Wachstumskritik

Ich finde das Thema “Wachstumskritik” mehr als interessant. Jeder spürt doch, dass “Höher-Schneller-Weiter” und Klimawandel oder auch Ressourcenbegrenztheit im Gegensatz stehen. Das versteht selbst ein Kind sehr schnell. Trotzdem orientiert sich die Wirtschaft weiterhin an (aus dieser Sicht) veralteten Kennzahlen und Analyseverfahren. Wie also sollen wir immer weiter Wachstum generieren, den Klimawandel stoppen und den Wohlstand wahren? Das ist ein weites Feld und wird meiner Meinung nach viel zu wenig im gesellschaftlichen und politischen Umfeld besprochen. Es geht also nicht nur um Wachstumskritik, sondern auch die Frage wie wollen wir als Geschellschaft zukünftig leben. In den letzten Tagen bin ich mehrfach über Aussagen von Maja Göpel gestolpert, die sich intensiv mit dieser Frage auseinandersetzt. Da gibt es bereits viele gute Ideen und ich würde mich über ein Interview mit Frau Dr. Göpel in der Lage sehr freuen.

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Ein Einwand gegen die Forderung nach immer andauerndem Wirtschaftswachstum wäre, dass das BIP auch durch eigentlich negative wirtschaftliche Aktivitäten wächst - z.B. wenn ein Öltanker umkippt, das Meer verschmutzt und wirtschaftliche Aktivität aufgewandt wird, um die Verschmutzung wieder zu beseitigen. Auch ein interessantes, zurzeit natürlich differenziert zu betrachtendes, Thema in diesem Zusammenhang wäre die Rüstungsindustrie. Sie fördert natürlich einerseits wichtige Verteidigungsfähigkeit, ihre Erzeugnisse können aber auch missbraucht werden. Wächst dann um jeden Preis die Wirtschaft, wenn solche Sektoren dies begünstigen?

Außerdem ist es wichtig nicht immer wirtschaftliches Wachstum und das Wohlergehen der Bevölkerung in Kausalität miteinander zu sehen. Woran wird das Wohlergehen gemessen? Nur am BIP? Da hat das Land Buthan bspw. einen spannenden Ansatz mit dem „Gross National Happiness“.

Zu dem Thema zu empfehlen sind meiner Meinung nach folgende arte-Dokumentationen: https://youtu.be/TX0l7BttQwY?feature=shared

Es würde mich freuen in einer der nächsten Lage-Folgen etwas zu diesem Thema zu hören, da es ein sehr komplexes und oft nicht überschaubares Thema ist. Außerdem hört man eher selten etwas dazu - v.a. in Zeiten, wo Wirtschaftswachstum so essenziell zu sein scheint…

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Liebes Lage-Team,

Ich fände es super, wenn ihr das Thema Grenzen des Wirtschaftswachstums häufiger und kritischer aufgreifen würdet. Worin bestehen die ökologischen Probleme und Grenzen von Wirtschaftswachstum? (Wie) könnten Gesellschaften und Volkswirtschaften ohne Wirtschaftswachstum oder unabhängig davon funktionieren?

Dazu ein kleiner Beitrag (Transparenzhinweis: Ich bin einer der Autoren), in dem auf viele aktuelle Quellen verwiesen wird: Wirtschaftswachstum/Wirtschaftswachstum_innerhalb_planetarer_Grenzen.pdf at main · peterpuetz2020/Wirtschaftswachstum · GitHub .

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In Zeiten wirtschaftlicher Probleme muss der Klimawandel wohl zurückstehen:

Moin,

ich finde das Thema auch extremst spannend und fände eine weitere beschäftigung damit sehr Sinnvoll.

Zum Grundverständnis der maximal Positionen “Greengrowth” und “Degrowth” und der angehängten Gedankengänge fand ich dieses zusammenfassende Papier sehr gut, wo letztendlich auf eine Postwachstumsposition hingearbeitet wird, aber beide Positionen sehr gut aufgearbeitet werden. Besonders spannend finde ich die unter 2.1 thematisierte Schwierigkeit der Entkopplung zwischen Wirtschaftswachstum und Treibhausgasreduktion.

