Warum Kapitaldeckung kein Ausweg ist – und warum gerechte Renten Eltern stärker anerkennen müssen

Die Vorschläge von Hrn. Rieck sind wirklich interessant und zumeist auch in den Medien.
Interessanter und traurigerweise spielt das Thema „Rente in Abhängigkeit von der Kinderzahl“ keine Rolle

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Renten an die Kinderzahl zu koppeln ist sozialpolitisch hoch problematisch: Es diskriminiert ungewollt Kinderlose, verstärkt bestehende Umverteilungsstrukturen zu ihren Lasten und löst weder die Finanzierungsprobleme des Systems noch demografische Fragen. Eine faire Debatte muss sauber trennen zwischen berechtigter Anerkennung von Elternschaft und einer Sanktionslogik gegenüber Menschen ohne Kinder – und Letzteres ist genau das, was viele dieser Vorschläge in Kauf nehmen.

Wer Renten explizit an die Zahl der Kinder bindet, blendet obendrein aus, dass ein relevanter Teil der Kinderlosen ungewollt kinderlos ist und medizinische Hilfe kaum solidarisch abgesichert wird. Diese Personen erst durch die Kosten des unerfüllten Kinderwunsches zu belasten und ihnen dann im Alter noch systematisch geringere Rentenansprüche zuzuteilen, ist kaum anders als als strukturelle Diskriminierung zu beschreiben.

Dazu kommt: Kinderlose tragen heute bereits nachweislich höhere Abgaben, ohne dass sie im Gegenzug äquivalente Vorteile erhalten. In der sozialen Pflegeversicherung gilt seit der Neuregelung ein Zuschlag für Kinderlose von insgesamt 0,6 Prozentpunkten, sodass sie mit rund 4,2 Prozent ihres Bruttolohns deutlich mehr zahlen als Eltern mit mehreren Kindern, die auf bis zu etwa 2,6 Prozent entlastet werden. Parallel erhalten Eltern an vielen Stellen Zusatzleistungen – von beitragsfreien Mitversicherungen über Kindergeld bis zu rentenrechtlichen Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten –, was ihre Rentenansprüche pro eingezahltem Euro bereits erhöht, während Kinderlose geringere Leistungen bei gleichzeitig höherer Abgabenlast erhalten. Das derzeitige System privilegiert Eltern bereits und Kinderlose tragen die Finanzierung schon jetzt überproportional.

Auch die Annahme, dass mehr Kinder langfristig die Renten stabilisieren, ist kein überzeugendes Argument für eine solche Regelung. Der demografische Effekt tritt verzögert ein, und die Finanzierungsprobleme des Rentensystems hängen von weiteren Faktoren ab wie Erwerbsquoten und Produktivität.

Die größte Belastung des Rentensystems resultiert aus dem Renteneintritt der geburtenstarken Babyboomer-Generation. Diese führt zu einem starken Ungleichgewicht zwischen Beitragszahlern und Rentnern, das in den 2030er Jahren seinen Höhepunkt erreicht. Bus dahin sind jetzt geborene Kinder aber keine Beitragszahler, sondern reduzieren eher die Produktivität ihrer Eltern und verursachen Kosten. Für diese kommen bereits disproportional die Kinderlosen auf.

Die Forderung nach kinderabhängigen Renten ist ein Versuch, den eigenen Lebensentwurf mit Kindern zu einer moralischen Überlegenheit zu erheben, und verlangt Privilegien dafür auf Kosten anderer.

Solidarität einfordern und dafür andere abwerten funktioniert nicht.

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Da gehe nicht mit. Auch wenn das persönliche Schicksal ungewollt kinderloser zweifelsohne hart ist, ändert es ja nichts daran, dass kinderlose Menschen im Durchschnitt mehr Geld verdienen und zurücklegen können. Du führst es ja in deinem Post selber aus.

Auch die Behauptung, dass das System nicht an zu wenig Kindern krankt kann ich nicht nachvollziehen.

Das einzige wo ich dir Zustimme: Krankenkassen sollen Reproduktionsmedizin bezahlen.

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In Deutschland sind etwa jedes zehnte Paar ungewollt kinderlos – insgesamt also ein statistisch relevantes Massenphänomen.

