Gebäudeenergiegesetz - muss weg?

Mir scheint, die Grünen haben in der aktuellen Panik über die abstürzenden Umfragewerte den Kontakt zu den Menschen verloren.

(Ich gebe zu: Ich meide Fernsehdiskussionsrunden und habe mich aus den meisten Social Media Kanäle ausgeklinkt (beides zu viel Lebenszeitvergeudung) - vielleicht habe ich es deswegen verpasst, aber:)

Welche Grüne mit Reichweite haben über welche reichweitenstarken Kanäle mal das GEG erklärt? Wo kann man die Antworten des BMWK auf die 77 Fragen der FDP nachlesen (habe sie nur hinter Paywall von Medien verlinkt gesehen)? Welche Zeitungen haben mal die Antworten auf jene der 77 Fragen gedruckt, die dem populistisch verleiteten Volks wirklich unter den Fingernägeln brennen?

Oder gibt es auf Instagram, Twitter, Youtube, Tik Tock & Co eine Serie von kurzen Videos, in denen ein beliebter Grüner und der Minister diese Fragen überzeugend beantwortet? Mal abgesehen davon, dass man über dieser Kanäle sehr viele Immobilieneigentümer gar nicht erreicht.

Der Eindruck, der in der Öffentlichkeit herrscht, ist doch: Ab 2024 dürfen nur noch Wärmepumpen eingebaut werden. Wärmepumpen sind deutlich teurer als Gasheizungen. Und wenn mein Einfamilienhaus / meine Wohnung / die gemietete Wohnung nicht ausreichend gedämmt ist, kommen noch nicht unerhebliche Sanierungsaufwendunge auf mich zu (beim Mieter über die Modernisierungsumlage).

Nicht bekannt ist:

  • So aktuell gedämmt muss die Immobilie gar nicht sein (trotzdem: In Immobilien der Energieeffizienzklasse F bis H wird’s ohne energetische Sanierung nicht gehen; und das ist ein nicht unerheblicher Anteil an den Bestandsimmoiblien).
  • Und es gibt z.B. mit Hybridheizungen technische Lösungen (die allerdings sicherlich nicht billiger sind als reine Wärmepumpen).
  • Und es gibt Zuschüsse für Heizung und für energetische Sanierung (allerdings weiß aktuell keiner, wie und unter welchen Bedingungen die sein werden).
  • Und dass, wenn die Immobilie innerhalb von ?? Jahren ans Fern- oder Nahwärmenetz angeschlossen wird, das auch eine gute Lösung sein würde (allerdings weiß kaum einer, ob das bei ihm der Fall sein wird)
  • Und dass sich Gasheizungen als Kostenfalle erweisen könnten, v.a. wenn der CO2-Preis so stark ansteigen wird, wie er das eigentlich müsste (wobei niemand sagen kann, wie sich der Gaspreis entwickeln wird).

(Fortsetzung …)

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