Wir wollen also zurück in die 90s und damit unsere Wirtschaft zukunftsfähig machen.
Kann man fordern, aber die wissen doch selbst wie bescheuert das ist. Ich baue doch auch nicht ein Plumpsklo in Garten, weil das früher ja gut funktioniert hat.
Die Begründung glaube ich nicht.
Da sind Coronafrustrierte, Impfgegner und Esoteriker, die die AFD wählen, dazu überzeugte Nazis und Ewiggestrige. Bisher hatten sie sich halt angepasst und jetzt sehen sie, dass andere genauso denken wie sie und leben es auf dem Wahlzettel aus.
Bei den Angaben zur Wählerwanderung sollte man immer Bedenken, dass es sich um Umfragedaten handelt. Sie gehen zurück auf die Befragungen in ausgewählten Wahllokalen, die auch Grundlage der 18-Uhr-Prognosen sind. Über die tatsächliche Wählerwanderung gibt es logischerweise aufgrund des Wahlgeheimnisses keine Daten. Wie genau die Umfrage Daten stimmen, lässt sich daher oft nur mutmaßen.
Insbesondere die absoluten Zahlen, die z.B. die Tagesschau nennt, sind oft nicht wirklich glaubwürdig. So heißt es beispielsweise für die Linke, diese habe 10.000 Stimmen von Nichtwählern erhalten und 10.000 Stimmen an die AfD verloren. Damit müsste die Zahl der erhaltenen Stimmen genau so groß sein wie 2021. Tatsächlich aber hatte die Linke bei der Wahl 2021 gut 137.000 Stimmen und bei der Wahl gestern gut 237.000 Stimmen, also fast doppelt so viele.
Quelle: Wie die Wählenden in Baden-Württemberg wanderten | tagesschau.de
Die Daten werden üblicherweise durch Nachwahlbefragung ermittelt. Das passiert wenn Leute das Wahllokal verlassen oder durch Anrufe. Natürlich wird das bei den größeren Parteien erhoben auch wenn sie mal aus dem Parlament fliegen. Schließlich weiß man das zum Zeitpunkt der Befragung noch gar nicht.
Laut Infratest hätte die Linke von Nichtwählern profitiert, aber in ähnlichem Maße an AfD abgegeben.
Klar kann man argumentieren wie DeFu
, aber zumindest gibt es keine klaren Belege dafür. Infratest fragt auch die Gründe für eine Wahlentscheidung ab. Hinweise für taktische Stimmen zur Verhinderung eines CDU MP kann ich da nicht sehen. Das mag individuell anders sein, aber hat eher weniger Gewicht.
Dass die Linke gebauso viele Stimmen gewonnen wie abgegeben hätte, passt irgendwie nicht dazu, dass sie zugelegt hat .
Es ist erstmal völlig plausibel, dass Menschen, die 2021 Grüne oderr SPD oder [beliebige andere Partei oder Nichtwählen einfügen] gewählt haben und dieses Mal überlegten, die Linke zu wählen, angesichts des engen Duells zwischen Grünen und CDU doch (ggf. wieder) Grüne gewählt haben. Die Linke haben 2021 einfach sehr wenige Menschen gewählt - warum sollte jemand, der sogar 2021 bei schlechteren Aussichten usw. die Linke gewählt hat, dieses Mal gerade nicht die Linke wählen?
Diese Wählerwanderungszahlen lassen zu diesen Fragen einfach gar keine Aussage zu. Das bedarf alles der qualitativen Interpretation.
Wenn man überhaupt quantitative Anhaltspunkte hierzu gewinnen möchte, müsste man schauen, ob die Linke relevante Zugewinne von den anderen Parteien geholt hat, diese aber kleiner ausfielen als erwartet. Gerade über diese Erwartung können die Nachwahlbefragungen naturgemäß aber wieder keine Auskunft geben. Dafür bräuchte man dann wieder Befragungen von vor der Wahl, am besten auch danach aufgeschlüsselt, welche Partei für potentielle Linken-Wähler:innen “zweite Wahl” war.
Edit: versehentlich unfertig abgeschickt.
