Klimaziele essenziell - danke an euch, liebes Lage-Team, für euren Beitrag im Podcast dazu.
Bei mir / uns (in einem Hamburger Mehrfamilienmietshaus) liegt folgender Sachverhalt vor:
- BJ 1950; hellhöriger, schlecht gedämmter Nachkriegsbau
- Alte Ölheizung wurde vom Vermieter (Privatperson) aus dem Keller geschmissen (top!) und durch Fernwärme ersetzt (noch nicht so top)
- Meine Wohnung hat vor 4 Jahren neue Fenster bekommen, da ist die Situation also nicht ganz so schlimm wie bei meinen Nachbarn
Wie ihr dem Screenshot entnehmen könnt, liegt der Anteil der erneuerbaren Energien im Hamburger Fernwärmenetz (jedenfalls lt. meiner Abrechnung) mit 0,10 % im noch ausbaufähigen Bereich. Genauere Angaben konnte ich auf die schnelle nicht finden, da diese vom Versorgungsgebiet abhängig sind. Hamburg-weit soll der Anteil an Erneuerbaren wohl ca. 20 % betragen, 43 % sind Steinkohle (Quelle: Radio Hamburg).
Mein Vermieter hat es sich in dem Sinne einfach gemacht und gesagt: „Den Stress mit der Wärmepumpe und allem, was dazu gehört, tue ich mir nicht an. Ich nehme das Fernwärmenetz, dann ist es das Problem der Kommune und nicht mehr meins.“ (tatsächliche Aussage von ihm) Aus reinen Kostengründen (v. a. bei Vermietung von privat) verstehe ich diesen Gedankengang, da vor Installation einer Wärmepumpe wohl etwas mehr hätte getan werden müssen, als die Fenster zu erneuern… Leider bleiben wir Mieter erst einmal auf den deutlich höheren Kosten sitzen.
Zu den CO₂-Abgaben:
Mein Vermieter zahlt für meine Wohnung ca. 20 EUR p. a. als CO₂-Abgabe. Das sind bei 16 Wohnungen (bei ungefähr identischer Größe) ein überschaubarer Beitrag. Ich zahle allerdings ca. 80 EUR p. a., diese werden zukünftig noch weiter steigen. Bei diesen Summen wird ihm die höhere ganz sicher nicht wehtun.
Preis:
Der kWh-Preis liegt bei uns bei 16,6 ct / kWh (lt. Abrechnung 2024 / 2025; CO₂-Abgabe Vermieter abgezogen), da sind die 7 ct / kWh Neupreis beim Gas ja ein Schnäppchen gegen. Auf der Seite der Hamburger Energiewerke steht zwar 10 ct / kWh brutto, das passt aber nicht mit unserer Abrechnung zusammen. Zudem soll die Fernwärme in 2025 um 30 % teurer werden, da die Investitionen in den Ausbau den Preis treiben (Quelle: NDR, Fernwärme in Hamburg wird deutlich teurer, 11.04.2025).
Ausblick
Hamburg arbeitet natürlich am klimafreundlichen Heizen. Der Kohleausstieg dauert aber noch bis mind. 2030, klimaneutrale Wärmeversorgung soll dann ab 2045 erreicht sein. Da bin ich mal gespannt, wie hoch dann die Nebenkostenabrechnung der Hamburgerinnen und Hamburger im Fernwärmenetz ab 2028 sein wird. Da schiele ich natürlich neidisch auf die Genossenschafts-Nachbarn im Neubau mit Wärmepumpe.
Ein weiterer Punkt, der mich an Fernwärme „stört“: Fernwärme ist immer ein Monopol (Quelle: Tagesschau, Bundesregierung kippt Fernwärme-Pläne; 13.12.2024). Den Stromanbieter könnte mein Vermieter theoretisch jedes Jahr mit den ganzen tollen Check24-Rabatten wechseln, Fernwärme nicht. Der Preis kann hier mehr oder weniger frei gestaltet werden. Und ja, natürlich könnte ich bei der Auswahl meiner (zukünftigen) Mietwohnung auf den Wärmeträger achten, aber die Wahl habe ich in Hamburg nur begrenzt.
