TilRq
17. Mai 2023 um 06:10
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Ich verstehe nicht, warum diese Diskussion darüber, ob die Kipppunkte nun doch nicht so dramatisch sind und welche „Sicherheit“ die Wissenschaft darüber aktuell hat, immer wieder aufgemacht wird. Wir „füttern“ damit nur die Skeptiker gegenüber Klimaschutz: „Siehst’e, die Wissenschaft weiß es ja doch nicht. Wir sollten erst mal abwarten, bevor wir alles auf den Kopf stellen.“
Das Argument bleibt:
… ich verstehe, dass das mit den Kippunkten nicht sicher ist … Aber es scheint ja nicht unwahrscheinlich genug zu sein, dass die IPCC Wissenschaftlicher nicht diesbezüglich warnen wollen.
Die Frage ist: Wollen wir warten, bis die Wissenschaft sich hinreichend sicher diesbezüglich ist (auf die Gefahr, dass der eine oder andere Kipppunkt irreversibel überschritten ist und wir uns dann auf einer Rutsche befinden, die niemand mehr aufhalten möchte).
Oder finden wir es ohnehin vorteilhafter, unsere Arktis, Antarktis, Gletscher, Biodiversität, unsere Meere, dem Golfstrom, die Regenwälder, etc. (wenigstens das, was davon noch übrig ist) zu erhalten, weil wir es unabhängig von deren Auswirkungen aufs Klimasystem für erhaltenswert halten.
… wie bei Marc-Uwe Kling:
„Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.“
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