Ein wenig komplexer ist es schon. Bei „richtigen“ Wählerwanderungsanalysen wird vor allem auf Trends auf der Wahlkreisebene geschaut, so kann man z.B. sehen, was in Kreisen passiert, in denen eine Partei zuvor besonders stark war („Hochburgen“), also wo hin die Wähler sich dort verteilten. Wenn man das systematisch (computergestützt) auf alle Kreise anwendet lassen sich schon erstaunlich belastbare Daten erstellen.
Ich warne davor, das, was in BaWü wahr sein mag, auf ganz Deutschland zu projizieren. BaWü ist wie Bayern ein im Kern sehr, sehr konservatives Land. Dass hier eine sehr linke Aufstellung der Grünen wenig Erfolg haben wird, ist daher offensichtlich, ebenso ist aber offensichtlich, dass diese Realo-Aufstellung der Grünen in Hamburg, Bremen oder Berlin sicherlich nicht erfolgreich wäre. Dass Ströbele z.B. vier Mal sein Direktmandat in Berlin holen konnte lag gerade daran, dass er kein „Realo“ war.
So gesehen gilt für Deutschland das Gleiche wie für die USA: Der linke Mamdani war der richtige Kandidat für das weltoffene New York City, im ländlichen Bereich sind die Demokraten mit „konservativeren“ Profilen besser gefahren. Zu sagen, dass die Partei wegen eines Sieges auf Landesebene generell mit „konservativen“ oder „linkeren“ Kandidaten auf Bundesebene besser fahren würde halte ich für falsch.
Dazu kommt das mediale Grünen-Bashing, dass sich natürlich vor allem gegen den linken Flügel richtet. Dem jetzt nachzugeben und quasi zu kapitulieren wäre genau das, was sich von den Initiatoren dieser Kampagnen gewünscht wird - und genau das Falsche für die Grünen. Nebenbei ist das eine weitere Parallele zu den Demokraten in den USA - auch dort bleiben „konservative Demokraten“ weitestgehend ungestört, während konservative Netzwerke extreme Hetzkampagnen gegen jeden auch nur annähernd Parteilinken betreiben.
Die Grünen müssen bei Landtagswahlen natürlich entsprechend der Wählerschaft im jeweiligen Land auftreten, bei der Bundestagswahl haben sie das gleiche Problem der Demokraten in den USA: Sie müssen den Balance-Akt schaffen, in den progressiven Landesteilen als progressive „Change“-Partei wahrgenommen zu werden, gleichzeitig in den konservativen Landesteilen aber als „Weiter so“-Partei. Sie müssen einfach die unterschiedlichen Bühnen unterschiedlich bespielen, so weit es im Bundestagswahlkampf halt geht, u.a. gerade dadurch, dass Funktionäre beider Flügel auf Bundesebene vertreten sind. Das Letzte, was die Grünen im Wahlkampf brauchen, wäre ein weiterer Richtungskampf.
Vor allem müssen sie aber glaubhaft einen Bogen spannen.
Beim Beispiel Auto wäre das z.B. den Leuten auf dem Land die Angst zu nehmenden man wolle sie in ihrer Mobilität einschränken, gleichzeitig aber den progressiven Wählern in der Stadt glaubhaft machen, dass man für die Mobilitätswende in den Städten arbeitet.
Schwieriger wird es bei der Migration.
Klimaschutzauflagen sind nötig, sonst entzieht die Erde für die Menschen die Lebensgrundlagen. Je später wir damit beginnen, umso drastischer die notwendigen Einschnitte. Wenn wir manche Klimawissenschaften vertrauen, kann es irgendwann in nicht zu naher Zukunft zu so einem großen Kipppunkt kommen, dass Politiker jeglich Couleur sich zum Handelns gezwungen sehen.
Generell glaube ich, dass es den Grünen nichts bringt, zu links zu blinken, wir brauchen Klimazukunft ohne Sozialismus. Nur darin liegt die Chance für die Grünen.
Ich bin mir sicher, eine Realo.Aufstellung könnte in Berlin auch mehr bringen, denn hier tümpeln die Grünen bei 15 Prozent herum, obwohl sie die mitgliederstärkste Partei ist. Und Berlin besteht nicht nur aus Kreuzberg, ich möchte von der Kreuzbergfalle sprechen.
