Batterien und Nachhaltigkeit

Entscheidend ist nicht der Gehalt, sondern die Emission über den Lebenszyklus. Von den Pfannen und Outdoor-Jacken geht 100% der PFAS direkt in die Umwelt und den eigenen Körper, und die Lebensdauer dieser Produkte liegt bei maximal ein paar Jahren.

Bei Batterien liegt die Lebensdauer dagegen bei 20+ Jahren und gibt es praktisch ausschließlich bei Produktion und Entsorgung Emissionen. Und die Entsorgung findet in der EU in einem stark regulierten Bereich statt, in dem jedenfalls theoretisch PFAS durch entsprechend hohe Temperaturen bei Verbrennung vollständig zerstört werden.

Entsprechend entspricht der Gehalt von PFAS in einer Autobatterie vielleicht 1.000 bis 4.000 Pfannen. Aber die Emissionen einer Autobatterie dürften um Größenordnungen niedriger liegen. Und weil auf jeden Menschen im Schnitt deutlich weniger als ein Auto, aber eine Vielzahl von Pfannen, Jacken, Dichtungsringe und andere PFAS-haltige Gegenstände und Konsumgüter (z.B. Benzin) kommen, ist die relative Gefahr und damit auch der Löwenanteil der politischen Handlungsnotwendigkeit klar hier zu verorten. Zumal man viele dieser Anwendung mehr oder weniger ersatzlos gestrichen werden könnten, ohne das andere überragende gesellschaftliche Ziele gefährdet werden würden. Nonstick-Pfannen sind nett, aber nicht zivilisationserhaltend. Das Klima ist es dagegen schon.

Also: bitte nicht das Kind mit dem Badewasser ausschütten. PFAS sind ökologisch zum kotzen, aber die Priorität beim Phaseout und auch der entsprechende politische Aktivismus sollte bei den Konsumgütern und nicht bei für die Energiewende kritischen Anwendungen liegen. Zumal es da schon erhebliche politische Bewegung und akademische Forschung gibt, um PFAS in diesen kritischen Bereichen hoffentlich schnellstmöglich zu ersetzen.

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Die Emissionen der Gore tex Membran ist ja auch null während der Nutzung. Teflonpartikel aus der Pfanne gehen auch nicht zu hundert Prozent in den Körper…

„…Sie müssen über diese „Nutzungsphase“ hinausschauen, bevor das PTFE auf das Produkt aufgetragen wurde. Die Sache ist, dass eine Chemikalie zwei weitere solcher Phasen in ihrem Leben hat: die Produktions- und die Abfallphase. Wenn Sie diese zusätzlichen Phasen und die verfügbare Wissenschaft in die Analyse einbringen… Nun, dann PTFE, du siehst dort nicht so gut aus, Kumpel…“

Das gleiche gilt auch für die PFAS im Akku.
Und da ist die mindestens die F1000 fache menge PFAS drin…

Ich gehe daher von einem PFAS Tsunami aus, wenn hier der Phase out nicht angegangen wird

Zumindest für Europa:
Regulatorischer Rahmen in der EU:

PFAS / PVDF-Herstellung selbst:

  • Bei der PVDF-Polymerisation wurden früher PFOA-verwandte Hilfsmittel (Fluortenside wie PFNA, GenX) als Emulgatoren genutzt. PFOA ist seit 2020 unter POP-Verordnung (EU 2019/1021) verboten, PFHxA seit 2024 unter REACH beschränkt.
  • Das ECHA-Beschränkungsdossier zu PFAS (eingereicht 2023 von DE/NL/DK/SE/NO) läuft noch – Entscheidung wird frühestens 2026/2027 erwartet. Für Batterieanwendungen werden voraussichtlich Übergangsfristen oder Ausnahmen diskutiert, weil kurzfristig kein gleichwertiger Ersatz für PVDF verfügbar ist.

