Was ehrlicherweise wirklich ein Problem bei dem Wechsel von fossilen Wärmeerzeugern auf Wärmepumpen ist, sind Mehrfamilienhäuser und der gesetzliche Rahmen für Wohneigentumsgemeinschaften.
Hier diskutiert:
Konkreter Fall: Wärmewende im Mehrfamilienhaus
Zusammenfassung der Probleme:
- Für Wärmepumpen pro Etage gibt es noch nicht so viele Lösungen und wenig Erfahrung bei den Fachleuten.
- Eine WP erfordert das große Durchboren der Außenwand, was in den allermeisten Fällen nur mit Einverständnis der WEG erlaubt ist.
- Eine WP pro Etage erfordert in jedem Fall, dass es Platz auf dem Balkon gibt, oder bei Anbringen an der Außenwand das Einverständnis der WEG.
- In der WEG braucht es in den meisten Fällen bei Versammlung eine einfache Mehrheit. Beim Umlaufverfahren Einstimmigkeit. Das ist schwer zu erreichen, bei den erwarteten Kosten. Wenn dann noch ein:e Verwalter:in, die überhaupt kein Interesse daran hat, eine WEG-Versammlung außerhalb der Reihe zu installieren. Kann man schon mal ein Jahr warten.
- § 20 Abs. 2 WEG erlaubt zwar schon, dass ein:e Eigentümer:in den Einbau einer Wallbox verlangen darf. Es gibt allerdings keine Regelung zum Umstieg der Energieerzeugung auf erneuerbare.
Hier könnte der Gesetzgeber nachsteuern.