Vielleicht eher weniger in alten Mehrfamilienhäuser, außer man dämmt sie sehr gut und die Voraussetzungen passen, aber es gibt auch schon Häuser ohne Heizungsanlage. Ist natürlich die Frage, wie oft die elektrische Heizung für sehr kalte Tage ohne viel Sonne zum Einsatz kommt. Aber die Investitionskosten für die Heizung sind vermutlich deutlich geringer und das ganze ist wohl auch wartungsfrei
Ab Minute 5:25
Würdest du mir “eure” Lösungen auch verraten?
Ich hatte deine vorherigen Beiträge dann wohl missverstanden und so interpretiert, dass es da schwierig ist / nichts gibt. Würde mich sehr interessieren.
Zu deinen Fragen
-
keine Ahnung, wie gesagt, war nicht mein Projekt.
-
Die IR-Module haben eine indirekte Beleuchtung integriert, also Licht gibt es am Tisch. Aber ich gebe zu, so richtig sexy finde ich persönlich das nicht. Über den Tisch weiß ich leider nichts, auch wenn deine Kritik plausibel scheint

-
Nach meinem Kenntnisstand: präsenzgesteuert (oder zeitgesteuert) mindert es den Energiebedarf erheblich. Aber ich finde die Frage gut, denn komplett kann ich sie nicht beantworten.
Dezentrale Lösungen sind ja Geräte, die nur in der jeweiligen Wohnung oder an der Außenwand direkt bei dieser Wohnung installiert werden (Klimaanlagen = Luft-Luft-Wärmepumpen). Das ist recht kostengünstig.
Auf dem Dach ist oftmals auch bei dichter Stadtbesiedlung eine Aufstellung möglich.
Hi zusammen,
Ich habe gerade den letzten LDN Podcast gehört und muss sagen, dass mir das Anhören in dieser und der letzten Woche SEHR viel Spaß gemacht hat - bei uns in der WEG haben wir nämlich endlich, nach sehr langen und mühseligen Überzeugungsarbeiten, in dieser Woche eine Wärmepumpe in unseren Altbau eingebaut bekommen. Ich berichte mal von unseren Erfahrungen.
Die Ausgangslage:
- BJ 1911, 2010 gedämmt, einzelne Fenster kürzlich ausgetauscht
- Gasetagenheizungen, alle >30 Jahre (immerhin ein Argument für eine ganzheitliche Lösung!)
- Kein Gemeinschaftseigentum, auf dem sich ein Außengerät aufstellen ließe, ein großer Garten, der aber zu einer eher zurückhaltenden Partei gehört …
Rund um die Debatten des Heizungshammer waren >50% der vier Parteien (nach Eigentumsanteilen gerechnet) skeptisch gegenüber Wärmepumpen. O-Ton: Das ist doch alles von der Politik abhängig, es ist egal was man macht … Die größte Sorge: Der Lärm, den eine WP potenziell macht. Und die Angst vor Veränderung, sprich, dass man nicht zum Gas zurück kann, wenn man einmal umgebaut hat.
Wir haben nach dem letzten „Nein, jede*r macht was eigenes auf der jeweiligen Etage“ vergangenes Jahr diverse Fachunternehmen beauftragt, uns Angebote für Einzellösungen für unsere Etage zu erstellen. Ideen: Innenaufgestellte Wärmepumpen (zB Modell Paros von Alpha Innotec) in unserer Abstellkammer, mit zwei großen Durchführungen nach draußen zum Luft an und absaugen, oder ein Split-Gerät mit Aufstellung auf dem Dach, vergleichbar mit einer Klimaanlage - da wir im Dachgeschoss wohnen, wäre das wohl auch gegangen, hätte aber ggf. Körperschall- und Wartungsprobleme gegeben. Wir waren auch noch mit anderen Herstellern im Kontakt, die an Wärmepumpen gezielt als Ersatz zu Gasetagenheizungen arbeiten. Es schien schon ein paar vielversprechende Lösungen zu geben. Option 1 sollte es erstmal werden - Kosten etwa 30.000 vor Förderung.
Bei der diesjährigen Eigentümer:innen Versammlung konnten wir zum 3. Mal zu einer Diskussion um eine ganzheitliche Lösung anregen, quasi mit größerem Druck, da wir ja nun mal so oder so unsere alte Etagenheizung gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht hätten und damit dann für was Gemeinschaftliches raus gewesen wären. Wir haben dann doch beschlossen, mal zusammen Angebote einzuholen.
Turns out: Die gemeinsame Lösung kostet uns nun als Hausgemeinschaft 70.000€, inkl Zusammenlegung der Leitungen, vor Förderung. Die Kosten (nach Förderung) sind absolut vergleichbar mit den Kosten für die Installation vier neuer Gasetagenheizungen. Als Aufstellort außen wurde ein Randstück im Garten gewählt, auf dem kurzerhand ein kleines Stück zum Gemeinschaftseigentum umgewandelt wurde.
Wir haben nun zwei Monoblock Außengeräte à 7kw, die in Kaskade geschaltet sind.
