Grad einen Bericht über die Wartung von e-Autos gelesen in unserer Tagrszeitung.
Zum einen kommt ein Skoda-Händler zu Wort, der angibt das die Stundensätze bei eAutos um 14% höher liegen als beim Verbrenner.
Er begründet das mit hohen Anschaffungskosten für notwendige Geräte, teuren jährlichen Schulungskosten für Mitarbeitende und der Einrichtung eines Quarantäneplatzes, falls mal ein eAuto brennt (was noch nicht vorgekommen sei).
Zum anderen sei der Wartungsaufwand aber geringer, was Kosten relativiere.
Laut ADAC sind bei getesteten Markenwerkstätten die Wartungskosten im Schnitt um ein Drittel niedriger als bei Verbrennern. Im ländlichen Raum teils noch günstiger.
Außer bei Dacia.
Zudem müsse ein eAuto in der Regel nur alle zwei Jahre gewartet werden.
Auch zwischen den Marken gäbe es große Unterschiede.
Bei BMW sei die Wartung von eAutos um 58% günstiger als beim Verbrenner, bei VW um 44%, bei Hyundai um 39%x
Befragt wurden Werkstätten in Hamburg, Köln und München.
Hallo,
bei meinem Tesla Y hatte ich bis heute 0€ Kosten nach 24 Monaten. Laut Tesla Forum sollte man 10€/Monat als Wartungskosten ansetzen (jährlich 120€).
Ich weiß, dass KIA, Mercedes und VW bei den E Fahrzeugen deutlich teurer sind, was aber eher daran liegt, dass die Werkstätten nicht wissen, was wirklich gewartet werden muss. „Software und Batterie Checks sind nicht wirklich Wartung“ (O-Ton KIA Händler)
Also, das mit den Diagnosesystemen habe ich nie richtig verstanden. Bei meinem Ioniq wird das gleiche Gerät benutzt wie bei einem Kona (elektrisch oder Müffelauto), und das gleiche wie bei KIA (logischerweise). Kann mir nicht vorstellen, dass da große Investitionen dahinterstehen.
Ich hatte vor 2 Jahren mal die Inspektion für den i3 meiner Frau bei verschiedenen Werkstätten angefragt.
Freie Werkstatt 1: “Äh, moment. Laut unserem Computer können wir das! Also, glaube ich. KARSTEN, HABEN WIR MAL NE INSPEKTION BEI NEM BMW E-AUTO GEMACHT? Also, der Kollege meint, das kriegen wir irgendwie hin”
Freie Werkstatt 2: “E-Autos kommen mir nicht ins Gebäude, die brennen mir zu schnell. Ich mach in 5 Jahren eh zu.”
Daraus schließe ich, dass es nicht an der Technik liegt. Die beiden o. g. Telefonate haben schlussendlich dazu geführt, dass wir doch wieder zur BMW-Vertragswerkstatt gegangen sind. Kostenpunkt 248,35 EUR
Hier zum Vergleich (den Beleg kann ich leider nicht hochladen), die Inspektion bei dem BMW 6er GT von meinem Vater schlägt mit knapp unter 1.000 Euro zu buche, ist aber halt auch ein riesiges Viech mit riesigem Dieselmotor.
Bremsen sollten auch deutlich weniger verschleißen, wegen der Rekuperation bei Elektroautos. Daher: Beim klassischen Verbrenner erfolgt sämtliches Bremsen klassisch „mechanisch“, daher durch klassische Reibung von Bremsscheiben und Bremsbelägen, wodurch großer Verschleiß (und viel Wärme) entsteht. Beim Elektroauto kommt ein guter Teil der Bremswirkung daher, dass die Achsen der Räder schlicht auf den Motor umgeleitet werden, also quasi als Generatoren fungieren, daher die Räder werden schwergängiger, weil sie den Motor antreiben, wodurch das Auto langsamer wird. Die Bewegungsenergie wird so in elektrische Energie umgewandelt, statt in Wärme. Elektroautos haben natürlich auch noch klassisch mechanische Bremsen, aber die werden deutlich weniger stark beansprucht, vor allem in den Spitzen.
Daher wird bei Verbrennern im Schnitt von 110.000 km Reichweite pro Bremsbelag-Wechsel ausgegangen, bei Elektroautos von 200.000 km. Also schon ein signifikanter Vorteil im Verschleiß.