Dass es an einzelnen Orten, meist urbanen Zentren, ein anderes Mindset gibt als im Rest des Landes ist doch eine Binse. Aber bei Flächenwahlen, wie es viele Landtagswahlen außerhalb der Stadtstaaten sind, oder auch Bundestagswahlen geht es doch um die ganze Region. Und da funktioniert es eben nicht wenn ein Idealo Dinge fordert, die nur in seiner Bubble Zustimmung finden werden. Im Gegenteil, der einzelne lautstarke Idealo wird sogar 100 Realos die Wähler verschrecken, dank Springerpresse vielleicht sogar eher 10000.
Ich bin überzeugt: die Grünen-Idealos schaden aktuell eher dem Ansehen und damit den Zielen ihrer Partei. Wahlen in Deutschland werden in der Mitte gewonnen, nicht am Rand.
Absolut. Ich teile die Haltung der AfD auch nicht. Allerdings muss ich schon zugeben, dass ich schon manchmal eine suboptimale Prioritätensetzung sehe. Bei begrenzter Handwerkerkapazität würde ich bspw. nicht den Fokus auf die Förderung von aufwendiger Dach-PV legen, sondern lieber auf wesentlich effizienter herzustellende Agri-PV. Und öffentliche Ladepunkte dürften auch weit effizienter genutzt werden als die private Wallbox am Haus in der Garage. Aber das sind Details.
Ich verstehe was du meinst, aber es ist letztlich dann doch komplexer. Wenn die Grünen am Ende zu nah an den etablierten Parteien sind gibt es keinen Grund grün zu wählen.ich glaube schon, dass man mehr Vision vermitteln muss als es der Realoflügel tut und dabei aber eben auch sinnvoll kommunizieren muss.
Und natürlich gibt es auch einige die Aussagen bringen die eher schaden. Gerade in den kleinen Städten sehe ich viele Probleme. Da hat man sehr stark vertreten die Fraktion die meint Hallenbad, Eisstadion, Straßenbeleuchtung, etc. losten zu viel Energie und müssen in Frage gestellt werden ebenso wie Mountainbiken weil die Natur ja den Tieren gehört etc. und die NIMBY Fraktion die unter dem Deckmantel grüner Politik gegen Dinge argumentiert die man einfach nicht haben will (auch Stromtrassen, Bahnstrecken, etc.). Die prägen bei lokalen und regionalen Themen dann doch sehr stark das Bild der Grünen auch wenn es auch am Land sehr wohl kompetente Grüne mit Vision gibt die nicht dem Realoflügel angehören, aber eben doch auch die Grenzen des Vermittelbaren im Blick behalten.
In Deutschland leben 32% der Einwohner in Großstädten und 27,8% der Einwohner in Mittelstädten. Und ja, auch in “Flächenländern” gibt es jede Menge Stadtbewohner. NRW ist beispielsweise zu einem wesentlichen Teil eine einzige große Agglomeration.
Ah, die berühmte “Mitte”! Die reicht in Deutschland ja bekanntlich vom Facharbeiter bis Friedrich Merz, vom linken Stadt-Akademiker bis rechten CSU-Dorfbürgermeister.
@Daniel_K trifft hier den Kern der Sache. Jede Partei muss in unterschiedlichen Bundesländern (und auch innerhalb der unterschiedlichen Bundesländer) teils unterschiedliche Angebote machen. Dass Cem in BaWü mit einem Ultra-Realo-Image die Wahl gewonnen hat ist super. Aber daraus einen Richtungsentscheid für alle Grünen in ganz Deutschland deuten zu wollen finde ich etwas anmaßend. Schließlich würde Söders Auftreten in Schleswig-Hollstein vermutlich auch nicht besonders gut ankommen.
Nur sind es eben zu einem großen Teil die “Idealos”, die die Partei am Laufen halten und die Grundlage für die Wahlerfolge legen. Und auch die muss man programmatisch “bedienen”, sonst machen die keinen Wahlkampf.
