Liebes LdN-Team,
vielen Dank für die neue und spannende Folge.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand bin oder ob ihr einen Aspekt beim Thema „Wärmepumpe in Mehrfamilienhäusern“ ausblendet.
Wir haben eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus (8 Parteien) aus den 50er-Jahren. Das Haus wurde ca. 2000 saniert, die Wände gedämmt. Aber wir haben klassische, kleine Heizkörper. Wir heizen mit Gas über die sogenannte „Nahwärme“. Die Anlage steht im Keller, wird von einem Netzbetreiber organisiert und wir zahlen das erwärmte Wasser. Ohnehin keine günstige Lösung, aber das ist ein anderes Thema.
Im letzten Jahr stand das Thema „neue Heizung“ an, da unsere Anlage in die Jahre gekommen war. Wir hätten gern auf eine Wärmepumpe gesetzt, aber der Fachmann befand unser Haus für ungeeignet. Entweder eine (Gas-)Anlage produziere ordentlich Dampf, dann könnte die Heizfläche klein sein (Heizkörper), oder eine Anlage (Wärmepumpe) produziere weniger Wärme und dafür müsse die Heizfläche größer sein (Fußboden, Wand, Decke). Für eine neue Heizung hätten wir das gesamte Haus sanieren müssen, was wahnsinnig teuer gewesen wäre. Also haben wir uns für die Flucht nach vorn entscheiden müssen. Unser Anbieter hat eine (deutlich effizientere) neue Gasanlage mit einer Vertragslaufzeit von 10 Jahren eingebaut.
Wie uns geht es vermutlich vielen Mehrfamilienhäusern in der Innenstadt. Unser Kalkül: Wir hoffen auf eine saubere Lösung für diese Art Häuser in den nächsten 10 Jahren, sei es als Fernwärme oder Ähnliches.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es scheitert nicht allein am Willen von Besitzer*innen, auf saubere Wärme umzurüsten. Vielleicht sollte man diese Rahmenbedingungen mitberücksichtigen.
Viele Grüße
Torsten