Kinderkriegen ist eine Wahl, ungewollte Kinderlosigkeit ist keine – genau deshalb ist es absurd, Letztere im Rentensystem zu sanktionieren. Wo wir uns einig sind: Eibe Kassenfinanzierung für Reproduktionsmedizin und eine Reform unseres Embryonenschutzgesetzes ist dringend nötig.

Zurück zur Rente: Die Behauptung, kinderlose Menschen würden im Durchschnitt mehr verdienen und zurücklegen, ist für die Rentenfinanzierung irrelevant. Renten basieren auf eingezahlten Beiträgen, die Kinderlose oft überproportional leisten, da Eltern durch Erziehungszeiten, Kindergeld und Steuererleichterungen entlastet werden.

Langfristige Stabilität des Rentensystems hängt von mehreren Faktoren ab, darunter Erwerbsquoten, Migration und Produktivität, nicht allein von der Kinderzahl.

Und zuguterletzt muss auch das Recht auf individuelle Lebensentwürfe erhalten bleiben. Solidarität heißt, auch Lebenswege zu unterstützen, die nicht der eigene sind. Die Kinderlosen tun hier bereits ihren Teil.

Was ich in letzter Zeit zunehmend beobachte, ist, dass Eltern sich hingegen als bessere Bürger sehen und dafür weitere Privilegien einfordern, die von - freiwillig oder unfreiwillig - kinderlosen Menschen finanziert werden sollen.

Wenn das Leben ohne Kinder wirklich so einfach und privilegiert wäre, warum habt ihr euch dann für Kinder entschieden? Wohl kaum wegen des Rentenniveaus. Aus meiner eigenen Motivation während der vielen Jahre Kinderwunschbehandlungen kann ich sagen, dass die Entscheidung für Kinder nichts mit einer Pflicht gegenüber der Rentenkasse zu tun hatte, sondern rein dem persönlichen Wunsch entsprang.

Migration stellt eine realistische Alternative zu höheren Geburtenraten dar, um dem demografischen Wandel und den Herausforderungen im Rentensystem zu begegnen, während eine ausschließliche Fokussierung auf Geburtenraten angesichts globaler Fragen wie Klimawandel, der zu erheblichen Migrationsbewegungen führen dürfte, und Überbevölkerung zu kurz greift.

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Ich bin weiterhin dafür, dass Reproduktionsmedizin von der GKV gezahlt werden muss. Trotzdem ist es keine Diskriminierung Eltern besser zu stellen, zumindest solange Familien beruflich so häufig schlechter gestellt sind. Kinder groß zu ziehen ist nun mal ein 2. Vollzeitjob. Wir haben uns natürlich für Kinder entschieden, weil wir sie wollten und mehr wert sind als jede Arbeit. Trotzdem ist es nicht OK, dass meine Kinder die Renten von Kinderlosen mitzahlen müssen, obwohl diese schon finanziell meistens besser darstehen. Und das Argument mit den Steuern geh ich nicht mit, denn was als Zuschuss derzeit in die RV fließt, sind Zuschüssen für versicherungsfremde Leistungen und die haben am Ende des Tages nichts mit der normalen Rente zu tun.

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Nochmal: Die Kinderlosen zahlen aber im Gegenzug bereits für eure Kinder mit.

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Das ist ja auch richtig in den kleinen Rahmen die es betrifft. Schließlich erhalten die Kinder auch euren Wohlstand, finanzieren später eure Rente und leisten Wehrdienst um euch zu schützen. Dafür wird immer noch sehr wenig für Kinder und Familien getan, wenn man den Zustand von Bildung beispielsweise ansieht. Es ist immer noch so, dass im Großen und Ganzen Kinderlose privilegiert behandelt werden in Beruf und Karriere. Daher ist es schon in Ordnung, wenn Familien bei der Rente bevorzugt behandelt werden.

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Natürlich würden mehr Kinder langfristig die Renten stabilisieren!

Der “demografische Effekt” träte mit genug Kindern überhaupt nicht ein. Eine Geburtenquote von 2,1 Kindern pro Frau würde die Größe unserer Bevölkerung ziemlich exakt stabilisieren, und eine größenmäßig stabile Bevölkerung würde sich auch langfristig auf ein stabiles Durchschnittsalter einpendeln. Unser Kernproblem besteht darin, dass die Geburtenquote weit unter diesen 2,1 Kindern liegt, und Produktivitätssteigerungen, eine Steigerung der Erwerbsquoten und die Integration zugewanderter Arbeitskräfte sind letztlich Mittel, mit denen versucht wird, die durch zu wenige Kinder hervorgerufenen Probleme zumindest ein wenig abzumildern bzw. die negativen Effekte zeitlich hinauszuzögern.