Kann ich absolut bestätigen. Da ich zu 97% mit One-Pedal-Driving fahre habe ich die gleichen Probleme, wie die Ritter, die nach dem Schiffsbruch auf der Insel mit den Dinos landen. Ich kämpfe gegen den Rost. (Copyright Kai-Uwe Kling)
Dazu meine Erfahrung als Vielfahrer:
Das Model Y, welches ich über 2 Jahre und 150tkm gefahren bin, hatte noch nahezu neuwertige Bremsscheiben und Beläge.
Der BMW i4, der mittlerweile auch fast 100tkm herunter hat, zeigt ebenfalls weder Verschleiß noch Bremsabrieb an den Felgen.
Bei beiden halten auch die Reifen trotz erheblich höherer Leistung länger als bei den vorherigen Verbrennern. Bei den Verbrennern waren die Reifen meist nach 40tkm (zumindest auf der Antriebsachse) durch, Der BMW hat immer noch den ersten Reifensatz und noch genügend Profil. Beim Tesla habe ich einmal innerhalb der 150tkm neue Reifen gebraucht.
Edit: Bei unserer Zoe habe ich letztes Jahr nach knapp 5 Jahren und 50tkm hinten die Scheiben/Beläge wechseln müssen, da sie so stark verrostet waren, dass da nichts mehr ging.
Die Scheiben haben pro Stück 30€ gekostet, der Belagsatz dann nochmal 17€. Gewechselt habe ich das selbst, wäre aber auch in jeder Werkstatt gegangen und nicht teuer gewesen.
Ein mir bekannter Skoda Enyaq Fahrer hatte mal das Problem schnell außen abgefahrener Reifen. Hatte aber primär mit dem Fahrzeuggewicht (ca. 2to) und den verwendeten Reifen zu tun.
Rost an Bremsen wegen geringer Nutzung offenbar auch kein Problem?
Bei dem Tesla habe ich mir angewöhnt, ab und zu mal auf der Autobahnausfahrt so zu bremsen, dass die mechanischen Bremsen genutzt wurden.
Der BMW legt immer mal wieder zum trocknen und reinigen der Bremsscheiben die Beläge leicht an.
Die Zoe kann das alles nicht und wenn man die dann fast nur innerstädtisch bewegt, werden die hinteren Bremsen so gut wie nie benutzt. Die waren dann nach fast 5 Jahren so verrostet, dass da auch nichts mehr mit „Freibremsen“ war.
Bitte vollständig zitieren.
Ich sagte ja das es am Gewicht und dem Reifentyp lag. Spur war ok.
Will nur sagen das manche physikalische Gesetzmäßigkeiten für Verbrenner und eAutos gleichermaßen gelten. Gewicht hat eine gewisse Wirkung auf Fahrwerk und Reifen, unabhängig vom Antrieb
Schließe mich auch an für mein Model 3. 38 Monate und 80.000km, bisherige Kosten 128€ für den Komplettcheck vor der HU und 79€ (oder so) für die HU selbst.
Kann, muss aber nicht. Wenn beinahe ausschließlich über Rekuperation gebremst wird, rosten die Bremsen an und haben im Worst-Case kein ausreichendes Tragbild mehr, dann müssen die auch früher neu. Daher auch mit dem BEV immer mal richtig stark mechanisch bremsen. Geht gut auf der Autobahn aus 160km/h mal in N schalten und stark in eine Abfahrt reinbremsen (sofern Verkehr es zulässt), Oder auf der leeren Landstraße bis vor Stillstand.
Ich habe auch einen Ioniq 5 aus dem Jahr 2022. Die ersten beiden Inspektionen (20.000 und 40.000) waren auch sehr günstig, dafür hat die 60.000 Inspektion um so mehr gekostet und zwar 1.300€ brutto. Grund ist der Austausch der E-Call Batterie (für den Notruf) ca. 200 Euro und insbesondere der Tausch des Kühlmittels für die Hochvoltbatterie 635€, beides notwendig laut Wartungsplan. Ich glaube, dass Hyundai bei neueren Ioniq 5 Modellen das Kühlmittel erst später austauscht, aber man sollte das beim Kauf/Leasing berücksichtigen.
Hab mal mit drei Autohäusern gesprochen und per Mail im Anschluss ein Leasingangebot angefordert.
Cupra und Toyota hat keine 12 h gedauert und seitdem reger Austausch, eine Probefahrt Samstag, eine andere in der Folgewoche.
Hyundai? Seit einer Woche völlige Funkstille. Vielleicht ist ein Hyundai Inster zu billig?