Transparenzhinweis: Das Paper ist von 2018 und die Zahlen werden sich seitdem geändert haben - die Argumentationen werden dadurch keine anderen.

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Mich würde das Thema auch interessieren. Wie auch schon andere schreiben: wichtig wäre die Definition von Wirtschaft. Vor allem das kritische Hinterfragen des Begriffs des BIP. Gerne auch eine Betrachtung aus feministischer Sicht auf die eigentliche Wirtschaftsleistung einer Gesellschaft. ( Stichwort care-Arbeit, Leistung des Systems Kleinfamilie)

Zuletzt fand ich den Podcast von Marina weissband dazu interessant. Wind und wurzeln heißt der. Folge über Wirtschaft.

Vielen Dank für eure tolle Arbeit

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Mich würde eine kritische Auseinandersetzung mit der Idee des grünen Kapitalismus interessieren.

M.E sind Kapitalismus und Klimaschutz/planetare Grenzen einfach nicht miteinander vereinbar.

Schon jetzt wenden sich anscheinend große Investoren wie Blackrock von Erneuerbaren ab, da sie zwar günstig, aber nicht profitabel genug sind. Verständlich in einem Wirtschaftssystem, das auf Profit und nicht auf das Wohl der Menschen ausgerichtet ist.

https://www.instagram.com/p/DOYUqF3E1So/?igsh=MWpzYW9pZ3lzOXB0eg==

Danke, auch meine Sicht/Interessen sehr gut zusammengefasst.

Das Thema sollte auch immer mit Bevölkerungswachstum in Verbindung gebracht werden. Wie können überalternde und schrumpfende Nationen wie Japan, Südkorea, Deutschland mit der Schuldenlast früherer Generationen umgehen? Wie wichtig ist Wirtschaftswachstum in diesem Zusammenhang, damit das Kartenhaus nicht einstürzt?

Das Schöne ist ja, dass keine dieser Nationen schrumpfen muss.

Das ist ein im Kern rassistischer Diskurs, weil auf die “natürliche” Bevölkerung abgestellt und das Potenzial von Zuwanderung ausgeschlossen wird.

In Deutschland gab es faktisch bisher keinen “Bevölkerungsrückgang”, Heute leben mehr Menschen in Deutschland als je zuvor. In Japan und Südkorea kommt es durch sehr harte Migrationsregeln und ihre “Insellage” (Japan als tatsächliche Insel, Südkorea als faktische Insel durch die geschlossene Grenze zu Nordkorea) zu einem Rückgang der Bevölkerung - beide Länder könnten ohne Weiteres mehr Migranten anziehen, um den Bevölkerungsrückgang aufzuheben, wollen das aber aus politischen Gründen nicht. Das ist ein selbst-gewähltes Problem.

Das Argument des Bevölkerungswachstums ist daher mMn stets ein sehr schlechtes. Fakt ist, dass es auf der Welt mehr als genug Menschen gibt, auch mehr als genug, die bereit sind, in ein reicheres Land auszuwandern. Den Geburtenrückgang in Industrieländern als Argument in wirtschaftlichen Diskussionen zu nutzen halte ich daher grundsätzlich für falsch.

