Damit beziehst du dich vermutlich dann nur auf die Gruppe der Kurzzeit-Arbeitslosen, aber die sind grundsätzlich nicht das Problem.
Wenn du von Menschen sprichst, die „lieber auf Bürgergeld leben als arbeiten zu gehen“ und gleichzeitig Menschen mit psychischen Problemen aus deiner Argumentation ausschließt, bleibt mMn nur Strohmann-Bashing übrig, daher das aus Richtung der Union häufig geführte Argument gegen die „vermeintlich arbeitsfaulen Bürgergeldempfänger“, die mMn einfach nicht in einer relevanten Zahl existieren, als dass diese Diskussion überhaupt sinnvoll wäre.
Unter der Annahme, dass jeder, der in der Arbeitslosigkeit landet, ALG-I-Anspruch hätte, wäre das korrekt. Das ist aber aus verschiedenen Gründen nicht der Fall (zu kurzes Beschäftigungsverhältnis, Minijobber, Selbständige, Schul- und Studienabsolventen sind typische Beispiele für Fälle, in denen Menschen mal als Überbrückung ein paar Monate Bürgergeld benötigen könnten und kein ALG-I-Anspruch besteht).
Das kann man tatsächlich mal den Markt erledigen lassen.
Das Bürgergeld ist das Existenzminimum - und wenn die Unternehmer das nicht hinreichend überbieten wollen, um ihren Arbeitskraftbedarf zu decken, ist das eben so. Klassisch dafür wären Jobs in der Gastronomie. Ja, dann muss das Essen halt teurer werden, wenn die Arbeitskräfte teurer werden. Aber sich zu beklagen, dass man keine Leute findet, die für den Mindestlohn ultra-stressigen Schichtdienst machen ist halt auch keine Lösung.
Wie gesagt, gerade diejenigen, die sonst immer alles den Markt erledigen lassen wollen (also Union und FDP) schreien hier nach Eingriffen, damit der Staat durch Entzug des Existenzminimums dafür sorgt, dass Menschen gegen ihren Willen arbeiten müssen. Das ist doch absurd.