Es gibt ja zwei bekannte Sätze zur Bedeutung von Arbeit:
„Ich lebe um zu arbeiten!“
„Ich arbeite um zu leben“
Je nach Interpretation haben beide Sätze ja ihre Berechtigung.
Was ich bei Arbeitgebern (anekdotisch) feststelle, ist das man gern nach dem Teddybär-Prinzip des Personalmanagements agiert:
„Wenn man auf den Bauch drückt und es kommt noch ein Ton, dann geht noch was!“
Soll heißen, Mehrarbeit wird gern als Lob von Arbeitgeberseite betrachtet. Was nicht unbedingt mehr Geld/Gehalt mit einschließen muss.
Wer also seinen Job gut macht, bekommt gern noch Zusatzaufgaben. Meist verpackt mit „Sie machen das so gut, wir haben vollstes Vertrauen das Sie diese Aufgabe ebenso gut meistern werden.“
Wenn der Mitarbeiter dann mal längere Zeit unzufrieden wirkt, gibt es eine kleine widerrufliche Zulage, die Netto nicht wirklich sichtbar ist, aber als Geste bei der Stange halten soll.
Steht ein guter Mitarbeiter kurz vor dem Absprung, ist ggf eine Höhergruppierung/ fixe Gehaltserhöhung drin.
Soviel aus dem eher sozialen Bereich.
Soll heißen, das man das Thema Work-Life Balance irgendwann vor der Frage betrachtet „was hab ich jetzt davon?“
Und das auch das eigene Wohlbefinden, die Gesundheit und Zufriedenheit bedeutsamer werden als ein eher hohles Lob vom Chef.
Daher würde ich schon gern Herrn Merz fragen, was er persönlich unter Work-Life Balance versteht.