NMP (Prozesspartner zu PFAS):

  • REACH Anhang XVII Eintrag 71: NMP ist seit Mai 2020 beschränkt, reproduktionstoxisch (Repr. 1B).
  • Verbindliche DNEL-Werte: 10 mg/m³ (inhalativ, 8h) und 4,8 mg/m³ (Langzeit) – Hersteller müssen Expositionsszenarien im Sicherheitsdatenblatt nachweisen.
  • In Produktionsanlagen heißt das in der Praxis: geschlossene Beschichtungslinien, NMP-Rückgewinnung (üblich >98 %), Abluftreinigung, persönliche Schutzausrüstung, Biomonitoring beim Personal.

Anlagensicherheit allgemein:

  • Industrieemissionsrichtlinie (IED, 2010/75/EU) – BVT-Merkblätter, Genehmigungspflicht
  • Seveso-III-Richtlinie für Mengenschwellen gefährlicher Stoffe
  • TA Luft (DE) für Emissionsgrenzwerte, BImSchG für Genehmigung
  • GefStoffV / TRGS 900 für Arbeitsplatzgrenzwerte

Es ist zumindest in Europa nicht so, dass man während des Produktionsprozesses massenweise PFAS o.ä. freisetzt.

Der verlinkte Artikel ist eher mit Vorsicht zu genießen:

  • Der Artikel handelt hauptsächlich von PTFE und dem bei Verbrennung dessen freigesetzten PFAS. PTFE ist aufgrund der hohen Molmasse selbst direkt kein PFAS.
  • Die Behauptung, PTFE-Pfannen würden beim Braten zerfallen, ist nicht richtig. Die Zersetzung beginnt ab 260°C, problematisch wird es bei 350°C. Das wird bei normalem Kochen nie erreicht.
  • EU-Hausmüll-Verbrennungsanlagen laufen bei 850-1100°C und verbrennen PFAS nahezu zu 100%, wie Studien belegen. In dem Bericht steht aber, dass das PFAS aus der Müllverbrennung 1:1 ins Abwasser geht. Das stimmt nicht.
  • ChemSec ist eine schwedische NGO mit klarer Anti-PFAS-Agenda. Der Text ist weder wissenschaftlich korrekt noch neutral
  • Die im Text genannten „mehreren gleichwertigen Alternativen“ gelten für Pfannen-Beschichtungen, aber nicht für Membranen, Dichtungen, Kabelisolierungen, Lithium-Ionen-Binder …

@Anja2 Wir haben das in einem anderen Thread schon einmal diskutiert, auch dort waren die von Dir geteilten „Belege“ meist leicht zu widerlegen.
Man kann ohne Weiteres der Meinung sein, dass die momentan stattfindende Regulierung der PFAS zu langsam und gering ist. Dies dann aber mit eher fadenscheinigen Argumenten zu untermauern, hilft nicht.

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Solvay‑/Syensqo‑Standort Tavaux (Frankreich) entstehen in der PVDF‑Produktion wohl PFAS‑bezogene Emissionen. Oder wie erklärt ihr hier die alarmierenden PFAS Werte im Wasser? Was wollt ihr denn noch für einen Beleg?

(Oben war ja schon der Link zu Solvay Specialty Polymers die New Jersey $393 Millionen als Teil eines Vergleichs zur Bereinigung der PFAS-Kontamination in der Nähe des Standorts West Deptford zahlen. Das war ein pvdf Standort
Warum zahlen die so viel Geld wenn es diese Emission gar nicht gibt?)

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Für sowas gibt es das HT/NT Hochtarif/Niedertarif Konzept oder?

Aus Erfahrung weiß ich, dass hier der HT Tarif/Tag (36 Cent) immer noch deutlich höher liegt als der Nachttarif/Nacht (29 Cent). Das war ja mal sinnvoll, wegen inflexibler AKW, die quasi 24/7 durchliefen. Deshalb auch die Pumpspeicherkraftwerke.

Das ist natürlich eine sehr dumme Lösung und auch sehr pauschal und zumindest im Sommer nicht logisch. Man müsste also aushandeln, dass man den NT tagsüber im Sommer bekäme. Das hat dann natürlich in der Übergangszeit und bewölkten Tagen eine Unschärfe. Wäre aber nach dem 80/20 Prinzip viel Impact und leichte Umsetzung vermutlich. Allerdings wäre dafür auch ein Zählertausch notwendig. Somit kann man sich gleich einen SMART Meter einbauen.

Hier ein Vergleich E Auto und “normales” Auto. In beiden steckt PFAS in diversen Teilen. Auch, wenn die Batterie PFAS frei wäre. PFAS-Emissionen im Lebenszyklus eines Fahrzeuges

Der Binder (PVDF) ist mit den Metalloxiden und dem Graphit verbunden (Blackmass) und kann nicht zurückgewonnen werden. Letztendlich wird das PVDF immer verbrannt. Das daraus entstehende HFwird dann über Gaswäscher (z.B. mit Ca(OH)2) abgefangen. Es entsteht anorganischer Flussspat (CaF2

Und es braucht mehr Forschung für PFAS freie Batterien. Das sollte man adressieren und unterstützen.

Bei LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) hingegen könnte theoretisch eine wässrige Verarbeitung angewendet werden, die den Einsatz von PFAS-freien Bindern ermöglicht. Dieser Ansatz ist jedoch bislang nur im Labor- oder Pilotmaßstab umgesetzt und noch nicht in die industrielle Produktion überführt.

Ein vielversprechender Weg für die Zukunft ist die Entwicklung des Trockenbeschichtungsverfahrens, bei dem völlig auf Lösungsmittel verzichtet wird. Dieses Verfahren bietet nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch ein enormes Potenzial zur Einsparung von Energie für die Verdampfung und Trocknung. Es steht zunehmend im Fokus der Forschung und könnte langfristig eine PFAS-freie Produktion von Batterien ermöglichen.

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Wenn PFAS unbedingt verwendet werden soll dann muss eine Quote zum PFAS recyceln bzw. zur Not die Verwendung von Flusspat aus der Müllverbrennung vorgeschrieben werden. Es gibt auch hier Möglichkeiten

Der PFAS Preis beinhaltet -wie vor kurzem auch das co2- nicht die externen Kosten.

Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Kosten liegen die Kilogrammkosten für PFAS bei rund 18.700 €

pvdf ist ein PFAS (es kommt auf die chemische Struktur an nicht die molare Masse)

=> Traktionsbatterie bis zu 6000 g PVDF bei 100 kWh (+ zusätzlich PFAS an anderen stellen der Batterie)
BEV externe Kosten durch PFAS in Batterie:
=> 18700 €/kg x 6 kg = 112.200

———

Verbrenner externe Kosten durch CO2:
Grob Pkw im Betrieb oft bei etwa 160 g CO2 pro Kilometer; damit wären 250.000 km ungefähr 40 Tonnen CO2. Angenommen CO2 externe Kosten 880 €/t

40 t x 880 €/t = 35.200 €

——

=> externe Kosten Vorteil Verbrenner! 77.000 €

Dies zeigt wie wichtig die Reduktion von PFAS ist. Ansonsten macht die emobilität keinen Sinn.

Vor Allem wollen wir Zahlen und Daten die man entweder ohne Bezahlschranke lesen kann oder die nicht einseitig von irgendeiner NGO zur Verfügung gestellt werden.

Ich weiß nicht wie diese Berechnung zustande kam, aber Belege für die angesetzten Kosten lieferst Du ja keine.

  • Die PVDF-Menge ist viel zu hoch angesetzt. Moderne NMC-Akkus haben bei 100kWh vielleicht 3-4kg, aber keinesfalls mehr als 6kg
  • Die 18.700€/kg kommen wo her? In der wissenschaftlichen Literatur kommt diese Zahl nicht vor. Externe Kosten entstehen nur über Emissionen bei der Produktion bzw. Freisetzung am Lebensende bei unkontrollierter Verbrennung.
  • Die CO2-Bilanz des Verbrenners ist zu niedrig. Realistisch sind 200 g CO2/km WTW x 250.000km = 50t CO2 + Vorkette Fahrzeugbau 7t.
  • Der CO2-Preis falsch bzw. der Maximalsatz.

