Volle Zustimmung, dass Unternehmer mit Samthandschuhen angefasst werden. Noch mehr Gängelung durch den Staat würde das schon jetzt hohe Gefühl, dem Staat ausgeliefert zu sein, nur noch weiter erhöhen.
möchte ich entgegnen: Deutschland ist nach Schätzungen bis ca. Oktober in einer Pandemie. Israel bis nächste Woche, UK oder USA bis Juli.
Der (Welt)Markt regelt also sehr wohl - Länder die mehr für Pandemiebekämpfende Maßnahmen ausgibt, die sind auch schneller wieder aus der Pandemie.
Die Konjunkturdaten der einzelnen Länder im Vergleich werden zeigen, dass das teure und frühe Einkaufen durch Regierungen die uns im Impftempo voraus sind sich auszahlt.
Und weil Sie die WünschDirwas Mentalität ansprechen, keine Sorge:
Alle deutschen Mitarbeiter habe ich entlassen, in KuG oder ausgeflogen und geimpft.
Ansonsten habe ich alle Aufträge (soweit möglich) international ausgelagert.
Somit ist eine Ansteckung bei meinen Mitarbeitern nahezu ausgeschlossen. Dafür zahlt der deutsche Steuerzahler nun deren KuG, AlG usw.
Damit gilt folgender Satz für mich nicht:
Denn bei mir kann sich niemand während der Arbeit in Deutschland anstecken, wenn die Arbeit nicht mehr in Deutschland erledigt wird. Wenn alle diese Logik befolgen würden, wäre das aber ganz schlecht für Deutschland.
Das Loyalitätsgame funktioniert übrigens auch andersherum:
Nach Jahren von viel Steuergeld, das mein Unternehmen an den Staat Monat für Monat überweist, kriegen wir noch nichtmal genügend Impfdosen, Schnelltests usw.
Man hätte so viel machen können: zB. Die tägliche Arbeitszeit um 15 Minuten verlängern, und diese 15 Minuten werden vom Staat bezahlt. Die Arbeitszeitregelung so flexibilisieren dass ein Kontakt zwischen den Schichten ausgeschlossen werden kann. Oder oder oder…
Was mich so stört ist diese Haltung, dass Achselzuckend hingenommen wird, dass Unternehmen in Deutschland noch unproduktiver werden, insbesondere im internationalen Vergleich.
„Das müssen die Unternehmen aushalten“ - werden viele aber nicht können oder wollen.
Das Geschrei wird noch groß werden, wenn die ersten Manager öffentlich sagen:
Ich produziere doch nicht in Deutschland, wo die Leute wegen ihrer FFP2 Maske alle 20 Minuten 5 Minuten Pause machen und jeden morgen erstmal am Werktor herumlungern müssen um einen Test zu machen oder den zuhause gemachten verifizieren zu lassen.
Hier ein radikaler Lösungsvorschlag der Situation:
Deutschland überweist 1.900.000.000.000$ an die USA und bekommt dafür im April 100.000.000 Dosen, genug also um Deutschland durchzuimpfen.
Wir zahlen den Amerikanern also ihr Stimulus Package und bekommen dafür Dosen bis zum abwinken. Bei dem Preis werden die Amis den Deal eingehen.
Dann muss natürlich das Zeug auch noch in die Arme der Leuten - aber auch das geht, wenn man will und entsprechend radikal handelt, indem man alle nichtessentiellen Geschäfte zu Impfzentren macht.
Zu teuer ist das nicht, man hätte das Geld nur schon früher ausgeben sollen.
Um am 1. Mai Herdenimmunität in Deutschland zu erreichen ist ein Preis von 19.000$ je Dosis nicht zu hoch, das Geld holt man in dem halben Jahr das Deutschland schneller aus der Pandemie kommen würde locker wieder rein.