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Definitiv, Wachstum wäre ein interessantes Thema und mich würde sehr interessieren, was ihr daraus macht!
Aus meiner Erfahrung gibt es da unheimlich viele Missverständnisse und tiefe Konfliktlinien, und auch viel eher interessengeleitete Literatur. Im Endeffekt denke ich, dass es wirklich wenige Menschen gibt, denen ich die Frage inwiefern Wachstum innerhalb planetarer Grenzen möglich ist, zutrauen würde in einem Interview zu beantworten, sodass -Ich zumindest- mich “erhellt” fühle und nicht noch mehr Fragen als vorher da sind. Aber vielleicht ist das auch nicht die interessanteste Frage. Das ist allerdings die Frage, die natürlicherweise von Ökos immer an die Wirtschaftswissenschaften gestellt wird, und z.B durch das Konzept der planetary boundaries oder Limits to Growth immer wieder aufgemacht wird. Der Zusammenhang Wachstum => Variable X wird auch oft in der linken Politik genutzt, um Argumente zu unternauern, und ich fände es wirklich wichtig für politisch interessierte Menschen, da mehr Hintergrundwissen zu vermitteln.
Wie Orca schreibt, es gibt Maximalpositionen, und die Ansätze, die versuchen darüber hinauszugehen, sind häufig komplizierter und weniger laut (z.B Beyond Growth, Beyond GDP, Suffizienz, Demand-side solutions).
Das Zoe-Institut beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie unsere aktuellen Industrie und Sozialpolitiken von Wachstum abhängen. Das Wuppertal Institut hat zu Suffizienz in der Energieversorgung geforscht. Das Konzeptwerk Neue Ökonomie ist in der politischen Bildung zu Wachstumskritik unterwegs (https://endlich-wachstum.de/). In der Wissenschaft sind einige Professor**innen abseits der Mainstream-Ökonomik Lehrstühle laut zu dem Thema (Tim Jackson, Giorgios Kallis, Julia Steinberger, Kate Raworth). Nobelpreisträger in VWL Joseph Stieglitz hat auf der Beyond Growth Konferenz 2023 im EU Parlament geredet und klar gesagt, dass GDP Wachstum weiterhin wichtig ist, für einen gerechten Umweltschutz. Auch Johan Rockström (Planetare Grenzen, PIK) hat dort verneint, dass Degrowth gebraucht wird, um innerhalb planetarer Grenzen zu bleiben. Ich finde das zeigt schon, dass das Thema recht undurchschaubar ist, und es wirklich viel Vorarbeit braucht, um verantwortungsvolle Podien oder Interviews zu konzipieren.

Ich fände es wirklich toll, wenn das Thema von euch aufgenommen wird, aber nicht nur auf den Klimawandel fokussiert würde. Besonders schön fände ich es, wenn Alternativen aufgezeigt würden, die nicht nur Degrowth meinen, sondern Komponenten sein könnten oder als solche entwickelt werden, für ein System, was ökologisch und gerecht ist (z.B Donut Economics Paradigm, Circular Economy, „Future Guardian“ Governance Modell, Regenerative Organisation and Economies, Sovereign Money, Complementary Currencies, Schuldenschnitt für Bürger**innen, Wellbeing Economy oder andere Inidkatoren statt GDP generell). Solche Alternativen regen auch dazu an, zu hinterfragen, was wir eigentlich meinen, wenn wir sagen „Wachstum“ oder „Wirtschaft“ und das ist, wie schon vorherige Kommentare darauf hinweisen, oft der springende Punkt in der Diskussion. Ein Herzenswunsch von mir wäre auch, wenn ihr es schaffen würdet, das Thema unabhängig vom Kapitalismus als System zu diskutieren. Das wurde mit Ulrike Herrmans Buch und Diskussion meiner Meinung nach abgedeckt.
Wichtig wäre glaube ich auch, dass die Ursprungsmotivation ganz klar gemacht wird. Warum reden wir über Wachstumskritik?
Hui, jetzt bin ich aber wirklich sehr gespannt, was daraus wird und ich freue mich schon!