Im übrigen passiert das in BaWü durchaus. Cem und andere Spitzenleute der Grünen dort sind vielleicht authentisch “Realo”, das Wahlprogramm der Grünen ist aber nichts grundsätzlich anderes, als was die Grünen auch in anderen Bundesländern fordern. Da gibt es durchaus einen geteilten Konsens, der dann von unterschiedlichem Personal auch unterschiedlich ausgelegt und ausgeführt wird. Parteien sind gerade in Deutschland keine bloßen “Wahlvereine”, das ist komplexer.
Wie kann man das behaupten? Schaut euch doch mal die Ergebnisse in den ländlichen Regionen ohne die Städte an. Da ist die AfD mit über 30% bis 40% oft die stärkste Partei. Das wird aber leider wegignoriert, weil durch die Städte das Ergebnis zu Gunsten von Cem/Grün und Schwarz geglättet wird. Wer hier keinen Einfluss sieht dem kann beim Besten Willen ich nicht helfen.
Wie kann man gleichzeitig der Meinung sein, die SPD verliert, weil sie sich zu sehr von ihren linken Wurzeln (Arbeiterbewegung usw) entfernt und dann bei den Grünen das gleiche entfernen von linken Positionen als Erfolgsrezept sehen?
Dazu kommt doch, dass die Grünen zB in schwarz-grünen und Jamaica-Koalitionen auf Landesebene bisher immer bereit waren, auch sehr konservative Politik mitzutragen (siehe zum Beispiel den Einsatz von Palantir in BW). Mehrfach wurden diese Koalitionen auch trotz der Option für rot-rot-grün oder Ampel eingegangen, sich also absichtlich für den konservativeren Kurs entschieden.
Da spricht jetzt natürlich auch meine eigene eher linke Positionierung aus mir, aber ich kann wirklich nicht nachvollziehen, wie man die Grünen anhand der faktischen politischen Arbeit für zu links halten kann. Das mediale Schreckgespenst der Grünen hat ja mit der Realität nichts zu tun.
Das Alleinstellungsmerkmal ist ja weiterhin der Klimaschutz. Das bedienen die übrigen Parteien kaum. Wer sich also Klimaschutz wünscht, wird eher Grün als Schwarz wählen. Wer allerdings in der chemischen Industrie oder in der automobilnahen Industrie arbeitet, wundert sich dann vielleicht doch über manche Idealo-Vision, die den eigenen Arbeitsplatz unsicherer zu machen glaubt. Beispielsweise, wenn Idealos darüber sinnieren, ob man energieintensive Industrie überhaupt in Deutschland haben sollte, oder ob man Verbrenner verbieten sollte, die Bürger absurderweise in großer Zahl aber weiterhin kaufen. Und da sprechen wir noch gar nicht über die gesellschaftspolitischen Konflikte. Dieser Wähler wird dann vielleicht doch eher schwarz wählen als Klimaschutz. Als Realo-nahe Person muss ich sagen, es nervt wenn die Chance Dinge verändern zu können, markigen Idealoworten geopfert wird.
Demnach leben knapp 60 % der Deutschen mindestens in Mittelstädten. Ich denke das verstellt den Blick. Der Mediandeutsche lebt in einer Kommune mit nur 30.000 Einwohnern. Das ist alles andere als urban.
Das deute ich doch gar nicht aus Cems Sieg allein. Ich habe eingangs mehrere erfolgreiche grüne Realos benannt, die ihre Partei zu Meilensteinen geführt haben. Von Idealos habe ich keine vergleichbaren Personalien im Kopf.
Dem widersprechen innerhalb der Grünen aber doch einige: Verbrenner-Aus, die Causa Palmer, die konservative Haltung zu Wirtschaft und Migration… Da sind Parteilinke und BW-Grüne sich nicht wirklich grün.
Dargestellt sind die Wahlergebnisse nach Gemeinden, also die granularste Ebene. Laut deiner Aussage müsste die Karte hier tiefblau sein. Dem ist glücklicherweise nicht so.
Trotzdem, jede Stimme für die AfD ist eine zuviel. Wir sollten aber faktennah bleiben.