Abschluss & Meinung:
Auch, wenn sich mein Ton eher skeptisch und negativ anhört: Es ist für eine dicht bebaute Metropole sehr sinnvoll, vorhandene Infrastruktur und Industrie zu nutzen, um die erzeugte Wärme auch direkt an die Haushalte in der Nähe zu geben. Natürlich müssen diese Bereiche auch ausgebaut werden und das kostet natürlich Geld und Zeit. Für eine Stadt ist es wahrscheinlich auch einfacher, klimafreundliches Heizen für alle zu ermöglichen, als einzelne Wärmepumpen anzuschließen (ähnlich zu Dekarbonisierung des Individualverkehrs vs. „Bahn“)? Trotzdem ist es frustrierend, diesen langfristigen Ausblick auf keine bezahlbare und klimafreundliche Lösung zu haben.
Ich bin neu hier im Forum und weiß noch nicht ganz genau, was mein Post jetzt für einen Mehrwert bietet.
Vielleicht einfach, um noch einmal einen Blick auf diesen Bereich der Wärmeerzeugung zu werfen - neben Wärmepumpen, Gas- und Ölheizungen.
Liebe Grüße
Basti
Das hier besprochene Thema Gasetagenheizung betrifft knapp 10% der Wohnungen in Deutschland [1] Studie: Wie heizt Deutschland? | BDEW - ist also kein “Einzelfall”, aber eben auch nicht der Hauptanwendungsfall (Ersatz von Gas-/Ölzentralheizung in 60% der Wohnungen) auf den die Heizungsbranche sich zuerst gestürzt hat.
Im Bereich “Ersatz Gasetagenheizung” passiert gerade noch richtig viel technische Entwicklung, ich prophezeie da viele neue Geräte spätestens zur Leitmesse ISH im Frühjahr 2027.
Es gibt aber auch Hersteller, die schon Produkte am Markt haben z.B.
- https://heatpump23.de/ (Splitgerät mit Außeneinheit)
- NIBE S735 | Abluft-Wärmepumpe | NIBE (innenaufgestelltes Kompaktgerät, bereits mit natürlichem Kältemittel)
Wenn man eine solche Gasetagenheizung hat, lohnt es sich vermutlich (ausnahmsweise!) noch ein bißchen die weitere technische Entwicklung und vor allem das Ergebnis der kommunalen Wärmeplanung im eigenen Wohngebiet abzuwarten. Im Falle von Zentralheizung gilt das nicht. Soweit die bescheidene Meinung einer Energieberaterin.
Speziell für WEGs hat das “Gebäudeforum Klimaneutral” (eine Einrichtung der dena) letzten Monat viele Materialien aufbereitet, sowohl für Verwaltungen, als auch für Mitglieder von WEGs:
Footnotes ↩︎
Die Fernwärme wird zentral umstellen auf CO2 neutral.
Nach der Folge und der interessanten Diskussion hier im Forum, habe ich mal mit meiner Mutter gesprochen, die in ihrer eigenen kleinen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus wohnt. Die Eigentümergemeinschaft besteht aus 4 Häuser mit jeweils ca. 16 Wohnungen. Also insgesamt 64 Stück. Ich wusste, dass die 4 Häuser bisher über 2 Gasthermen mit Wärme versorgt werden. Warm-Wasser über Durchlauferhitzer. Ich wollte fragen wie alt eigentlich deren Heizung ist und ob auf der nächsten Eigentümerversammlung ggf. über eine zentrale Wärmepumpe gesprochen wird. Platz dafür wäre genug da. (Man könnte sogar PV auf die Ost-West-Dächer machen, aber das sei mal hinten angestellt).