Liebes Lage-Team,

es freut mich, dass ihr das Thema Wachstumskritik / Postwachstum aufgreifen wollt – ich hatte es 2023 mal als Themenvorschlag hier im Forum gebracht und zuletzt auch Vorschläge für Sommerinterviews gemacht. Hier nochmals ein paar zentrale Punkte & Hinweise für euch und die Community:

Warum das Thema wichtig ist - in aller Kürze:
· Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, dass ein ökologischer Kollaps mit der Strategie eines „grünen Wachstums“ verhindert werden kann. Die Forschung, die auf das Gegenteil verweist ist zunehmend erdrückend (zB Vogel/Hickel 2024), weshalb inzwischen eine Mehrheit von Nachhaltigkeitswissenschaftlern von einer „green growth“ Strategie abgerückt ist (King et al. 2023). Postwachstum/degrowth wird inzwischen in IPCC-Berichten diskutiert (IPCC 2022), unter dem Begriff „Suffizienz-Politik“ und „Wachstumsunabhängigkeit“ vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) gefordert (SRU 2024) und in einer groß angelegten Forschung von der EU Kommission mit 10 Mio Euro gefördert (Real Project 2025).

· Postwachstum (oder Degrowth) bedeuten dabei NICHT „die Wirtschaft“ oder das BIP einfach zu schrumpfen („Verzicht“ / „Rezession“) und sonst nichts zu ändern – manche Bereiche sollen weiterhin wachsen (Erneuerbare Energien, Bildung etc.). Im Kern geht es darum, gesellschaftliche Systeme unabhängig von BIP-Wachstum umzubauen, um damit eine zentrale Barriere für Nachhaltigkeitspolitik zu entschärfen. Im zweiten Schritt können dann Klimapolitiken im Zusammenspiel mit sozialen policies umgesetzt und bessere Wohlstandsindikatoren als das BIP wirksamer etabliert werden. Es ist zentral in der Debatte, nicht einfach nur „Wachstumskritik“ aufzugreifen, sondern diese institutionellen Vorbedingungen sind zentral, damit aggregiertes Wachstum nicht mehr notwendig ist, um Wohlstand zu sichern.

  • Hier ist der neuste Überblicksartikel zum Stand der Postwachstumsforschung: Kallis et al 2025.

- Hier noch zwei Studien von mir, die zeigen, dass sich in Leitmedien der Stand der wissenschaftlichen Debatte über Degrowth-Forschung kaum medial niederschlägt (Sagvosdkin 2025) und konservative Medien sogar teils stark Framing-Techniken nutzen, um den Diskurs zu diskreditieren (Sagvosdkin 2025b).
**
Interview-Partner:innen-Vorschläge:**

  1.  Prof. Dr. Matthias [Schmelzer](https://www.uni-flensburg.de/nec/ueber-uns/personen/mitarbeiterinnen-mitarbeiter/matthias-schmelzer):
    
  • Professor für sozial-ökologische Transformationsforschung an der Europa-Universität Flensburg; einer der bekanntesten Forscher zu Postwachstum/Degrowth in DE. Hier zu Gast im Dissens Podcast: https://podcast.dissenspodcast.de/312-degrowth
  1.  Dr. Katharina [Bohnberger](https://www.uni-due.de/soziooekonomie/bohnenberger.php)
    
  • Institut für Sozioökonomie, Uni Duisburg-Essen
  • Koordinatorin des Forschungsfelds „Sozialpolitik und ökologische Nachhaltigkeit“ am Deutschen Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung
  • Mitgründerin des Sustainable Welfare and Eco-Social Policy Networks
  • Forscherin/Expertin wie Wachstumsunabhängigkeit konkret im Bereich Wohlfahrtsstaat umgesetzt werden kann.
  1. Dr. Steffen Lange, Plurale Ökonomik, Universität Siegen, Experte für Postwachstumspolitiken auf Makro-Ebene, Wachstumsunabhängigkeit etc.

  2. Wenn ihr das Thema unter dem Begriff „Suffizienzpolitik“ diskutieren wollt, ist diese Forschungsgruppe der Uni Flensburg zu empfehlen (https://energysufficiency.de/)

Der Diskurs ist sehr breit - wenn euch ein bestimmer Fokus interessiert, kann ich euch gerne weitere Empfehlungen für Literatur oder Interview-Partner:innen machen :wink:

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Ich würde mich auch über ein Interview mit Frau Göpel als Nachhaltgikeitsexpertin in der Lage freuen :slight_smile: Allerdings würde ich beim Thema Wachstumskritik / Postwachstum eher Wissenschaftler:innen einladen, die direkt dazu forschen (Frau Göpel hat einen anderen Fokus).

