Genau das meinte ich.
Die rechtsradikale AfD mal ranzulassen, wie du vorschlägst, halte ich allerdings für den falschen Weg, denn sie wird sich nicht ‚entzaubern‘. Dass das nicht hilfreich ist, weiß man auch empirisch.
Zur Brandmauer:
Brandmauer einreißen? Was sagt die Forschung?
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Meine Idee ist noch eine andere, letztlich ganz simple. Sie lautet: eigene Wählendenpotenziale ausreizen.
Und unter dem Gesichtspunkt des Runterbringens der Prozentwerte der AfD ist es dann erst mal auch egal, welche demokratischen Parteien dabei besonders erfolgreich sind. Es sollten natürlich möglichst viele sein, zumal die AfD die treusten Wählenden hat, wie schon Untersuchungen feststellten.
Beispielhaft mal folgende Daten:
(Anhänger:innenschaft ist hier übrigens nicht gleichzusetzen mit projizierter Wahlbekundung bei der Sonntagsfrage. In den Daten sind die Wahlenthaltungen noch nicht rausgerechnet.)
Das Folgende waren übrigens die Projektionsdaten von Forsa zu der Zeit (basierend auf der Erhebung vom 16.6. ff.):
Man erkennt gut, dass die rechtsradikale AfD ihr seinerzeitiges Potenzial schon weitgehend ausgeschöpft hat.
Bei anderen ist die Lücke deutlich größer.
Bedenken muss man natürlich, dass die demokratischen Parteien weitaus mehr Überlappungen haben (z.B. CDU/CSU und SPD oder Grüne und SPD oder CDU/CSU und FDP etc.).
Aber auch wenn unter den potenziell Nichtwählenden einstellungsmäßig besonders viel AfD-Affine schlummern, wie sich zuletzt wieder in Sachsen-Anhalt zeigte, heißt das nicht, dass da für demokratische Parteien nichts zu holen wäre.
Apropos Sachsen-Anhalt: Das kleine und sozialstrukturell besondere Bundesland ist natürlich ebenso wenig repräsentativ für die Bundesrepublik wie das schon deutlich größere Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern, wo demnächst gewählt wird.
Ein Problem des derzeitigen Mediendiskurses ist ja ohnehin, dass Bundeslandergebnisse zu deutschlandweiten Fanalen hochgejazzt werden. Aber das nur am Rande.
Was also tun?
Die rechtsradikale AfD so weit wie möglich rechts liegen lassen und eigene Wählenden-Potenziale heben.
Wie das möglichst gut gelingen kann, ist natürlich von Partei zu Partei unterschiedlich, da diese ja auch (teilweise) ganz unterschiedliche Milieus ansprechen.
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For Fun:
Der Frauenanteil der AfD-Landtagsfraktion in SA beträgt übrigens 5 %.
(Dass die Listenzusammensetzung vor der Wahl anscheinend so überhaupt kein Thema war, ts.)