Erfahren habe ich dann, dass vor zwei Wochen eine neue Heizung installiert wurde. Eine Gasheizung ![]()
Dazu kommt noch, dass es irgendwie ein Komplettvertrag mit den Stadtwerken ist: Wartung, Instandhaltung und Gasversorgung. Details kenne ich nicht, aber vermutlich mit einer Mindestvertragslaufzeit von 10-20 Jahren. Fast schon verantwortungslos von der Kommune!
Da fiel mir dann echt nichts mehr ein; was für eine verpasste Chance fürs Klima und ein drohendes Risiko für den Geldbeutel der Bewohner.
Spannend könnte auch noch werden, was dann die kommunale Wärmeplanung nächstes Jahr ergibt.
Somit habt ihr ein 80/20 verhältnis. Was in der Skalar für sehr CO2 arme Häuser steht. Ggf hat das Fernwärmenetz gar nicht so schlechte CO2 Kennwerte. Das liegt meine ich daran, dass Strom mit produziert wird, der eingespeist wird und nicht KWK Strom verdrängt. Den Vorteil darf man dann auf die Wärme anrechnen.
Vor nicht wenigen Jahren wurde den Grünen noch vorgehalten mit ihrer Forderung, Kohlekraftwerke abzuschalten, würden sie die Fernwärme in Deutschland in den Kollaps treiben. Jetzt passiert genau das. Dabei war das Problem anscheinend bekannt und hätte man Zeit gehabt, sich Gedanken zu machen.
Beim Betreiber nachfragen, wie er sich die Zukunft vorstellt. Wenn das Ergebnis unschön ist, mit anderen zusammentun, Unterschriften sammeln und diese an den Stadtrat geben. Dazu die Presse einladen und mit der Einladung alle nötigen Fakten (diese sollten fehlerfrei und gut recherchiert sein) mitschicken.
Bzgl. Denkmalschutz gibt’s da vielleicht ein interessantes Konzept, dass in Konstanz ausprobiert wurde. Das könnte auch für die Kölner Innenhöfe funktionieren (@Tywin_Lannister)
Ich räume ein, die Bilanzierung ist rudimentär und genügt hinsichtlich Genauigkeit keinen wissenschaftlichen Ansprüchen - aber selbst bei grober Messungenauigkeit geht das Konzept schon ganz gut auf, zumal in den engen Gassen das Thema Schall den Einsatz von Außeneinheiten unmöglich machen dürfte.
Mit Qvantum gibt es auch einen weiteren Hersteller, der etwas anders als die üblichen Marktriesen seine Systeme konzipiert und im Altbau interessanter machen könnte.
Konradigasse 12 - Klimaschutz Konstanz
Bisher finde ich das Konzept recht überzeugend - auch wenn natürlich mit IR-Heizung hier Effizienz auf der Strecke bleibt. Aber am Ende müssen wir effektiv CO2 einsparen, nicht nur effizient
Und wenn das der Weg sein könnte (solange es keine umfangreichen Wärmenetze gibt), why not?
Transparenz-Hinweis: Ich kenne einzelne Beteiligte (Energieplanung durch Elio) persönlich, aber nur flüchtig. Es soll keine Werbung sein, ich möchte gerne das Konzept diskutieren und es zugänglich machen.
Auch wenn der Thread „Wärmepumpen in alten Mehrfamilienhäusern“ heißt, gibt es ja nicht nur die Wärmepumpe. Als Alternative in MFH bei vorhandener Zentralheizung (und gewünschten hohen Vorlauftemperaturen) gibt es im Die ländlichen Bereich Biomasse (Pellet etc.) oder im städtischen Bereich oftmals Fernwärme.
Und auch für Gas Etagenheizungen gibt es Lösungen. Von der Gas-Etagenheizung zur Wärmepumpe
Auch im GEG §71l werden speziell zwei Wege aufgezeigt wie der Umstieg gelingen kann (Zentralheizung oder weiterhin dezentral).
