Bilanz der SPD in der Bundesregierung

Das halte ich für absolut falsch. Man müsste von Seiten der SPD nur mal links und Mitte wieder für sich definieren und dabei vor allem ein ökonomisches Argument machen.

Ich behaupte, dass beide keinen Mittekurs, sondern explizit Politik für die Vermögenden gemacht haben. Ansonsten wären deren Vermögen gesunken und die der Bevölkerung gestiegen. Es ist so einfach.

Genau hier sehe ich das Problem. Die SPD hat sich genauso wie der Rest der Parteienlandschaft, von den Linken abgesehen darauf versteift, dass es für die arbeitende Mitte im Grunde am besten ist, wenn man die Unternehmen, vulgo die Reichen am besten möglichst in Ruhe lässt, damit wir Wachstum und damit eben eine Verbesserung der Lebensverhältnisse der Mitte haben. Nur existiert dieser Zusammenhang einfach nicht mehr. Eine realistische Betrachtung der ökonomischen Mitte würde feststellen, dass jemand der 300k im Jahr verdient unendlich viel näher am Bürgergeld, als am Milliardär ist. Die Mitte müssten alle sein, die kein nennenswertes Vermögen haben. Aber eine Differenzierung nach Kapital wird vermieden so weit es nur geht. Und darum müssen halt andere Kategorien her und es muss gegen die Armen, die Ausländer, oder zur Not die faulen Jungen gewettert werden. Ich empfehle sehr Lars Klingbeils Rede bei der Bertelsmann Stiftung. Der Mann glaubt ernsthaft, dass Wachstum den Menschen hilft.

Und genau sowas kommt dann dabei zu Stande.

Klar, weil das Angebot stattdessen gegen Milliardäre zu sein politisch nicht auf dem Tisch liegt. Und wenn doch durch die Medien, die im Besitz selbiger sind bekämpft wird.

Also der Kurs der letzten 20 Jahre, der im wesentlichen ein neoliberaler war, hat im Ergebnis vor allem die Nazis gestärkt. Weil die Leute halt irgendwann mangels Alternativen scheinbare Alternativen wählen.

Aus meiner Sicht mit einer klaren, spürbaren Entlastung für alle Einkommen. Alles unter 200 Euro im Monat Entlastung, nimmt niemand wahr. Negative Einkommenssteuern im unteren Bereich, Senkung der Sozialabgaben im unteren Bereich durch Einführung einer Progression und gleichzeitger Aufweichung der Beitragsbemessungsgrenze. Gegenfinanziert durch Sozialabgaben auf Kapitaleinkünfte oberhalb eines bestimmten Betrags und einer Vermögenssteuer von 2% auf alles Kapital über 10%. Die Aussage muss ganz klar sein: Jeder, der arbeitet hat am Ende viel mehr in der Tasche. Und dafür bezahlen jetzt diejenigen, deren Kapital ihr, liebe Arbeiter in den letzten 10 Jahren verdoppelt habt. Die haben genug. Achja und Mieterhöhungen müssen von jetzt an wirtschaftlich begründet werden. Inkl. Offenlegung der Renditestrukturen. Ansonsten wird nämlich absehbar jede Enlastung 1zu1 vom Wohnmarkt aufgesogen und landet doch wieder beim oberen 1%.

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Die Linke setzt ja, wie du richtig feststellst, deutlich auf Umverteilung.

Das Angebot gibt es also schon.

Die Linke konnte zwar bei der letzten Bundestagswahl Zugewinne erzielen, aber nicht einmal die Verluste der SPD kompensieren.

Offensichtlich zieht also das Umverteilungsangebot nicht im erwünschten Maße.

Und daran würde sich auch nichts ändern, wenn die SPD noch mehr Umverteilung im Angebot hätte, als sie es jetzt schon hat.

Bei der letzten Bundestagswahl wurde von Ökonom:innen vorgerechnet, wie sich jedes parteipolitische Konzept auf die Finanzen der Haushalte nach Einkommen auswirken würde.

Trotzdem legten CDU/CSU und AfD kräftig zu.