Selbst bei großzügigem PFAS-Aufschlag bleibt das BEV vorn.

Meine persönliche Meinung dazu: Ist PFAS ein Problem, was angegangen werden muss? Ja! Es hilft der Sache aber nicht bzw. ist extrem destruktiv, wenn man einseitige Nachweise oder Falschbehauptungen nutzt.
Wer sich über Messwerte und Belastungen durch PFAS informieren will, kann dies z.B. hier tun:
Europäische Verordnungen die PFAS betreffen:

  • E-PRTR (Verordnung 166/2006, novelliert 2024 zu E-PRTR/IED-Portal): Anlagen ab Schwellenwert müssen Emissionen in Luft und Wasser melden. Der Artikel sagt, PFAS-Produktion sei nicht meldepflichtig – das stimmt so nicht mehr: Mit der Industrieemissionsrichtlinie 2024/1785 wurden PFAS explizit als zu berichtende Stoffgruppe aufgenommen.
  • IED + BVT-Merkblätter: Genehmigungspflicht für chemische Anlagen, Stand-der-Technik-Anforderungen, regelmäßige Überprüfung.
  • Wasserrahmenrichtlinie + Trinkwasserrichtlinie 2020/2184: Seit Januar 2026 gilt EU-weit ein Grenzwert von 0,1 µg/l für Summe-PFAS-20 im Trinkwasser, plus 0,5 µg/l für PFAS-Total. Das ist regulatorisch einer der weltweit strengsten Werte.
  • Oberflächengewässer: Umweltqualitätsnorm für PFOS seit 2013, Erweiterung auf 24 PFAS in der laufenden Novelle der Richtlinie 2008/105/EG.
  • Klärschlamm: Stimmt, es gibt aktuell keinen EU-Grenzwert für PFAS – aber Deutschland hat in der **AbfKlärV (2017)**das Aufbringen auf landwirtschaftliche Flächen faktisch beendet (ab 2029 für Großkläranlagen Verbot der bodenbezogenen Verwertung). Der Artikel verallgemeinert hier ein US-/globales Problem auf Europa.
  • POP-Verordnung (EU) 2019/1021: PFOA seit 2020, PFHxS seit 2023 verboten. PFOS noch früher.
  • REACH-Beschränkungen: PFHxA seit 2024 (Anhang XVII Eintrag 79), C9-C14-PFCAs seit 2023.

Französische Webseite mit Karte der PFAS-Belastungen sowie Maßnahmen:

Europäische Kart der PFAS-Belastungen:

Dabei muss man einordnen:
<1 ng/l - Extrem niedrige Belastung
1-10 ng/l - geringe Belastung
10-100 ng/l - deutlich belastet

100 ng/l - stark belastet
1000 ng/l - schwer kontaminiert
Das ist keine offizielle Skala, dient aber der groben Einteilung der Belastung.

Die Nachweisgrenze liegt je nach Labor bei <2 ng/l.

Der gesetzliche Grenzwert für PFAS-Summen liegt bei 100 ng/l.

Zusätzlich ist zu beachten, dass die in den Karten zu findenden Links oft aus älteren Messungen stammen und nicht mehr der heutigen Belastung entsprechen.

Und da es immer wieder zur Sprache kommt, dass man ja PFAS nur andere Stoffe ersetzen kann: Bei Verboten chemischer Verbindungen werden diese meist abgewandelt in ähnlicher Form wieder in Verkehr gebracht und haben meist erheblich größere Nachteile. Z.B. wurden die früher verwendeten PFOS und PFOA durch PFBS, GenX, TFA oder andere kurze PFAS ersetzt. Diese sind mobiler, noch schwerer filtrierbar und noch schwieriger aus der Umwelt zu entfernen.