Ich gebe aber allen Recht, die sagen, dass Sie schlecht oder ungenügend beraten wurden. Ich bin selbstständiger Energieberater und unter anderem auch für die Verbraucherzentrale tätig. Was ich teilweise von „Kollegen“ oder auch Heizungsbauern höre, da wird mir schlecht. Eine raumweise Heizlastberechnung, die ja eigentlich Voraussetzung für den hydr. Abgleich ist können die allerwenigsten. Dabei ist das so wichtig um beurteilen zu können ob z.B. die Heizkörper auch für den Wärmepumpenbetrieb geeignet sind.
Aber ich habe einen Tipp für alle die Zuhause mal den „Wärmepumpenbetrieb“ testen wollen. Stellt doch eure vorhandene Heizung über die Heizkurve (Bedienungsanleitungen beachten!) so ein, dass Sie maximal 55°C Vorlauftemperatur bei -10°C Außentemperatur (Meistens entspricht das der Heizkurve 1,0) erzeugt. Und schaut dann ob es in allen Räumen ausreichend warm wird. Wenn ja, Glückwunsch. Wenn nicht, solle man über größere oder sogenannte Niedertemperaturheizkörper (mit Ventilatoren) nachdenken.
Ich bin auf der Suche nach konstruktiven Lösungen für schwierigere Anwendungen (wie Etagenheizungen bei Mietern) darauf gestoßen, dass die Außenwärmepumpe auch deutlich kleiner ausfallen kann wenn man z.B. zusätzlich die Heizkörper durch solche Klimageräte ersetzt. Bin aber kein Techniker um einzuschätzen, wie das bei euch konkret aussehen würde. Panasonic launches decentralized water-to-air heat pumps – pv magazine International
Fundort ist dieses sehr empfehlenswerte Video (Ab Minute 7:10) des “Energiesparkommissars”: https://www.youtube.com/watch?v=uacprt4MyoY&t=506
Darin werden Lösungsansätze für viele der hier diskutierten Themen (Optik, Lärm, Platzbedarf, plug&Play) aufgegriffen. Wirklich erfrischend zu sehen, was alles schon geht.
Für Mieter gibt es laut “Energiesparkommissar” mittlerweile auch schon eine Lösung in Form von MOBILEN Klima-Splitanlagen (min 13:18). Nicht unbedingt schön, aber man muss nicht warten bis der Vermieter aus dem Dornröschenschlaf aufwacht oder kann bei uneinsichtigen Vermietern selbst aktiv werden. Vielleicht entwickelt sich eine ähnliche Dynamik wie bei den Balkonkraftwerken.
Die Abluft-Wärmepumpe von Qvantum finde ich sehr spannend! Aber ich sehe ihr Einsatzgebiet eher in der Sanierung als im Neubau. Die sonst komplett verlorene Wärme bei einem reinen Abluftsystem nachträglich durch eine WP abzugreifen ist eine technisch verdammt elegante Lösung → auch als Ersatz für Gasetagenheizungen.
Im Neubau ist ein zentral gespeistes Niedertemperatur-Heiznetz in Verbindung mit ebenfalls zentraler kontrollierter Wohnraumlüftung in Sachen Effizienz, Wartungsfreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit aber mit diesem System von Qvantum wohl kaum zu schlagen.
Kommt natürlich aber auch immer auf das konkrete Objekt an.
Okay ich bin zugegeben leicht verwirrt… ich hätte da einige Fragen bzgl. dieses Projekts:
- PV-Module im Terracotta Look → schicke Sache und vermutlich vorgeschrieben durch den Denkmalschutz, aber warum auch auf dem kleinen grauen Dach rechts drunter? Mit der Terracotta Optik kommen ja auch Leistungsverluste von vermutlich 10 - 20% pro Modul daher.
- Was genau geschieht in diesem Esszimmer?
- Anstatt einer Lampe haben wir ein IR-Modul an der Decke über dem Esstisch?
- Wie soll man an diesem Tisch sitzen? (Abstand: Sitzfläche Stuhl ↔ Unterkante Tisch)
- Strahlen wir mit dem IR-Modul einfach nur einen Deko-Tisch an?
