World Food Day: Wie gelingt "Leben ohne Hunger"?

Am 16. Oktober ist Welternährungstag – und zum wiederholten Male werden die Bilanzen düster ausfallen. Seit Jahren rückt das Ziel einer Welt ohne Hunger in weitere Ferne. 2021 hungerten 828 Millionen Menschen - 46 Millionen mehr seit 2020 und 150 Millionen seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Es wird immer offensichtlicher, dass unsere Ernährungssysteme versagen. Besonders deutlich sind dabei aktuell wieder die zerstörerischen Effekte der Klimakrise. Sie treffen unsere Ernährungssysteme im Herzen: die Landwirtschaft wird vor immer größere Probleme gestellt – während die globale Lebensmittelproduktion gleichzeitig einer der größten Treiber des Klimawandels ist.

Die Art und Weise wie wir Lebensmittel produzieren muss grundlegend geändert werden. Lösungen hierfür liegen bereits auf dem Tisch: Kleinbäuer:innen bilden den Kern unserer globalen Ernährungssysteme. Sie müssen nachhaltig unterstützt werden, um sich an den Klimawandel anpassen zu können. Nur so können wir eine langfristige Ernährungssicherheit erreichen.

Die Kernthemenstrategie „Leben ohne Hunger“ des BMZ vom September 2022 zielt deswegen ausdrücklich auf die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft und Stärkung von Kleinbäuer:innen ab. Das Fazit: „Nicht der Mangel an Optionen, sondern an politischem Willen behindert die Nutzung dieser Potenziale.“

Der Welternährungstag wäre eine passende Gelegenheit, sich nochmal intensiv mit der globalen Hungerkrise auseinanderzusetzen. Ich persönlich arbeite zum Beispiel für IFAD, den UN-Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung, die versuchen, genau diese Transformation voranzutreiben.

Lg

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Ich habe dazu hier mal eine Studie vorgestellt, die in Vorbereitung des 6. UN food summit erstellt wurde: