Ist Atomstrom eine realistische Alternative?

Deine Daten liefern die Gesamtbatterieherstellung in China: also Alles von A wie elektrischen Autos bis Z wie elektrische Zahnbürsten. Die alle in einen Topf zu werfen und zu sagen dass dies die theoretisch ans Netz bringbare Kapazität sei ist schlicht maßlos übertrieben.
Ich bleibe bei der Behauptung, dass es nicht möglich ist mehr reine Netzspeicher herzustellen, weil die Welt in Zukunft ja mehr Elektroautos, Zahnbürsten usw. kaufen wird - die aber alle nicht helfen die Netzlast zu verteilen. Denn ich lade mein Elektroauto, Zahnbürste usw. nun mal dann, wenn ich sie nicht brauche. All diese Geräte sind aktuell nicht klug, können also die Netzlast nicht dann aufnehmen wenn die erneuerbaren im Überfluss produzieren.
Und erst recht nicht können sie wieder etwas abgeben. Man kann seine elektrische Zahnbürste eben nicht über das Netz von seinem Auto speisen lassen. Die Anzahl der Autos die ans Netz Strom abgeben können ist wirklich so minimal, dass es keiner Erwähnung wert ist.
Sorry dass ich die 5GWh nicht verlinkt hatte, die waren aus einem Tesla Investors call.
Eine Grafik hierzu die Tesla released hat:

Hier ist wieder wichtig dass die meisten Akkus aus den Gigafactories nicht in Megapacks (also Stromspeicher) gehen, sondern in die Autos. Die Autos können die Energie nicht wieder abgeben (zumindest nicht die aktuell zu bauenden).

Da die Diskussion gerade in Richtung stationäre Energiespeicherung abgedriftet ist, hier mal was dazu:

Da einige der Materialien in Lithium-Ionen-Batterien aus Konflikt-Regionen kommen, teuer bzw. knapp sind und sogar Lithium selbst nicht unbegrenzt verfügbar ist, wird u.a. verstärkt an Natrium-Ionen-Batterien geforscht und die chin. Firma CATL hat da letztes Jahr auch eine große Fortschritte vermeldet (Quelle: auto-motor-und-sport.de).

Allerdings haben Natrium-Ionen-Batterien bisher große Probleme mit der Energiedichte (etwa halb so hoch wie Lithium-Ionen) und Lebensdauer (wenige tausend Lade-und-Entlade-Zyklen) (Quelle: Wikipedia)

Die amerikanische Firma Natron Energy, Inc. hat nun dieser Tage einen neuen Typ von USV-Batterien auf Basis von Natrium-Ionen-Batterien vorgestellt (Link zum Produkt, Link zur Pressemitteilung).

Das besondere daran ist, dass sie es nach eigenen Angaben geschafft haben, auf etwa 50.000 Lade-Entlade-Zyklen zu kommen, was gewaltig wäre. Aktuell ist das ganze noch eine Ankündigung, auch wenn die scheinbar schon eine UL-Zulassung (amerikanische Prüfstelle für Brandschutz) haben.

Sollte sich diese Ankündigung nicht als totaler Hoax herausstellen und die Preise pro kWh, wie erwartet wird, günstiger als bei Lithium-Batterien sein, dann dürfte stationäre Energiespeicherung in Zukunft wohl eher mit Natrium-Ionen-Batterien passieren.

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Ich empfehle hierzu den Batteriepodcast „Geladen“ vom KIT, es passiert hier gerade in Deutschland in diesem Bereich so unglaublich viel gutes und das passiert gerade überall in der Welt auch Paralellisierung des technischen Fortschrittes in der Forschung!

Leben mit der Energiewende hat auch bei YT etwas berichtet über die Intersolar!

Wir können das jetzt alles schaffen, bezahlen und möglich machen und dann geht es in den Rest der Welt!

