Diese Leute mit menschenfeindlichen und autoritären Einstellungen gibt es ja nun schon lange - für die letzten ungefähr zwei Dekaden ist das mindestens belegt. Meine aber, dass es da auch noch ältere Studien bzw. Erhebungen gibt, die das auch belegen.
Zu deinen Fragen habe ich eine Haltung, die ich im Folgenden kurz erläutern möchte.
Vorausgeschickt sei, dass, wer andere ausgrenzt, sich selber ausgrenzt. Menschen mit gruppenbezogen menschenfeindlichen Einstellungen grenzen somit sich selber aus, weil sie ganze Bevölkerungsteile als nicht dazugehörend ausgrenzen. Diesen Leuten würde ich daher sagen, dass sie, weil sie andere nicht als Teil dieser Gesellschaft akzeptieren, selbst gewählt haben, dass sie für sich bleiben. Sie wollen es ja schließlich so.
Man muss niemanden ausgrenzen, kann sich aber von menschenfeindlichen Einstellungen abgrenzen. Das ist ein gravierender Unterschied.
Man kann beispielsweise sagen: „Du entscheidest selbst, ob du ein Teil dieser Gesellschaft sein möchtest.“
Wenn das dann jemand verneint, hat er seine Wahl selbstbestimmt getroffen.
Was erkennbar/logischerweise nicht funktionieren kann, ist, Menschen zwangszuintegrieren, um den Preis, infolgedessen andere (z. B. Migrierte) ausgrenzen zu müssen.
Wenn eine Bereitschaft da ist, zu diskutieren, kann man es ja machen. Aber nicht, ohne die Grundwerte unserer Verfassung zu verraten (z. B. die Artikel 1 und 3 des Grundgesetzes). Wer nicht bereit ist, sich auf dieses gemeinsame Wertefundament, den Minimalkonsens unseres Zusammenlebens hier in Deutschland, einzulassen, mit dem/r ist eine Diskussion letztlich aus meiner Sicht irgendwann müßig.
Im letztgenannten Fall bleibt schließlich nur noch das Ignorieren.
Und wenn ein Drittel Faschisten/-innen durch Wahl zur Macht verhelfen geneigt ist, bleibt nur, vorher vom in der Verfassung stehenden Parteienverbot Gebrauch zu machen.
In diesem Sinne muss eine Demokratie tatsächlich wehrhaft sein.
Das Vereinsverbot gegen Compact war mal ein sinnvoller Anfang.