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Ja, ich finde diese Studie auch ganz gut, vor allem, weil dort das zentrale Argument der Wachstumsunabhängigkeit gemacht wird. - Allerdings ist der Diskurs in vielen Punkten deutlich weiter inzwischen als 2018 - zB ist inzwischen weiteraus klarer, dass eine Entkoppelung des BIP-Wachstums von CO2 & Ressourcenverbrauch mit einer Green Growth Strategie nicht funktioniert.

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Als Interview-Partnerin zu feminstischen Perspektiven auf Nachhaltigkeit / Postwachstum ist noch Andrea Vetter zu empfehlen, Co-Autorin von “Degrowth/Postwachstum zur Einführung” (Junius-Verlag) oder Daniela Gottschlich, Professorin für Nachhaltigkeit und Gesellschaftsgestaltung an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (hfgg) in Koblenz.

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Der Kernkonflikt innerhalb der Thematik besteht darin, dass es zwar allerhand Modelle gibt die von sich behaupten ohne Wachstum auszukommen (Degrowth, Postwachstum, Donut-Economy, …)

Es fehlt jedoch stets eine Idee für den Übergang aus dem heutigen System in die zukünftige Kreislaufwirtschaft.

Eine ähnliche und wesentliche Analyse bietet Ulrike Herrmann und ihr großartiges Buch vom Ende des Kapitalismus. Leider bietet sie nach der guten Analyse als Lösung auch nicht viel mehr als den Denkansatz über Rationalisierung in der britischen Kriegswirtschaft.

Ausführliche Modelle für einen Übergang fehlen bisher. Ein Streitgespräch zwischen Ulrike Herrmann und einem beliebigen klassischen Ökonomen wäre sicherlich spannend.

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Ich möchte auf einen Vortrag von Johannes Hirata hinweisen. Er erklärt, wie die Volkswirtschaft ohne Wachstum funktionieren könnte. Wie es sich in einer Null-Wachstums-Ökonomie leben würde: Chancen und Schwierigkeiten - Osnabrück

Liebes Lage-Team,
ich fände das Thema auch sehr interessant. Ich habe vor einiger Zeit den Film “Purpose – A Wellbeing Economies” gesehen und fand den Ansatz der Wellbeing Economies der in diesem Film beleuchtet wurde sehr spannend. Purpose – A Wellbeing Economies Film
Wellbeing Economy Alliance

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Kapitalismus ist nicht nur Wachstum, Kräche gehören ebenfalls dazu. Es ist ein dynamisches System, das ist auch das Gute, sonst würden wir erstarren.

Einer hat den Autor des Buches “Faltung der Welt” als Gast in den Sommerinterviews eingeladen. Ich fände es eine interessante Idee, wie man Kapitalismus und Klimaschutz vereinbaren kann, der würde ebenfalls passen..

Ich finde das Thema extrem spannend und vor allem super wichtig, da mit Wirtschaftswachstum auch immer Wohlstand für alle verknüpft wird. Tatsächlich verteilt sich der Wohlstand aber zunehmend ungleicher, da seit Jahrzehnten der Sozialstaat weiter abgebaut wurde und Einkommen sehr hoch besteuert wird, während Vermögen weitestgehend verschont bleibt.

Ich habe zu dem Thema auch an einer Online-Session von Martin Oetting (Gründer von Wirtschaft21) teilgenommen. Dort waren Florian Wagner und Lorenz Trattner von der Gemeinwohlökonomie zu Gast. Die beiden haben dabei Probleme des BIP erörtert und ihre Alternative, das Gemeinwohlprodukt vorgestellt.

Falls Interesse besteht, kann ich auch gerne die Präsentation zur Verfügung stellen.

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