Klar, eine große Kostenrechnung können wir erst final berichten, wenn die Dinger mal eine Weile gelaufen sind. Aber sie machen keinen (hörbaren) Ton. Der Umbau lief super smoothy, vor allem, weil die Altbauten ja oft dadurch glänzen, dass es diese Zwischenetagen gibt, in denen vormals Toiletten untergebracht waren, und durch die praktischerweise ohnehin zahllose Leitungen führen - Perfekt für die Steigleitung.
Es bereitet uns eine riesige Freude, dass wir das Projekt so weit bringen konnten und vier Gasheizungen gleichzeitig vom Netz gehen! Da konnten wir richtig was bewegen, auch wenn es uns 3 Jahre Diskussionen auf den Versammlungen gekostet hat. Also: Dran bleiben lohnt sich manchmal! Die Argumente hatten wir immerhin immer auf unserer Seite.
Eine große Unterstützung war auch unser Verwalter. Ich habe das Gefühl, er spielte eine maßgebliche Rolle, denn er konnte die entsprechenden Firmen vermitteln und hat in unserem Fall schon vorher WP Projekte begleitet.
So viel also zu unseren “good news”
![]()
Liebe Grüße
Ich sehe durchaus, wie dieser Eindruck durch meine Posts entstanden sein könnte, sorry.
Das würde ich gerne detailliert teilen, aber das darf ich schlicht vertraglich nicht.
Mit „wir haben Lösungen“ war das Ingenieurbüro gemeint, in dem ich arbeite.
Aber sagen wir es mal so:
Vermutlich zentral und eher Anpassung des kompletten Systems als reiner Wärmeerzeugeraustausch. In Verbindung mit dem Link eines namenhaften Herstellers für große Wärmepumpen mit dem Kältemittel R290, den ich in diesem Thread hier gepostet habe, könnte man rein hypothetisch 1 und 1 ganz gut zusammen zählen, vermute ich einfach mal ![]()
175 l Puffer im Gerät, hab nochmal nachgeguckt bei Qvantum.
Also für eine Wohneinheit völlig ausreichend.
Allerdings warmes Trinkwasser, kein Heizungswasser ![]()
Aber es wird eh mit deutlicher Überhitzung gearbeitet, also sollte hygienisch kein Problem darstellen.
Die ABL-WP von Qvantum hat sogar einen 5 kW Heizstab in diesem Puffer, sehe ich gerade.
Falls ich in Zukunft mal eine Sanierung anstatt Neubau plane, werde ich dieses Konzept auf jeden Fall mal antesten. Also erstmal rein rechnerisch meine ich.
Guten Tag,
ich folge gerne dem Aufruf, Sie mit guten Beispielen bei Ihrer Recherche zu unterstützen.
Mein Name ist Marek Miara, und ich arbeite am Fraunhofer ISE in Freiburg. Unter anderem leite ich als sogenannter Operating Agent das internationale Projekt „Annex 62“ zum Thema Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern. Im Rahmen des Projekts haben wir eine Datenbank mit knapp 100 umgesetzten Beispielen aus verschiedenen Ländern aufgebaut. Nicht alle Anlagen sind im Detail beschrieben, aber die Datenbank liefert wichtige Erkenntnisse: Sie zeigt vor allem, dass Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern sehr gut funktionieren können (Link: Case Studies - Project 62).
Zu ausgewählten Beispielen und generellen Informationen kann ich Ihnen folgenden Artikel empfehlen: Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern - HEAT PUMPS WATCH
Darüber hinaus arbeiten wir am Fraunhofer ISE sehr intensiv an Lösungen für Gasetagenheizungen – zusammen mit der Wohnungswirtschaft im Rahmen des Projektes LCR290 (LCR290 – Entwicklung von Wärmepumpenlösungen mit Propan für den Austausch von Gas- und Ölgeräten - Fraunhofer ISE).
Zusammenfassend: Ja, es ist machbar; ja, es wird intensiv an den Lösungen gearbeitet; und nein, es ist nicht immer einfach – aber es gibt bereits viele technologische Antworten für Mehrfamilienhäuser.
Mit freundlichen Grüßen
Marek Miara
für viele Wohnungseigentümer in einer WEG sind vermutlich Klimaanlagen eine preisgünstige & effektive Lösung. Allerdings würde ich sie nur als Plan B ins Auge fassen, da der Plan A immer die gesamtheitliche Lösung sein muss. Wer näheres zum Plan B wissen will, kann sich das Erklärvideo dazu anschauen, welches wir vom BUND Stuttgart gedreht haben: https://youtube.com/@bundkreisverbandstuttgart?si=0C15DV2js6AbpSKG
Dort findet ihr auch einen Mitschnitt einer Informationsveranstaltung vom Januar 25 bei der es weitere Grundlageninformationen zu Wärmepumpen im Bestand gibt.
in dem von mir erwähnten Video hat Herr Miara einen großen und sehr hilfreichen Beitrag
Ich verstehe nicht warum die Option die die halbe Welt verwendet in Deutschland noch nicht mal auf der Liste der Optionen steht: Luft Luft Wärmepumpen. Für max. 2000€ pro Zimmer Installationskosten hat man eine brauchbare Heizung, und dazu noch eine Klimaanpassungsmaßnahme für den Sommer.
Aber nein, bei uns heissen die Geräte Klimaanlage und sind als Stromfresser verschrien.
Dieses Thema wurde nach 10 Tagen automatisch geschlossen. Es sind keine neuen Antworten mehr erlaubt.