Daher muss man konstatieren, dass offenbar entweder andere Gesichtspunkte für die Wahlentscheidung wichtiger waren als Umverteilung oder der Wille zu mehr Umverteilung in der wahlberechtigten Bevölkerung deutlich weniger ausgeprägt ist, als viele Linksstehende glauben. Ich würde vermuten, dass beides ein Stück weit der Fall ist.

Empirisch spricht jedenfalls nichts dafür, dass es der SPD nutzen würde, deutlich nach links zu rutschen.

Selbst würde ich mir zwar wünschen, dass eine linkere Politik mehrheitsfähig wäre, aber ich sehe auch, dass das - wohl auch auf längere Sicht - nicht der Fall ist.

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Hier noch die milieuspezifische Verteilung der SPD-Wählenden 2025:

Man sieht recht deutlich, dass die „alte Tante SPD“ bei den Milieus der so genannten Modernisierungsskeptiker:innen deutlich unterrepräsentiert ist, aber bei den Modernisierungsanpasser:innen per Saldo sehr viel besser als Linke und Grüne abschneidet, allerdings insb. bei der Adaptiv-Pragmatischen Mitte nur unterdurchschnittlich punkten kann:

Dort hat auch die SPD massiv an Zustimmung verloren.

Welche Schlussfolgerungen kann die SPD daraus künftig ziehen?

M.E. die, dass sie weiterhin ihre Positionierung im Parteienspektrum gut austarieren muss.

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Das Angebot gibt es, aber ohne Machtoption. Für viele ist eine Stimme für die Linke eine verschenkte Stimme. Dazu kommt, dass die Linke für viele Verbrannt ist. Weil links = doof. Was ich beschrieben habe ist aber faktisch keine linke Politik. Es ist eine Politik der Mitte, wenn man die Mitte ökonomisch definiert. Und genau hier ist imho das Problem der SPD. Es wurde von allen Parteien und besonders von der SPD Politik für die Mitte versprochen und dann nicht gemacht. Es wurde Politik für Vermögende gemacht. Jede Partei, die Erfolg haben will, muss die Mitte neu definieren und zwar anhand harter ökonomischer Fakten. Jeder, der sein Geld mit Arbeit verdienen muss ist Mitte. Du hast nur eine popelige Million Vermögen? Näher an der Gosse, als am Milliardär. Politik hat insgesamt Glaubwürdigkeit verloren, weil alle Politik für die Mitte sagen und Politk für das Kapital machen. Und das fällt halt irgendwann auf. Dass es immer beschissener wird. Weil man den Leuten aber 30 Jahre lang gesagt hat, dass das Politik für die Mitte ist und links doof und gefährlich, müssen halt andere Schuld sein, dass es immer beschissener wird. Zack fertig, Afd-Mehrheit. Die AfD ist da, wo sie ist, weil die anderen Parteien die Mitte verraten haben.

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Das ist richtig. Nur liest das erstens niemand und von den 3 die es lesen glauben 2 den Parteien nicht mehr.

Die Umverteilungspräferenz der AfD-Wählenden ist jedenfalls besonders gering:

So richtig geht deine Erklärung also nicht auf.

Im Übrigen fände ich es gut, wenn du mal empirische Belege für deine These(n) einbrächtest.

Meine Gegenthese lautet, dass insb. die AfD-Wählenden besonders stark auf Besitzstandsverteidigung (s.o.) und die Abwertung schlechter Gestellter setzen.

Die Studie zeigt, dass Wähler, die ein hohes Maß an narzisstischer Rivalität als Persönlichkeitsmerkmal aufweisen, also andere abwerten, um sich selbst aufzuwerten, dazu neigen, rechtsradikale populistische Parteien zu wählen.

https://presse.uni-mainz.de/zusammenhang-zwischen-narzisstischer-persoenlichkeit-und-rechtspopulismus-aufgedeckt/

Danke für diese Klarstellung. Natürlich ist eine besondere Prädisposition notwendig, um überhaupt in Erwägung zu ziehen eine Partei wie die AfD zu wählen. Aber hier geht es ja primär um die SPD und ihre Wähler. Und ich wage die Behauptung, dass eine Politik, die das Leben der Menschen tatsächlich verbessert dazu geeignet ist SPD-Wähler auch SPD-Wähler bleiben zu lassen. Auch wenn sie von der charakterlichen Disposition das Potential haben zur AfD zu wecheln.