Alles belegt.
Geh auf die Zitate, dort sind alle Belege. Die externen PFAS kosten sind beispielsweise von Wikipedia, ist aber auch verlinkt. Nur bei dem CO2 Preis war ich schludrig und hab den höchsten Wert genommen den mir perplexety gegeben hat (andere von der ki genannten Werte Waren weit darunter). Kannst ja mal mit 300 Euro / t rechnen
Und evtl berücksichtigen dass der Strom für das bev ja auch noch wo herkommt. Da wäre das BEV dann eventuell 10 x schlimmer als ein verbrenner, hatte nur nicht gewagt das zu posten was die Überschlagsrechnung erreicht.

Hat mich schon gewundert dass das
PFAS BEV 3 x schlimmere externe kosten hat. Hier ist nicht die Rückkehr zum Verbrenner die Lösung sondern öffentlicher Druck und politischer Wille die PFAS als Stoff Gruppe zu ersetzen auch bei EE und E-Mobilität

Na dann, auf und einen Verbrenner kaufen. Endlich kann man den wieder mit gutem Gewissen fahren.

Ich habe mir schon gedacht dass diese undifferenzierten Daten ungeprüft aus irgendeiner KI kommen. Was soll ich dazu noch sagen …

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Ist ne Überschlags Rechnung von mir, die eine Einschätzung erleichtert. Hat mich aber auch erstaunt dass die externen Kosten beim PFAS bev 3-10 x demnach höher sind.

@Tikka Mach doch selber eine Rechnung auf mit den zahlen die du findest. (Ist nicht böse gemeint, ich bin selbst über die o.g. Zahlen auch erschrocken)

So etwas ist ja das Thema dieses threads

Den von Dir genutzten und nicht belegten Wert 18.700€ habe ich gefunden – er stammt aus der ChemSec-Studie „The Top 12: PFAS producers in the world and their emissions" bzw. dem darauf aufbauenden „PFAS Cost Calculator" (2023). ChemSec verweist dort auf Berechnungen, die ursprünglich auf dem Nordic Council of Ministers Report (2019) basieren.

Wie die 18.700 €/kg zustande kommen:

Die Methodik:

  1. Nordic Council schätzt Gesundheits- und Umweltkosten aller PFAS in der Umwelt im EWR auf 52–84 Mrd. €/Jahr.

  2. Diese Summe wird durch geschätzte jährliche PFAS-Emissionen geteilt → ergibt einen €/kg-Wert für emittierte PFAS.

  3. ChemSec wendet diesen Wert dann auf produzierte Mengen an.

Warum das auf gebundenes PVDF im Akku nicht anwendbar ist:

Hier liegen mehrere methodische Fehler:

Fehler 1: Emission ≠ Produktion Der Nordic-Council-Wert bezieht sich auf freigesetzte PFAS, nicht auf produzierte. Diese werden über Wasser, Luft, Boden mobil und verursachen Gesundheitskosten. PVDF im Akku ist gebunden – die Emission ist ein Bruchteil der eingesetzten Menge.

Fehler 2: Monomere/Kleinmoleküle ≠ Polymer Die Gesundheitskosten im Nordic-Report stammen ganz überwiegend von bioverfügbaren PFAS (PFOA, PFOS, PFHxS – im Blut nachweisbar, plazentagängig). PVDF ist hochmolekular, nicht resorbierbar. Die toxikologische Datenbasis hinter den 18.700 € passt nicht zu PVDF.

Fehler 3: Aggregat-Schaden ÷ Menge ist ökonomisch fragwürdig Diese Art der Berechnung („Gesamtschaden ÷ Gesamtmenge = €/kg") ist in der Umweltökonomie umstritten, weil sie lineare Schadensfunktionen unterstellt. In Wirklichkeit sind PFAS-Schäden stark nichtlinear – die ersten Mengen in einem unbelasteten Gebiet richten viel Schaden an, weitere Mengen in bereits belasteten Gebieten relativ weniger (oder umgekehrt, je nach Schwellenwert-Modell). Solche Pauschalwerte taugen für politische Kommunikation, nicht für Einzelproduktbewertungen.