Der Mensch ist viel zu bequem als das er verzichten würde, aber wir können es besser machen und zwar so gut das alle sagen:

Wow, geil, hätt ich nicht gedacht​:raising_hand_man::raising_hand_man::+1::+1::+1::+1:
und am Ende viele sogar, jetzt will ich da auch mit machen und das alles ohne Angst und Panik und riesige Kosten ( wie das manche Foren Lobbyisten ständig ins negative drehen wollen)

Niemand sagt das der Weg einfach ist oder wird, aber er ist möglich!

Wir sollten es versuchen für uns, die Kinder und die folgenden Generationen! Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht!

Die 10% vernunft Menschen werden nicht 90% bequeme bekehren! Ansonsten wäre es wirklich die angebliche „links grün versiffte Ökodiktatur“

Genau die sehe ich nämlich nicht, momentan bettelt die Regierung nur darum das wir mit machen!

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Sie selbst Brauch ja auch nicht Klug sein, sondern das Ladegerät ^^

Und für die ganzen Batteriebetriebenen Kleingeräte im Haushalt, reicht es einen Intelligenten Ladekreis zu schaffen wo du per Schuko alle aktuellen Geräte dran laden kannst, wenn die Steuerung Ladung freigibt.

Ob ich das glaube ist nicht so wichtig.
Ich erwarte aber, dass das DiW in ihren Studien sagt: So und so viel brauchen GWh an Batteriespeichern brauchen wir. Dass das DiW eine Zahl berechnet und diese nicht kommuniziert ist eine wissenschaftliche Sauerei.
Ob die noch fehlenden 24,25-99,25GWh in den nächsten 7,5 Jahren wirklich ans Netz gehen werden wir dann ja sehen.
Und ob bis dahin alle Haushalte mindestens einen

installieren oder nicht ist nur für die Enthusiasten wahrscheinlich, denn aktuell kostet eine kWh bei Sonne und Wind dasselbe wie in der Dunkelflaute. Ein solcher intelligenter Ladekreis kostet also den Konsumenten aktuell nur Geld.

Um aufs Thema zurückzukommen:
Statt Atomstrom wird ab übernächstem Jahr dann wohl mehr Kohle verfeuert - das finde ich eine realistische aber keineswegs wünschenswerte Alternative zu Gas und Atom als Brückentechnlogie…

Und ich finde die Sauerei Atomstrom keine Alternative oder willst du das Endlager vor der Haustür? Es wird sich nur mehr Kohle verfeuert falls es tatsächlich Gas knapp wird was noch nicht ansatzweise feststeht. Jeder Cent Geld in Atomkraft ist verbrannt. Das Geld gehört nur in erneuerbare Energieträger gesteckt um unabhängiger von Diktatoren zu werden und richtig Geld mit dem Verkauf von Strom nach Frankreich zu machen. Die haben nämlich ein Problem wegen der steigenden Ausfallzeiten der Atomkraftwerke.

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Tja bedank dich bei den Platzhirschen unter den EVU, dass sie keine solchen Tarife anbieten, die sowas lukrativ machen.

Wird aber sicher noch kommen (müssen).

Schließlich werden wir in Zukunft den Verbrauch an die Erzeugung anpassen müssen und nicht umgekehrt.

Demzufolge wird es auch Stromkreise geben werden die nicht mehr 24/7 bedient werden.

Du wirst lachen aber ich habe ein Endlager vor einer Haustür (<100km entfernt).
Und mit der Wahrscheinlichkeit eines Gasembargos steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Gasknappheit- mit entsprechendem Mehrbedarf an Kohle.

Hier die Stromsalden Deutschlands 2021: (negative Werte: mehr Import; positive Werte: mehr Export)

Und solang Deutschland zweieinhalb mal so viel polnischen Kohlestrom kauft als es nach Frankreich verkauft würde ich noch nicht von einem Triumph deutscher Energiepolitik im Außenhandel sprechen.
Dass die französischen AKWs frühzeitig gewartet werden (wie übrigens immer im Frühling - nur dauert es dieses Jahr länger aufgrund der weltweiten Supplychainproblematik) ist doch tendenziell ein gutes Zeichen. Der Mehrbedarf an Strom in Frankreichs Zukunft wird durch AKW-Neubauten doch auch schon angegangen. Dass Deutschland mittelfristig mehr Strom nach Frankreich verkauft - in Terrawattstunden gerechnet- glaube ich gerne. Zu teilweise negativen Preisen nimmt man gerne Strom ab. Und im Gegenzug verkauft man dann gerne teuer den Strom nach Deutschland wenn dort nichts eigenes produziert wird - also so wie Polen es seit Jahren erfolgreich praktiziert. Gemessen in Euros wird der Stromsaldo zwischen Frankreich und Deutschland ins für Frankreich positive kippen - trotz den Mehrimporten aus Deutschland.

Nach meiner Kenntnis werden flexible Tarife wie in Schweden in DE noch nicht zugelassen (gesetzlich). Oder kennt jemand einen neuen Stand?

Bis Dato gibt’s nur Ankündigungen.

„Macron will bis zu 14 neue Reaktoren bauen
Datum:
10.02.2022 17:06 Uhr“

Ihr aktuelles Bauprojekt ist bald 11 Jahre verspätet:

„2012 sollte der AKW-Neubau in der Normandie ursprünglich abgeschlossen werden. Jetzt verzögert sich die Fertigstellung abermals – bis ins Jahr 2023. Die Kosten steigen ebenfalls.“

Welchen Strom sollten sie denn verkaufen?

„Dies führt dazu, dass die AKW nicht die Strommengen liefern können, für die sie mal ausgelegt waren. […]Von ursprünglich erwarteten 330–360 Terawattstunden (TWh) reduzierten sich die zu erwartenden Lieferungen auf 295–315 TWh.“

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Telepolis hat da auch eine aktuelle Zusammenfassung:

Liest sich echt übel für die Franzosen, z.B.

Nach dem Geschäftsbericht lag die Netto-Verschuldung der EDF schon im Jahr 2020 bei mehr als 41 Milliarden Euro.

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Wir könnten sammeln und ein paar PV Module rüberschicken, so als Care Paket

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Dafür müsste erstmal der Markt liberalisiert werden. Aktuell darf ein solcher Tarif (in Deutschland, Schweden müsstest du uns sagen) nicht angeboten werden- das StromNEV, das Messstellenbetriebsgesetz sowie das StromGVV stehen dem im Weg.
Grundversorger dürfen sowieso nicht Strom abdrehen - was bei einem Tarif auf Wetter/Zeitbasis erforderlich wäre.
Bedanken kann man sich bei den EVUs, dass sie sich an das Gesetz halten und bisher keine stärkeren lobbyistischeren Anstrengungen einer Deregulierung bzw. Liberalisierung durchgeführt haben - denn da hätten sie sonst viel Ärger mit @unkreativ bekommen.
Also haben wir einen zutiefst reglementierten Markt, der effizientere Marktmechanismen zur Stromkapazitätsverteilung wie die geforderten aber illegalen Tages- und Wetterabhängigen Stromtarife inklusive der Installation hierfür nötiger Messmethoden nicht zulässt.
Die einzigen, die von der aktuellen Rechtslage profitieren sind die DSGVO-Sympathisanten, welche die Idee, dass jemand wissen könnte wann wie viel Strom in einem Haushalt verbraucht wird, als orwellschen Angriff auf ihre privaten Daten begreifen.

Ich wusste gar nicht, dass wir schon Endlager definiert haben. Wo wäre das denn? Ich dachte es gibt nur Zwischenlager.

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Hab es jetzt nicht komplett durchgearbeitet, aber warum sollte das Gesetz was die Netzentgelte regelt einem flexiblem Übertragungstarif im Wege stehen?

