Um darauf zurückzukommen.
Ich halte das Argument für stichhaltig, dass eine für den Wähler unnachvollziehbare Entscheidung, vor allem wenn das vor der Wahl anders versprochen wurde, zu Politikverdrossenheit führen kann. Das kann sowohl den FDP-Wähler, der das von seiner Partei anders erwartet hat, aber auch Rot oder Grünwähler betreffen, der enttäuscht ist, dass seine Partei sich in der Koalition nicht in einem für ihn wichtigen Thema durchgesetzt hat.
Es kann sogar den Oppositionswähler betreffen, wenn er das Gefühl hat, dass die Regierung Politik gegen ihn macht und ihn hilflos zurücklässt.
Das Tempolimit halte ich aber für viel zu abstrakt und viel zu unwichtig, als dass daraus eine Politikverdrossenheit entstehen könnte.