Fehler 4: ChemSec selbst ist transparent über die Grenzen ChemSec schreibt explizit, der Wert sei eine „conservative estimate of societal costs" – gemeint als Argumentationshilfe gegen Industrie-Behauptungen, PFAS sei „kostenlos". Er ist nicht als Lebenszyklus-Externalitätswert für einzelne Produkte konzipiert.

Was wäre methodisch sauber?

Für eine seriöse externe Kostenrechnung von PFAS in Batterien bräuchte man:

  • Tatsächliche Emissionsfaktoren der PVDF-Produktion (g PFAS-Hilfsmittel pro kg PVDF)

  • Tatsächliche Emissionsfaktoren am Lebensende (Recycling vs. Verbrennung)

  • Stoffspezifische Schadenskostensätze pro emittiertem kg

Solche Werte gibt es ansatzweise in der EcoInvent-Datenbank und in ReCiPe-/IMPACT-LCA-Methoden. Die dortigen PFAS-Charakterisierungsfaktoren liegen Größenordnungen unter 18.700 €/kg, weil sie nur die tatsächlich emittierten Mengen betrachten.

Konkret zur Tragfähigkeit deiner Rechnung:

Wenn man den ChemSec-Wert konsequent nur auf emittierte PFAS anwenden würde:

  • PVDF-Produktionsemissionen: vielleicht 1–10 g PFAS pro kg PVDF (je nach Standort und Hilfsmittel)

  • Bei 4 kg PVDF im Akku: 4–40 g emittierte PFAS

  • 0,004–0,04 kg × 18.700 €/kg = 75–750 € externe Kosten

Das ist drei Größenordnungen unter den 112.200 € deiner ursprünglichen Rechnung – und ändert das Verbrenner-vs.-BEV-Fazit nicht.

Fazit:

Die 18.700 €/kg sind eine NGO-Kommunikationszahl, kein wissenschaftlich abgesicherter Externalitätswert für gebundene Polymere in Produkten. Sie auf das gesamte PVDF im Akku anzuwenden, ist methodisch nicht haltbar. ChemSec selbst würde diese Anwendung vermutlich nicht stützen – ihr eigener Fokus liegt auf Produzenten-Emissionen, nicht auf Polymer-Inhalt in Endprodukten.

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Das Video ist sehr interessant, danke dafür

Dito-Sorry-
Was war denn der prompt, und welche ki nutzt du? Hast du die original quelle?

Wie gesagt hatte mich auf Wikipedia verlinkt. Dort ist diese Quelle genutzt:

Dort steht wiederum
„… While the average market price of PFAS is about €19 (about $20.75) for each kilogram, the price spikes to about €18,734 ($20,456.78) for each kilogram when societal costs are factored in.…“
Hier wird sich eindeutig „ market price “ bezogen, damit auch auf die produzierte Menge.
Damit steht weiterhin €18,734 / kg externe Kosten für PFAS Produkte, wie sie in Akkus enthalten sind.

Das gleiche steht auch hier

Dachte du würdest einen Deep drive selbst machen und nich einen ungeprüften? und falschen? ki Text hier reinkopieren.

Damit steht weiterhin die Aussage (die ich selber sehr bedauer):

Die externen Kosten eines PFAS BEV sind 3-10 x höher als beim Verbrenner.

Ich würde mich freuen wenn ich eines besseren belehrt werden würde, eventuell kann man noch mehr Faktoren einbeziehen (Luftverschmutzung, falls diese nicht schon in dem co2 preis enthalten ist…).

Du machst dir wirklich keinerlei Mühe, deine Quellen zu verstehen, die zitierten Zahlen zu überprüfen und ihre Anwendbarkeit auf die konkrete Diskussion zu hinterfragen.

Die von dir verlinkte Presseerklärung behauptet, dass PFAS jährlich 16 Billionen Euro “sozialer Kosten” verursachen. Wie die Organisation ChemSec zu dieser Zahl kommt, erklärt sie in einem Bericht:

The issue of contaminated soil is especially troublesome. Earlier this year, a large newsroom investigation revealed that Europe has over 17,000 sites contaminated with PFAS. If we assume that the contamination in global soils is similar, remediation costs would be over €2,000 billion.

