Leider kenne ich das nur aus Zitaten und Zusammenfassungen und weiß gerade nicht mal mehr wo das zitiert wurde. Wenn ich den Podcast nochmal finde dann reiche ich das nach.
Betonung liegt übrigens auf „keine gravierenden“. Eine negative Wirkung bleibt natürlich erhalten. Nur ist diese weit geringer. Zudem war das angesprochene Kriterium wohl (wenn ich mich richtig erinnere) nicht nur, dass kein Kalorienüberschuss vorliegt, sondern auch, dass kein Übergewicht vorliegt. Ausgeglichene Kalorienbilanz weil der Grundumsatz durch das Übergewicht so stark gestiegen ist zählt also nicht. Zusammenfassung war damals, dass Übergewicht wohl deutlich besser mit den effekten korreliert als der Anteil des Zuckers an der Ernährung.
Ist das so oder wird einfach ganz pragmatisch ein Grenzwert festgelegt? Auch weil viele Menschen wohl selbst nicht wissen ob sie gerade im Kalorienüberschuss sind und weil Studien ja oft gar nicht so differenziert sind um da ein abschließendes Bild zu machen.
Das ist natürlich ein Problem. Deshalb habe ich mich ja auch weiter oben schon für eine Besteuerung von zugesetztem Zucker ausgesprochen.
Im Schnitt ist das wahrscheinlich sogar so. Ich denke aber trotzdem, dass ein Kind welches zwar die 10% Zucker überschreitet, aber ansonsten auch viel isst was eine niedrige Kaloriendichte hat (vor allem Gemüse) am Ende gesünder ernährt wird als ein Kind welches zwar unter den 10% bleibt aber vor allem auch, weil sehr viel ohne Zucker mit trotzdem hoher Kaloriendichte gegessen wird.
Weil nehmen wir an:
Kind 1:
Frühstück Marmeladenbrot, ein Stück Apfel, etwas Gemüserohkost
Mittagessen: Brot mit Schinken, Gemüserohkost, ein Müsliriegel
Nachmittags: Ein Stück Kuchen
Abendessen: Gemüseeintopf und Schokopudding als Nachtisch
Kind 2:
Frühstück Nutellabrot
Mittagessen: Brot mit Salami,
Nachmittags: Chips vor dem Fernseher
Abendessen: Pommes mit Majo und Fischstäbchen, Chips vor dem Fernseher
Beides wohl im deutschen Alltag übliche Ernährungsweisen. Kind 2 hätte einen deutlich geringeren Anteil an Zucker an der Ernährung aber mit Sicherheit keine gesündere Ernährung.
Wie gesagt will ich damit nicht gegen eine Zuckersteuer argumentieren, da ich die ja selbst befürworte, aber ich will damit zeigen, dass man Ernährung auch als Ganzes betrachten muss und nicht nur einzelne Produkte.