Europawahl Ergebnisse

Die Diskussion gab es hier im Forum ja auch schon öfters (siehe etwa Was ist eigentlich Populismus).
Ich vertrete die Position, dass es keinen „positiven“ Populismus gibt, weil auch der Linkspopulismus bei seiner Gegenüberstellung von „Volk“ und „Eliten“ notwendigerweise mit Vereinfachungen, Zuspitzungen und Stereotypisierungen arbeitet, die erstens an sich häufig problematisch sind (etwa weil sie rassistische oder antisemitische Denkmuster begünstigen können), aber auch weil er anstelle einer Analyse und Lösung konkreter, aber eben auch komplexer und vielschichtiger Problemlagen auf eine Gegenüberstellung zweier Gruppen setzt und damit auf die Mobilisierung von Affekten und Emotionen. Es ist eben ein Unterschied, ob ich eine Konzept für eine Steuerreform vorlege, mit der z. B. Vermögende einen höheren Beitrag zu den Staatseinnahmen leisten oder ob ich nur möglichst publikumswirksam gegen „die Superreichen“ wettere. Für Ersteres interessiert sich in der Regel niemand, mit Zweiterem lassen sich durchaus Wahlen gewinnen - siehe BSW. [Edit: Tippfehler]

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