Another high remediation cost is water purification. One of the world’s leading PFAS experts, Professor Hans Peter Arp, estimates the cleaning costs to be €238 billion, only in the EU.

Extrapolate that figure to apply globally, and the cost of PFAS to the world is €16 trillion, per year. And that’s a conservative estimate, not including damages to animals or reduction of property prices, for example.

Die von ChemSec zitierte “Investigation” listet übrigens 23.000 Orte in der EU mit feststellbarer Kontamination. Wie ChemSec zu den angeblich 17.000 kontaminierten Orten kommt und welche Kriterien dafür verwendet wurden wird genauso wenig erklärt, wie die gesamte restliche Methodik des Berichts.

ChemSec erklärt auch nicht, wie es die 17.000 Orte global extrapoliert und wie sich die angenommen Kosten für die Sanierung berechnen. Es ist also völlig unklar, wie man bei den 2 Billionen Euro Sanierungskosten für PFAS-Kontamination an Land ankommt.

Und dann kommt die Berechnung der Kosten für die Wasserfiltrierung. CheSec verweist auf das Video eines Vortrags von Prof Hans Peter Arp, der das Thema etwa ab Minute 12:30 diskutiert. Die zitierten 238 Milliarden Euro jährlichen Kosten für Wasserreinigung werden von Prof App als “maximale Extrapolation” der theoretischen Kosten der Reinigung des gesamten Wasserverbrauchs Europas (EEA) mit der fortschrittlichsten Reinigungstechnologie genannt.

Darin enthalten sind die gesamten jährlichen 200 Milliarden Kubikmeter industrielle Abwässer der EEA, obwohl viele dieser Abwässer vermutlich gar nicht nennenswert mit PFAS kontaminiert sind. Und es ist der gesamte Trinkwasserverbrauch von 38 Milliarden Kubikmeter jährlich enthalten, obwohl bei weitem nicht alle Trinkwasserquellen mit PFAS belastet sind.

Mal davon abgesehen, dass wir dann auch sämtliche anderen bekannten Schadstoffe aus dem gesamten Wasserverbrauch rausfiltern würden, die Kosten aber ausschließlich den PFAS zuschreiben.

Dieser theoretische Maximalwert wird dann von ChemSec “global angewendet”, erneut ohne eine Methodik zu nennen, um insgesamt auf die eindrucksvolle Zahl von 16 Billionen Euro jährlicher Kosten zu kommen.

Das ist Schwachsinn. Kann man als Lobby-NGO so machen, habe ich in meiner Tätigkeit für NGOs auch schon so gemacht, aber das ist dann eben politische Kommunikation und keine wissenschaftliche Arbeit.

Du wiederum verwendest diese Zahl von 16 Billionen völlig unkritisch, um damit die angeblichen externalisierten Kosten von PFAS in Autobatterien zu berechnen. Das funktioniert so nicht. Vergiss diese Zahl bitte einfach. Sie hat mit dem tatsächlichen Problem (PFAS in Batterien) nichts zu tun.

PFAS-Emissionen in Batterien entstehen bei der Produktion und bei der Entsorgung. Das Auffangen dieser Emissionen und die ökologisch korrekte Entsorgung ist in diesen Situationen (an einer Handvoll Standorten) technisch sehr viel einfacher (und damit billiger) als die Filtrierung des gesamten Brauchwassers der globalen Bevölkerung.

Dass das auch passiert, dafür braucht es politischen Druck. Die Verteufelung von Batterien unter Verwendung von Bullshit-Zahlen braucht niemand.