Aber es steht völlig außer Frage, dass es diese Probleme gar nicht erst gäbe, wenn wir eine hinreichend hohe Geburtenquote hätten. Das ist nun wirklich allersimpelste Mathematik.

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Haben wir denn Arbeit für die alle? Bei den Boomern gab es ein ziemliches Hauen und Stechen um die Jobs. Viele Verwandte von mir haben einfach das gelernt, was der Vater gemacht hat einfach weil man sonst gar keine Ausbildung gefunden hat.

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Mal unabhängig von “kann man Kinder kriegen” hat man aber auch in der 1. Welt durch entsprechende Rahmenbedingungen dafür gesorgt, dass die Kinderquote so niedrig ist. Wenn man die Wahl hat zwischen Karriere oder Kinder, besonders eben für Frauen, muss man sich nicht wundern, dass sich eben eine gewisse Anzahl für ersteres entscheiden. Jetzt nachträglich diesen Leuten daraus einen finanziellen Strick zu drehen ist einfach unfair. Der Staat/die Wirtschaft wollte keine Frauen, die in ihren produktivsten Jahren aus dem Beruf ausscheiden. Dann muss man auch die Konsequenzen tragen.

Und generell nochmal: Jetzt mit Rahmenedingungen mehr Geburten zu ermöglichen ist das Dümmste, was man für die Rente und die Kosten des Sozailsystems tun kann. Dann hat man zu der größer werdenden Gruppe an Rentnern auch noch eine größer werdende Gruppe an Kindern (die ebenfalls den Staat Geld kosten) und auch noch Frauen, die mehr als bisher aus dem Arbeitsleben aussteigen müssen.

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Deine simple Mathematik ist leider eine Milchmädchenrechnung.

Selbst wenn eine Gesellschaft von heute auf morgen diese „Bestanderhaltungsrate“ erreichen würde, würde das Durchschnittsalter der Bevölkerung noch jahrzehntelang weiter steigen, weil die großen geburtenstarken Jahrgänge altern und die Lebenserwartung zunimmt.

Gleichzeitig produziert eine schnell steigende Geburtenrate eine Reihe von Übergangseffekten: In den ersten Jahrzehnten steigen zwar die Kinderzahlen, jedoch entsteht gleichzeitig eine höhere Belastung für öffentliche Bildungssysteme, Betreuungseinrichtungen und Wohnraum. Wir haben schlicht für steigende Geburtenraten nicht die nötige Infrastruktur. Ich verweise hier auf das Interview mit Aladin El-Mafaalani.

Besonders betroffen wären in der Konsequenz wieder primär Frauen, die dann aufgrund von Kinderbetreuungspflichten aus dem Erwerbsleben ausscheiden oder weniger erwerbstätig werden, was die Arbeitskräftebasis schwächt und Wachstumschancen mindert. Dies wirkt sich bei steigenden Kosten für mehr Menschen, die kein eigenes Einkommen generieren, erstmal negativ auf die Einnahmen der Rentenkassen aus.

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Ehrlicherweise war ich etwas schockiert über die hohe Zahl der ungewollt Kinderlosen. Nach Studium der Quelle: Ungewollte Kinderlosigkeit 2020, schient mir ein Aspekt bei der Lösung jedoch komplett unterbeleichtet. Die Adoption. Die Zahl ist laut Bundesamt für Statistik konstant mit Tendenz zu leicht fallend.
Ja, Adoption in Deutschland ist wirklich nicht einfach, aber es entwertet mindestens teilweise das Argument, dass ungewollt kinderlose keine Kinder haben können.

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Nein.

Der Grund, weshalb die Adoption in Deutschland so schwierig ist, ist, dass es dank Abtreibung Verhütung und der Entstigmatisierung alleinerziehender Mütter fast keine Kinder zur Adoption freigegeben werden. Bei 4.007 Adoptionsbewerbungen in 2023 und nur etwa 360 erlaubten Fremdadoptionen lag das Verhältnis von Adoptionswilligen zu verfügbaren Fremdkindern ca. 11:1 oder höher. Die Gesamtadoptionszahlen aind deutlich höher - etwa 90% davon sind aber Stiefkindadoptionen.