Ersetze Grüne mit CDSU und dann willkommen in meiner Welt. Hätte mir gerne statt Elektroauto einen Elektroroller gekauft. Leider können sich nur wenige Landkreise durchringen, Überlandradwege auch dafür freizugeben und auf der Landstraße habe ich Angst um mein Leben. Mir bleiben nur linke Parteien, wenn sich da was ändern soll. Ich habe einen E-Scooter. Gleiches Spiel innerorts. Flickenteppich an Regeln, der nicht kommuniziert wird, sondern mühsam im Internet zusammengesucht werden muss. Da wird aus ideologischen Gründen die Verkehrswende ausgebremst - und Münchens OB (hier allerdings SPD) findet sich plötzlich und unerwartet in der Stichwahl mit einem Grünen.
Es gibt noch eine Ebene tiefer und das sind die einzelnen Wahllokale. Ich habe jedoch keine Kartendarstellung dafür gefunden. Bei der Aufteilung auf Wahllokale sieht man in dem Wahlkreis in dem ich lebe einige Dörfer in denen die AfD stärkste Partei ist. Auch Stadtviertel in denen viele Spätaussiedler leben sind potentielle blau.
Fürs Ländle wird’s schwierig.
- Ein Politikwechsel ist nicht zu erkennen und machbar
- Die CDU hat eine schwere Schlappe kommend von den Umfragewerten zu verkraften und wird sich eine Koalition teuer abkaufen lassen. Wenn man schon jetzt eine Teilung der MP Amtszeit in den Raum stellt
- Im Parlament gibt es in meinen Augen hauptsächlich eine auf Krawall gebürstete Opposition und vielleicht eine kleine konstruktive SPD
- Die wirtschaftliche Transformation ist unumgänglich die Automobilindustrie mit ihren Zuwandern wird massiv schrumpfen
- Die Abstiegsängste werden der AfD weiteren Zulauf bescheren, da die SPD nicht mehr als Partei die sich um Arbeiter kümmert wahrgenommen wird
- Im Bildungsbereich liegt viel im Argen und das obwohl mit Kretschmann ein Lehrer an der Spitze der Regierung stand.
Ich bin gespannt ob sich Cem Özdemir daran hält was er versprochen hat, dass er gute Ideen umsetzten will egal von wem sie stammen. In seinen bisherigen Positionen war das der Fall. Ich warte auf den Fall, dass mal eine brauchbare Idee aus der AfD kommt und alle in Schnappatmung verfallen.
Die regen mich persönlich wirklich auf. In den 90er Jahren auf dem Dorf haben meine Eltern Nachtwachen vor deren Unterkünften organisiert, weil es Anschläge und Drohungen gab, von Leuten, die “Angst” vor kriminellen Migranten, hatten, die “richtigen Deutschen” die Arbeitsplätze und den Wohlstand wegnehmen würden etc.pp. Und jetzt wählen die Rechtsextremisten. Für das Leben was die wollen, für eine rassistische, sexistische, durch und durch kriminelle, koruppte Regierung, hätten sie einfach in Russland bleiben können.
Verständnisfrage: was meinst du mit den „richtigen“ Analysen? Stimmenverteilung auszuwerten ist ja etwas anderes als die Veränderung individuellen Wahlverhaltens.
Wenn nur der Realoflügel in der Partei wäre, würde sich die Position ja auch noch mal abschwächen. Innerparteiliche Kompromisse würden wegfallen. Wo läge dann wirklich der Unterschied zu Union und SPD?
Und konservativ mit Klimaschutz bespielt ja zum Beispiel schon die ÖDP.
Wenn es um Themen wie Bildung geht sind es zudem eher die Idealos die wirklich Neues vertreten. Ich bräuchte da nicht noch eine Partei die nicht offen für Veränderung ist, auch wenn ich was das angeht von den Grünen in BW eher enttäuscht bin.
Und ich persönlich hadere auch oft mit realitätsfernen Aussagen mancher idealos, bin hier im Forum sicher auch nicht dafür bekannt besonders progressiv ohne Kompromisse zu sein und dennoch finde ich es gut, dass auch Ideen die mir zu viel des Guten sind innerparteilich erstmal in die Positionsfindung einfließen.
Während bei den Grünen die Extrempositonen eher dazu führen, dass viele abstand davon nehmen ihr kreuz da zu machen nimmt man Extrempositionen bei Union (wirtschaftsflügel), SPD, FDP, etc. dann doch hin und betont, dass diese ja innerhalb der Partei keine Mehrheit hätten.