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Wie beim co2 preis ist bei der PFAS Zahl eine gewisse Ungenauigkeit, trotzdem zeigt dies die dringlichekeit das das Problem auf den Tisch kommt um gelöst zu werden

Hier die offizielle Erklärung für

quote=„Anja2, post:41, topic:32710“]

[/quote]

  1. Solvay (formerly known as Ausimont USA, Inc.) has been the owner and operator of a manufacturing facility located at 10 Leonard Lane and Crown Point Road, Block 328, Lots 1.01 and 1.07 on the tax maps of West Deptford Township, Gloucester County, from 1990 to the present (the „Solvay Site“). From approximately 1990 to 2012, Solvay manufactured polyvinylidene fluoride („PVDF“) at this facility, which is a specialty plastic that is utilized in conjunction with lithium batteries, medical and defense uses, semi-conductors, or other instances when a higher level of purity is required. During most of this time, Surflon S-111 was used in the manufacturing process for PVDF. Surflon S-111 is composed of approximately 74% PFNA. Solvay’s facility was considered to have the second highest capacity in the world for purposes of using Surflon S-111 to make PVDF. As a result of Solvay’s operations at the facility, it discharged massive amounts of the Surflon S-111 (primarily, PFNA) into the surrounding air and water. The site, off-site properties, and New Jersey’s natural resources, including air, surface waters, groundwater, and drinking water sources, are contaminated with PFNA….

Pvdf wird in Akkus oft verwendet.
die lokale Verschmutzung durch pvdf Produktion hat einen schaden von $393 million verursacht.
Angenommen lokal ist nur 0,1 %?, oder 1%?, oder 10 %? der Schadstoffe hängen geblieben
Wie hoch ist der potentielle schaden durch einen einzigen Produktionsstandort insgesamt?

Pvdf ist durch bev ein großer Wachstumsmarkt…

Da wird richtig was den Bach runtergehen

Du nimmst also an. Schön zu wissen, dass du weiterhin auf eine evidenzbasierte Argumentation setzt …

Du machst hier schon wieder den Fehler, einfach irgendwelche Zahlen mit “angenommenen” Werten zu multiplizieren.

Mal davon abgesehen, dass du hier meilenweit von der Ausgangsfrage “Batterien und Nachhaltigkeit” entfernt bist und immer wieder versuchst, eine allgemeine und vollständige Ablehnung von PFAS in eine Kritik an Lithium-Batterien umzumünzen. Statt eine differenzierte Betrachtung von Batterien vorzunehmen und die tatsächlichen Herausforderungen und Chancen zu identifizieren, beschränkst du dich im Kern auf die Argumentation “PFAS sind schlecht für die Umwelt, Lithium-Batterien enthalten PFAS, also sind Lithium-Batterien schlecht für die Umwelt”. Diese “Argumentation” schmückst du mit bei näherer Betrachtung irrelevanten oder schlicht falschen Zahlen aus.

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Hab den Überblick verloren. Wieviele der PFAS in einem eAuto Akku gelangen denn bei ordnungsgemäßer Entsorgung in die Unwelt?

Nichts.

Oder sagen wir es so. Bei vorschriftsmäßiger Produktion und Entsorgung kann man momentan nur mutmaßen, geht man nach den gültigen Vorschriften, so liegt die Emission zumindest nahe Null. Hierzu gibt es aber erst wenig belastbare Zahlen.

Während des Betriebes ist PFAS im Akku fest gebunden und gelangt nicht in die Umwelt.

Wenn Alles ordnungsgemäß (Ausreichende Temperatur und vereinzelt bei der Verbrennung, eventuell Kalk um hf zu binden) werden 99,99 % bei der Verbrennung beseitigt.

Das Problem ist eher die Produktion bei der PFAS in die Umwelt gelangt

Und wenn die Entsorgung nicht funktioniert ist die Ewigkeitschemikalie in der Umwelt

https://www.heise.de/news/In-Lithium-Ionen-Akkus-enthaltene-Ewigkeitschemikalie-in-Gewaessern-entdeckt-9797165.html

Alles klar. Dann liegen wir also selbst bei absurden 18700 €/kg und extrem hohen 6kg pro Akku bei Kosten von
0,0001 x 6 x 18700 = 11,22€.

Verglichen mit den 35.200€ beim Verbrenner bleibt etwas Luft für Akkubrände…

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