Das bestreite ich absolut nicht! Besitzstandwahrung ist genau das wichtige Stichwort. Ich sehe nur, um es mit Eva von Redecker zu sagen, dass die Wahrung vor allem von Phantombesitz (Privilegien, kulturelles Kapital, vermeintliche Überlegenheiten) das attraktive Versprechen der AfD ist. Und zwar, weil man sich bereits Gedanklich vom ökonomischen Besitz verabschiedet hat. Weil die Erfahrung der letzten 30 Jahre halt ist, dass:

  1. Versprochen wird, sich um die „Mitte“ zu kümmern, während
  2. Egal ob Wachstum oder nicht die ökonomische Lage mindestens der unteren 50% schlechter wird und
  3. diese Entwicklung als unausweichlich konnotiert wird, soweit sogar, dass in Berichterstattung
  4. schmerzhafte Einschnitte als Ausweis besonderer Wirtschaftskompetenz gelten

Mir ist bewusst, dass es keine Mehrheit für große Umverteilung gibt. Aber das liegt meiner Einschätzung nicht daran, dass die Leute nicht dafür sind (Umfragen zur Vermögenssteuer belegen das ja immer wieder), sondern, dass es kein breites Angebot von Parteien, denen man Regierungsbeteiligung zutraut dafür gibt. Wir haben während Corona gesehen, dass es durchaus Möglich ist, ein Thema zu setzen. Migration war zB komplett aus dem Diskurs verschwunden. Würden sich SPD, Grüne und Linke auf einen Wahlkampf entlang ökonomischer Themen einigen und die realistische Perspektive eröffnen, dass die unteren 50% jeden Monat mindestens 100 Euro mehr in der Tasche haben und deutlich machen, dass dann nicht die Welt unter geht, würde Umverteilung vom fringe-Thema zu einer Option werden.

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Das ist nämlich der Punkt, an dem die SPD scheitert.
Die Erfahrung der Bürger ist, dass wenn sie zurückstecken, die Falschen profitieren.
Auch ich habe kein Vertrauen in die SPD, dass wenn sie meine Abgaben erhöht, die Einkommen unter mir spürbar entlastet werden.
Das war auch das Problem der Ampel: sie wurde ja aus Gründen gewählt. Danach hat sie aber nicht den Bürgern das Gefühl gegeben, dass diese Gründe nun auch angegangen werden.
Die Herausforderung ist also nicht nur Konzepte zu entwickeln. Es müssen auch Taten folgen, die in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das kann durchaus Symbolpolitik sein. Hauptsache, sie wird nicht als solche wahrgenommen.
Tatsächlich frage ich mich aber immer mehr, ob das die sprichwörtlichen 100€ mehr im Geldbeutel sein müssen. Auf die Bürger verteilt sind riesige Summen eben nur noch Minibeträge. Investierte ich in Infrastruktur, die direkt das Leben der Menschen besser machen, ist das nicht nur nachhaltiger. Es ist pro Person gerechnet auch günstiger.

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Stichwort: Steuerreform. Das Medianeinkommen (55k) wird um 184€/Jahr entlastet, was für sich genommen schon lächerlich ist.
Verdient man 255k sind es 268€/Jahr. Super, wie die Mitte hier besonders stark entlastet wird.

Nur muss der Medianverdiener dafür auch 550€/Jahr (brutto) mehr GRV zahlen. Und die GKV bleibt bestenfalls gleich. Der Topverdiener kann es komplett einstreichen.

Jetzt wird die SPD sagen: mehr war nicht drin mit der CDU. Das ist genau der Punkt: regiert nicht, wenn ihr keine brauchbaren, euren Werten entsprechenden, Ergebnisse erwarten könnt.