„Eine Verpflichtung des Messstellenbetreibers zur Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen besteht nach § 29 Abs. 1 bei
[…]
Verbrauchern, die mit einer steuerbaren Verbrauchseinrichtung (z. B. Wärmepumpe) am geplanten Flexibilitätsmechanismus nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz teilnehmen sowie“

Das Gesetz steht dem erst recht nicht im Wege, ist es doch sogar Vorraussetzung solche extra gesteuerten Verbrauchskreise einzurichten.

Das ist die Verordnung zur Grundversorgung, die würde einem extra gesteuerten Verbrauchskreis auch nicht im Wege stehen, da dieser nicht Teil der Grundversorgung wäre.

Womit auch:

Das Argument hinfällig wäre, denn ein solcher Tarif wäre ja auf einen einzelnen Stromkreis beschränkt, der eben nur dann aktiv ist wenn man diesen wählt.

Die Grundversorgung ist davon ausgenommen.

Am Ende bleibt übrig: Die EVU sind nicht Willens einen solchen Tarif für unstetes Laden von Batteriegeräten anzubieten.
Die technischen Vorraussetzungen dafür gibt es und weder die Gesetze noch die Verordnungen stünden dem im Weg.

Doch, denn diese Vorraussetzungen wurden für all die kleinen PV-Anlagen Betreiber extra geschaffen.

Nix mit illegalen Tarifen. Oder hast du einen Gesetzestext der einen solchen Tarif verbieten würde?

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Das ist ein Missverständnis, weder die Haustür noch das Endlager liegen in Deutschland.

Klar ist es möglich auch in Deutschland variable Stromtarife anzubieten. Ganz klassische HT/NT Tarife mit Nachtspeicherheizungen gibt es schon länger.
Auch mit moderner Technik geht das. Das scheint nur kaum bekannt zu sein und auch nicht groß nachgefragt zu werden. Beispiele sind: https://www.awattar.de/ oder Dein Stromvertrag für das digitale Zeitalter ⚡️ Tibber

Voraussetzung ist zudem, dass man sich den passenden Smart Meter einbauen lässt. Glaube, dass wollen viele auch nicht. Also eher etwas für Menschen, die technische Spielereien mögen. Finanziell lohnt es sich aber an sich auch erst, wenn man größere Verbraucher als ein paar kleine Batterien und so hat. Also E-Auto und Wärmepumpe.

Da geht es aber vor allem auch erst mal darum, dass Netzbetreibende im Zweifel die Last abwerfen können. Also in den Betrieb eingreifen. Nicht aber darum, dass variable Preise damit aktiv angeregt werden. Notwendige Voraussetzung also ja, aber leider nicht auch den zweiten Schritt gegangen.

Auch in ganz Europa gibt es noch kein zu Ende gebautes Endlager, in dem tatsächlich schon hochradioaktives Material eingelagert wird. Im französischen Buren soll erst am 2035 Material eingelagert werden (Quelle). Solltest du diesen Standort gemeint haben, ist deine Formulierung gelinde gesagt, etwas vorgegriffen und andere Endlager in Westeuropa gibt es nicht, siehe:
Atommüll: Die Suche nach einem Endlager in anderen Ländern - br.de

Das Argument ist also etwas irreführend. :slight_smile:

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Entweder ich habe dich missverstanden, oder du sprichst von etwas anderem.
Mein Verständnis deiner Forderung war, dass anhand von Messtellendaten bestimmte Kreise aktiv oder inaktiv geschaltet werden dürfen.
Das ist durch das MsbG verboten, da diese Geräte nur Messen, aber nicht aktiv auf der Datenbasis aktiv eingreifen dürfen.
Selbiges gilt für StromGVV - „abschalten weil windstill“ dürfen die nicht.
Am Ende müsste für einen Tarif - wie ich dich verstanden habe - die Entscheidung über Strom oder nicht vom Konsumenten auf den Tarifanbieter oder EVU übertragen werden. Und das lassen die Gesetze aktuell nicht zu.

Na ja das war mir schon klar. Mir ist nur auch neu, dass es in Europa Endlager gibt, lediglich Forschungsanlagen in Frankreich und Schweden.

Aber vielleicht gibt es da auch Änderungen.