“Einfach” adoptieren ist also nicht, so gerne Menschen, die mit dem Thema ungewollte Kinderlosigkeit noch nie in Berührung gekommen sind, das in wirklich jeder Debatte zu dem Thema ins Feld führen. Kleiner Hinweis: Auf die Idee sind die meisten ungewollt Kinderlosen auch schon gekommen.

Meine simple Mathematik ist vollkommen korrekt und widerlegt deine Behauptung, dass mehr Kinder das Problem der Rentenfinanzierung nicht lösen würden. Mehr wollte ich überhaupt nicht tun als diese objektiv nicht korrekte Aussage, mit der die Bedeutung von Kindern für die Lösung des Rentenproblems - bzw. dafür, dass das Problem von vorneherein gar nicht erst entstanden wäre! - für mein Empfinden etwas sehr arg heruntergespielt wird, zu widerlegen.

Dass eine schlagartige Erhöhung der Geburtenrate ganz andere Probleme erzeugen würde und das Demografieproblem “nur” auf lange Sicht gelöst wäre und kurzfristig natürlich weiterhin eine Delle, quasi der umgekehrte Babyboom-Effekt, in der Demografie wäre, ist logisch. Aber auch irrelevant für mein Bestreben, deine Aussage zu widerlegen. Denn welche Änderungen am Status Quo helfen würden, ein Problem zu lösen, ist das Eine - das Andere ist dann die Frage, wie man eine als hilfreich identifizierte Änderung konkret umgesetzt bekommt und welche Vor- und Nachteile die Änderung sowie verschiedene Wege der Realisierung hätten. Ein sehr guter Weg, ein Problem garantiert nicht gelöst zu bekommen, ist, diese Fragen nicht getrennt, sondern immer nur gemeinsam zu denken.

Ein Haus brennt. Du sagst nun: das Haus mit Wasser zu bespritzen würde das Feuer nicht löschen! Warum? Weil der nächste Hydrant so weit weg ist und man erst mal den Schlauch da aufwendig hinschleppen müsste und der vielleicht auch noch zu kurz sein könnte und weil außerdem hinterher ganz viel halb verkohlte Reste rumstehen würden und es lang dauern würde bis die aufgeräumt wären und außerdem dann alles nass wäre. Alles korrekt, aber an dem simplen Fakt, dass das Haus nicht mehr brennen würde, wenn ich es mit Wasser - wo auch immer ich es hernehme - übergießen würde, ändert es dennoch nix!

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Ich finde ja nicht, dass dass die Rentenabgaben nur von Kinderlosen gezahlt werden sollen, aber ich fände es gerecht, wenn deren Anteil größer wäre.

Denn unsere zukünftige Rente wird nur von unseren heutigen Kindern bezahlt. Von niemanden sonst.
Egal ob wir während unserer Berufszeit Rentenpunkte, Aktien, Geld, oder Goldbarren sammeln, wir können diese Gegenstände in Zukunft nur gegen Waren eintauschen, wenn es eine aktive Wirtschaft gibt, die diese Güter abnimmt.

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“Die Wirtschaft” ist aber auch nicht dafür zuständig, uns Renten zuzusichern. Die Rahmenbedingungen für das Rentensystem legt der Staat fest, nicht “die Wirtschaft”. Der Staat ist hier in der Verantwortung, dass die Aussage “die Renten sind sicher” - die nicht von einem Wirtschaftsvertreter kam - auch zutreffend ist.

Und ja, der Staat tut in meinen Augen viel zu wenig dafür, dass Kindererziehung finanziell kein Nachteil ist, insbesondere für Frauen! Vollkommen korrekte Diagnose und in meinen Augen ein Unding, das dringend geändert werden muss. Wenn ich mir allerdings einige Aussagen hier im Thread ansehe, dann wird offenbar nicht nur von knallhart auf kurzfristigen Profit bedachten Wirtschaftsvertretern vehement dafür argumentiert, dass bloß nicht zu viel zur Verbesserung der (finanziellen) Situation von Menschen mit Kindern und damit auch zur Förderung von mehr Nachwuchs getan werden möge. Weil das ja dazu führen würde, dass jeder, der aus welchen Gründen auch immer keine Kinder hat, im Vergleich eine Benachteiligung erfährt. Und das ist halt leider immer der Fall, weil mehr Geld in die Hände einer Gruppe zu geben alle Personen, die nicht Teil dieser Gruppe sind, unweigerlich immer benachteiligt. Wenn wir das nicht zulassen, dann bekommen wir das Problem der finanziellen Disincentivierung von Kindererziehung natürlich niemals gelöst!