- Generell: Warum genau Infrarot?
Wenn es um die Unterstützung der Wärmepumpe geht, ist technisch gesehen ein Heizstab im Pufferspeicher vorzuziehen. Spottbillig und kann auch bei der Warmwasserbereitung helfen, im Gegensatz zu einer IR-Heizung.
Aber insgesamt natürlich dennoch eine wunderbare Effizenzsteigerung.
Absenkung auf ca. 30% des vorherigen Verbrauchs → verdammt stark!
Und das Ganze auch noch in einem Haus mit dem Baujahr 1383.
Nochmals danke für die Empfehlungen, alles sehr interessant!
Aber keine Sorge, wir haben Lösungen für die Kölner Innenhöfe ![]()
Wärmepumpe für die Grundlast und dann raum- und bedarfsweise per Infrarot heizen. Da holt man sich doch gleich die selbe Behaglichkeit von 1612 zurück ins Haus. Man möchte sagen: da wird Denkmalschutz wirklich gelebt.
Eine IR Heizung kann für einzelne Räume und als Nachrüstung Sinn machen. Oder auch auf der abgelegenen Berghütte die nicht dauerhaft bewohnt ist. Aber als ernsthafte Alternative für einen flächendeckenden Einsatz sehe ich das nicht.
Der Ersatz von Gas-Etagenheizungen, die einzelne Wohnungen beheizen, stellte eine der wesentlichen Herausforderungen der Wärmewende dar. Nun gibt es jedoch eine Reihe an Lösungen von verschiedensten Herstellern. Die komplett dezentralen Lösungen können ohne Eingriff in Treppenhaus / Kaminschacht / Vorgarten installiert werden, die zentral-dezentralen Kombinationen erfordern einen gemeinschaftlichen Angang von allen oder zumindest mehreren Wohnungseigentümern.
So sind also folgende Systeme zu unterscheiden:
1. Komplett dezentrale Lösungen mit dem Wärmeübertrager Wasser
2. Komplett dezentrale Lösungen mit dem Wärmeübertrager Luft
3. Zentral-dezentrale Lösungen mit Nacherhitzung des Wassers in der Wohnung
4. Zentral-dezentrale Lösungen ohne Nacherhitzung des Wassers in der Wohnung
Dezentrale Lösungen mit Wärmeübertrager Wasser sind zum Beispiel das System Paros von Alpha Innotec, eine Abluftwärmepumpe, z.B. von Nibe (einigermaßen gedämmt sollte die Wohnung dafür sein), Wohnungs-Luft-Wärmepumpen in außen gestapelten Containern von Alpha Innotec oder die Wohnungs-Wärmepumpe von HeatPump23.
Dezentrale Lösungen mit Luft als Wärmeüberträger sind alle Varianten von Luft-Luft-Wärmepumpen sowohl wandhängend als auch bodenstehende Truhen.
Für zentrale Lösungen braucht man natürlich neue Wasserleitungen durchs Haus. Diese können im Treppenhaus, an der Fassade oder durch den Kaminschacht gezogen werden.
Die vielerorts vor Jahrzehnten erfolgreich erfolgte Umstellung von Kohleöfen auf Zentralheizungen sollte Mut machen, dass das auch heutzutage menschenmöglich sein sollte! Und wenn nicht stehen die erwähnten dezentralen Lösungen bereit. Wer auf der SHK-Weltleitmesse in Frankfurt dieses Jahr dabei war, weiß, dass es mittlerweile für alles eine (technische) Lösung gibt.
Könntest du das ein bisschen ausführen? Ich finde das - so ohne den genauen Hintergrund - etwas polemisch. Versteh mich nicht falsch, ich fühle mich da nicht persönlich angegriffen, ich habe mir das Konzept nicht ausgedacht.
Was ich darüber weiß:
- der Invest ist erheblich geringer als bei einer WP
- die WP ist in dem Stadtteil nirgends aufstellbar
was würdest du für so ein Gebäude vorschlagen?