(Berechnet mit: https://www.rnd.de/politik/steuerrechner-finden-sie-heraus-wie-viel-geld-sie-kuenftig-sparen-koennen-LDCSKURDTFGVTDCPSEZT537JOM.html )

Kann ich gut nachvollziehen, dass sie SPD - aus welchen Gründen auch immer - bisher zu wenig rausgeholt hat, scheint sich hier als roter Faden abzuzeichnen, aber to be fair:
Was würde das dann bedeuten bzw. was hätte das nach der letzten Bundestagswahl dann bedeutet, bei den gegebenen Sitzverteilungen? Welches realistische Szenario für eine (andere) Regierungsbildung hätte es da gegeben?

Weil im gleichen Atemzug können konservative Hardliner natürlich auch der CDU zurufen: „regiert nicht, wenn ihr keine euren Werten entsprechenden Ergebnisse erwarten könnt“. Und wenn die Werte Kulturkampf und Umverteilung von unten nach oben sind?

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@merkaii und @der_Matti,

ziemlich viele Wenns, findet ihr nicht?

Aber ich lass mich mal auf die beiden Grundideen ein.

Zunächst zu den Investitionen in Infrastruktur. Auch wenn ein nicht unerheblicher Teil des Sondervermögens tatsächlich wohl zweckentfremdet wurde, würde ich annehmen, dass selbst dessen zielgenauer Einsatz bei denjenigen, die den demokratischen Parteien misstrauen, der Eindruck bestehen bleiben ließe, dass entweder das Geld weiterhin falsch ausgegeben würde oder irgendwo ineffizient versickerte. Da man zudem die Resultate binnen einer Legislatur nur ansatzweise erkennen kann, wenn überhaupt, es aber zig Meldungen geben wird, dass sich irgendwo irgendwas verzögert oder verteuert, was ja ganz normal ist, wird das diese Klientel kaum zufriedenstellen, geschweige denn überzeugen. Infrastrukturinvestitionen sind leicht verhetzbar. Und diese Leute sind ja - mindestens mal - genau dafür besonders anfällig.

Dann zur Entlastung der einkommensmäßig unteren Hälfte der Haushalte (nur Hauptwohnsitze) um mindestens 100 € pro Monat. Um überhaupt Sichtbarkeit herzustellen und um einkommensteuerbefreite Haushalte finanziell stärken zu können, müsste man Sonderüberweisungen, wie ja mal beim Klimageld angedacht, tätigen. Alles machbar. Und prinzipiell auch finanziell darstellbar, wenn man je ein Viertel um 100 € und ein weiteres Viertel um 200 € bezuschusste oder den Betrag linear ansteigen ließe, sodass im Durchschnitt 150 € herauskämen. Das wären dann jährlich ca. 37 Milliarden €.

Das Konzept der Linken zur Vermögensteuer mit jährlich einem bis fünf Prozent Besteuerung zwischen einer und fünfzig Millionen und zwölf Prozent für Milliardär:innen könnte laut DIW 100 Milliarden reinholen. Da wäre dann auch noch Geld übrig für Infrastrukturinvestitionen.

Die Reflexe bei den Neidbürger:innen oberhalb des Medians - nicht wenige glauben ja, es doch eigentlich trotzdem selbst viel mehr verdient zu haben - lasse ich jetzt auch mal einfach außen vor, sondern konzentriere mich auf den Kreis der Begünstigten.

Was aber bei den Misstrauensbürger:innen mit ziemlicher Sicherheit passieren wird, ist, dass das Narrativ, dass steigende sonstige Kosten die Sonderüberweisungen mehr als auffräßen, verfängt.

Da kann man dann noch so sehr mit spezifischer Inflation nach Einkommensgruppen argumentieren. Bei diesen Leuten wird man schwerlich ein grundsätzliches Umdenken erreichen.

@ThomasAnderson hat eine typische Reaktion schon vorweggenommen.

Minderheitenregierung mit wechselnden Mehrheiten, die von der Regierung im Parlament sachbezogen ausgehandelt werden müssen.

Typisch und verständlich, dass man sich nicht entlastet fühlt, wenn man tatsächlich belastet wird. Hat nichts mit Misstrauen zu tun.