Niemand hat gesagt, dass man alle denkbaren Anpassungen sofort und ohne Übergangsfristen umsetzen müsste. Das Rentensystem und alle damit im Zusammenhang stehenden Probleme entwickeln sich über Jahrzehnte - das ist ja gerade Teil der Schwierigkeit: wenn du jetzt Weichen für eine Verbesserung in Zukunft stellst, wirst du einzig den Zorn der Bürger über unmittelbar sichtbare Schmerzen sofort spüren, während die entlastende Wirkung erst langfristig in zig Jahren zum Tragen kommt. Heißt aber auch: wenn du eine Maßnahme, die sowieso erst in zig Jahren sichtbar wirksam würde, so einführen kannst, dass du sie peu a peu mit langen Übergangsfristen wirksam werden lässt, dann ist das ein absolut legitimes Vorgehen. Man kann also ganz sicher Wege finden, wie man das Großziehen von Kindern im Laufe von Jahrzehnten Stück für Stück stärker als Aspekt in der Rentenverteilung berücksichtigen könnte, so dass die volle Wirkung erst diejenigen treffen wird, die derzeit noch vor der Entscheidung stehen, ob sie eine Familie gründen wollen oder nicht.

Reine Mathematik wäre alles Geld das uns Kinder kosten in die Förderung von Migration zu stecken.
Die Variablen reiner Mathematik halten halt nur selten der Varianz des Menschlichen stand.

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Eben. Durch den Klimawandel wird Migration zunehmen, nicht ab. Global betrachtet wächst die Menschheit immer noch, vor allem in solchen Regionen, die besonders hart vom eskalierenden Klimawandel betroffen sind.

Statt zu inzentivieren, dass jede Frau im Durchschnitt 2+ Kinder bekommt, währeessehr viel sinnvoller, sich auf steigende Einwanderung einzustellen.

Zum “…warum gerechte Renten Eltern stärker anerkennen müssen”-Teil:

Bei Diskussionen dieser Art bekomme ich immer das Gefühl, dass manche Diskussionsbeitragenden ihr jeweiliges Lebensmodell verteidigen. Sie zahlen bereits “höhere Abgaben“ und schnell wird ungewollte Kinderlosigkeit als Argument ins Feld geführt, warum höhere Belastungen für Kinderlose “ungerecht” und eine “Bestrafung” wären. Das kann ich emotional nachvollziehen, aber die objektiven Zahlen, Daten, Fakten sind eigentlich sehr klar:

  • Ein Durchschnittsverdiener ohne Kinder “zahlt280 Euro mehr pro Monat (entgangenes Kindergeld/Kinderfreibetrag, Pflegezuschlag)
  • Ein Kind kostet aber 679 - 950 Euro pro Monat - für Wohnen, Ernährung, Bekleidung und Bildung, aber noch ohne Urlaub und Hobbies.
  • Darin enthalten ist auch noch nicht weniger Einkommen durch Teilzeit-Arbeit von meist Müttern - mit Folge für das Vermögen und Rente. Je nach Teilzeitmodell und Anzahl der Kinder bei einem Durchschnittsverdienst sind dies gut 350 Euro weniger Rente pro Monat.

Je nach Einkommen, Anzahl der Kinder usw. variieren die Zahlen, aber der Unterschied ist immer gleich. In der Folge ist entsprechend das Vermögen geringer von Personen mit Kindern im Vergleich zu Personen ohne Kinder.

Bei einer rein ökonomische Betrachtung sollten also Kinder stärker bei der Rente berücksichtigt werden, wenn man denn von “gerecht” sprechen will.

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Dann sollte man auch dort ansetzen. Wenn man möchte, dass die Leute Kinder kriegen, dann muss man diese Zeit entsprechend würdigen und staatlich bezuschussen.
Sobald die Kinder aus dem Haus sind, halte ich das für völlig unnötig und in der Sozialversicherung hat das sowieso nichts verloren. Das gehört immer steuerlich geregelt.
In dem Zusammenhang sehe ich auch die kostenlose Mitversicherung in der KV kritisch. Klar, dass ein System nicht funktioniert, dass Kunden mitfinanzieren muss, die keinen Beitrag leisten.

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