Also Merz als Minderheitenkanzler, mit einer Sitzverteilung, in der CDU und AfD eine Mehrheit haben, und einer CDU-Fraktion, die Bock hat auf Rechtsdrall und puren Neoliberalismus (haben immerhin kurz vor der Wahl gemeinsam mit der AfD abgestimmt).
Ich weiß nicht, ob man sich davon bessere Ergebnisse hätte versprechen dürfen, unabhängig davon ob realistischerweise davon ausgegangen werden kann, dass Merz eine Minderheitsregierung eingegangen wäre

Es geht nicht nur um bessere Ergebnisse, die kämen mit Sicherheit nicht.

Es geht darum, dass man mit guten Ideen und Zielen nicht dafür abgestraft wird, dass man sich für den kleinsten gemeinsamen Nenner mit einer CDU hergibt und diese Politik, die man will, dann mitverantworten muss.

Es wäre einfacher gewesen, wenn die SPD diese Entscheidung in den 2010er Jahren getroffen hätte, ohne dass man gleichzeitig eine Machtergreifung der AfD mit begünstigt. Aber bald wird ihr die Entscheidung abgenommen. Dann hat sie sich so kaputt-gemittet, dass als einzige Machtoption CDU+AFD übrig bleibt. Da müssen wir dann vielleicht 4 Jahre durch… Traurig, aber ich sehe nicht, dass eine CDU+SPD+Grüne+Linke+FDP-Regierung eine Politik zustande bekäme, die die AfD politisch besiegt…

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Freundlich weise ich diesbezüglich noch mal auf den Sachstand hin:

Ja, da stehen wir jetzt. Das merkt ja auch die Union. Sie kann eigentlich nichts mehr richtig machen.
Bei uns im Nachbarort hat nun das letzte Wirtshaus zugemacht. Die Vereine haben keinen Saal mehr, wo sie ihre Sitzungen oder Feiern abhalten können. Die Feuerwehr freuts. Die fahren ihre Autos aus der Halle und vermieten die. Überall kämpfen Schwimmbäder ums Überleben. Gerade für die ohne Garten sind die aber ein wichtiger Rückzugsort, genauso Bibliotheken und Kirchen. Bibliotheken sterben gerade aus, die Kirchen sollen reihenweise abgestoßen werden. Das Wegerecht in den deutschen Wäldern wird immer weiter ausgehöhlt. Das sind alles Themen, die gerade die unteren Schichten direkt betreffen würden. Sie merkten es nicht, als sie diese Privilegien noch hatten, sie merken aber jetzt, dass sie wegbrechen. Eine AFD prangert das gerne an, wird sich aber mit Sicherheit nicht darum kümmern. Eine soziale SPD hat sich vor 40-50 Jahren darum gekümmert und könnte das auch wieder.
Damit will ich nur zeigen, dass es durchaus Perspektiven gäbe. Ich bin kein Parteistratege und vielleicht gibt es 1000 gute Gründe, diese Richtung nicht zu gehen. Aber ich sehe keinen Grund, mit den Schultern zu zucken, Statistiken hervorzukramen und dann den Abgesang auf die politische Linke anzustimmnen.

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Das Thema Kommunalfinanzen ist jedenfalls angegangen worden:

Der Bund unterstützt Länder und Kommunen bis 2029 jährlich mit insgesamt etwa einer Milliarde Euro. Damit können Städte und Gemeinden verstärkt ihre Schulden abbauen – und zugleich besser in die wichtige Infrastruktur und Dienstleistungen vor Ort investieren.

Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode bereits zahlreiche Maßnahmen zur Entlastung der Länder und Kommunen ergriffen. So stehen den Ländern 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Dieses Geld können die Länder flexibel einsetzen, zum Beispiel für Investitionen in die Infrastruktur ihrer Kommunen.

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Ich habe auch keinen Bock auf ne AfD Regierungsbeteiligung. Für die SPD Wahlergebnisse wäre es aber besser, die CDU müsste sich für sozialen Kahlschlag AfD Stimmen organisieren, als dass sie ihn einfach selbst mitträgt.fett gedruckter Text